<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://aip-lexikon.com/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Lutz</id>
	<title>aip-lexikon.com - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://aip-lexikon.com/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Lutz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/Lutz"/>
	<updated>2026-08-06T07:11:16Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.41.1</generator>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Prozess,_dialektischer&amp;diff=1982</id>
		<title>Prozess, dialektischer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Prozess,_dialektischer&amp;diff=1982"/>
		<updated>2026-07-21T13:01:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Prozess, dialektischer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Analyse]] &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] &amp;gt; [[Gegensatz]] &amp;gt; [[Polarität]] &amp;gt; [[Synthese]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Dialektik (griech.: innere Gegensätzlichkeit, Kunst der Gesprächsführung) bezeichnet eine philosophische Arbeitsmethode, die ihre Erkenntnisse in der Synthese von gegensätzlichen Standpunkten zu gewinnen sucht (These - Antithese - Synthese). Die Ausgangsposition wird in ihre immanenten Gegensätze (&amp;gt; [[Gegensatz]] &amp;gt; [[Polarität]]) aufgespalten, um in ihrer &amp;gt; [[Synthese]] zu einer Erkenntnis auf einem höheren Niveau zu gelangen. G. Hegel versteht die Dialektik als die wissenschaftliche Anwendung einer Dynamik, die bereits in der Natur des Denkens begründet ist. Sie ist die Dynamik, die als geistige Wirklichkeit allem und somit auch dem Denken zugrunde liegt. Im Anschluss an F. Schleiermacher und Hegel ist eine Form der geisteswissenschaftlichen Pädagogik entwickelt worden, die den dialektischen Charakter der pädagogischen Wirklichkeit betont, vor allem: dialogische Natur des Bildungsgesprächs; die Verschränkung der Strukturen von Subjekt und Objekt im pädagogischen Geschehen; die Grundproblematik der pädagogischen Theorie, die ihre Anwendung sowohl zum Gegenstand wie auch zur Voraussetzung hat. Diese für die Pädagogik herausgearbeiteten Voraussetzungen der Dialektik gelten im Wesentlichen auch für die tiefenpsychologische Theorie und Praxis. Auch die Tiefenpsychologie hat sich selbst zum Gegenstand und zugleich zur Voraussetzung. Der therapeutische Prozess ist ein dialogisches Geschehen, in dem eine Begegnung und Verschränkung der psychischen Gegebenheiten der beiden Beteiligten stattfindet. In ihm sind nach C. G. Jung zwei psychische Systeme wechselseitig aufeinander bezogen. Damit ist die Voraussetzung gegeben, die therapeutische Beziehung (&amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]]) als dialektischen Prozess zu betrachten (vgl. Jung, GW 16, § 8). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Jung ist &amp;quot;die oberste Regel eines dialektischen Verfahrens, dass die Individualität des Kranken dieselbe Würde und Daseinsberechtigung wie die des Arztes hat&amp;quot;. Daraus folgt, dass &amp;quot;alle individuellen Entwicklungen im Patienten als gültig zu betrachten sind&amp;quot;. (Jung, GW 16, §11) Im dialektischen Prozess, in dem der Therapeut möglichst voraussetzungslos, d. h. nicht manipulativ sein soll, was sicherlich nur annäherungsweise erreicht werden kann, verändern sich beide Beteiligten, Patient und Therapeut (&amp;gt; [[Übertragung/Gegenübertragung]]). Die dialektische Haltung des Therapeuten soll eine Heilung ermöglichen, die nicht eine vorgegebene Veränderung der Persönlichkeit des Patienten anstrebt, sondern einen Prozess in Gang setzt, durch den der Patient zu dem werden kann, &amp;quot;was er eigentlich ist&amp;quot;. (Jung, GW 16, § 11) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Dieses &amp;quot;Werde, der du bist&amp;quot; knüpft an den auf Aristoteles zurückgehenden Begriff der Entelechie an (Entelechie, griech. en: in; griech. telos: Ziel; griech echein: haben, also &amp;quot;was sein Ziel in sich selbst hat“). In der Analytischen Psychologie setzt diese Vorstellung die Annahme eines potenziell zielgerichteten (&amp;gt; [[Selbst]]) voraus. (&amp;gt; [[Finalität]]) Der durch die therapeutische Beziehung in Gang kommende Prozess umfasst nicht nur die Dialektik der unterschiedlichen psychischen Voraussetzungen von Patient und Therapeut, sondern setzt auch einen dialektischen Prozess in der Psyche des Patienten (und des Therapeuten) in Gang, bewirkt durch die Antinomien und Widersprüche der Psyche. Mit den Worten Jungs: &amp;quot;Jede.. Behandlung (stellt) einen individuellen dialektischen Prozess (dar), an dem der Arzt so viel beteiligt ist als der Patient.&amp;quot; (Jung, GW 16, § 239) und: &amp;quot;Die dialektische Methode ist für die Psychotherapie sehr wichtig. Da die Neurose eine Spaltung der Persönlichkeit darstellt, ist man immer auch mit dem unbewussten Gegensatz oder Visavis konfrontiert und muss mit diesen Größen rechnen.&amp;quot; (Briefe 3, S. 246) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Polarität der Psyche und die daraus folgende Dynamik erklärt Jung, indem er Anleihe bei dem naturwissenschaftlichen Energieprinzip nimmt, das besagt, dass zwischen Gegensätzen Spannung entsteht, die nach Ausgleich strebt (&amp;gt; [[Enantiodromie]]). Nach Jung führt der dialektische Prozess, der sich in Fantasien und Träumen abbildet, in der Synthese von These und Antithese psychischer Gegensätze zu Bildern auf einer jeweils höheren Stufe. (Jung, GW 7, § 217) Dies gilt vor allem für den Prozess der &amp;gt; [[Individuation]]. Ziel der Individuation ist die Vereinigung der Gegensätze (&amp;gt; [[Coniunctio]]). Jung wird in diesem Zusammenhang Harmonisierung vorgeworfen. Vor allem W. Giegerich, der sich mit der hegelschen Definition der Dialektik beschäftigt hat, betont in diesem Zusammenhang, dass sich die psychischen Gegensätze in der Vereinigung (&amp;gt; [[Syzygie]]), nicht gegenseitig aufheben und neutralisieren. Er spricht von der Dynamik der &amp;quot;Einheit von Einheit und Differenz der Gegensätze&amp;quot; (vgl. Lang, 1994). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem dialektischen Ansatz der therapeutischen Beziehung ergeben sich bestimmte Voraussetzungen für das therapeutische &amp;gt; [[Set]], das &amp;gt; [[Setting]] und das therapeutische Vorgehen. Der dialektische Prozess hat die Einbeziehung der synthetischen Methode zur Voraussetzung, im Gegensatz zum rein analytischen und reduktiven Vorgehen (&amp;gt; [[Reduktion versus Synthese]]). Eine weitere wichtige Voraussetzung für die therapeutische Beziehung ist, dass sich der Therapeut einer Analyse unterzogen haben muss. Jung ist der erste Psychoanalytiker gewesen, der für auszubildende Psychotherapeuten die &amp;gt; [[Lehranalyse]] fordert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; R. Daniel&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=1981</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=1981"/>
		<updated>2026-05-07T11:06:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Liebe Leserinnen und Leser des Lexikons für Analytische und Integrative Psychologie (AIP),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese Datenbank beschreibt psychologische Grundbegriffe unter psychodynamischer, tiefenpsychologischer und integrativer Perspektive &lt;br /&gt;
mit besonderer Berücksichtigung der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Analytischen Psychologie C. G. Jungs&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unserer Auffassung nach ist diese von ihrem Ganzheits-Ansatz her eine integrative Psychologie, die sowohl psychodynamische, verhaltensorientierte, symbolische, kreative und transpersonale Aspekte berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie sich speziell für Symbolik unter tiefenpsychologischer Perspektive interessieren, können Sie sich unter &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[https://symbolonline.eu symbolonline.eu]&#039;&#039;&#039; informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datenbanken befinden sich in laufender Überarbeitung, Erweiterung und Aktualisierung. In Bezug auf allgemeinere und aktuellere Perspektiven in der Definition der Begriffe verweisen wir auch auf die Ausführungen bei wikipedia.de wie auch anderer psychologischer Lexika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Anregungen ud Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Verlag [http://opus-magnum.com opus-magnum.com] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es finden sich bisher folgende Stichworte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[A-H-System]] - [[Abaissement du niveau mental]] - Abreaktion &amp;gt; [[Katharsis]] - [[Abstinenz]] - [[Abwehr]] - [[Abwehrmechanismen]] - [[Achtsamkeit]] - Adaption &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Adoleszenz]] - [[Affekt]] - Affektabwehr &amp;gt; [[Abwehrmechanismen]] - Affektansteckung &amp;gt; [[Induktion]] - [[Affektisolierung]] - [[Affektregulation]] - [[Affektualisierung (Emotionalisierung)]] - [[Aggression]] - [[Aggressionstheorien]] - [[Agieren]] - Akkomodation &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Aktive Imagination]] - [[Aktualkonflikt]] - [[Aktualisierung]] - [[Akzeptanz]] - [[Alchemie]] - [[Alchemie, Phasen des Werkes]] - [[Allegorie]] - [[Allgemeine Psychotherapie]] - [[Amplifikation]] - [[Analogie]] - [[Analyse]] - [[Analytische Psychologie]] - [[Androgynie]] - [[Angst]] - [[Anima/Animus]] - [[Anpassung]] - [[Anthropisches Prinzip]] - [[Anthropos]] - [[Anthroposophie]] - [[Anthropozentrismus]] - [[Apperzeption]] - [[Aqual-Modell]] - [[Apperzeption, mythologische]] - [[Arbeitsbündnis]] - [[Archetyp]] - [[Archetypische Psychologie]] - [[Ärger]] - Assimilation &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Assoziation]] - [[Assoziation, freie]] - [[Assoziation, gebundene]] - [[Assoziationsexperiment]] - [[Ätiologie]] - [[Aufmerksamkeit, gleichschwebende]] - [[Authentizität]] - [[Automatismen, psychomotorische]] - [[Automorphismus]] - [[Autonomie]] - [[Axiom der Maria Prophetissa]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Balint-Gruppenarbeit]] - [[Bedürfnishierarchie]] - [[Besessenheit]] - [[Bewusstheit]] - [[Bewusstsein]] - [[Bewusstsein, kollektives]] - [[Bewusstsein, matriarchales]] - [[Bewusstsein, patriarchales]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Allgemeine Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Kindliche Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Mythologische Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Weibliche Stadien]] - [[Bewusstseins-Evolution]] - [[Bewusstseinsforschung]] - [[Bewusstseins-Mutation]] - [[Bewusstseinszustände, veränderte]] - [[Beziehung]] - [[Beziehung, therapeutische]] - [[Beziehungsquaternio]] - [[Beziehungsstufe]] - [[Bild]] - [[Bildbetrachtung/ -deutung]] - [[Bindung]] - [[Biologie]] - [[Bios-Prinzip]] - [[Bios-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Borderline]] - [[Böses]] - [[Buddhismus]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Chaos]] - [[Chaostheorie]] - [[Charakter]] - Charakterneurose &amp;gt; [[Charakter]] - [[Christentum]] - [[Coaching]] - [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] - [[Container/Contained]] - [[Coping]] - [[Couch-Sessel-Kontroverse]] - [[Cyberspace]] - [[Cybertherapie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[De(s)integration]] - [[Deckerinnerung]] - [[Denken/Denkfunktion]] - [[Depersonalisation/Derealisation]] - [[Depression]] - [[Desidentifikation]] - [[Determinismus]] - Deutung auf der Beziehungsstufe &amp;gt; [[Beziehungsstufe]] - Deutung auf der Objektstufe &amp;gt; [[Objektstufe]] - Deutung auf der Subjektstufe &amp;gt; [[Subjektstufe]] - [[Deutung]] - [[Diagnostik]] - Dialektischer Prozess &amp;gt; [[Prozess, dialektischer]] - [[Dichtung]] - [[Differenzierung]] - [[Dissoziation]] - [[Drachenkampf]] - Drogen &amp;gt; [[Psycholyse]] &amp;gt; [[Dualismus]] - Dual-Union &amp;gt; [[Urbeziehung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ehe/Partnerschaft]] - [[Eifersucht]] - Einfühlung &amp;gt; [[Empathie]] - [[Einheitswirklichkeit]] - Einsicht &amp;gt; [[Deutung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]] &amp;gt; [[Erleben]] &amp;gt; [[Logos-Prinzip]] &amp;gt; [[Verstehen]] - [[Einstellung, symbolische]] - [[Einstellung]] - Ekklesiogene Neurose &amp;gt; [[Neurose, ekklesiogene]] - [[Ekstase]] - [[Elementarcharakter/Wandlungscharakter]] - [[Eltern]] - [[Emotion]] - [[Empathie]] - [[Empfinden/Empfindungsfunktion]] - Empirie &amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]] - [[Enantiodromie]] - [[Energie]] - [[Ent-Emotionalisierung]] - Entwicklung, psychische &amp;gt; [[Individuation]] - [[Entwicklungspsychologie]] - [[Erinnern]] - [[Erkenntnistheorie]] - [[Erleben]] - [[Eros-Prinzip]] - [[Eros-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Es]] - [[Ethik]] - [[Ethik, neue]] - [[Ethik, therapeutische]] - [[Ethikleitlinien]] - [[Ethologie]] - Evolution des Bewusstseins &amp;gt; [[Bewusstseins-Evolution]] - [[Evolutionäre Psychologie]] - Extranes Wissen &amp;gt; [[Feld, psychisches]] &amp;gt; [[Wissen, absolutes]] - [[Extraversion]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Familie]] - [[Familientherapie]] - [[Fantasie]] - [[Fantasiedenken/gerichtetes Denken]] - [[Farben]] - [[Fehlleistung]] - [[Feld, psychisches]] - [[Feminismus]] - [[Feminismus: Kritik an C. G. Jung]] - [[Filialisierung des Ich]] - [[Film, populärer]] - [[Finalität]] - [[Flow]] - [[Focusing]] - Formen &amp;gt; [[Mandalasymbolik]] - Freie Assoziation, vgl. &amp;gt; [[Assoziation, freie]] - [[Freude]] - [[Freud-Jung-Beziehung]] - [[Fühlen/Fühlfunktion]] - [[Funktion, inferiore]] - Funktion, superiore &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - [[Funktion, transzendente]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;G&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ganzheit]] - [[Ganzwerdung]] - Gefühl &amp;gt; [[Affekt]] &amp;gt; [[Emotion]] &amp;gt; [[Fühlen/Fühlfunktion]] - [[Gegensatz]] - Gegenübertragung &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] &amp;gt; [[Übertragung/Gegenübertragung]] &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] - [[Gehirn]] - [[Geist]] - [[Geister]] - Geisteswissenschaft &amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Philosophie/Philosophia perennis]] - [[Geschlecht]] - [[Geschlechtsidentität]] - [[Geschwisterbeziehung]] - [[Geschwisterkomplex]] - [[Gesellschaft]] - [[Gesprächspsychotherapie]] - [[Gestalttherapie]] - [[Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie]] - Gewalt &amp;gt; [[Aggression]] - [[Gewalt bei Jugendlichen]] - Gewissen &amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Moral]] &amp;gt; [[Über-Ich]] - Gleichschwebende Aufmerksamkeit &amp;gt; [[Aufmerksamkeit, gleichschwebende]] - [[Glück]] - [[Gnosis]] - [[Gottesbild]] - [[Größenfantasien]] - Grundfunktionen, psychische &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - Grundregel, psychoanalytische &amp;gt; [[Assoziation, freie]] - Gruppe &amp;gt; [[Gesellschaft]] &amp;gt; [[Kollektiv]] &amp;gt; [[Kollektivpsyche]] - [[Gruppenpsychotherapie]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Hass]] - Hauptfunktion &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - [[Heilen/Heilung]] - [[Heiler, verwundeter]] - Heilige Hochzeit &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] &amp;gt; [[Hierosgamos]] &amp;gt; [[Heiratsquaternio]] &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] - Held &amp;gt; [[Heldenmythos]] &amp;gt; [[Heros-Prinzip]] - [[Hermaphrodit]] - [[Hermeneutik]] - [[Hermes-Mercurius]] - [[Hermetik]] - [[Heros-Prinzip]] - [[Heros-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Hexe]] - [[Hierosgamos]] - [[Himmelfahrt]] - [[Hinduismus]] - [[Hirnforschung]] - [[Hoffnung]] - [[Holon]] - [[Homosexualität]] - [[Humanistische Psychologie]] - [[Humor]] - [[Hybris]] - [[Hypostasierung]] - [[Hysterie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[I Ging]] - [[Ich, integrales]] - [[Ich/Ich-Bewusstsein]] - [[Ich-Funktionen]] - Ich-Ideal &amp;gt; [[Ideal-Ich]] - Ich-Kohärenz &amp;gt; [[Identität, personale]] - [[Ich-Komplex]] - [[Ich-Psychologie]] - [[Ich-Selbst-Achse]] - [[Ideal-Ich]] - [[Idealisierung]] - [[Idee]] - [[Identifikation mit dem Aggressor]] - [[Identifikation, projektive]] - [[Identifikation]] - [[Identität, personale]] - [[Identität]] - [[Imagination, aktive]] - [[Imagination]] - [[Imago]] - [[Individualität]] - [[Individualpsychologie]] - [[Individuation]] -[[Individuationsprozess]] - [[Individuationsprozess: Erste Lebenshälfte]] - [[Individuationsprozess: Zweite Lebenshälfte]] - [[Induktion]] - Infektion, psychische &amp;gt; [[Identifikation]] &amp;gt; [[Induktion]] - [[Inflation]] - Initialtraum &amp;gt; [[Traum, initialer]] - [[Initiation]] - [[Initiatische Therapie]] - [[Instinkt]] - [[Inszenieren/Inszenierung]] - [[Integrale Psychologie]] - [[Integration]] - [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] - [[Intellektualisierung]] - [[Interesse]] - [[Internalisierung]] - [[Internet]] - Interpretation &amp;gt; [[Deutung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]] &amp;gt; [[Hermeneutik]] - [[Intersubjektivität]] &amp;gt; [[Intervention]] - [[Intervision]] - [[Introspektion]] - [[Introversion]] - [[Intuition/Intuitive Funktion]] - [[Inzest]] - [[Inzestfantasie]] - [[Inzeststufen]] - Isolierung &amp;gt; [[Affektisolierung]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;J&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Jugendlichenpsychotherapie, analytische: Aspekte der Analytischen Psychologie]] - [[Jugendlichenpsychotherapie, analytische]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;K&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kastration/Kastrationskomplex]] - [[Katathym imaginative Psychotherapie]] - [[Katharsis]] - [[Kausalität]] - [[Kind, Göttliches]] - [[Kindarchetyp]] - [[Kinderpsychotherapie, analytische: Theorie]] - [[Kinderpsychotherapie, analytische: Praxis]] - [[Kindheit/Kindheitsphasen]] - [[Kleinianische Psychoanalyse]] - [[Kognitive Psychologie]] - [[Kollektiv]] - Kollektive Träume &amp;gt; [[Traum, kollektiver]] - Kollektives Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, kollektives]] - Kollektives Unbewusstes &amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]] - [[Kollektivpsyche]] - Kommunikation, therapeutische &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] - [[Kompensation]] - [[Komplex]] - [[Komplexdiagnose]] - [[Komplexe Psychologie]] - [[Komplexität]] - [[Konflikt]] - [[Konfrontation]] - [[Konkretismus]] - [[Konstellation]] - [[Konstruktivismus]] - Kontrollanalyse &amp;gt; [[Supervision]] - [[Konversion]] - [[Körper]] - [[Körperbild/Körper-Ich]] - [[Körperpsychotherapie]] - [[Körpersprache]] - [[Kreativität]] - [[Kreativität, Phasen der]] - [[Krise]] &amp;gt; [[Lebenswende]] &amp;gt; [[Pubertät]] &amp;gt; [[Thanatos/Tod]] &amp;gt; [[Adoleszenz]] &amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] &amp;gt; [[Individuation]] &amp;gt; [[Individuationsprozess]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Wandlung]] - [[Krise]] - Kultur &amp;gt; [[Bewusstsein, schöpferisches]] &amp;gt; [[Dichtung]] &amp;gt; [[Gesellschaft]] &amp;gt; [[Kunst]] &amp;gt; [[Literatur]] &amp;gt; [[Märchen]] &amp;gt; [[Musik]] &amp;gt; [[Mythos]] &amp;gt; [[Mystik]] &amp;gt; [[Philosophie/Philosophia perennis]] &amp;gt; [[Religion]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] - Kundalini &amp;gt; [[Tantrismus]] - [[Kunst]] - [[Kunsttherapie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;L&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Langeweile]] - Lebensenergie &amp;gt; [[Libido]] - [[Lebenskunst]] - Lebensmitte &amp;gt; [[Lebenswende]] - [[Lebenswende]] - [[Lehranalyse]] - [[Leib-Psychotherapie/Psychoenergetik]] - [[Leidenschaft]] - [[Lernen]] - [[Libido]] - [[Liebe]] - [[Lieblingsmärchen]] - [[Literatur]] - [[Logos-Prinzip]] - [[Logos-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Lumen]] - [[Luminosität]] - Lustprinzip &amp;gt; [[Es]] - Luzider Traum &amp;gt; [[Traum, luzider]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Macht]] - [[Magie]] - [[Magier]] - [[Malen aus dem Unbewussten]] - [[Mana]] - [[Management]] - [[Mana-Persönlichkeit]] - [[Mandala]] - [[Mandalasymbolik]] - [[Männliches und Weibliches Prinzip]] - [[Märchen]] - [[Materie/Materialismus]] - Matriarchales Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, matriarchales]] - [[Matriarchat]] - [[MBTI:Myers-Briggs-Typen-Indikator]] - [[Meditation]] - [[Menschenbild]] - [[Metapher]] - [[Metaphysik]] - [[Minderwertigkeitsgefühl]] - [[Monismus]] - [[Monotheismus]] - [[Moral]] - [[Motivation]] - [[Mundus imaginalis]] - [[Musik]] - [[Musiktherapie]] - [[Mutter, Große]] - [[Mutterarchetyp]] - [[Mutterbild]] - [[Mutterkomplex]] - Mysterium coniunctionis &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] &amp;gt; [[Heiratsquaternio]] &amp;gt; [[Hierosgamos]] &amp;gt; [[Syzygie]] - [[Mystik]] - [[Mystos-Prinzip]] - [[Mystos-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Mythodrama]] - [[Mythos]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Narr]] - [[Narzissmus]] - [[Nationalsozialismus]] - [[Neid]] - Neugier &amp;gt; [[Interesse]] - [[Neurose]] - [[Neurose, ekklesiogene]] - [[Not-Ich]] - [[Numinoses]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Objekt]] - [[Objektbeziehungstheorie]] - [[Objektiv Psychisches]] - [[Objektkonstanz]] - [[Objektrepräsentanz]] &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Repräsentanz]] - [[Objektstufe]] - [[Ödipuskomplex]] - [[OPD: Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik]] - [[Opfer/Opfern]] - [[Orientierungsfunktionen]] - Östliche Philosophie &amp;gt; [[Philosophie, östliche]] &amp;gt; [[Buddhismus]] &amp;gt; [[Hinduismus]] &amp;gt; [[Tantrismus]] &amp;gt; [[Taoismus]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Paar]] - [[Paartherapie]] - [[Paradoxon/Paradoxie/Paradoxität]] - [[Parapsychologie]] - [[Participation mystique]] - Partnerschaft &amp;gt; [[Ehe/Partnerschaft]] &amp;gt; [[Paar]] - Patriarchaler Uroborus &amp;gt; [[Uroboros]] - Patriarchales Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, patriarchales]] - [[Patriarchat]] - [[Pentaolon-System]] - [[Persona]] - [[Personalisierung, sekundäre]] - [[Personifikation]] - [[Persönlichkeit]] - [[Philosophie, östliche]] - [[Philosophie/Philosophia perennis]] - [[Physik]] - [[Pleroma]] - [[Polarität]] - [[Polytheismus]] - [[Positivismus]] - [[Pränatale Psychologie]] - [[Prä-Trans-Verwechslung]] - [[Primärprozess/Sekundärprozess]] - [[Principium individuationis]] - [[Progression]] - [[Projektion]] - Projektive Identifikation &amp;gt; [[Identifikation, projektive]] - [[Prozess, dialektischer]] - Prozess, therapeutischer &amp;gt; [[Analyse]] &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] &amp;gt; [[Psychotherapie, analytische]] - [[Prozessorientierte Psychologie/Prozessarbeit]] - Psyche, objektive &amp;gt; [[Objektiv Psychisches]] - [[Psyche]] - [[Psychifikation]] - Psychische Wirklichkeit &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Psychoanalyse]] - [[Psychodrama]] - [[Psychodynamik]] - [[Psychogenese]] - [[Psycholyse]] - [[Psychopharmakologie]] - [[Psychopompos]] - [[Psychose]] - [[Psychosenpsychotherapie]] - [[Psychosomatik]] - Psychosynthese &amp;gt; [[Synthese]] - [[Psychotherapie, analytische]] - Psychotherapie, integrative &amp;gt; [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] - [[Psychotherapie, stationäre]] - [[Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte]] - [[Psychotherapie]] - [[Puella aeterna/Puer aeternus]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Q&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Qualitätssicherung in der Psychotherapie]] - Quaternio-Modell &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] &amp;gt; [[Quaternität]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Rationalisierung]] - [[Reaktionsbildung]] - Realität, psychische &amp;gt; [[Konstruktivismus]] &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Realitätsprüfung]] - [[Reduktion/reduktive Methode versus Synthese/synthetische Methode]] - [[Reflexion]] - [[Regression]] - [[Religion]] - [[Repräsentanz]] - [[Resonanz]] - [[Ritual/Ritus]] - [[Ritualisierung]] - [[Rivalität]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Sandspieltherapie]] - [[Säuglingsbeobachtung]] - [[Säuglingsforschung: Entwicklung]] -[[Säuglingsforschung: Ergebnisse]] - [[Scham]] - [[Schamanismus]] - [[Schatten]] - [[Schatten in den Gottesbildern]] - [[Schatten, archetypischer]] - [[Schatten, persönlicher]] - [[Schatten, therapeutischer]] - [[Schizoide Persönlichkeitsstörung]] - [[Schizophrenie]] - [[Schönheit]] - [[Schöpferisches]] - [[Schuldgefühl]] - [[Seele]] - [[Seelenverlust]] - [[Primärprozess/Sekundärprozess|Sekundärprozess]] - [[Selbst, primäres/Körperselbst]] - [[Selbst]] - [[Selbstempfinden]] - [[Selbstkonzept]] - [[Selbstobjekt]] - Selbstorganisation &amp;gt; [[Selbstregulation]] - [[Selbstpsychologie]] - [[Selbstregulation]] - [[Selbstrepräsentanz]] - Selbstverwirklichung &amp;gt; [[Individuation]] - [[Selbstwertgefühl]] - [[Senex]] - [[Set]] - [[Setting]] - [[Sexualität als Symbol]] - [[Sexualität]] - [[Sexueller Missbrauch]] - [[Sinn]] - [[Spaltung]] - [[Spiegeln]] - [[Spiegelübertragung]] - [[Spielen]] - [[Spiritualität, weibliche]] - [[Spiritualität]] - [[Stein der Weisen]] - [[Stimme, innere]] - Störung, psychische &amp;gt; [[Neurose]] - [[Subjekt]] - [[Subjektstufe]] - [[Sublimierung]] - [[Suizid]] - [[Supervision]] - [[Symbiose]] - [[Symbol, Gefahren]] - [[Symbol]] - [[Symbolisierung]] - [[Symptom]] - [[Synchronizität]] - [[Synthese]] - [[Systemtheorie]] - [[Syzygie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;T&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Tantrismus]] - [[Tanz]] - [[Tanztherapie]] - [[Taoismus]] - [[Teilpersönlichkeiten]] - Teleologischer Gesichtspunkt &amp;gt; [[Finalität]] - [[Temenos]] - [[Testverfahren, projektive]] - [[Thanatos/Tod]] - Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie &amp;gt; [[Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte]] - [[Tiefenpsychologische Theorie]] - [[Tierbraut/Tierbräutigam]] - [[Todestraum]] - [[Tonfeld, Arbeit am]] - [[Transaktionsanalyse]] - Transgressivität &amp;gt; [[Feld, psychisches]] - [[Transpersonale Psychologie]] - [[Transpersonale Psychotherapie]] - Transzendente Funktion &amp;gt; [[Funktion, transzendente]] - [[Trauer]] - [[Traum, archetypischer]] - [[Traum, initialer]] - [[Traum, kollektiver]] - [[Traum, luzider]] - [[Traum]] - [[Trauma/Traumatisierung]] - [[Traumatherapie]] - [[Traumdichtung]] - [[Traum-Ich]] - [[Trauminkubation]] - Traumkörper &amp;gt; [[Prozessorientierte Psychologie]] - [[Traumkultur]] - [[Traumserie]] - [[Traumstruktur]] - [[Triade/Triangulierung]] - [[Trickster]] - [[Triebentwicklung, Phasen der]] - [[Typologie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;U, Ü&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Übergangsobjekt]] - [[Über-Ich]] - [[Über-Ich-Entwicklung]] - [[Übertragung/Gegenübertragung]] - [[Übertragungsformen]] - [[UFO]] - [[Unbewusstes]] - [[Unbewusstes, kollektives]] - [[Unbewusstes, persönliches]] - [[Unbewusstes, psychoides]] - [[Ungeschehenmachen]] - [[Unterbewusstes]] - [[Unus mundus]] - [[Urbeziehung]] - [[Urbild]] - [[Uroboros]] - [[Urschuld]] - [[Urszene]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;V&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Vas hermetis/Vas hermeticum]] - [[Vater, Großer]] - [[Vaterarchetyp]] - [[Vaterbild]] - [[Vaterkomplex]] - [[Verdrängung]] - [[Verhaltenstherapie]] - [[Verleugnung]] - [[Verschiebung]] - [[Verstehen]] - [[Verwandtschaftslibido]] - [[Vision]] - [[Visualisierung]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Wahn]] - [[Wandlung]] - Wandlungscharakter &amp;gt; [[Elementarcharakter/Wandlungscharakter]] - [[Wandlungszyklus, schöpferischer]] - [[Weise, Alte]] - [[Weiser, Alter]] - [[Weltelterntrennung/Trennung der Ureltern]] - [[Weltsicht, archaische]] - [[Wendung gegen das Selbst]] - [[Widerstand]] - [[Wiedergeburt]] - [[Wiederholen]] - [[Wiederholung/Wiederholungszwang]] - [[Wille]] - [[Wirkfaktoren, psychotherapeutische|Wirkfaktoren, psychotherapetische]] - [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Wissen, absolutes]] - [[Wissenschaftstheorie]] - [[Wunscherfüllung]] - Wut &amp;gt; [[Aggression]] &amp;gt; [[Ärger]] &amp;gt; [[Hass]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;X&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Y&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Zahl]] - [[Zeit]] - [[Zentroversion]] - [[Zwang]] - [[Zwangsneurose]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Autoren und ihre Stichworte&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturliste&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=1980</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=1980"/>
		<updated>2026-05-07T11:03:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Liebe Leserinnen und Leser des Lexikons für Analytische und Integrative Psychologie (AIP),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese Datenbank beschreibt psychologische Grundbegriffe unter psychodynamischer, tiefenpsychologischer und integrativer Perspektive &lt;br /&gt;
mit besonderer Berücksichtigung der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Analytischen Psychologie C. G. Jungs&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unserer Auffassung nach ist diese von ihrem Ganzheits-Ansatz her eine integrative Psychologie, die sowohl psychodynamische, verhaltensorientierte, symbolische, kreative und transpersonale Aspekte berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie sich speziell für Symbolik unter tiefenpsychologischer Perspektive interessieren, können Sie sich unter &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[https://symbolonline.eu symbolonline.eu]&#039;&#039;&#039; informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datenbanken befinden sich in laufender Überarbeitung, Erweiterung und Aktualisierung. In Bezug auf allgemeinere und aktuellere Perspektiven in der Definition der Begriffe verweisen wir auch auf die Ausführungen bei wikipedia.de wie auch anderer psychologischer Lexika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Anregungen ud Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Verlag [http://opus-magnum.com opus-magnum.com] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontakt: [https://opus-magnum.com/kontakt/ &#039;&#039;&#039;Hier&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es finden sich bisher folgende Stichworte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[A-H-System]] - [[Abaissement du niveau mental]] - Abreaktion &amp;gt; [[Katharsis]] - [[Abstinenz]] - [[Abwehr]] - [[Abwehrmechanismen]] - [[Achtsamkeit]] - Adaption &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Adoleszenz]] - [[Affekt]] - Affektabwehr &amp;gt; [[Abwehrmechanismen]] - Affektansteckung &amp;gt; [[Induktion]] - [[Affektisolierung]] - [[Affektregulation]] - [[Affektualisierung (Emotionalisierung)]] - [[Aggression]] - [[Aggressionstheorien]] - [[Agieren]] - Akkomodation &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Aktive Imagination]] - [[Aktualkonflikt]] - [[Aktualisierung]] - [[Akzeptanz]] - [[Alchemie]] - [[Alchemie, Phasen des Werkes]] - [[Allegorie]] - [[Allgemeine Psychotherapie]] - [[Amplifikation]] - [[Analogie]] - [[Analyse]] - [[Analytische Psychologie]] - [[Androgynie]] - [[Angst]] - [[Anima/Animus]] - [[Anpassung]] - [[Anthropisches Prinzip]] - [[Anthropos]] - [[Anthroposophie]] - [[Anthropozentrismus]] - [[Apperzeption]] - [[Aqual-Modell]] - [[Apperzeption, mythologische]] - [[Arbeitsbündnis]] - [[Archetyp]] - [[Archetypische Psychologie]] - [[Ärger]] - Assimilation &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Assoziation]] - [[Assoziation, freie]] - [[Assoziation, gebundene]] - [[Assoziationsexperiment]] - [[Ätiologie]] - [[Aufmerksamkeit, gleichschwebende]] - [[Authentizität]] - [[Automatismen, psychomotorische]] - [[Automorphismus]] - [[Autonomie]] - [[Axiom der Maria Prophetissa]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Balint-Gruppenarbeit]] - [[Bedürfnishierarchie]] - [[Besessenheit]] - [[Bewusstheit]] - [[Bewusstsein]] - [[Bewusstsein, kollektives]] - [[Bewusstsein, matriarchales]] - [[Bewusstsein, patriarchales]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Allgemeine Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Kindliche Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Mythologische Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Weibliche Stadien]] - [[Bewusstseins-Evolution]] - [[Bewusstseinsforschung]] - [[Bewusstseins-Mutation]] - [[Bewusstseinszustände, veränderte]] - [[Beziehung]] - [[Beziehung, therapeutische]] - [[Beziehungsquaternio]] - [[Beziehungsstufe]] - [[Bild]] - [[Bildbetrachtung/ -deutung]] - [[Bindung]] - [[Biologie]] - [[Bios-Prinzip]] - [[Bios-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Borderline]] - [[Böses]] - [[Buddhismus]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Chaos]] - [[Chaostheorie]] - [[Charakter]] - Charakterneurose &amp;gt; [[Charakter]] - [[Christentum]] - [[Coaching]] - [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] - [[Container/Contained]] - [[Coping]] - [[Couch-Sessel-Kontroverse]] - [[Cyberspace]] - [[Cybertherapie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[De(s)integration]] - [[Deckerinnerung]] - [[Denken/Denkfunktion]] - [[Depersonalisation/Derealisation]] - [[Depression]] - [[Desidentifikation]] - [[Determinismus]] - Deutung auf der Beziehungsstufe &amp;gt; [[Beziehungsstufe]] - Deutung auf der Objektstufe &amp;gt; [[Objektstufe]] - Deutung auf der Subjektstufe &amp;gt; [[Subjektstufe]] - [[Deutung]] - [[Diagnostik]] - Dialektischer Prozess &amp;gt; [[Prozess, dialektischer]] - [[Dichtung]] - [[Differenzierung]] - [[Dissoziation]] - [[Drachenkampf]] - Drogen &amp;gt; [[Psycholyse]] &amp;gt; [[Dualismus]] - Dual-Union &amp;gt; [[Urbeziehung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ehe/Partnerschaft]] - [[Eifersucht]] - Einfühlung &amp;gt; [[Empathie]] - [[Einheitswirklichkeit]] - Einsicht &amp;gt; [[Deutung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]] &amp;gt; [[Erleben]] &amp;gt; [[Logos-Prinzip]] &amp;gt; [[Verstehen]] - [[Einstellung, symbolische]] - [[Einstellung]] - Ekklesiogene Neurose &amp;gt; [[Neurose, ekklesiogene]] - [[Ekstase]] - [[Elementarcharakter/Wandlungscharakter]] - [[Eltern]] - [[Emotion]] - [[Empathie]] - [[Empfinden/Empfindungsfunktion]] - Empirie &amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]] - [[Enantiodromie]] - [[Energie]] - [[Ent-Emotionalisierung]] - Entwicklung, psychische &amp;gt; [[Individuation]] - [[Entwicklungspsychologie]] - [[Erinnern]] - [[Erkenntnistheorie]] - [[Erleben]] - [[Eros-Prinzip]] - [[Eros-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Es]] - [[Ethik]] - [[Ethik, neue]] - [[Ethik, therapeutische]] - [[Ethikleitlinien]] - [[Ethologie]] - Evolution des Bewusstseins &amp;gt; [[Bewusstseins-Evolution]] - [[Evolutionäre Psychologie]] - Extranes Wissen &amp;gt; [[Feld, psychisches]] &amp;gt; [[Wissen, absolutes]] - [[Extraversion]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Familie]] - [[Familientherapie]] - [[Fantasie]] - [[Fantasiedenken/gerichtetes Denken]] - [[Farben]] - [[Fehlleistung]] - [[Feld, psychisches]] - [[Feminismus]] - [[Feminismus: Kritik an C. G. Jung]] - [[Filialisierung des Ich]] - [[Film, populärer]] - [[Finalität]] - [[Flow]] - [[Focusing]] - Formen &amp;gt; [[Mandalasymbolik]] - Freie Assoziation, vgl. &amp;gt; [[Assoziation, freie]] - [[Freude]] - [[Freud-Jung-Beziehung]] - [[Fühlen/Fühlfunktion]] - [[Funktion, inferiore]] - Funktion, superiore &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - [[Funktion, transzendente]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;G&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ganzheit]] - [[Ganzwerdung]] - Gefühl &amp;gt; [[Affekt]] &amp;gt; [[Emotion]] &amp;gt; [[Fühlen/Fühlfunktion]] - [[Gegensatz]] - Gegenübertragung &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] &amp;gt; [[Übertragung/Gegenübertragung]] &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] - [[Gehirn]] - [[Geist]] - [[Geister]] - Geisteswissenschaft &amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Philosophie/Philosophia perennis]] - [[Geschlecht]] - [[Geschlechtsidentität]] - [[Geschwisterbeziehung]] - [[Geschwisterkomplex]] - [[Gesellschaft]] - [[Gesprächspsychotherapie]] - [[Gestalttherapie]] - [[Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie]] - Gewalt &amp;gt; [[Aggression]] - [[Gewalt bei Jugendlichen]] - Gewissen &amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Moral]] &amp;gt; [[Über-Ich]] - Gleichschwebende Aufmerksamkeit &amp;gt; [[Aufmerksamkeit, gleichschwebende]] - [[Glück]] - [[Gnosis]] - [[Gottesbild]] - [[Größenfantasien]] - Grundfunktionen, psychische &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - Grundregel, psychoanalytische &amp;gt; [[Assoziation, freie]] - Gruppe &amp;gt; [[Gesellschaft]] &amp;gt; [[Kollektiv]] &amp;gt; [[Kollektivpsyche]] - [[Gruppenpsychotherapie]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Hass]] - Hauptfunktion &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - [[Heilen/Heilung]] - [[Heiler, verwundeter]] - Heilige Hochzeit &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] &amp;gt; [[Hierosgamos]] &amp;gt; [[Heiratsquaternio]] &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] - Held &amp;gt; [[Heldenmythos]] &amp;gt; [[Heros-Prinzip]] - [[Hermaphrodit]] - [[Hermeneutik]] - [[Hermes-Mercurius]] - [[Hermetik]] - [[Heros-Prinzip]] - [[Heros-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Hexe]] - [[Hierosgamos]] - [[Himmelfahrt]] - [[Hinduismus]] - [[Hirnforschung]] - [[Hoffnung]] - [[Holon]] - [[Homosexualität]] - [[Humanistische Psychologie]] - [[Humor]] - [[Hybris]] - [[Hypostasierung]] - [[Hysterie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[I Ging]] - [[Ich, integrales]] - [[Ich/Ich-Bewusstsein]] - [[Ich-Funktionen]] - Ich-Ideal &amp;gt; [[Ideal-Ich]] - Ich-Kohärenz &amp;gt; [[Identität, personale]] - [[Ich-Komplex]] - [[Ich-Psychologie]] - [[Ich-Selbst-Achse]] - [[Ideal-Ich]] - [[Idealisierung]] - [[Idee]] - [[Identifikation mit dem Aggressor]] - [[Identifikation, projektive]] - [[Identifikation]] - [[Identität, personale]] - [[Identität]] - [[Imagination, aktive]] - [[Imagination]] - [[Imago]] - [[Individualität]] - [[Individualpsychologie]] - [[Individuation]] -[[Individuationsprozess]] - [[Individuationsprozess: Erste Lebenshälfte]] - [[Individuationsprozess: Zweite Lebenshälfte]] - [[Induktion]] - Infektion, psychische &amp;gt; [[Identifikation]] &amp;gt; [[Induktion]] - [[Inflation]] - Initialtraum &amp;gt; [[Traum, initialer]] - [[Initiation]] - [[Initiatische Therapie]] - [[Instinkt]] - [[Inszenieren/Inszenierung]] - [[Integrale Psychologie]] - [[Integration]] - [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] - [[Intellektualisierung]] - [[Interesse]] - [[Internalisierung]] - [[Internet]] - Interpretation &amp;gt; [[Deutung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]] &amp;gt; [[Hermeneutik]] - [[Intersubjektivität]] &amp;gt; [[Intervention]] - [[Intervision]] - [[Introspektion]] - [[Introversion]] - [[Intuition/Intuitive Funktion]] - [[Inzest]] - [[Inzestfantasie]] - [[Inzeststufen]] - Isolierung &amp;gt; [[Affektisolierung]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;J&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Jugendlichenpsychotherapie, analytische: Aspekte der Analytischen Psychologie]] - [[Jugendlichenpsychotherapie, analytische]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;K&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kastration/Kastrationskomplex]] - [[Katathym imaginative Psychotherapie]] - [[Katharsis]] - [[Kausalität]] - [[Kind, Göttliches]] - [[Kindarchetyp]] - [[Kinderpsychotherapie, analytische: Theorie]] - [[Kinderpsychotherapie, analytische: Praxis]] - [[Kindheit/Kindheitsphasen]] - [[Kleinianische Psychoanalyse]] - [[Kognitive Psychologie]] - [[Kollektiv]] - Kollektive Träume &amp;gt; [[Traum, kollektiver]] - Kollektives Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, kollektives]] - Kollektives Unbewusstes &amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]] - [[Kollektivpsyche]] - Kommunikation, therapeutische &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] - [[Kompensation]] - [[Komplex]] - [[Komplexdiagnose]] - [[Komplexe Psychologie]] - [[Komplexität]] - [[Konflikt]] - [[Konfrontation]] - [[Konkretismus]] - [[Konstellation]] - [[Konstruktivismus]] - Kontrollanalyse &amp;gt; [[Supervision]] - [[Konversion]] - [[Körper]] - [[Körperbild/Körper-Ich]] - [[Körperpsychotherapie]] - [[Körpersprache]] - [[Kreativität]] - [[Kreativität, Phasen der]] - [[Krise]] &amp;gt; [[Lebenswende]] &amp;gt; [[Pubertät]] &amp;gt; [[Thanatos/Tod]] &amp;gt; [[Adoleszenz]] &amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] &amp;gt; [[Individuation]] &amp;gt; [[Individuationsprozess]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Wandlung]] - [[Krise]] - Kultur &amp;gt; [[Bewusstsein, schöpferisches]] &amp;gt; [[Dichtung]] &amp;gt; [[Gesellschaft]] &amp;gt; [[Kunst]] &amp;gt; [[Literatur]] &amp;gt; [[Märchen]] &amp;gt; [[Musik]] &amp;gt; [[Mythos]] &amp;gt; [[Mystik]] &amp;gt; [[Philosophie/Philosophia perennis]] &amp;gt; [[Religion]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] - Kundalini &amp;gt; [[Tantrismus]] - [[Kunst]] - [[Kunsttherapie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;L&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Langeweile]] - Lebensenergie &amp;gt; [[Libido]] - [[Lebenskunst]] - Lebensmitte &amp;gt; [[Lebenswende]] - [[Lebenswende]] - [[Lehranalyse]] - [[Leib-Psychotherapie/Psychoenergetik]] - [[Leidenschaft]] - [[Lernen]] - [[Libido]] - [[Liebe]] - [[Lieblingsmärchen]] - [[Literatur]] - [[Logos-Prinzip]] - [[Logos-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Lumen]] - [[Luminosität]] - Lustprinzip &amp;gt; [[Es]] - Luzider Traum &amp;gt; [[Traum, luzider]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Macht]] - [[Magie]] - [[Magier]] - [[Malen aus dem Unbewussten]] - [[Mana]] - [[Management]] - [[Mana-Persönlichkeit]] - [[Mandala]] - [[Mandalasymbolik]] - [[Männliches und Weibliches Prinzip]] - [[Märchen]] - [[Materie/Materialismus]] - Matriarchales Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, matriarchales]] - [[Matriarchat]] - [[MBTI:Myers-Briggs-Typen-Indikator]] - [[Meditation]] - [[Menschenbild]] - [[Metapher]] - [[Metaphysik]] - [[Minderwertigkeitsgefühl]] - [[Monismus]] - [[Monotheismus]] - [[Moral]] - [[Motivation]] - [[Mundus imaginalis]] - [[Musik]] - [[Musiktherapie]] - [[Mutter, Große]] - [[Mutterarchetyp]] - [[Mutterbild]] - [[Mutterkomplex]] - Mysterium coniunctionis &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] &amp;gt; [[Heiratsquaternio]] &amp;gt; [[Hierosgamos]] &amp;gt; [[Syzygie]] - [[Mystik]] - [[Mystos-Prinzip]] - [[Mystos-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Mythodrama]] - [[Mythos]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Narr]] - [[Narzissmus]] - [[Nationalsozialismus]] - [[Neid]] - Neugier &amp;gt; [[Interesse]] - [[Neurose]] - [[Neurose, ekklesiogene]] - [[Not-Ich]] - [[Numinoses]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Objekt]] - [[Objektbeziehungstheorie]] - [[Objektiv Psychisches]] - [[Objektkonstanz]] - [[Objektrepräsentanz]] &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Repräsentanz]] - [[Objektstufe]] - [[Ödipuskomplex]] - [[OPD: Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik]] - [[Opfer/Opfern]] - [[Orientierungsfunktionen]] - Östliche Philosophie &amp;gt; [[Philosophie, östliche]] &amp;gt; [[Buddhismus]] &amp;gt; [[Hinduismus]] &amp;gt; [[Tantrismus]] &amp;gt; [[Taoismus]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Paar]] - [[Paartherapie]] - [[Paradoxon/Paradoxie/Paradoxität]] - [[Parapsychologie]] - [[Participation mystique]] - Partnerschaft &amp;gt; [[Ehe/Partnerschaft]] &amp;gt; [[Paar]] - Patriarchaler Uroborus &amp;gt; [[Uroboros]] - Patriarchales Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, patriarchales]] - [[Patriarchat]] - [[Pentaolon-System]] - [[Persona]] - [[Personalisierung, sekundäre]] - [[Personifikation]] - [[Persönlichkeit]] - [[Philosophie, östliche]] - [[Philosophie/Philosophia perennis]] - [[Physik]] - [[Pleroma]] - [[Polarität]] - [[Polytheismus]] - [[Positivismus]] - [[Pränatale Psychologie]] - [[Prä-Trans-Verwechslung]] - [[Primärprozess/Sekundärprozess]] - [[Principium individuationis]] - [[Progression]] - [[Projektion]] - Projektive Identifikation &amp;gt; [[Identifikation, projektive]] - [[Prozess, dialektischer]] - Prozess, therapeutischer &amp;gt; [[Analyse]] &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] &amp;gt; [[Psychotherapie, analytische]] - [[Prozessorientierte Psychologie/Prozessarbeit]] - Psyche, objektive &amp;gt; [[Objektiv Psychisches]] - [[Psyche]] - [[Psychifikation]] - Psychische Wirklichkeit &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Psychoanalyse]] - [[Psychodrama]] - [[Psychodynamik]] - [[Psychogenese]] - [[Psycholyse]] - [[Psychopharmakologie]] - [[Psychopompos]] - [[Psychose]] - [[Psychosenpsychotherapie]] - [[Psychosomatik]] - Psychosynthese &amp;gt; [[Synthese]] - [[Psychotherapie, analytische]] - Psychotherapie, integrative &amp;gt; [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] - [[Psychotherapie, stationäre]] - [[Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte]] - [[Psychotherapie]] - [[Puella aeterna/Puer aeternus]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Q&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Qualitätssicherung in der Psychotherapie]] - Quaternio-Modell &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] &amp;gt; [[Quaternität]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Rationalisierung]] - [[Reaktionsbildung]] - Realität, psychische &amp;gt; [[Konstruktivismus]] &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Realitätsprüfung]] - [[Reduktion/reduktive Methode versus Synthese/synthetische Methode]] - [[Reflexion]] - [[Regression]] - [[Religion]] - [[Repräsentanz]] - [[Resonanz]] - [[Ritual/Ritus]] - [[Ritualisierung]] - [[Rivalität]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Sandspieltherapie]] - [[Säuglingsbeobachtung]] - [[Säuglingsforschung: Entwicklung]] -[[Säuglingsforschung: Ergebnisse]] - [[Scham]] - [[Schamanismus]] - [[Schatten]] - [[Schatten in den Gottesbildern]] - [[Schatten, archetypischer]] - [[Schatten, persönlicher]] - [[Schatten, therapeutischer]] - [[Schizoide Persönlichkeitsstörung]] - [[Schizophrenie]] - [[Schönheit]] - [[Schöpferisches]] - [[Schuldgefühl]] - [[Seele]] - [[Seelenverlust]] - [[Primärprozess/Sekundärprozess|Sekundärprozess]] - [[Selbst, primäres/Körperselbst]] - [[Selbst]] - [[Selbstempfinden]] - [[Selbstkonzept]] - [[Selbstobjekt]] - Selbstorganisation &amp;gt; [[Selbstregulation]] - [[Selbstpsychologie]] - [[Selbstregulation]] - [[Selbstrepräsentanz]] - Selbstverwirklichung &amp;gt; [[Individuation]] - [[Selbstwertgefühl]] - [[Senex]] - [[Set]] - [[Setting]] - [[Sexualität als Symbol]] - [[Sexualität]] - [[Sexueller Missbrauch]] - [[Sinn]] - [[Spaltung]] - [[Spiegeln]] - [[Spiegelübertragung]] - [[Spielen]] - [[Spiritualität, weibliche]] - [[Spiritualität]] - [[Stein der Weisen]] - [[Stimme, innere]] - Störung, psychische &amp;gt; [[Neurose]] - [[Subjekt]] - [[Subjektstufe]] - [[Sublimierung]] - [[Suizid]] - [[Supervision]] - [[Symbiose]] - [[Symbol, Gefahren]] - [[Symbol]] - [[Symbolisierung]] - [[Symptom]] - [[Synchronizität]] - [[Synthese]] - [[Systemtheorie]] - [[Syzygie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;T&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Tantrismus]] - [[Tanz]] - [[Tanztherapie]] - [[Taoismus]] - [[Teilpersönlichkeiten]] - Teleologischer Gesichtspunkt &amp;gt; [[Finalität]] - [[Temenos]] - [[Testverfahren, projektive]] - [[Thanatos/Tod]] - Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie &amp;gt; [[Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte]] - [[Tiefenpsychologische Theorie]] - [[Tierbraut/Tierbräutigam]] - [[Todestraum]] - [[Tonfeld, Arbeit am]] - [[Transaktionsanalyse]] - Transgressivität &amp;gt; [[Feld, psychisches]] - [[Transpersonale Psychologie]] - [[Transpersonale Psychotherapie]] - Transzendente Funktion &amp;gt; [[Funktion, transzendente]] - [[Trauer]] - [[Traum, archetypischer]] - [[Traum, initialer]] - [[Traum, kollektiver]] - [[Traum, luzider]] - [[Traum]] - [[Trauma/Traumatisierung]] - [[Traumatherapie]] - [[Traumdichtung]] - [[Traum-Ich]] - [[Trauminkubation]] - Traumkörper &amp;gt; [[Prozessorientierte Psychologie]] - [[Traumkultur]] - [[Traumserie]] - [[Traumstruktur]] - [[Triade/Triangulierung]] - [[Trickster]] - [[Triebentwicklung, Phasen der]] - [[Typologie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;U, Ü&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Übergangsobjekt]] - [[Über-Ich]] - [[Über-Ich-Entwicklung]] - [[Übertragung/Gegenübertragung]] - [[Übertragungsformen]] - [[UFO]] - [[Unbewusstes]] - [[Unbewusstes, kollektives]] - [[Unbewusstes, persönliches]] - [[Unbewusstes, psychoides]] - [[Ungeschehenmachen]] - [[Unterbewusstes]] - [[Unus mundus]] - [[Urbeziehung]] - [[Urbild]] - [[Uroboros]] - [[Urschuld]] - [[Urszene]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;V&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Vas hermetis/Vas hermeticum]] - [[Vater, Großer]] - [[Vaterarchetyp]] - [[Vaterbild]] - [[Vaterkomplex]] - [[Verdrängung]] - [[Verhaltenstherapie]] - [[Verleugnung]] - [[Verschiebung]] - [[Verstehen]] - [[Verwandtschaftslibido]] - [[Vision]] - [[Visualisierung]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Wahn]] - [[Wandlung]] - Wandlungscharakter &amp;gt; [[Elementarcharakter/Wandlungscharakter]] - [[Wandlungszyklus, schöpferischer]] - [[Weise, Alte]] - [[Weiser, Alter]] - [[Weltelterntrennung/Trennung der Ureltern]] - [[Weltsicht, archaische]] - [[Wendung gegen das Selbst]] - [[Widerstand]] - [[Wiedergeburt]] - [[Wiederholen]] - [[Wiederholung/Wiederholungszwang]] - [[Wille]] - [[Wirkfaktoren, psychotherapeutische|Wirkfaktoren, psychotherapetische]] - [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Wissen, absolutes]] - [[Wissenschaftstheorie]] - [[Wunscherfüllung]] - Wut &amp;gt; [[Aggression]] &amp;gt; [[Ärger]] &amp;gt; [[Hass]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;X&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Y&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Zahl]] - [[Zeit]] - [[Zentroversion]] - [[Zwang]] - [[Zwangsneurose]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Autoren und ihre Stichworte&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturliste&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=1979</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=1979"/>
		<updated>2026-05-07T10:56:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Liebe Leserinnen und Leser des Lexikons für Analytische und Integrative Psychologie (AIP),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese Datenbank beschreibt psychologische Grundbegriffe unter psychodynamischer, tiefenpsychologischer und integrativer Perspektive &lt;br /&gt;
mit besonderer Berücksichtigung der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Analytischen Psychologie C. G. Jungs&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unserer Auffassung nach ist diese von ihrem Ganzheits-Ansatz her eine integrative Psychologie, die sowohl psychodynamische, verhaltensorientierte, symbolische, kreative und transpersonale Aspekte berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie sich speziell für Symbolik unter tiefenpsychologischer Perspektive interessieren, können Sie sich unter &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Symbolonline.eu|symbolonline.de]]&#039;&#039;&#039; informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datenbanken befinden sich in laufender Überarbeitung, Erweiterung und Aktualisierung. In Bezug auf allgemeinere und aktuellere Perspektiven in der Definition der Begriffe verweisen wir auch auf die Ausführungen bei wikipedia.de wie auch anderer psychologischer Lexika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Anregungen ud Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Verlag [http://opus-magnum.com opus-magnum.com] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontakt: [https://opus-magnum.com/kontakt/ &#039;&#039;&#039;Hier&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es finden sich bisher folgende Stichworte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[A-H-System]] - [[Abaissement du niveau mental]] - Abreaktion &amp;gt; [[Katharsis]] - [[Abstinenz]] - [[Abwehr]] - [[Abwehrmechanismen]] - [[Achtsamkeit]] - Adaption &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Adoleszenz]] - [[Affekt]] - Affektabwehr &amp;gt; [[Abwehrmechanismen]] - Affektansteckung &amp;gt; [[Induktion]] - [[Affektisolierung]] - [[Affektregulation]] - [[Affektualisierung (Emotionalisierung)]] - [[Aggression]] - [[Aggressionstheorien]] - [[Agieren]] - Akkomodation &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Aktive Imagination]] - [[Aktualkonflikt]] - [[Aktualisierung]] - [[Akzeptanz]] - [[Alchemie]] - [[Alchemie, Phasen des Werkes]] - [[Allegorie]] - [[Allgemeine Psychotherapie]] - [[Amplifikation]] - [[Analogie]] - [[Analyse]] - [[Analytische Psychologie]] - [[Androgynie]] - [[Angst]] - [[Anima/Animus]] - [[Anpassung]] - [[Anthropisches Prinzip]] - [[Anthropos]] - [[Anthroposophie]] - [[Anthropozentrismus]] - [[Apperzeption]] - [[Aqual-Modell]] - [[Apperzeption, mythologische]] - [[Arbeitsbündnis]] - [[Archetyp]] - [[Archetypische Psychologie]] - [[Ärger]] - Assimilation &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Assoziation]] - [[Assoziation, freie]] - [[Assoziation, gebundene]] - [[Assoziationsexperiment]] - [[Ätiologie]] - [[Aufmerksamkeit, gleichschwebende]] - [[Authentizität]] - [[Automatismen, psychomotorische]] - [[Automorphismus]] - [[Autonomie]] - [[Axiom der Maria Prophetissa]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Balint-Gruppenarbeit]] - [[Bedürfnishierarchie]] - [[Besessenheit]] - [[Bewusstheit]] - [[Bewusstsein]] - [[Bewusstsein, kollektives]] - [[Bewusstsein, matriarchales]] - [[Bewusstsein, patriarchales]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Allgemeine Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Kindliche Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Mythologische Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Weibliche Stadien]] - [[Bewusstseins-Evolution]] - [[Bewusstseinsforschung]] - [[Bewusstseins-Mutation]] - [[Bewusstseinszustände, veränderte]] - [[Beziehung]] - [[Beziehung, therapeutische]] - [[Beziehungsquaternio]] - [[Beziehungsstufe]] - [[Bild]] - [[Bildbetrachtung/ -deutung]] - [[Bindung]] - [[Biologie]] - [[Bios-Prinzip]] - [[Bios-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Borderline]] - [[Böses]] - [[Buddhismus]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Chaos]] - [[Chaostheorie]] - [[Charakter]] - Charakterneurose &amp;gt; [[Charakter]] - [[Christentum]] - [[Coaching]] - [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] - [[Container/Contained]] - [[Coping]] - [[Couch-Sessel-Kontroverse]] - [[Cyberspace]] - [[Cybertherapie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[De(s)integration]] - [[Deckerinnerung]] - [[Denken/Denkfunktion]] - [[Depersonalisation/Derealisation]] - [[Depression]] - [[Desidentifikation]] - [[Determinismus]] - Deutung auf der Beziehungsstufe &amp;gt; [[Beziehungsstufe]] - Deutung auf der Objektstufe &amp;gt; [[Objektstufe]] - Deutung auf der Subjektstufe &amp;gt; [[Subjektstufe]] - [[Deutung]] - [[Diagnostik]] - Dialektischer Prozess &amp;gt; [[Prozess, dialektischer]] - [[Dichtung]] - [[Differenzierung]] - [[Dissoziation]] - [[Drachenkampf]] - Drogen &amp;gt; [[Psycholyse]] &amp;gt; [[Dualismus]] - Dual-Union &amp;gt; [[Urbeziehung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ehe/Partnerschaft]] - [[Eifersucht]] - Einfühlung &amp;gt; [[Empathie]] - [[Einheitswirklichkeit]] - Einsicht &amp;gt; [[Deutung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]] &amp;gt; [[Erleben]] &amp;gt; [[Logos-Prinzip]] &amp;gt; [[Verstehen]] - [[Einstellung, symbolische]] - [[Einstellung]] - Ekklesiogene Neurose &amp;gt; [[Neurose, ekklesiogene]] - [[Ekstase]] - [[Elementarcharakter/Wandlungscharakter]] - [[Eltern]] - [[Emotion]] - [[Empathie]] - [[Empfinden/Empfindungsfunktion]] - Empirie &amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]] - [[Enantiodromie]] - [[Energie]] - [[Ent-Emotionalisierung]] - Entwicklung, psychische &amp;gt; [[Individuation]] - [[Entwicklungspsychologie]] - [[Erinnern]] - [[Erkenntnistheorie]] - [[Erleben]] - [[Eros-Prinzip]] - [[Eros-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Es]] - [[Ethik]] - [[Ethik, neue]] - [[Ethik, therapeutische]] - [[Ethikleitlinien]] - [[Ethologie]] - Evolution des Bewusstseins &amp;gt; [[Bewusstseins-Evolution]] - [[Evolutionäre Psychologie]] - Extranes Wissen &amp;gt; [[Feld, psychisches]] &amp;gt; [[Wissen, absolutes]] - [[Extraversion]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Familie]] - [[Familientherapie]] - [[Fantasie]] - [[Fantasiedenken/gerichtetes Denken]] - [[Farben]] - [[Fehlleistung]] - [[Feld, psychisches]] - [[Feminismus]] - [[Feminismus: Kritik an C. G. Jung]] - [[Filialisierung des Ich]] - [[Film, populärer]] - [[Finalität]] - [[Flow]] - [[Focusing]] - Formen &amp;gt; [[Mandalasymbolik]] - Freie Assoziation, vgl. &amp;gt; [[Assoziation, freie]] - [[Freude]] - [[Freud-Jung-Beziehung]] - [[Fühlen/Fühlfunktion]] - [[Funktion, inferiore]] - Funktion, superiore &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - [[Funktion, transzendente]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;G&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ganzheit]] - [[Ganzwerdung]] - Gefühl &amp;gt; [[Affekt]] &amp;gt; [[Emotion]] &amp;gt; [[Fühlen/Fühlfunktion]] - [[Gegensatz]] - Gegenübertragung &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] &amp;gt; [[Übertragung/Gegenübertragung]] &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] - [[Gehirn]] - [[Geist]] - [[Geister]] - Geisteswissenschaft &amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Philosophie/Philosophia perennis]] - [[Geschlecht]] - [[Geschlechtsidentität]] - [[Geschwisterbeziehung]] - [[Geschwisterkomplex]] - [[Gesellschaft]] - [[Gesprächspsychotherapie]] - [[Gestalttherapie]] - [[Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie]] - Gewalt &amp;gt; [[Aggression]] - [[Gewalt bei Jugendlichen]] - Gewissen &amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Moral]] &amp;gt; [[Über-Ich]] - Gleichschwebende Aufmerksamkeit &amp;gt; [[Aufmerksamkeit, gleichschwebende]] - [[Glück]] - [[Gnosis]] - [[Gottesbild]] - [[Größenfantasien]] - Grundfunktionen, psychische &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - Grundregel, psychoanalytische &amp;gt; [[Assoziation, freie]] - Gruppe &amp;gt; [[Gesellschaft]] &amp;gt; [[Kollektiv]] &amp;gt; [[Kollektivpsyche]] - [[Gruppenpsychotherapie]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Hass]] - Hauptfunktion &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - [[Heilen/Heilung]] - [[Heiler, verwundeter]] - Heilige Hochzeit &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] &amp;gt; [[Hierosgamos]] &amp;gt; [[Heiratsquaternio]] &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] - Held &amp;gt; [[Heldenmythos]] &amp;gt; [[Heros-Prinzip]] - [[Hermaphrodit]] - [[Hermeneutik]] - [[Hermes-Mercurius]] - [[Hermetik]] - [[Heros-Prinzip]] - [[Heros-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Hexe]] - [[Hierosgamos]] - [[Himmelfahrt]] - [[Hinduismus]] - [[Hirnforschung]] - [[Hoffnung]] - [[Holon]] - [[Homosexualität]] - [[Humanistische Psychologie]] - [[Humor]] - [[Hybris]] - [[Hypostasierung]] - [[Hysterie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[I Ging]] - [[Ich, integrales]] - [[Ich/Ich-Bewusstsein]] - [[Ich-Funktionen]] - Ich-Ideal &amp;gt; [[Ideal-Ich]] - Ich-Kohärenz &amp;gt; [[Identität, personale]] - [[Ich-Komplex]] - [[Ich-Psychologie]] - [[Ich-Selbst-Achse]] - [[Ideal-Ich]] - [[Idealisierung]] - [[Idee]] - [[Identifikation mit dem Aggressor]] - [[Identifikation, projektive]] - [[Identifikation]] - [[Identität, personale]] - [[Identität]] - [[Imagination, aktive]] - [[Imagination]] - [[Imago]] - [[Individualität]] - [[Individualpsychologie]] - [[Individuation]] -[[Individuationsprozess]] - [[Individuationsprozess: Erste Lebenshälfte]] - [[Individuationsprozess: Zweite Lebenshälfte]] - [[Induktion]] - Infektion, psychische &amp;gt; [[Identifikation]] &amp;gt; [[Induktion]] - [[Inflation]] - Initialtraum &amp;gt; [[Traum, initialer]] - [[Initiation]] - [[Initiatische Therapie]] - [[Instinkt]] - [[Inszenieren/Inszenierung]] - [[Integrale Psychologie]] - [[Integration]] - [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] - [[Intellektualisierung]] - [[Interesse]] - [[Internalisierung]] - [[Internet]] - Interpretation &amp;gt; [[Deutung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]] &amp;gt; [[Hermeneutik]] - [[Intersubjektivität]] &amp;gt; [[Intervention]] - [[Intervision]] - [[Introspektion]] - [[Introversion]] - [[Intuition/Intuitive Funktion]] - [[Inzest]] - [[Inzestfantasie]] - [[Inzeststufen]] - Isolierung &amp;gt; [[Affektisolierung]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;J&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Jugendlichenpsychotherapie, analytische: Aspekte der Analytischen Psychologie]] - [[Jugendlichenpsychotherapie, analytische]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;K&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kastration/Kastrationskomplex]] - [[Katathym imaginative Psychotherapie]] - [[Katharsis]] - [[Kausalität]] - [[Kind, Göttliches]] - [[Kindarchetyp]] - [[Kinderpsychotherapie, analytische: Theorie]] - [[Kinderpsychotherapie, analytische: Praxis]] - [[Kindheit/Kindheitsphasen]] - [[Kleinianische Psychoanalyse]] - [[Kognitive Psychologie]] - [[Kollektiv]] - Kollektive Träume &amp;gt; [[Traum, kollektiver]] - Kollektives Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, kollektives]] - Kollektives Unbewusstes &amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]] - [[Kollektivpsyche]] - Kommunikation, therapeutische &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] - [[Kompensation]] - [[Komplex]] - [[Komplexdiagnose]] - [[Komplexe Psychologie]] - [[Komplexität]] - [[Konflikt]] - [[Konfrontation]] - [[Konkretismus]] - [[Konstellation]] - [[Konstruktivismus]] - Kontrollanalyse &amp;gt; [[Supervision]] - [[Konversion]] - [[Körper]] - [[Körperbild/Körper-Ich]] - [[Körperpsychotherapie]] - [[Körpersprache]] - [[Kreativität]] - [[Kreativität, Phasen der]] - [[Krise]] &amp;gt; [[Lebenswende]] &amp;gt; [[Pubertät]] &amp;gt; [[Thanatos/Tod]] &amp;gt; [[Adoleszenz]] &amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] &amp;gt; [[Individuation]] &amp;gt; [[Individuationsprozess]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Wandlung]] - [[Krise]] - Kultur &amp;gt; [[Bewusstsein, schöpferisches]] &amp;gt; [[Dichtung]] &amp;gt; [[Gesellschaft]] &amp;gt; [[Kunst]] &amp;gt; [[Literatur]] &amp;gt; [[Märchen]] &amp;gt; [[Musik]] &amp;gt; [[Mythos]] &amp;gt; [[Mystik]] &amp;gt; [[Philosophie/Philosophia perennis]] &amp;gt; [[Religion]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] - Kundalini &amp;gt; [[Tantrismus]] - [[Kunst]] - [[Kunsttherapie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;L&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Langeweile]] - Lebensenergie &amp;gt; [[Libido]] - [[Lebenskunst]] - Lebensmitte &amp;gt; [[Lebenswende]] - [[Lebenswende]] - [[Lehranalyse]] - [[Leib-Psychotherapie/Psychoenergetik]] - [[Leidenschaft]] - [[Lernen]] - [[Libido]] - [[Liebe]] - [[Lieblingsmärchen]] - [[Literatur]] - [[Logos-Prinzip]] - [[Logos-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Lumen]] - [[Luminosität]] - Lustprinzip &amp;gt; [[Es]] - Luzider Traum &amp;gt; [[Traum, luzider]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Macht]] - [[Magie]] - [[Magier]] - [[Malen aus dem Unbewussten]] - [[Mana]] - [[Management]] - [[Mana-Persönlichkeit]] - [[Mandala]] - [[Mandalasymbolik]] - [[Männliches und Weibliches Prinzip]] - [[Märchen]] - [[Materie/Materialismus]] - Matriarchales Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, matriarchales]] - [[Matriarchat]] - [[MBTI:Myers-Briggs-Typen-Indikator]] - [[Meditation]] - [[Menschenbild]] - [[Metapher]] - [[Metaphysik]] - [[Minderwertigkeitsgefühl]] - [[Monismus]] - [[Monotheismus]] - [[Moral]] - [[Motivation]] - [[Mundus imaginalis]] - [[Musik]] - [[Musiktherapie]] - [[Mutter, Große]] - [[Mutterarchetyp]] - [[Mutterbild]] - [[Mutterkomplex]] - Mysterium coniunctionis &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] &amp;gt; [[Heiratsquaternio]] &amp;gt; [[Hierosgamos]] &amp;gt; [[Syzygie]] - [[Mystik]] - [[Mystos-Prinzip]] - [[Mystos-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Mythodrama]] - [[Mythos]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Narr]] - [[Narzissmus]] - [[Nationalsozialismus]] - [[Neid]] - Neugier &amp;gt; [[Interesse]] - [[Neurose]] - [[Neurose, ekklesiogene]] - [[Not-Ich]] - [[Numinoses]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Objekt]] - [[Objektbeziehungstheorie]] - [[Objektiv Psychisches]] - [[Objektkonstanz]] - [[Objektrepräsentanz]] &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Repräsentanz]] - [[Objektstufe]] - [[Ödipuskomplex]] - [[OPD: Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik]] - [[Opfer/Opfern]] - [[Orientierungsfunktionen]] - Östliche Philosophie &amp;gt; [[Philosophie, östliche]] &amp;gt; [[Buddhismus]] &amp;gt; [[Hinduismus]] &amp;gt; [[Tantrismus]] &amp;gt; [[Taoismus]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Paar]] - [[Paartherapie]] - [[Paradoxon/Paradoxie/Paradoxität]] - [[Parapsychologie]] - [[Participation mystique]] - Partnerschaft &amp;gt; [[Ehe/Partnerschaft]] &amp;gt; [[Paar]] - Patriarchaler Uroborus &amp;gt; [[Uroboros]] - Patriarchales Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, patriarchales]] - [[Patriarchat]] - [[Pentaolon-System]] - [[Persona]] - [[Personalisierung, sekundäre]] - [[Personifikation]] - [[Persönlichkeit]] - [[Philosophie, östliche]] - [[Philosophie/Philosophia perennis]] - [[Physik]] - [[Pleroma]] - [[Polarität]] - [[Polytheismus]] - [[Positivismus]] - [[Pränatale Psychologie]] - [[Prä-Trans-Verwechslung]] - [[Primärprozess/Sekundärprozess]] - [[Principium individuationis]] - [[Progression]] - [[Projektion]] - Projektive Identifikation &amp;gt; [[Identifikation, projektive]] - [[Prozess, dialektischer]] - Prozess, therapeutischer &amp;gt; [[Analyse]] &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] &amp;gt; [[Psychotherapie, analytische]] - [[Prozessorientierte Psychologie/Prozessarbeit]] - Psyche, objektive &amp;gt; [[Objektiv Psychisches]] - [[Psyche]] - [[Psychifikation]] - Psychische Wirklichkeit &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Psychoanalyse]] - [[Psychodrama]] - [[Psychodynamik]] - [[Psychogenese]] - [[Psycholyse]] - [[Psychopharmakologie]] - [[Psychopompos]] - [[Psychose]] - [[Psychosenpsychotherapie]] - [[Psychosomatik]] - Psychosynthese &amp;gt; [[Synthese]] - [[Psychotherapie, analytische]] - Psychotherapie, integrative &amp;gt; [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] - [[Psychotherapie, stationäre]] - [[Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte]] - [[Psychotherapie]] - [[Puella aeterna/Puer aeternus]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Q&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Qualitätssicherung in der Psychotherapie]] - Quaternio-Modell &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] &amp;gt; [[Quaternität]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Rationalisierung]] - [[Reaktionsbildung]] - Realität, psychische &amp;gt; [[Konstruktivismus]] &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Realitätsprüfung]] - [[Reduktion/reduktive Methode versus Synthese/synthetische Methode]] - [[Reflexion]] - [[Regression]] - [[Religion]] - [[Repräsentanz]] - [[Resonanz]] - [[Ritual/Ritus]] - [[Ritualisierung]] - [[Rivalität]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Sandspieltherapie]] - [[Säuglingsbeobachtung]] - [[Säuglingsforschung: Entwicklung]] -[[Säuglingsforschung: Ergebnisse]] - [[Scham]] - [[Schamanismus]] - [[Schatten]] - [[Schatten in den Gottesbildern]] - [[Schatten, archetypischer]] - [[Schatten, persönlicher]] - [[Schatten, therapeutischer]] - [[Schizoide Persönlichkeitsstörung]] - [[Schizophrenie]] - [[Schönheit]] - [[Schöpferisches]] - [[Schuldgefühl]] - [[Seele]] - [[Seelenverlust]] - [[Primärprozess/Sekundärprozess|Sekundärprozess]] - [[Selbst, primäres/Körperselbst]] - [[Selbst]] - [[Selbstempfinden]] - [[Selbstkonzept]] - [[Selbstobjekt]] - Selbstorganisation &amp;gt; [[Selbstregulation]] - [[Selbstpsychologie]] - [[Selbstregulation]] - [[Selbstrepräsentanz]] - Selbstverwirklichung &amp;gt; [[Individuation]] - [[Selbstwertgefühl]] - [[Senex]] - [[Set]] - [[Setting]] - [[Sexualität als Symbol]] - [[Sexualität]] - [[Sexueller Missbrauch]] - [[Sinn]] - [[Spaltung]] - [[Spiegeln]] - [[Spiegelübertragung]] - [[Spielen]] - [[Spiritualität, weibliche]] - [[Spiritualität]] - [[Stein der Weisen]] - [[Stimme, innere]] - Störung, psychische &amp;gt; [[Neurose]] - [[Subjekt]] - [[Subjektstufe]] - [[Sublimierung]] - [[Suizid]] - [[Supervision]] - [[Symbiose]] - [[Symbol, Gefahren]] - [[Symbol]] - [[Symbolisierung]] - [[Symptom]] - [[Synchronizität]] - [[Synthese]] - [[Systemtheorie]] - [[Syzygie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;T&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Tantrismus]] - [[Tanz]] - [[Tanztherapie]] - [[Taoismus]] - [[Teilpersönlichkeiten]] - Teleologischer Gesichtspunkt &amp;gt; [[Finalität]] - [[Temenos]] - [[Testverfahren, projektive]] - [[Thanatos/Tod]] - Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie &amp;gt; [[Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte]] - [[Tiefenpsychologische Theorie]] - [[Tierbraut/Tierbräutigam]] - [[Todestraum]] - [[Tonfeld, Arbeit am]] - [[Transaktionsanalyse]] - Transgressivität &amp;gt; [[Feld, psychisches]] - [[Transpersonale Psychologie]] - [[Transpersonale Psychotherapie]] - Transzendente Funktion &amp;gt; [[Funktion, transzendente]] - [[Trauer]] - [[Traum, archetypischer]] - [[Traum, initialer]] - [[Traum, kollektiver]] - [[Traum, luzider]] - [[Traum]] - [[Trauma/Traumatisierung]] - [[Traumatherapie]] - [[Traumdichtung]] - [[Traum-Ich]] - [[Trauminkubation]] - Traumkörper &amp;gt; [[Prozessorientierte Psychologie]] - [[Traumkultur]] - [[Traumserie]] - [[Traumstruktur]] - [[Triade/Triangulierung]] - [[Trickster]] - [[Triebentwicklung, Phasen der]] - [[Typologie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;U, Ü&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Übergangsobjekt]] - [[Über-Ich]] - [[Über-Ich-Entwicklung]] - [[Übertragung/Gegenübertragung]] - [[Übertragungsformen]] - [[UFO]] - [[Unbewusstes]] - [[Unbewusstes, kollektives]] - [[Unbewusstes, persönliches]] - [[Unbewusstes, psychoides]] - [[Ungeschehenmachen]] - [[Unterbewusstes]] - [[Unus mundus]] - [[Urbeziehung]] - [[Urbild]] - [[Uroboros]] - [[Urschuld]] - [[Urszene]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;V&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Vas hermetis/Vas hermeticum]] - [[Vater, Großer]] - [[Vaterarchetyp]] - [[Vaterbild]] - [[Vaterkomplex]] - [[Verdrängung]] - [[Verhaltenstherapie]] - [[Verleugnung]] - [[Verschiebung]] - [[Verstehen]] - [[Verwandtschaftslibido]] - [[Vision]] - [[Visualisierung]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Wahn]] - [[Wandlung]] - Wandlungscharakter &amp;gt; [[Elementarcharakter/Wandlungscharakter]] - [[Wandlungszyklus, schöpferischer]] - [[Weise, Alte]] - [[Weiser, Alter]] - [[Weltelterntrennung/Trennung der Ureltern]] - [[Weltsicht, archaische]] - [[Wendung gegen das Selbst]] - [[Widerstand]] - [[Wiedergeburt]] - [[Wiederholen]] - [[Wiederholung/Wiederholungszwang]] - [[Wille]] - [[Wirkfaktoren, psychotherapeutische|Wirkfaktoren, psychotherapetische]] - [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Wissen, absolutes]] - [[Wissenschaftstheorie]] - [[Wunscherfüllung]] - Wut &amp;gt; [[Aggression]] &amp;gt; [[Ärger]] &amp;gt; [[Hass]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;X&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Y&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Zahl]] - [[Zeit]] - [[Zentroversion]] - [[Zwang]] - [[Zwangsneurose]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Autoren und ihre Stichworte&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturliste&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Archetyp&amp;diff=1978</id>
		<title>Archetyp</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Archetyp&amp;diff=1978"/>
		<updated>2026-04-18T12:00:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Archetyp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Amplifikation]] &amp;gt; [[Bild]] &amp;gt; [[Evolutionäre Psychologie]] &amp;gt; [[Feld, psychisches]] &amp;gt; [[Idee]] &amp;gt; [[Imago]] &amp;gt; [[Instinkt]] &amp;gt; [[Komplex]] &amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Wissen, absolutes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Mit dem Begriff des Archetyps versucht C. G. Jung relativ universale, allgemein-menschliche, inhaltlich aber nicht ganz genau festgelegte Dispositionen, Möglichkeiten, Muster und Potenziale des Funktionierens, Erlebens und Verhaltens zu bezeichnen. Es sind Muster, die der spezifischen Eigenart und den öko-bio-psycho-sozio-kulturen Aspekten des Menschen und seiner Mit- und Umwelt-Beziehungen entsprechen. Arche (griech.: Ursprung, Wesen, Ausgangspunkt für die Erkenntnis) wurde von Aristoteles definiert als „das erste, von dem etwas ist, wird oder erkannt wird“. Typ (griech. typos: Gepräge der Münzen, der Schlag und das dadurch Erzeugte, die Gestalt, die Form, das Muster, das Vorbild) bezeichnet die, einer Gruppe von Personen, Situationen oder Dingen, gemeinsame Grundform oder Urgestalt, auch das prägnante oder vorbildliche Muster, das den Charakter oder die Gestalt einer solchen Gruppe an sich darstellt. Mit der Archetypentheorie, die oft missverstqanden wurde, hat Jung eine erste, recht umfassende Theorie einer evolutionören Psychologie entworfen, die aufgrund auch ihrer symbolischen Aspekte in der Lage ist, naturwissenschaftliche, psychologische, kulturellte und religiöse Aspekte miteinander zu verbinden. ,  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Archetypenlehre bildet ein wesentliches Element der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) und des von C. G. Jung entworfenen Menschenbildes. Jung hat den Begriff des Archetypus dem Corpus Hermeticum entnommen, einer Sammlung von metaphysischen Abhandlungen und Dialogen, die zwischen der Mitte des 1. und dem 4. Jahrhundert n. Chr. verfasst worden sein sollen (&amp;gt; [[Hermetik]]), sowie der Schrift des Dionysius Areopagita de divinis nominibus (vgl. Jacoby, 1957). Vorläufer und Bezüge finden sich auch beispielsweise in Platons Ideenlehre, den idea principales des Hl. Augustinus, Kants Erkenntnistheorie (&amp;gt; [[Erkenntnistheorie]]) und in Schopenhauers Philosophie. Vor diesem ideengeschichtlichen Hintergrund und der Erfahrung des urtümlichen Materials, das Jung in den Behandlungen von Patienten, sowie in seinem eigenen Lebensprozess fand, kam er zu dem Ergebnis, dass der psychischen Tätigkeit eine angeborene Struktur – manchmal spricht er auch von Strukturdominanten oder von unanschaulichen Grundformen – zugrunde liegen müsse. Menschliches Erleben und Verhalten basiert also auf einer allgemeinen Grundlage, „der Menschenart des Menschen“ (Jung, GW 9/1, § 152), die sich in jedem Individuum wieder finden lässt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hypothese des kollektiven Unbewussten (&amp;gt; [[Kollektiv]] &amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]]), und damit der Archetypen, führte zum Bruch zwischen C. G. Jung und S. Freud (&amp;gt; [[Freud-Jung-Beziehung]]) und u. a. dazu, dass die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] lange Zeit als mythologisch (&amp;gt; [[Mythos]]) und mystizistisch (&amp;gt; [[Mystik]]), auch reaktionär und antiemanzipatorisch abgewehrt und abgewertet wird. Inzwischen haben aber beispielsweise die &amp;gt; [[Biologie]], die &amp;gt; [[Ethologie]], die &amp;gt; [[Evolutionäre Psychologie]], die Genforschung, die &amp;gt; [[Hirnforschung]], die &amp;gt; [[Kognitive Psychologie]] und selbst auch die &amp;gt; [[Psychoanalyse]] so viele parallele Theorien zum Archetypenkonzept entwickelt, dass sie heute nichtnur als weitgehend bestätigt gelten kann, sondern sogar als selbstverständlich angsehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archetypen können heute als evolutionär erworbene universale Bereitschafts- und Reaktionssysteme des menschlichen Organismus definiert werden, die in der Beziehung und Auseinandersetzung mit dessen Mit- und Umwelt typische, universal verbreitete Verhaltensweisen und Vorstellungen hervorbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Unser Leben ist dasselbe, wie es seit Ewigkeiten war. Es ist jedenfalls in unserm Sinne nichts Vergängliches, denn dieselben physiologischen und psychologischen Prozesse, wie sie dem Menschen seit Hunderttausenden von Jahren eigneten, dauern immer noch an und geben dem innern Gefühl tiefste Ahnung einer „ewigen“ Kontinuität des Lebendigen. Unser Selbst als ein Inbegriff unseres lebenden Systems enthält aber nicht nur den Niederschlag und die Summe alles gelebten Lebens, sondern ist auch der Ausgangspunkt, der schwangere Mutterboden alles zukünftigen Lebens, dessen Vorahnung dem innern Gefühl ebenso deutlich gegeben ist wie der historische Aspekt.“ (Jung, GW 7, § 303) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Diese unbewußte Psyche, die aller Menschheit gemeinsam ist, besteht nicht etwa aus bewußtseinsfähigen Inhalten, sondern aus latenten Dispositionen zu gewissen identischen Reaktionen. Die Tatsache des kollektiven Unbewußten ist einfach der psychische Ausdruck der Identität der Gehirnstruktur jenseits aller Rassenunterschiede. Daraus erklärt sich die Analogie, ja sogar Identität der Mythenmotive und der Symbole und der menschlichen Verständnismöglichkeit überhaupt. Die verschiedenen seelischen Entwicklungslinien gehen von einem gemeinsamen Grundstock aus, dessen Wurzeln in alle Vergangenheiten hinunterreichen. Hier liegt sogar der seelische Parallelismus mit dem Tier.&lt;br /&gt;
Es handelt sich - rein psychologisch genommen - um gemeinsame Instinkte des Vorstellens (Imagination) und des Handelns.“ (Jung, GW 13, §12) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C. G. Jung vergleicht den Archetyp mit dem Achsensystem eines Kristalls, welches die Kristallbildung in der Mutterlauge in gewisser Weise präformiert, ohne selber eine stoffliche Existenz zu besitzen. Die Eigenart des Herausbildens einer bestimmten Struktur ist dem Kristall zwar inhärent, aber sie „erscheint erst in der Art und Weise des Anschließens der Ionen und der Moleküle. Der Archetypus ist an sich leeres, formales Element, das nichts anderes ist als eine &amp;lt;facultas praeformanti&amp;gt;, eine a priori gegebene Möglichkeit der Vorstellungsform. Vererbt werden nicht die Vorstellungen, sondern die Formen.“ (Jung, GW 9/1, § 155) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C. G. Jung verwendet anfänglich, sowohl für die primäre unanschauliche Struktur als auch für die im Bewusstsein erscheinenden Erlebnisse und Motive, den Begriff des Urbildes (&amp;gt; [[Bild]]), später den des Archetyps. Auch archetypische Prozesse, Situationen, Konflikte etc. werden nicht deutlich von archetypischen Figuren unterschieden. Diese unsystematische Verwendung seiner Begriffe ist sicher dafür mitverantwortlich, dass das Archetypen-Konzept oft missverstanden wurde und Kritiker behauptet haben, Jung gehe von der Vererbung archetypischer Bilder aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C. G. Jung unterscheidet endgültig seit 1946 in „Theoretische Überlegungen zum Wesen des Psychischen“ (vgl. Jung, GW 8) den unerkennbaren Archetyp an sich (per se) von den archetypischen Bildern, den Gestaltungen, den aktualisierten Erscheinungsformen des Archetyps, also den Erlebens- und Verhaltensweisen des Menschen, seinen psychischen Reaktionen, Symbolen. Jung charakterisiert den Archetyp zusätzlich auch als psychoid (griech. psyche: Seele; griech. eidos: Aussehen, Bild, Idee), als seelenartiges Gebilde, Kraft, Energie. Mit dem Begriff drückt er aus, dass er das eigentliche Wesen des Archetyps für bewusstseinsunfähig und transzendent hält, also die Grenzen von &amp;gt; [[Geist]] und &amp;gt; [[Materie/Materialismus|Materie]] übersteigend (&amp;gt; [[Unbewusstes, psychoides]]). Diese Vorstellung findet dann weitere Ausarbeitung in den Gedanken zur &amp;gt; [[Synchronizität]], zum &amp;gt; [[Unus mundus]] und zum absoluten Wissen (&amp;gt; [[Wissen, absolutes]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von C. G. Jung wie von seinen Nachfolgern sind viele archetypische Gestaltungen und Motive beschrieben worden. Am bekanntesten sind das &amp;gt; [[Mandala]], das &amp;gt; [[Selbst]], der &amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Vaterarchetyp]] und &amp;gt; [[Kindarchetyp]] (&amp;gt; [[Kind, Göttliches]]), der Archetyp des Schattens (&amp;gt; [[Schatten]]), der Anima und des Animus (&amp;gt; [[Anima/Animus]]), des Männlichen und Weiblichen Prinzips (&amp;gt; [[Männliches und Weibliches Prinzip]]), des Helden (&amp;gt; [[Heldenmythos]] &amp;gt; [[Heldenmythos]] &amp;gt; [[Heros-Prinzip]]), des Magiers (&amp;gt; [[Magier]]), der &amp;gt; [[Hexe]], des Narren (&amp;gt; [[Narr]]) und des Tricksters (&amp;gt; [[Trickster]]), der/des Alten Weisen (&amp;gt; [[Weise, Alte]] &amp;gt; [[Weiser, Alter]]), des &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis|Mysterium Coniunctions]] und des Gottesbildes (&amp;gt; [[Gottesbild]]). In den &amp;gt; [[Märchen]], &amp;gt; [[Mythos|Mythen]], den Religionen der Menschheit (&amp;gt; [[Religion]]), der &amp;gt; [[Kunst]] und &amp;gt; [[Gesellschaft]], sowie in den Fantasien (&amp;gt; [[Fantasie]]), Träumen (&amp;gt; [[Traum]]), Visionen (&amp;gt; [[Vision]]) als auch den alltäglichen Erlebens-und Verhaltensweisen des Einzelnen findet sich reiches Material an solchen archetypischen Motiven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Archetypen entspricht den typischen Naturgesetzmäßigkeiten, Naturvorgängen, Naturereignissen (Himmel, Erde, Wasser, Feuer, Berg, Wald, Wiese, Wüste, Meer, Holz, Stein, Eis usw.) ist damit „nach unten“ hin – also in Richtung allgemeiner biologischer und psychischer Grundmöglichkeiten des Erlebens und Verhaltens, die die Menschen haben können – relativ begrenzt, andererseits sind ihre Ausdrucksformen „nach oben“ hin – also in Richtung individueller Ausprägungen und Erscheinungsformen – offen, denn sie erscheinen, im Einzelnen wie in der Gesellschaft, in immer neuen schöpferischen Formen und Kombinationen. Fast jeder Begriff, den Menschen erfunden haben, ist, wenn man ihm assoziativ &amp;quot;in die Tiefe&amp;quot; folgt, mit mehreren archetypischen Aspekten verbunden, z. B. der Baum verbindet sich uns mit weiteren archetypischen Erfahrungen wie Natur, Leben, Jahreszeiten, Wachstum, Verwurzelt-Sein, in die Höhe streben, Nahrung, Schutz, Entspannung, Ruhe usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es sich bei den archetypischen Mustern um kollektive, d. h. allgemein menschliche Phänomene handelt, wirken sie in alle Lebensbereiche hinein. Sie motivieren die Fantasien und Handlungen des Einzelnen, der &amp;gt; [[Gesellschaft]] und beeinflussen kulturelle Entwicklungen zum Guten wie zum Schlechten. Die stärksten Impulse der Menschheit gehen alle auf Archetypen zurück. Das gilt insbesondere für religiöse Vorstellungen; aber auch wissenschaftliche, philosophische () und moralische (&amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Moral]]) Entwicklungen machen davon keine Ausnahme: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Unsere persönliche Psychologie ist nur eine dünne Haut, ein leichtes Kräuseln auf dem Ozean der kollektiven Psychologie. Der machtvolle Faktor, der Faktor, der unser Leben verändert, der die Oberfläche unserer bekannten Welt verändert und der Geschichte macht, ist die kollektive Psychologie, und die kollektive Psychologie bewegt sich nach Gesetzen, die von denen unseres Bewusstseins von Grund auf verschieden sind. Die Archetypen sind die großen entscheidenden Mächte, sie bringen die echten Ereignisse hervor, und nicht unser persönlicher Verstand und praktischer Intellekt [..] Es sind ohne Zweifel die archetypischen Bilder, die das Schicksal des Menschen bestimmen.“ (Jung, C. G., Jacobi, J., 1971, S. 63) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archetypische Faktoren können, wenn sie lange aus dem Leben eines Einzelnen oder einer Gesellschaft ausgeschlossen worden sind, eine hohe emotionalen „Ladung“ (&amp;gt; [[Komplex]]) und &amp;gt; [[Energie]] besitzen. Sie üben dann, wenn sie sich „konstellieren (&amp;gt; [[Konstellation]]), eine starke Faszination (&amp;gt; [[Numinoses]]) aus und führen leicht zu einer unbewussten &amp;gt; [[Identifikation]] mit ihnen, wodurch es zu einer psychischen Infektion und &amp;gt; [[Inflation]] im Einzelnen wie im Kollektiven (&amp;gt; [[Kollektiv]], &amp;gt; [[Kollektivpsyche]]) kommen kann. „Die gigantischen Katastrophen, die uns bedrohen, sind keine Elementarereignisse physischer oder biologischer Natur, sondern psychische Ereignisse. Uns bedrohen in schreckenerregendem Maße Kriege und Revolutionen, die nichts anderes sind als psychische Epidemien. Jederzeit können einige Millionen Menschen von einem Wahn befallen werden, und dann haben wir wieder einen Weltkrieg oder eine verheerende Revolution.“ (Jung, GW 17, § 302) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme des kollektiven Unbewussten (&amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]]) mit seiner archetypischen Struktur führt C. G. Jung über die bisherigen Vorstellungen eines persönlichen Unbewussten in der &amp;gt; [[Psychoanalyse]] weit hinaus: „Das kollektive Unbewusste ist alles weniger als ein abgekapseltes, persönliches System, es ist weltweite und weltoffene Objektivität. Ich bin das &amp;gt; [[Objekt]] aller Subjekte (&amp;gt; [[Subjekt]]) in völliger Umkehrung meines gewöhnlichen Bewusstseins, wo ich stets Subjekt bin, welches Objekt hat.“ (Jung, GW 9/I, § 46) Dies ist die Grundannahme für Jung‘s Konzept der objektiven Psyche (&amp;gt; [[Psyche, objektive]] &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]]) und hat Konsequenzen, die sich erst heute allmählich erahnen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Psychotherapie (&amp;gt; [[Psychotherapie, analytische]]) hat das Archetypenkonzept tiefreichende Bedeutung, denn die seelische Störung (&amp;gt; [[Neurose]]) ist oft Ausdruck davon, dass sich ein Mensch von seinen archetypischen Wurzeln entfernt und damit die Beziehung zu seinem Unbewussten und zu einer gesunden &amp;gt; [[Selbstregulation]], die auf archetypischer Basis verläuft, verloren hat. Außerdem stellt das Archetypenkonzept den Menschen, sein Leiden, seine Heilung und seine Entwicklung in einen größeren Zusammenhang, der ihn mit allen anderen Menschen und dem Lebensstrom verbindet (&amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Spiritualität]]). So steht beispielsweise hinter einer persönlichen Trennungserfahrung oder einer tiefen Angst vor Einsamkeit das archetypische Phänomen der Trennung überhaupt. Hierher gehört z. B. das Motiv der „Weltelterntrennung“ oder das Motiv der Trennung der Geschlechter, ohne die eine Welt- und Menschheitsentstehung nicht möglich geworden wäre. &lt;br /&gt;
Durch die Erfahrung eines solchen tragenden Untergrundes fällt der Einzelne, mit seinen vermeintlich ganz persönlichen, Ängsten und Leiden nicht aus der Gesamtheit der Menschheit heraus, sondern kann sich darin gehalten fühlen (&amp;gt; [[Amplifikation]]). Das ist ein sehr folgenreicher und auch tröstlicher Gedanke für den Menschen in innerer Not immer dann, wenn es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angestrebtes, wenn auch nicht immer erreichtes Ziel einer analytischen Psychotherapie ist es von daher, dem Einzelnen z. B. über den Weg seiner Erfahrungen und Gefühle, seiner Wünsche, Sehnsüchte und Fantasien (&amp;gt; [[Fantasie]]), der &amp;gt; [[Imagination]], der Träume (&amp;gt; [[Traum]]) und Symbole (&amp;gt; [[Symbol]]) einen Zugang zu seinen unbewussten Tiefenschichten zu ermöglichen, denn der Mensch muss erfahren, „was ihn trägt, wenn er sich nicht mehr tragen kann. Einzig diese Erfahrung gibt ihm eine unzerstörbare Grundlage“ (Jung, GW 12, § 32) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jacobi, J. (1957): Komplex – Archetypus – Symbol; Müller, A., Müller, L. (2018): Praxis der Analytischen Psychologie. Ein Lehrbuch für eine integrative Psychotherapie; Obrist, W. (1990): Archetypen; Seifert, T. (1975): Archetypus und inneres Modell der Welt; Seifert, T. (1981): Lebensperspektiven der Psychologie; Stevens, A. (2002): Archetype Revisited.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; T. Seifert / L.Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Archetyp&amp;diff=1977</id>
		<title>Archetyp</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Archetyp&amp;diff=1977"/>
		<updated>2026-04-18T11:58:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Archetyp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Amplifikation]] &amp;gt; [[Bild]] &amp;gt; [[Evolutionäre Psychologie]] &amp;gt; [[Feld, psychisches]] &amp;gt; [[Idee]] &amp;gt; [[Imago]] &amp;gt; [[Instinkt]] &amp;gt; [[Komplex]] &amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Wissen, absolutes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Mit dem Begriff des Archetyps versucht C. G. Jung relativ universale, allgemein-menschliche, inhaltlich aber nicht ganz genau festgelegte Dispositionen, Möglichkeiten, Muster und Potenziale des Funktionierens, Erlebens und Verhaltens zu bezeichnen. Es sind Muster, die der spezifischen Eigenart und den öko-bio-psycho-sozio-kulturen Aspekten des Menschen und seiner Mit- und Umwelt-Beziehungen entsprechen. Arche (griech.: Ursprung, Wesen, Ausgangspunkt für die Erkenntnis) wurde von Aristoteles definiert als „das erste, von dem etwas ist, wird oder erkannt wird“. Typ (griech. typos: Gepräge der Münzen, der Schlag und das dadurch Erzeugte, die Gestalt, die Form, das Muster, das Vorbild) bezeichnet die, einer Gruppe von Personen, Situationen oder Dingen, gemeinsame Grundform oder Urgestalt, auch das prägnante oder vorbildliche Muster, das den Charakter oder die Gestalt einer solchen Gruppe an sich darstellt. Mit der Archetypentheorie, die oft missverstqanden wurde, hat Jung eine erste, recht umfassende Theorie einer evolutionören Psychologie entworfen, die aufgrund auch ihrer symbolischen Aspekte in der Lage ist, naturwissenschaftliche, psychologische, kulturellte und religiöse Aspekte miteinander zu verbinden. ,  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Archetypenlehre bildet ein wesentliches Element der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) und des von C. G. Jung entworfenen Menschenbildes. Jung hat den Begriff des Archetypus dem Corpus Hermeticum entnommen, einer Sammlung von metaphysischen Abhandlungen und Dialogen, die zwischen der Mitte des 1. und dem 4. Jahrhundert n. Chr. verfasst worden sein sollen (&amp;gt; [[Hermetik]]), sowie der Schrift des Dionysius Areopagita de divinis nominibus (vgl. Jacoby, 1957). Vorläufer und Bezüge finden sich auch beispielsweise in Platons Ideenlehre, den idea principales des Hl. Augustinus, Kants Erkenntnistheorie (&amp;gt; [[Erkenntnistheorie]]) und in Schopenhauers Philosophie. Vor diesem ideengeschichtlichen Hintergrund und der Erfahrung des urtümlichen Materials, das Jung in den Behandlungen von Patienten, sowie in seinem eigenen Lebensprozess fand, kam er zu dem Ergebnis, dass der psychischen Tätigkeit eine angeborene Struktur – manchmal spricht er auch von Strukturdominanten oder von unanschaulichen Grundformen – zugrunde liegen müsse. Menschliches Erleben und Verhalten basiert also auf einer allgemeinen Grundlage, „der Menschenart des Menschen“ (Jung, GW 9/1, § 152), die sich in jedem Individuum wieder finden lässt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hypothese des kollektiven Unbewussten (&amp;gt; [[Kollektiv]] &amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]]), und damit der Archetypen, führte zum Bruch zwischen C. G. Jung und S. Freud (&amp;gt; [[Freud-Jung-Beziehung]]) und u. a. dazu, dass die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] lange Zeit als mythologisch (&amp;gt; [[Mythos]]) und mystizistisch (&amp;gt; [[Mystik]]), auch reaktionär und antiemanzipatorisch abgewehrt und abgewertet wird. Inzwischen haben aber beispielsweise die &amp;gt; [[Biologie]], die &amp;gt; [[Ethologie]], die &amp;gt; [[Evolutionäre Psychologie]], die Genforschung, die &amp;gt; [[Hirnforschung]], die &amp;gt; [[Kognitive Psychologie]] und selbst auch die &amp;gt; [[Psychoanalyse]] so viele parallele Theorien zum Archetypenkonzept entwickelt, dass sie heute nichtnur als weitgehend bestätigt gelten kann, sondern sogar als selbstverständlich angsehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archetypen können heute als evolutionär erworbene universale Bereitschafts- und Reaktionssysteme des menschlichen Organismus definiert werden, die in der Beziehung und Auseinandersetzung mit dessen Mit- und Umwelt typische, universal verbreitete Verhaltensweisen und Vorstellungen hervorbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Unser Leben ist dasselbe, wie es seit Ewigkeiten war. Es ist jedenfalls in unserm Sinne nichts Vergängliches, denn dieselben physiologischen und psychologischen Prozesse, wie sie dem Menschen seit Hunderttausenden von Jahren eigneten, dauern immer noch an und geben dem innern Gefühl tiefste Ahnung einer „ewigen“ Kontinuität des Lebendigen. Unser Selbst als ein Inbegriff unseres lebenden Systems enthält aber nicht nur den Niederschlag und die Summe alles gelebten Lebens, sondern ist auch der Ausgangspunkt, der schwangere Mutterboden alles zukünftigen Lebens, dessen Vorahnung dem innern Gefühl ebenso deutlich gegeben ist wie der historische Aspekt.“ (Jung, GW 7, § 303) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Diese unbewußte Psyche, die aller Menschheit gemeinsam ist, besteht nicht etwa aus bewußtseinsfähigen Inhalten, sondern aus latenten Dispositionen zu gewissen identischen Reaktionen. Die Tatsache des kollektiven Unbewußten ist einfach der psychische Ausdruck der Identität der Gehirnstruktur jenseits aller Rassenunterschiede. Daraus erklärt sich die Analogie, ja sogar Identität der Mythenmotive und der Symbole und der menschlichen Verständnismöglichkeit überhaupt. Die verschiedenen seelischen Entwicklungslinien gehen von einem gemeinsamen Grundstock aus, dessen Wurzeln in alle Vergangenheiten hinunterreichen. Hier liegt sogar der seelische Parallelismus mit dem Tier.&lt;br /&gt;
Es handelt sich - rein psychologisch genommen - um gemeinsame Instinkte des Vorstellens (Imagination) und des Handelns.“ (Jung, GW 13, §12) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C. G. Jung vergleicht den Archetyp mit dem Achsensystem eines Kristalls, welches die Kristallbildung in der Mutterlauge in gewisser Weise präformiert, ohne selber eine stoffliche Existenz zu besitzen. Die Eigenart des Herausbildens einer bestimmten Struktur ist dem Kristall zwar inhärent, aber sie „erscheint erst in der Art und Weise des Anschließens der Ionen und der Moleküle. Der Archetypus ist an sich leeres, formales Element, das nichts anderes ist als eine &amp;lt;facultas praeformanti&amp;gt;, eine a priori gegebene Möglichkeit der Vorstellungsform. Vererbt werden nicht die Vorstellungen, sondern die Formen.“ (Jung, GW 9/1, § 155) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C. G. Jung verwendet anfänglich, sowohl für die primäre unanschauliche Struktur als auch für die im Bewusstsein erscheinenden Erlebnisse und Motive, den Begriff des Urbildes (&amp;gt; [[Bild]]), später den des Archetyps. Auch archetypische Prozesse, Situationen, Konflikte etc. werden nicht deutlich von archetypischen Figuren unterschieden. Diese unsystematische Verwendung seiner Begriffe ist sicher dafür mitverantwortlich, dass das Archetypen-Konzept oft missverstanden wurde und Kritiker behauptet haben, Jung gehe von der Vererbung archetypischer Bilder aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C. G. Jung unterscheidet endgültig seit 1946 in „Theoretische Überlegungen zum Wesen des Psychischen“ (vgl. Jung, GW 8) den unerkennbaren Archetyp an sich (per se) von den archetypischen Bildern, den Gestaltungen, den aktualisierten Erscheinungsformen des Archetyps, also den Erlebens- und Verhaltensweisen des Menschen, seinen psychischen Reaktionen, Symbolen. Jung charakterisiert den Archetyp zusätzlich auch als psychoid (griech. psyche: Seele; griech. eidos: Aussehen, Bild, Idee), als seelenartiges Gebilde, Kraft, Energie. Mit dem Begriff drückt er aus, dass er das eigentliche Wesen des Archetyps für bewusstseinsunfähig und transzendent hält, also die Grenzen von &amp;gt; [[Geist]] und &amp;gt; [[Materie/Materialismus|Materie]] übersteigend (&amp;gt; [[Unbewusstes, psychoides]]). Diese Vorstellung findet dann weitere Ausarbeitung in den Gedanken zur &amp;gt; [[Synchronizität]], zum &amp;gt; [[Unus mundus]] und zum absoluten Wissen (&amp;gt; [[Wissen, absolutes]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von C. G. Jung wie von seinen Nachfolgern sind viele archetypische Gestaltungen und Motive beschrieben worden. Am bekanntesten sind das &amp;gt; [[Mandala]], das &amp;gt; [[Selbst]], der &amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Vaterarchetyp]] und &amp;gt; [[Kindarchetyp]] (&amp;gt; [[Kind, Göttliches]]), der Archetyp des Schattens (&amp;gt; [[Schatten]]), der Anima und des Animus (&amp;gt; [[Anima/Animus]]), des Männlichen und Weiblichen Prinzips (&amp;gt; [[Männliches und Weibliches Prinzip]]), des Helden (&amp;gt; [[Heldenmythos]] &amp;gt; [[Heldenmythos]] &amp;gt; [[Heros-Prinzip]]), des Magiers (&amp;gt; [[Magier]]), der &amp;gt; [[Hexe]], des Narren (&amp;gt; [[Narr]]) und des Tricksters (&amp;gt; [[Trickster]]), der/des Alten Weisen (&amp;gt; [[Weise, Alte]] &amp;gt; [[Weiser, Alter]]), des &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis|Mysterium Coniunctions]] und des Gottesbildes (&amp;gt; [[Gottesbild]]). In den &amp;gt; [[Märchen]], &amp;gt; [[Mythos|Mythen]], den Religionen der Menschheit (&amp;gt; [[Religion]]), der &amp;gt; [[Kunst]] und &amp;gt; [[Gesellschaft]], sowie in den Fantasien (&amp;gt; [[Fantasie]]), Träumen (&amp;gt; [[Traum]]), Visionen (&amp;gt; [[Vision]]) als auch den alltäglichen Erlebens-und Verhaltensweisen des Einzelnen findet sich reiches Material an solchen archetypischen Motiven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Archetypen entspricht den typischen Naturgesetzmäßigkeiten, Naturvorgängen, Naturereignissen (Himmel, Erde, Wasser, Feuer, Berg, Wald, Wiese, Wüste, Meer, Holz, Stein, Eis usw.) ist damit „nach unten“ hin – also in Richtung allgemeiner biologischer und psychischer Grundmöglichkeiten des Erlebens und Verhaltens, die die Menschen haben können – relativ begrenzt, andererseits sind ihre Ausdrucksformen „nach oben“ hin – also in Richtung individueller Ausprägungen und Erscheinungsformen – offen, denn sie erscheinen, im Einzelnen wie in der Gesellschaft, in immer neuen schöpferischen Formen und Kombinationen. Fast jeder Begriff, den Menschen erfunden haben, ist, wenn man ihm assoziativ &amp;quot;in die Tiefe&amp;quot; folgt, mit mehreren archetypischen Aspekten verbunden, z. B. der Baum verbindet sich uns mit weiteren archetypischen Erfahrungen wie Natur, Leben, Jahreszeiten, Wachstum, Verwurzelt-Sein, in die Höhe streben, Nahrung, Schutz, Entspannung, Ruhe usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es sich bei den archetypischen Mustern um kollektive, d. h. allgemein menschliche Phänomene handelt, wirken sie in alle Lebensbereiche hinein. Sie motivieren die Fantasien und Handlungen des Einzelnen, der &amp;gt; [[Gesellschaft]] und beeinflussen kulturelle Entwicklungen zum Guten wie zum Schlechten. Die stärksten Impulse der Menschheit gehen alle auf Archetypen zurück. Das gilt insbesondere für religiöse Vorstellungen; aber auch wissenschaftliche, philosophische () und moralische (&amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Moral]]) Entwicklungen machen davon keine Ausnahme: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Unsere persönliche Psychologie ist nur eine dünne Haut, ein leichtes Kräuseln auf dem Ozean der kollektiven Psychologie. Der machtvolle Faktor, der Faktor, der unser Leben verändert, der die Oberfläche unserer bekannten Welt verändert und der Geschichte macht, ist die kollektive Psychologie, und die kollektive Psychologie bewegt sich nach Gesetzen, die von denen unseres Bewusstseins von Grund auf verschieden sind. Die Archetypen sind die großen entscheidenden Mächte, sie bringen die echten Ereignisse hervor, und nicht unser persönlicher Verstand und praktischer Intellekt [..] Es sind ohne Zweifel die archetypischen Bilder, die das Schicksal des Menschen bestimmen.“ (Jung, C. G., Jacobi, J., 1971, S. 63) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archetypische Faktoren können, wenn sie lange aus dem Leben eines Einzelnen oder einer Gesellschaft ausgeschlossen worden sind, eine hohe emotionalen „Ladung“ (&amp;gt; [[Komplex]]) und &amp;gt; [[Energie]] besitzen. Sie üben dann, wenn sie sich „konstellieren (&amp;gt; [[Konstellation]]), eine starke Faszination (&amp;gt; [[Numinoses]]) aus und führen leicht zu einer unbewussten &amp;gt; [[Identifikation]] mit ihnen, wodurch es zu einer psychischen Infektion und &amp;gt; [[Inflation]] im Einzelnen wie im Kollektiven (&amp;gt; [[Kollektiv]], &amp;gt; [[Kollektivpsyche]]) kommen kann. „Die gigantischen Katastrophen, die uns bedrohen, sind keine Elementarereignisse physischer oder biologischer Natur, sondern psychische Ereignisse. Uns bedrohen in schreckenerregendem Maße Kriege und Revolutionen, die nichts anderes sind als psychische Epidemien. Jederzeit können einige Millionen Menschen von einem Wahn befallen werden, und dann haben wir wieder einen Weltkrieg oder eine verheerende Revolution.“ (Jung, GW 17, § 302) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme des kollektiven Unbewussten (&amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]]) mit seiner archetypischen Struktur führt C. G. Jung über die bisherigen Vorstellungen eines persönlichen Unbewussten in der &amp;gt; [[Psychoanalyse]] weit hinaus: „Das kollektive Unbewusste ist alles weniger als ein abgekapseltes, persönliches System, es ist weltweite und weltoffene Objektivität. Ich bin das &amp;gt; [[Objekt]] aller Subjekte (&amp;gt; [[Subjekt]]) in völliger Umkehrung meines gewöhnlichen Bewusstseins, wo ich stets Subjekt bin, welches Objekt hat.“ (Jung, GW 9/I, § 46) Dies ist die Grundannahme für Jung‘s Konzept der objektiven Psyche (&amp;gt; [[Psyche, objektive]] &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]]) und hat Konsequenzen, die sich erst heute allmählich erahnen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Psychotherapie (&amp;gt; [[Psychotherapie, analytische]]) hat das Archetypenkonzept tiefreichende Bedeutung, denn die seelische Störung (&amp;gt; [[Neurose]]) ist oft Ausdruck davon, dass sich ein Mensch von seinen archetypischen Wurzeln entfernt und damit die Beziehung zu seinem Unbewussten und zu einer gesunden &amp;gt; [[Selbstregulation]], die auf archetypischer Basis verläuft, verloren hat. Außerdem stellt das Archetypenkonzept den Menschen, sein Leiden, seine Heilung und seine Entwicklung in einen größeren Zusammenhang, der ihn mit allen anderen Menschen und dem Lebensstrom verbindet (&amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Spiritualität]]). So steht beispielsweise hinter einer persönlichen Trennungserfahrung oder einer tiefen Angst vor Einsamkeit das archetypische Phänomen der Trennung überhaupt. Hierher gehört z. B. das Motiv der „Weltelterntrennung“ oder das Motiv der Trennung der Geschlechter, ohne die eine Welt- und Menschheitsentstehung nicht möglich geworden wäre. &lt;br /&gt;
Durch die Erfahrung eines solchen tragenden Untergrundes fällt der Einzelne, mit seinen vermeintlich ganz persönlichen, Ängsten und Leiden nicht aus der Gesamtheit der Menschheit heraus, sondern kann sich darin gehalten fühlen (&amp;gt; [[Amplifikation]]). Das ist ein sehr folgenreicher und auch tröstlicher Gedanke für den Menschen in innerer Not immer dann, wenn es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angestrebtes, wenn auch nicht immer erreichtes Ziel einer analytischen Psychotherapie ist es von daher, dem Einzelnen z. B. über den Weg seiner Erfahrungen und Gefühle, seiner Wünsche, Sehnsüchte und Fantasien (&amp;gt; [[Fantasie]]), der &amp;gt; [[Imagination]], der Träume (&amp;gt; [[Traum]]) und Symbole (&amp;gt; [[Symbol]]) einen Zugang zu seinen unbewussten Tiefenschichten zu ermöglichen, denn der Mensch muss erfahren, „was ihn trägt, wenn er sich nicht mehr tragen kann. Einzig diese Erfahrung gibt ihm eine unzerstörbare Grundlage“ (Jung, GW 12, § 32) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jacobi, J. (1957): Komplex – Archetypus – Symbol; Obrist, W. (1990): Archetypen; Seifert, T. (1975): Archetypus und inneres Modell der Welt; Seifert, T. (1981): Lebensperspektiven der Psychologie; Stevens, A. (2002): Archetype Revisited.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; T. Seifert / L.Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Komplexdiagnose&amp;diff=1976</id>
		<title>Komplexdiagnose</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Komplexdiagnose&amp;diff=1976"/>
		<updated>2026-04-18T11:52:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Komplexdiagnose&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Archetyp]] &amp;gt; [[Assoziationsexperiment]] &amp;gt; [[Diagnostik]] &amp;gt; [[Energie]] &amp;gt; [[Hirnforschung]] &amp;gt; [[Komplex]] &amp;gt; [[Konflikt]] &amp;gt; [[Libido]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Komplexe sind neuro-psychische Inhalte, Schemata, Erlebens- und Verhaltensmuster, neuronale Verschaltungen, die aufgrund ihrer emotional-energetischen Ladung Abweichungen und Störungen in der »normalen« Bewusstseinskontinuität hervorrufen. Bei einer stärkeren Komplexwirkung ist die betreffende Person ist ürzere oder längere Zeit nicht in der Lage, ihre Gedanken, Gefühle, Fantasien und Verhaltensweisen in gewohnter Weise frei ablaufen zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplexe können alle Grade negativer wie positiver emotionaler Auﬂadung und Wirkung haben. Manche Komplexreaktionen verschieben Stimmungs- und Interessenlage nur in geringem Ausmaße, andere führen zu intensiven Spontanreaktionen und noch andere wirken so stark, dass der Eindruck entsteht, dass jegliche Kontrolle und Besinnung verloren geht bis hin zu dem Eindruck, sich selbst fremd zu sein. Die Komplexe erscheinen dann wie autonome, dissoziierte Teilpersönlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Komplexe sind daher in diesem Sinne geradezu Brenn- oder Knotenpunkte des seelischen Lebens, die man gar nicht missen möchte, ja, die gar nicht fehlen dürfen, weil sonst die seelische&lt;br /&gt;
Aktivität zu einem fatalen Stillstand käme. Aber sie bezeichnen das Unerledigte im Individuum, den Ort, wo es zum mindesten vorderhand eine Niederlage erlitten, wo es etwas nicht&lt;br /&gt;
verwinden oder überwinden kann, also unzweifelhaft die schwache Stelle in jeglicher&lt;br /&gt;
Bedeutung des Wortes.&amp;quot; &lt;br /&gt;
(Jung, GW 06, § 925)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst mag es von daher scheinen, dass die Komplexe hauptsächlich pathogene Faktoren sind, weil ihre Wirksamkeit häufig in unangenehmen Zusammenhängen bzw. Fehlleistungen (&amp;gt; [[Fehlleistung]]), Missgeschicken, Unfällen, Trieb- und Affektdurchbrüchen, psychosomatischen Reaktionen und psychischen Symptomen erfahren wird. Aber es gibt auch positiv aufgeladene Komplexe, die wenn sie ausgelöst werden, Zuwendung, Freude oder auch Ekstase auslösen (denken wir an die starken Reaktion beim gelungenen Torschuss beim Fußball.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da jedes affektgeladene positive oder negative Ereignis zu einem Komplex werden kann, z. B. durch Wiederholung und Verstärkungen, ist es schwierig, eine allgemeine Systematik der Komplexe zu geben. Eine differenzialdiagnostische Differenzierung (&amp;gt; [[Diagnostik]]) nach folgenden Kriterien kann aber eine erste Orientierung vermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Komplexebenen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende drei Ebenen von Komplexen können unterschieden werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Individuelle Komplexe, die der individuellen Lebens- und Lerngeschichte entstammen&lt;br /&gt;
* Soziokulturelle Komplexe, die für die Gruppe, Gesellschaft und Kultur, in der man lebt, charakteristisch sind und durch den Sozialisationsprozess vermittelt werden&lt;br /&gt;
* Kollektive Komplexe, bzw. Komplexbereitschaften, die evolutionär entstanden sind und vielen Menschen gemeinsam sind. Die AP bezeichnet die letzteren auch als Archetypen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend dieser Ebenen ordnen sich die einzelnen individuellen Teilkomplexe zu größeren Komplexverbänden, welche sich wiederum um einige Zentralkomplexe archetypischer Art gruppieren, die in etwa den Grundfunktionen, Grundbedürfnissen, Grundkonflikten und Grundängsten des Menschen entsprechen dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Komplexgruppen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber können Komplexe in Themengruppen zusammenfasst werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Personale Komplexe&#039;&#039;&#039;, das sind Komplexe, die sich auf die eigene Person beziehen, z. B.:&lt;br /&gt;
* Komplexe, die sich auf die Identität und das Selbstwerterleben beziehen, wie der Minderwertigkeits- und Größenkomplex, Macht- und Ohnmachtskomplex, Dominanz- und Unterwerfungskomplex&lt;br /&gt;
* Komplexe, die sich auf das eigene Aussehen und spezielle Körpermerkmale beziehen: etwa Schönheit, Hässlichkeit, Nase, Busen, Penis&lt;br /&gt;
* Komplexe, die sich auf die eigenen Grundbedürfnisse beziehen: Essen, Trinken, Schlafen, Sexualität, Geld&lt;br /&gt;
* Komplexe, die sich auf existenzielle Situationen beziehen: etwa Krankheit, Älterwerden, Einsamkeit, Sinn, Tod&lt;br /&gt;
* Komplexe, die besondere Interessen und Begabungen beinhalten: Kunst, Mode, Technik, Sport&lt;br /&gt;
* Komplexe, die sich auf Persönlichkeits-Aspekte der Individuation beziehen: Persona-, Schatten-, Anima/Animus-Komplex&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beziehungskomplexe&#039;&#039;&#039;, also Komplexe, die sich auf Menschen und Tiere und die positiven/negativen Konstellationen mit ihnen beziehen wie z. B. &lt;br /&gt;
* der Ödipus-Komplex, Mutterkomplex, Vaterkomplex, Elternkomplex&lt;br /&gt;
* Bruder/Schwester/Geschwisterkomplex&lt;br /&gt;
* Familienkomplex, Gruppenkomplex&lt;br /&gt;
* Autoritätskomplex&lt;br /&gt;
* Rivalitätskomplex&lt;br /&gt;
* Trennungskomplex&lt;br /&gt;
* Komplex des Ausgeschlossenwerdens, des Übergangenwerdens&lt;br /&gt;
* Hundekomplex, Spinnenkomplex, Schlangenkomplex&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Objektkomplexe&#039;&#039;&#039;, d. h. Komplexe, die sich auf Erfahrungen mit der Umwelt beziehen: Höhenkomplex, Platzkomplex, Flugkomplex u. a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Differenzerungen sind möglich, z. B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Komplexe und vorherrschende Emtotionen&#039;&#039;&#039;: die Bezeichnung eines Komplexes nach der vorherrschenden Emotion, die das Erscheinungsbild dominiert, also z. B. Angstkomplex, Eifersuchtskomplex, Neidkomplex, Schamkomplex, Schuldkomplex. Dies ist oft aber nicht&lt;br /&gt;
präzis und differenzierend genug, da sich alle Komplexe deﬁnitionsgemäß durcheine spezielle emotionale Auﬂadung auszeichnen. Auch wenn eine Emotion dominiert und generalisiert ist, sollte man sich bemühen, den dahinterstehenden Grundkonflikt und die auslösende Situation herauszuﬁnden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Komplex und Konflikte:&#039;&#039;&#039; Schließlich kann man den im Komplex enthaltenen Konﬂikt&lt;br /&gt;
näher kennzeichnen, denn mit den stärkeren Komplexen sind meist stärkere Konﬂikte verbunden (z. B. Annäherung – Vermeidung, Nähe/Symbiose – Distanz/Autonomie, egoistische versus soziale Tenden-&lt;br /&gt;
zen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplexe lassen sich weiterhin nach positiv oder negativ, nach fest oder dynamisch, nach&lt;br /&gt;
ursprünglich oder aktuell und nach ihrem Ausprägungsgrad (leicht, mittel, schwer)&lt;br /&gt;
differenzieren. Auch lassen sich die interpersonellen Auswirkungen, die ein Komplex hat, be- schreiben, beispielsweise ob er eine lähmende oder begeisternde inﬁzierende Wirkung auf andere hat, ob Teile des Komplexes »kollusiv« (vgl. Heisig, 1999,Kast, 1990) von anderen Menschen übernommen werden oder welche kompensatorischen Reaktionen entstehen, um dieeinseitige Wirkung des Komplexes auszugleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Komplexe und Schemata&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentralen positiven wie negativen Komplexfelder sind die Hauptthemen jeder Form von Psychotherapie. Komplexe sind die &amp;quot;wunden&amp;quot; Punkte, mit denen Menschen ihre Konﬂikte und Probleme haben und die auf unterschiedliche Weise bearbeitet werden. &lt;br /&gt;
In der Kognitiven Verhaltenstherapie werden die mit den Komplexen verbundenen problematischen Verhaltensweisen und Denkprozesse in den Mittelpunkt gestellt, während es in den psychodynamischen Richtungen zunächst mehr um ein Bewusstmachen bislang möglicherweise wenig wahrgenommener und abgewehrter Komplexe in ihrem emotionalen und genetischen Zusammenhang geht und erst im zweiten Schritt um deren Modiﬁkation und Integration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die »Schema-Therapie« verbindet Methoden der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Therapieformen mit Elementen anderer etablierter psychologischer Theorien und Therapieverfahren. Sie geht – auch in Anlehnung an das Schema-Konzept von J. Piaget – davon aus, dass es bestimmte erlernte Grundmuster gibt, die darauf abzielen, die zentralen Bedürfnisse zu befriedigen und hierzu das Verhalten und die Kognitionen von Menschensteuern. &lt;br /&gt;
Bei maladaptiven Schemata handelt es sich um »ein weitgestrecktes, umfassendes Thema oder Muster, das aus Erinnerungen, Emotionen, Kognitionen und Körperempﬁndungen besteht, die sich auf&lt;br /&gt;
den Betreffenden selbst und seine Kontakte zu anderen Menschen beziehen. Es ist ein Muster, das in der Kindheit oder Adoleszenz entstanden ist, im Laufe des weiteren Lebens&lt;br /&gt;
stärker ausgeprägt wurde und stark dysfunktional ist. (Young, 2005, S. 36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Schemata werden beispielsweise gezählgt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verlassenheit/Instabilität: Überzeugung, dass wichtige Beziehungen nicht halten werden, verbunden mit der ständigen Angst, von anderen verlassen oder im Stich gelassen zu werden.&lt;br /&gt;
* Misstrauen/Missbrauch: Ständiges &amp;quot;Auf-der-Hut-sein&amp;quot;; Befürchtung, von anderen absichtlich verletzt oder missbraucht zu werden.&lt;br /&gt;
* Emotionale Entbehrung: Davon sind Menschen betroffen, die die meiste Zeit ihres Lebens oder in der Kindheit niemanden hatten, der sich in ihre wahren Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse eingefühlt und sich mit echtem Interesse um sie gekümmert hat.&lt;br /&gt;
* Unzulänglichkeit/Scham: Die Überzeugung, es niemals wert zu sein, von anderen Liebe, Aufmerksamkeit oder Respekt entgegengebracht zu bekommen, egal wie sehr man sich bemüht.&lt;br /&gt;
* Soziale Isolierung/Entfremdung: Das Gefühl, in keine Gruppe hineinzupassen und keine Verbindung zu anderen Menschen herstellen zu können.&lt;br /&gt;
* Abhängigkeit/Dependenz: Das Gefühl der Hilflosigkeit; sich nicht imstande sehen, ohne Hilfe anderer Entscheidungen zu treffen oder Dinge anzugehen.&lt;br /&gt;
* Anfälligkeit für Schädigungen oder Krankheiten: Überzeugung, sich dauernd vor beängstigenden Schädigungen (z.B. durch Naturkatastrophen, Unfälle, Krankheiten, bestimmte Keime etc.) schützen zu müssen bzw. diesen ausgeliefert zu sein.&lt;br /&gt;
* Verstrickung/Unterentwickeltes Selbst: Schwaches Gefühl für die eigene Identität; das Bedürfnis, sich sehr oft mit anderen Menschen zu &amp;quot;verstricken&amp;quot; oder sich an sie hängen, um sich vollständig zu fühlen.&lt;br /&gt;
* Versagen: Die Überzeugung, niemals Erfolg haben zu werden und weniger begabt/talentiert/klug als nahezu alle anderen Menschen zu sein.&lt;br /&gt;
* Anspruchshaltung/Grandiosität: Beschreibt die Überzeugung, dass Regeln und Konventionen, die für andere Menschen gelten, für einen selbst nicht relevant sind.&lt;br /&gt;
* Unzureichende Selbstkontrolle: Betrifft Menschen, die wenig Selbstdisziplin und Frustrationstoleranz haben, begonnene Aufgaben nicht fertig stellen können und rasch aufgeben.&lt;br /&gt;
* Unterwerfung: Beschreibt Menschen, welche in Beziehungen den anderen stets die Oberhand lassen und welchen es sehr wichtig ist, zu gefallen, um nicht zurückgewiesen zu werden.&lt;br /&gt;
* Selbstaufopferung: Überzeugung, stets für andere da sein zu müssen, sich intensiv um sie zu kümmern und eigene Bedürfnisse hinten an zu stellen. Entwicklung von Schuldgefühlen, wenn eigene Bedürfnisse wahrgenommen werden.&lt;br /&gt;
* Streben nach Zustimmung und Anerkennung: Beschreibt Menschen, denen es äußerst wichtig ist, bei anderen einen guten Eindruck zu hinterlassen; äußere Erscheinung und sozialer Status sind wichtige Eckpfeiler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus dieser Aufstellung deutlich wird, lassen sich die in der Schema-Therapie formulierten Grundbedürfnisse und Grundkonﬂikte mühelos mit den bereits beschriebenen Konzepten, Grundbedürfnissen, Komplexen, Konﬂikten der psychodynamischen Therapien und der AP in Verbindung bringen (allerdings fehlen die positiv aufgeladenen Komplexe, die ja starke Motivationsquellen sein können), was ein weiteres Beispiel dafür ist, wie fruchtbar eine psychologische Theorie ist, die auf allgemein-menschlichen Grundlagen beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Dieckmann, H. (1991): Komplexe; Kast, V. (1980): Das Assoziationsexperiment in der therapeutischen Praxis; Meier, Isabelle: Komplexe und Dissoziationen: Weiterentwicklung von Theorie und Praxis der Analytischen Psychologie (2017); Meier, I. (2019). Über unerfüllte Bedürfnisse und gefühlsbetone Komplexe. Ein Vergleich mit den Schemata der Schematherapie. &#039;&#039;Anal Psychol 192,&#039;&#039; 2 (50), 364-381. Meier, I. (2023). Core Psychological Needs and the Complex Theory of C.G. Jung. &#039;&#039;Int. Journal of Psychotherapy, 27,&#039;&#039; 1. 15-28; Müller, A., Müller, L. (2018): Praxis der Analytischen Psychologie. Ein Lehrbuch für eine integrative Psychotherapie; Kast, V. (1990): Die Dynamik der Symbole; Kast, V. (1994): Vater-Töchter Mutter-Söhne; Ribi, A. (1989): Was tun mit unseren Komplexen? Young, J. E., Klosko, J. S., Weishaar, M. E. (2005): Schematherapie: ein praxisorientiertes Handbuch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; L. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Komplex&amp;diff=1975</id>
		<title>Komplex</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Komplex&amp;diff=1975"/>
		<updated>2026-04-18T11:33:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Komplex&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Archetyp]] &amp;gt; [[Assoziationsexperiment]] &amp;gt; [[Emotion]] &amp;gt; [[Energie]] &amp;gt; [[Hirnforschung]] &amp;gt; [[Konflikt]] &amp;gt; [[Libido]] &amp;gt; [[Komplexdiagnose]] &amp;gt; [[Unbewusstes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Als Komplex (lat. complexus: Umfassung, Umschließung, Umschlingung, Zusammenfassung) bezeichnet die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] mehr oder weniger unbewusste psychische Inhalte, die durch die gleiche &amp;gt; [[Emotion]] und durch einen gemeinsamen Bedeutungskern (&amp;gt; [[Archetyp]]) verbunden sind und die in gewissen Grenzen, stellvertretend füreinander stehen können. Jedes affektgeladene Ereignis kann zu einem Komplex werden, wenn zentrale Bedürfnisse tangiert sind. Werden Komplexe auf der Ebene der Emotion oder auf der Bedeutungsebene angesprochen - wird der Komplex also berührt -, dann wird das Gesamte dieser unbewussten Verknüpfungen aktiviert (&amp;gt; [[Konstellation]]), samt der dazugehörenden Emotionen, den Bezügen zur Lebensgeschichte und den daraus resultierenden Erlebens- und Verhaltensweisen. Diese Komplexepisode läuft, solange der Komplex unbewusst ist, autonom und stereotyp ab. Je stärker die Emotionen und das Assoziationsfeld sind, desto stärker ist der Komplex, desto mehr werden andere Kräfte an den Rand gedrängt oder verdrängt. Komplexe werden auch körperlich erlebt, da das Wesentliche am Komplex die Emotion ist und Emotionen von somatischen Reaktionen begleitet sind. Werden die konstellierten Komplexe nicht bewusst gemacht, behalten sie ihre relative &amp;gt; [[Autonomie]] und Stereotypie können zu einer &amp;gt; [[Identifikation]] mit ihnen führen oder werden projiziert (&amp;gt; [[Projektion]]). Ursache der Komplexe sind oft unerfüllte Grundbedürfnisse, wie Bindung, Zugehörigkeit, Anerkennung, Autonomie, Selbstwertstärkung oder das Bedürfnis nach Kreativität und Sinn. Gelingt es, den Komplex zu integrieren (&amp;gt; [[Integration]]), d. h. mit dem Komplex in bewussten Kontakt zu treten, die Bilder und Fantasien, die mit ihm verbunden sind, zu erleben und zu gestalten, können die Energie und die unerfüllten Wünsche, die in einem Komplex gebunden snd, zu einer Energie werden, die den ganzen Menschen beleben und bereichern.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; C. G. Jung hat den Begriff des Komplexes im Zusammenhang mit dem &amp;gt; [[Assoziationsexperiment]] entwickelt. Erstmals in diesem Kontext wird er 1904 im Aufsatz &amp;quot;Experimentelle Untersuchungen über Assoziationen Gesunder&amp;quot; verwendet, den Jung mit F. Riklin veröffentlicht. (vgl. Jung, GW 3) Der Terminus erscheint aber auch schon in seiner Dissertation von 1902 ohne nähere Bestimmung. (vgl. Jung, GW 1) Bei Assoziationsversuchen haben Jung und Riklin herausgefunden, dass Begriffe, auf die nicht glatt assoziiert (&amp;gt; [[Assoziation]]) werden kann, auf persönliche affektbetonte Erfahrungen und Schwierigkeiten hinweisen, die sie dann Komplexe nennen. In der Folge postulieren sie, dass der Hintergrund des Bewusstseins aus solchen Komplexen bestehe und alle psychogenen Neurosen (&amp;gt; [[Neurose]]) einen Komplex enthielten, der mit außerordentlich starken Gefühlstönen ausgestattet sei. Weiter stellt Jung dann 1907 fest, dass jedes affektgeladene Ereignis zu einem Komplex wird und bereits bestehende Komplexe verstärkt. Hier gibt es enge Zusammenhänge zur &amp;gt; [[Verhaltenstherapie]] und zur modernen &amp;gt; [[Hirnforschung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplexe können mit bedrohlichen, konflikthaften (&amp;gt; [[Konflikt]] &amp;gt; [[Krise]]) oder traumatischen Erfahrungen (&amp;gt; [[Trauma/Traumatisierung]]), aber auch mit positiven Ereignissen (z. B. &amp;gt; [[Freude]], Erfolgserlebnisse &amp;gt; [[Liebe]]) verbunden sein (&amp;gt; [[Komplexdiagnose]]) und können deshalb das Erleben und Verhalten hemmen oder fördern. Sie weisen auf zentrale Themen, Motivationen und Bedürfnisse (&amp;gt; [[Motivation]] &amp;gt; [[Bedürfnis]]) hin. Sie werden von Jung deshalb auch als Brenn - oder Knotenpunkte des seelischen Lebens bezeichnet. 1934 fasst Jung die Komplexlehre zusammen (vgl. GW 8). Er sieht Komplex auch im nicht konstellierten Zustand als Wirkkräfte, die die Interessen eines Menschen steuern und bezeichnet sie als Grundlage der Symbolbildung. Diese Idee entwickelt er in der Folge immer weiter unter dem Stichwort der Fantasietätigkeit der Komplexe. Dieser Aspekt ist im therapeutischen Zusammenhang als Möglichkeit der kreativen Entwicklung durch die &amp;gt; [[Integration]] der Komplexe von wichtiger Bedeutung und hat viele Methoden und Techniken in der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kern der Komplexe werden von Jung archetpische Muster &amp;gt; [[Archetyp]] vermutet. In Anbetracht der Idee Jungs, der Komplex werde hervorgerufen durch den schmerzhaften Zusammenstoß des Individuums mit einer &amp;quot;Anpassungsforderung&amp;quot; (&amp;gt; [[Anpassung]]), lässt sich das Konzept des Komplexes heute dynamischer sehen: als die Verdichtung von generalisierten, konflikthaften Beziehungserfahrungen mit Menschen und der Welt, bei denen wesentliche Bedürfnisse des Kindes unerfüllt blieben. Schwierige Beziehungsepisoden, sogen. Kompßlexepsioden, wobei ein &amp;quot;Kindanteil&amp;quot; und ein &amp;quot;Erwachsenenanteil&amp;quot; auszumachen ist, werden durch das Episodengedächtnis als Repräsentationen (&amp;gt; [[Repräsentanz]] gespeichert. Meistens besteht eine &amp;gt; [[Identifikation]] mit dem &amp;quot;Kindanteil&amp;quot;, der &amp;quot;Erwachsenenanteil&amp;quot; (Vater, Mutter, Geschwister) wird projiziert (&amp;gt; [[Projektion]]), wobei man unbewusst aber damit identifiziert ist. Das Erkennen dieser Identifikationen in der Beziehung zu sich selber und im alltäglichen Verhalten bewirkt die Veränderung der Komplexe. Diese komplexhaften Beziehungsepisoden, die während des ganzen Lebens entstehen können, wobei die frühe Kindheit natürlich eine besonders vulnerable Phase darstellt, werden leicht auf neue Beziehungen übertragen (&amp;gt; [[Projektion]]. Das Konzept ist deshalb auch wesentlich für das Verständnis von Übertragung und Gegenübertragung (&amp;gt; [[Übertragung/Gegenübertragung]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept der Komplexe hat nahe Beziehungen zu anderen Modellen, z. B. zu K. Grawes Theorie (Grawe, 1994, vgl. Heisig, 1999, Heydwolff, 1995), zu den &amp;quot;representations interaction generalized&amp;quot; (RIGs) von D. Stern (Stern, 1985), den Konzepten der Schematherapie und den COEX-Systemen (Systems of condensed experience) von S. Grof (vgl. Grof, 1978; &amp;gt; [[Transpersonale Psychologie]] &amp;gt; [[Holotrophes Atmen]]). Bei den COEX-Systemen handelt es sich um spezifische Konstellationen von Erinnerungen aus verdichteten Erfahrungen und Fantasien, die um ein ähnliches Grundthema geordnet und mit einer starken Emotion der gleichen Qualität besetzt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Komplex-Konstellationen werden von neueren neurowissenschaftlichen Forschungen bestätigt. Jede Komponente eines episodischen Gegenwartserlebens ist geeignet, Erinnerungen an früheres Erleben wachzurufen, das dem gegenwärtigen ähnelt, besonders dann, wenn es sich um emotionale Erfahrungen handelt. Dem Assoziationsvorgang entspricht auf neurophysiologischer Ebene die Reaktivierung des früher Erlebten entlang synaptischer Verschaltungen, die durch wiederholte ähnliche Erfahrungen verstärkt worden sind, und die mit jeder Reaktivierung erneut verstärkt verstärkt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Dieckmann, H. (1991): Komplexe; Kast, V. (1980): Das Assoziationsexperiment in der therapeutischen Praxis; Meier, Isabelle: Komplexe und Dissoziationen: Weiterentwicklung von Theorie und Praxis der Analytischen Psychologie (2017); Meier, I. (2019). Über unerfüllte Bedürfnisse und gefühlsbetone Komplexe. Ein Vergleich mit den Schemata der Schematherapie. &#039;&#039;Anal Psychol 192,&#039;&#039; 2 (50), 364-381. Meier, I. (2023). Core Psychological Needs and the Complex Theory of C.G. Jung. &#039;&#039;Int. Journal of Psychotherapy, 27,&#039;&#039; 1. 15-28; Müller, A., Müller, L. (2018): Praxis der Analytischen Psychologie. Ein Lehrbuch für eine integrative Psychotherapie; Kast, V. (1990): Die Dynamik der Symbole; Kast, V. (1994): Vater-Töchter Mutter-Söhne; Ribi, A. (1989): Was tun mit unseren Komplexen? Young, J. E., Klosko, J. S., Weishaar, M. E. (2005): Schematherapie: ein praxisorientiertes Handbuch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; V. Kast / I.Meier&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Depression&amp;diff=1974</id>
		<title>Depression</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Depression&amp;diff=1974"/>
		<updated>2026-04-18T11:17:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Depression&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Energie]] &amp;gt; [[Libido]] &amp;gt; [[Neurose]] &amp;gt; [[Psychose]] &amp;gt; [[Regression]] &amp;gt; [[Seelenverlust]] &amp;gt; [[Trauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wikipedia:&#039;&#039;&#039; &amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/Depression Depression]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Depression (von lat. deprimere: niederdrücken) bezeichnet Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit, gedrückte Stimmung. Weitere Symptome: Verminderung des Antriebs bis zu völliger Apathie, Gefühl von Wertlosigkeit, pessimistische Zukunftsvorstellungen und Schuldgefühle bis zu Schuldwahn, nihilistischem Wahn und Suizidhandlungen. Die Depressionen zählen in den westlichen Industrieländern zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Nach dem traditionellen triadischen System der Psychiatrie werden – nach ätiologischen Gesichtspunkten – die seelisch bedingte, reaktive und neurotische Depression von der Melancholie oder endogenen Depression (organische Verursachung) und, der (durch eine nachweisbare körperliche Erkrankung verursachten), organischen Depression unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; In den aktuellen Klassifikationssystemen wird nicht nach &amp;gt; [[Ätiologie]], sondern nach deskriptiven Merkmalen eingeteilt: 1. die einmalig, wiederholt oder auch im Wechsel mit Manie auftretenden depressiven Episoden und 2. die Dysthymia genannte chronische depressive Verstimmung bei den affektiven Störungen. Eine depressive Symptomatik zeigt sich jedoch vielfach auch bei den Belastungs- und Anpassungsstörungen. Generell ist ein individuell abgestimmtes multifaktorielles Ursachenkonzept mit sozialen, psychischen, biologischen und spirituellen Faktoren sowie deren Wechselwirkungen anzuwenden. Die Lebenszeitprävalenz, also das Risiko, irgendeinmal im Leben an einer Depression zu erkranken, liegt bei etwa 40% (Obsan, 2017) &amp;gt; [[Analytische Psychotherapie]] ist nicht immer praktizierbar, begleitend-stützende wie auch medikamentöse Therapie ist insbesondere einzubeziehen, wenn bei schweren Depressionen so wenig seelische Energie zur Verfügung steht, dass Träume oder Bilder aus dem Unbewussten nicht produziert werden oder die Ich-Strukturen für eine Auseinandersetzung mit den aufsteigenden Inhalten nicht stabil genug sind. Von der Depression als Erkrankung unterscheidet sich die &amp;gt; [[Trauer]] als zum normalen Leben gehörender Leidenszustand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Telllenbach beschrieb den Typus melancholicus als prädisponierende Persönlichkeit. Zur Bedeutung des Objektverlustes für die Entstehung der Depression und zu deren Psychodynamik schrieb S. Freud in Trauer und Melancholie. C. G. Jung erklärte die (psychogene) Depression als Rückstauung der &amp;gt; [[Libido]] im Unbewussten (&amp;gt; [[Unbewusstes]]), empfunden als Stillstand, Absinken der Lebenslust und &amp;gt; [[Energie]].  Für Jung war die Depression eine Individuationsstörung (auch Werdensstörung genannt). &amp;quot;Die Dame in Schwarz&amp;quot; (Symbolgestalt für die Depression)  soll nicht weggewiesen, sondern zu Tisch gebeten werden, denn es liegt ein Sinn in der Depression.  (Jung, 1917, §67) Er vermutete, dass sich die, von der bewussten Welt, abgezogene Libido im Unbewussten sammelt. Sie kann von dort befreit werden, wenn die mit ihr verbundenen vom &amp;gt; [[Bewusstsein]] abgetrennten, dem Leben nicht zur Verfügung stehenden oder sich gegen dieses wendenden, Inhalte zugänglich werden und in schöpferischer Weise vom Bewusstsein integriert werden können. Je nach Phase des Lebens können unterschiedliche Individuationsstörungen bzw. Anpassungsschwierigkeiten auftreten. Unter Anpassung verstand C.G. Jung einerseits die Meisterung der äußeren Erfordernisse des Lebens (Beruf, Familie und Gesellschaft) und andererseits die Meisterung der inneren Anforderungen des Selbst (Jung, 1926, §172). .Je nach Phase des Lebens können unterschiedliche Individuationsstörungen bzw. Anpassungsschwierigkeiten auftreten. Unter Anpassung verstand C.G. Jung einerseits die Meisterung der äusseren Erfordernisse des Lebens (Beruf, Familie und Gesellschaft) und andererseits die Meisterung der inneren Anforderungen des Selbst (Jung, 1926, §172).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleespies (1998) sieht als Kern von depressiven Entwicklungen den gestörten Bezug zum &amp;gt; [[Selbst]] an und gibt einen Überblick über die vielgestaltigen Aspekte von Depression und ihrem Gegenstück, der Manie, anhand von Mythen und Märchen und den Konzepten der Analytischen Psychologie. Meier &amp;amp; Roth (2022) beschreiben den depressiven Komplex sowie die therapeutische Arbeit bei Depressionen mit Ressourcenarbeit, Aufbau therapeutischer Beziehung, Arbeit mit Übertragung/Gegenübertragung, Traum-, Symbol-, Märchen- und Mythenarbeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Berger, M. (1999): Affektive Erkrankungen; Jacoby, M.: Psychotherapeutische Gesichtspunkte zum Phänomen der Depression; Jung, C.G. (1917/1995). &#039;&#039;Zwei Schriften über Analytische Psychologie&#039;&#039;. GW 7. Walter; Jung, C.G. (1926/1995). Analytische Psychologie und Erziehung. In &#039;&#039;Über die Entwicklung der Persönlichkeit&#039;&#039;, GW 17 (S. 77-154. Walter.  Kleespies, W. (1998): Vom Sinn der Depression. Meier, I. &amp;amp; Roth, G. (2022). &#039;&#039;Depression. Verstehen und Behandeln aus Sicht der Analytischen Psychologie.&#039;&#039; Kohlhammer; Obsan (2017). Depression in der Schweizer Bevölkerung. Daten zur Epidemiologie, Behandlung und sozial-beruflichen Integration. &#039;&#039;Obsan-Bericht, Nr. 56&#039;&#039;. Obsan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; T. v. Cube, I. Meiert&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Pentaolon-System&amp;diff=1973</id>
		<title>Pentaolon-System</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Pentaolon-System&amp;diff=1973"/>
		<updated>2025-11-17T17:42:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Pentaolon-System&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Anima/Animus]] &amp;gt; [[Bios-Prinzip]] &amp;gt; [[Eros-Prinzip]] &amp;gt; [[Heros-Prinzip]] &amp;gt; [[Logos-Prinzip]] &amp;gt; [[Männliches und Weibliches Prinzip]] &amp;gt; [[Mandala]]&amp;gt; [[Mystos-Prinzip]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Das Pentaolon-System (griech. pent: fünf; griech. holo: ganz; ausgesprochen: pen-tao-lon) ist ein didaktisches Orientierungssystem und fasst die wesentlichen archetypischen Dimensionen (&amp;gt; [[Archetyp]]) der Persönlichkeitstheorie der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) in einem Mandala-Modell (&amp;gt; [[Mandala]]) zusammen. Um sich in der Fülle und Vielschichtigkeit der universalen Motive, Gestalten und deren Beziehung zueinander zu orientieren, wird in der Analytischen Psychologie häufig eine Vierer-Systematik, ein Quaternitätsmodell, (&amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] &amp;gt; [[Quaternität]]) verwendet. In seinem Aufsatz: &amp;quot;Die Struktur und Dynamik des Selbst&amp;quot; hat C. G. Jung (GW 9/2, § 347) verschiedene Aspekte des Selbst in einer solchen Struktur dargestellt und mit der alchemistischen Lehre von den vier Elementen und dem Stein der Weisen in Beziehung gesetzt. T. Wolff (1959) hat eine Beschreibung von vier Strukturformen der weiblichen Psyche gegeben: die Mutter, die Mediale, die Hetäre, die Amazone. E. Jung (1967) unterschied vier Formen des Animus unter den Stichpunkten: Kraft, Tat, Wort, Geist. E. Whitmont (1969) teilte die Yin und Yang -Prinzipien - ähnlich wie E. Neumann (1956) mit seinem Elementar- und Wandlungscharakter (&amp;gt; [[Elementarcharakter/Wandlungscharakter]]) den Archetyp der Großen Mutter (&amp;gt; [[Mutter, Große]]) - in jeweils zwei Pole, einen statischen und einen dynamischen. Daraus ergaben sich vier Aspekte, die er mit Logos und Großer Mutter (statisch) und Mars und Aphrodite (Eros) charakterisierte. R. Moore und D. Gillette (1992) haben vier ganz ähnliche archetypische Bereiche unter der Bezeichnung König, Krieger, Magier und Liebhaber in ihrer Bedeutung für die männliche Psyche ausführlich beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Die großen, archetypischen Themen der Menschheit lassen sich anscheinend immer wieder auf vier oder fünf Faktoren zurückführen, die sich beispielsweise auch im natürlichen Familiensystem Mutter (&amp;gt; [[Mutterarchetyp]]), Vater (&amp;gt; [[Vaterarchetyp]]), Sohn und Tochter abbilden, das wiederum auf der Urpolarität Männlich-Weiblich (&amp;gt; [[Männliches und Weibliches Prinzip]]) beruht. Mutter und Vater repräsentieren hierbei eher die älteren, stabilen und konservativen Aspekte, Sohn und Tochter mehr die jüngeren, dynamischen und progressiven Tendenzen der weiblich-männlichen Urpolarität. Die Familie als Keimzelle und Ganzes wäre dann das verbindende fünfte Prinzip. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum des Pentaolon-System bezeichnet die letztlich unerkennbare und unfassbare Mitte, den Ursprungszustand der Einheit, das unerkennbare Mysterium, die Quelle, aus dem das Leben hervorkommt und sich in einem Prozess dauernder Polarisierung und Wandlung ausdifferenziert (&amp;gt; [[Mystos-Prinzip]]). Das Yin/Yang-Symbol weist auf den grundsätzlichen Polaritätscharakter aller seelischen Vorgänge und dessen schöpferischer Dynamik hin. Der umfassende äußere Kreis symbolisiert die bewusst gewordene Einheit und &amp;gt; [[Ganzheit]] des Menschen als Ziel des Prozesses. das &amp;gt; [[Bios-Prinzip]] umfasst die materiell-biologischen Grundlagen der Existenz. In den traditionellen Symbolsystemen wird das BIOS-Prinzip häufig mit dem weiblichen Urprinzip, der Großen Göttin oder Großen Mutter (&amp;gt; [[Mutter, Große]]) verbunden. Diesem Prinzip gegenüber polar angeordnet - aber niemals als ausschließender Gegensatz gemeint - steht das &amp;gt; [[Logos-Prinzip]]), das die geistige Dimension bezeichnet. Die traditionellen Symbolsysteme sehen in ihm das oft männliche Urprinzip, den männlichen &amp;gt; [[Geist]], Schöpfer-Gott oder den Großen Vater (&amp;gt; [[Vater, Großer]]). Der nächste universale Faktor ist das &amp;gt; [[Heros-Prinzip]], das die vorwärtsdrängende &amp;gt; [[Energie]], den Drang und die Kraft zur autonomen Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung (&amp;gt; [[Individuation]] &amp;gt; [[Principium individuationis]]) verleiht. Das polare Gegen- und Ergänzungsprinzip hierzu ist das &amp;gt; [[Eros-Prinzip]] der Beziehung, &amp;gt; [[Liebe]], &amp;gt; [[Schönheit]], der &amp;gt; [[Freude]] und der Harmonie. Die vier Prinzipien sind verschiedene Aspekte eines umfassenden Ganzen. Dieses Ganze wird als fünftes Prinzip, als das schöpferische Mysterium oder &amp;gt; [[Mystos-Prinzip]] bezeichnet, denn dieses Ganze ist aus verschiedenen Gründen niemals vollständig erkennbar. Innerhalb der menschlichen Psyche ist Mystos deckungsgleich mit dem Selbstbegriff der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Selbst]]). Er ist das Mysterium der sich selbst organisierenden, schöpferischen Einheit und Ganzheit des Seins, aus der sich die beschriebenen anderen Faktoren in einem andauernden Wachstums- und Veränderungsprozess herausdifferenzieren (&amp;gt; [[Differenzierung]]) und hinein integrieren (&amp;gt; [[Integration]]). Die Orientierung auf diese &amp;gt; [[Ganzheit]] hin ist das Ziel aller religiösen Systeme (&amp;gt; [[Religion]]) und des Individuationsprozesses (&amp;gt; [[Individuationsprozess]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fünf Prinzipien gelten für Frauen wie für Männer. Sie haben in verschiedenen Entwicklungsphasen und zu verschiedenen Lebensaltern unterschiedliche Gewichtung und Bedeutung. Die beiden &amp;quot;männlichen&amp;quot; Prinzipien - Heros und Logos - lassen sich auch dem Animus-Prinzip zuordnen, die beiden &amp;quot;weiblichen&amp;quot; - Eros und Bios - dem Anima-Prinzip. Die Prinzipien können zwar modellhaft einzeln betrachtet, aber nicht tatsächlich voneinander getrennt werden. Sie stehen in einem polaren Ergänzungsverhältnis zueinander, d. h. sie entfalten sich zwar teilweise in entgegengesetzte Richtungen, doch sind sie als Entfaltung eines Ganzen zugleich miteinander verbunden, wirken aufeinander ein, bedingen und ergänzen sich. Daneben sind noch weitere Elemente in das Pentaolon-System eingearbeitet, beispielsweise die vier kleineren leeren Kreise an den Eckpunkten zwischen den vier Hauptprinzipien. Diese sind zunächst einmal als Freistellen und Platzhalter für andere mögliche Typologien gedacht, die bei Bedarf in das Pentaolon-System einbezogen werden können, z. B. die vier Elemente der Antike oder die &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] der Analytischen Psychologie. Ferner lässt sich das Pentaolon-System auch dreidimensional betrachten und beschreibt den &amp;gt; [[Individuationsprozess]] in seinen verschiedenen Bewusstseinsentwicklungsstadien vom prä- zum transpersonalen Bewusstsein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele gesellschaftliche Missstände (&amp;gt; [[Kollektiv]]) wie auch viele individuelle seelische Störungen (&amp;gt; [[Individuation]] &amp;gt; [[Neurose]]) sind dadurch bedingt, dass einige der beschriebenen Faktoren überwertig gelebt werden, man sich mit ihnen einseitig identifiziert und die anderen abwehrt oder vernachlässigt. Je mehr aber ein Faktor dominiert und die ausbalancierende Beziehung zu den anderen verliert, desto schärfer und konflikthafter treten dessen Schattenseiten hervor. Insofern lässt sich das Pentaolon-System auch als ein Diagnosesystem sehen. In der zeitgenössischen Gesellschaft herrschen offensichtlich kollektiv die Heros- und Logos-Prinzipien, es besteht also eine Überbetonung der Rationalität, des Handelns, des Leistungs- und Erfolgsstrebens. Die Psyche des Einzelnen ist mehr oder weniger stark davon infiziert oder damit identifiziert. Die globale Selbstzerstörung und die Selbstentfremdung der Gesellschaft und des Einzelnen scheinen nur heilbar zu sein, wenn auch die anderen Faktoren - Bios und Eros - wieder gebührende Berücksichtigung finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Müller, L. (1995): Überlegungen zu einer analytisch-integrativen Psychotherapie; Müller, L., Knoll, D. (1998): Ins Innere der Dinge schauen; Müller, L. (2001): Lebe dein Bestes; Odajnyk, W. 2012: Archetyp und Charakter. Persönlichkeitstypen von Kraft, Eros, Geist und Materie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; L. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Komplex&amp;diff=1972</id>
		<title>Komplex</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Komplex&amp;diff=1972"/>
		<updated>2025-10-07T10:38:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Komplex&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Archetyp]] &amp;gt; [[Assoziationsexperiment]] &amp;gt; [[Emotion]] &amp;gt; [[Energie]] &amp;gt; [[Hirnforschung]] &amp;gt; [[Konflikt]] &amp;gt; [[Libido]] &amp;gt; [[Komplexdiagnose]] &amp;gt; [[Unbewusstes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Als Komplex (lat. complexus: Umfassung, Umschließung, Umschlingung, Zusammenfassung) bezeichnet die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] mehr oder weniger unbewusste psychische Inhalte, die durch die gleiche &amp;gt; [[Emotion]] und durch einen gemeinsamen Bedeutungskern (&amp;gt; [[Archetyp]]) verbunden sind und die in gewissen Grenzen, stellvertretend füreinander stehen können. Jedes affektgeladene Ereignis kann zu einem Komplex werden. Werden Komplexe auf der Ebene der Emotion oder auf der Bedeutungsebene angesprochen - wird der Komplex berührt -, dann wird das Gesamte dieser unbewussten Verknüpfungen aktiviert (&amp;gt; [[Konstellation]]), samt der dazugehörenden Emotionen, den Bezügen zur Lebensgeschichte und den daraus resultierenden Erlebens- und Verhaltensweisen. Dieser Vorgang läuft, solange der Komplex unbewusst ist, autonom und stereotyp ab. Je stärker die Emotionen und das Assoziationsfeld sind, desto stärker ist der Komplex, desto mehr werden andere Kräfte an den Rand gedrängt oder verdrängt. Komplexe werden auch körperlich erlebt, da das Wesentliche am Komplex die Emotion ist und Emotionen von somatischen Reaktionen begleitet sind. Werden die konstellierten Komplexe nicht bewusst gemacht, behalten sie ihre relative &amp;gt; [[Autonomie]], können zu einer &amp;gt; [[Identifikation]] mit ihnen führen oder werden projiziert (&amp;gt; [[Projektion]]). Gelingt es, den Komplex zu integrieren (&amp;gt; [[Integration]]), d. h. mit dem Komplex in bewussten Kontakt zu treten, die Bilder und Fantasien, die mit ihm verbunden sind, zu erleben und zu gestalten, kann die Energie, die in einem Komplex gebunden ist, zu einer Energie werden, die den ganzen Menschen belebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; C. G. Jung hat den Begriff des Komplexes im Zusammenhang mit dem &amp;gt; [[Assoziationsexperiment]] entwickelt. Erstmals in diesem Kontext wird er 1904 im Aufsatz &amp;quot;Experimentelle Untersuchungen über Assoziationen Gesunder&amp;quot; verwendet, den Jung mit F. Riklin veröffentlicht. (vgl. Jung, GW 3) Der Terminus erscheint aber auch schon in seiner Dissertation von 1902 ohne nähere Bestimmung. (vgl. Jung, GW 1) Bei Assoziationsversuchen haben Jung und Riklin herausgefunden, dass Begriffe, auf die nicht glatt assoziiert (&amp;gt; [[Assoziation]]) werden kann, auf persönliche affektbetonte Erfahrungen und Schwierigkeiten hinweisen, die sie dann Komplexe nennen. In der Folge postulieren sie, dass der Hintergrund des Bewusstseins aus solchen Komplexen bestehe und alle psychogenen Neurosen (&amp;gt; [[Neurose]]) einen Komplex enthielten, der mit außerordentlich starken Gefühlstönen ausgestattet sei. Weiter stellt Jung dann 1907 fest, dass jedes affektgeladene Ereignis zu einem Komplex wird und bereits bestehende Komplexe verstärkt. Hier gibt es enge Zusammenhänge zur &amp;gt; [[Verhaltenstherapie]] und zur modernen &amp;gt; [[Hirnforschung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplexe können mit bedrohlichen, konflikthaften (&amp;gt; [[Konflikt]] &amp;gt; [[Krise]]) oder traumatischen Erfahrungen (&amp;gt; [[Trauma/Traumatisierung]]), aber auch mit positiven Ereignissen (z. B. &amp;gt; [[Freude]], Erfolgserlebnisse &amp;gt; [[Liebe]]) verbunden sein (&amp;gt; [[Komplexdiagnose]]) und können deshalb das Erleben und Verhalten hemmen oder fördern. Sie weisen auf zentrale Themen, Motivationen und Bedürfnisse (&amp;gt; [[Motivation]] &amp;gt; [[Bedürfnis]]) hin. Sie werden von Jung deshalb auch als Brenn - oder Knotenpunkte des seelischen Lebens bezeichnet. 1934 fasst Jung die Komplexlehre zusammen (vgl. GW 8). Er sieht Komplex auch im nicht konstellierten Zustand als Wirkkräfte, die die Interessen eines Menschen steuern und bezeichnet sie als Grundlage der Symbolbildung. Diese Idee entwickelt er in der Folge immer weiter unter dem Stichwort der Fantasietätigkeit der Komplexe. Dieser Aspekt ist im therapeutischen Zusammenhang als Möglichkeit der kreativen Entwicklung durch die &amp;gt; [[Integration]] der Komplexe von wichtiger Bedeutung und hat viele Methoden und Techniken in der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kern der Komplexe werden von Jung archetpische Muster &amp;gt; [[Archetyp]] vermutet. In Anbetracht der Idee Jungs, der Komplex werde hervorgerufen durch den schmerzhaften Zusammenstoß des Individuums mit einer &amp;quot;Anpassungsforderung&amp;quot; (&amp;gt; [[Anpassung]]), lässt sich das Konzept des Komplexes heute dynamischer sehen: als die Verdichtung von generalisierten Beziehungserfahrungen mit Menschen und der Welt, verbunden durch vergleichbare Information und Emotion. Schwierige Beziehungsepisoden, wobei ein &amp;quot;Kindanteil&amp;quot; und ein &amp;quot;Erwachsenenanteil&amp;quot; auszumachen ist, werden durch das Episodengedächtnis als Repräsentationen (&amp;gt; [[Repräsentanz]] gespeichert. Meistens besteht eine &amp;gt; [[Identifikation]] mit dem &amp;quot;Kindanteil&amp;quot;, der &amp;quot;Erwachsenenanteil&amp;quot; (Vater, Mutter, Geschwister) wird projiziert (&amp;gt; [[Projektion]]), wobei man unbewusst aber damit identifiziert ist. Das Erkennen dieser Identifikationen in der Beziehung zu sich selber und im alltäglichen Verhalten bewirkt die Veränderung der Komplexe. Diese komplexhaften Beziehungsepisoden, die während des ganzen Lebens entstehen können, wobei die frühe Kindheit natürlich eine besonders vulnerable Phase darstellt, werden leicht auf neue Beziehungen übertragen (&amp;gt; [[Projektion]]. Das Konzept ist deshalb auch wesentlich für das Verständnis von Übertragung und Gegenübertragung (&amp;gt; [[Übertragung/Gegenübertragung]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept der Komplexe hat nahe Beziehungen zu anderen Modellen, z. B. zu K. Grawes Theorie (Grawe, 1994, vgl. Heisig, 1999, Heydwolff, 1995), zu den &amp;quot;representations interaction generalized&amp;quot; (RIGs) von D. Stern (Stern, 1985), den Konzepten der Schematherapie und den COEX-Systemen (Systems of condensed experience) von S. Grof (vgl. Grof, 1978; &amp;gt; [[Transpersonale Psychologie]] &amp;gt; [[Holotrophes Atmen]]). Bei den COEX-Systemen handelt es sich um spezifische Konstellationen von Erinnerungen aus verdichteten Erfahrungen und Fantasien, die um ein ähnliches Grundthema geordnet und mit einer starken Emotion der gleichen Qualität besetzt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Komplex-Konstellationen werden von neueren neurowissenschaftlichen Forschungen bestätigt. Jede Komponente eines episodischen Gegenwartserlebens ist geeignet, Erinnerungen an früheres Erleben wachzurufen, das dem gegenwärtigen ähnelt, besonders dann, wenn es sich um emotionale Erfahrungen handelt. Dem Assoziationsvorgang entspricht auf neurophysiologischer Ebene die Reaktivierung des früher Erlebten entlang synaptischer Verschaltungen, die durch wiederholte ähnliche Erfahrungen verstärkt worden sind, und die mit jeder Reaktivierung erneut verstärkt verstärkt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Dieckmann, H. (1991): Komplexe; Kast, V. (1980): Das Assoziationsexperiment in der therapeutischen Praxis; Meier, Isabelle: Komplexe und Dissoziationen: Weiterentwicklung von Theorie und Praxis der Analytischen Psychologie (2017); Müller, A., Müller, L. (2018): Praxis der Analytischen Psychologie. Ein Lehrbuch für eine integrative Psychotherapie; Kast, V. (1990): Die Dynamik der Symbole; Kast, V. (1994): Vater-Töchter Mutter-Söhne; Ribi, A. (1989): Was tun mit unseren Komplexen? Young, J. E., Klosko, J. S., Weishaar, M. E. (2005): Schematherapie: ein praxisorientiertes Handbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; V. Kast&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Komplexdiagnose&amp;diff=1971</id>
		<title>Komplexdiagnose</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Komplexdiagnose&amp;diff=1971"/>
		<updated>2025-10-07T10:37:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Komplexdiagnose&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Archetyp]] &amp;gt; [[Assoziationsexperiment]] &amp;gt; [[Diagnostik]] &amp;gt; [[Energie]] &amp;gt; [[Hirnforschung]] &amp;gt; [[Komplex]] &amp;gt; [[Konflikt]] &amp;gt; [[Libido]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Komplexe sind neuro-psychische Inhalte, Schemata, Erlebens- und Verhaltensmuster, neuronale Verschaltungen, die aufgrund ihrer emotional-energetischen Ladung Abweichungen und Störungen in der »normalen« Bewusstseinskontinuität hervorrufen. Bei einer stärkeren Komplexwirkung ist die betreffende Person ist ürzere oder längere Zeit nicht in der Lage, ihre Gedanken, Gefühle, Fantasien und Verhaltensweisen in gewohnter Weise frei ablaufen zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplexe können alle Grade negativer wie positiver emotionaler Auﬂadung und Wirkung haben. Manche Komplexreaktionen verschieben Stimmungs- und Interessenlage nur in geringem Ausmaße, andere führen zu intensiven Spontanreaktionen und noch andere wirken so stark, dass der Eindruck entsteht, dass jegliche Kontrolle und Besinnung verloren geht bis hin zu dem Eindruck, sich selbst fremd zu sein. Die Komplexe erscheinen dann wie autonome, dissoziierte Teilpersönlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Komplexe sind daher in diesem Sinne geradezu Brenn- oder Knotenpunkte des seelischen Lebens, die man gar nicht missen möchte, ja, die gar nicht fehlen dürfen, weil sonst die seelische&lt;br /&gt;
Aktivität zu einem fatalen Stillstand käme. Aber sie bezeichnen das Unerledigte im Individuum, den Ort, wo es zum mindesten vorderhand eine Niederlage erlitten, wo es etwas nicht&lt;br /&gt;
verwinden oder überwinden kann, also unzweifelhaft die schwache Stelle in jeglicher&lt;br /&gt;
Bedeutung des Wortes.&amp;quot; &lt;br /&gt;
(Jung, GW 06, § 925)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst mag es von daher scheinen, dass die Komplexe hauptsächlich pathogene Faktoren sind, weil ihre Wirksamkeit häufig in unangenehmen Zusammenhängen bzw. Fehlleistungen (&amp;gt; [[Fehlleistung]]), Missgeschicken, Unfällen, Trieb- und Affektdurchbrüchen, psychosomatischen Reaktionen und psychischen Symptomen erfahren wird. Aber es gibt auch positiv aufgeladene Komplexe, die wenn sie ausgelöst werden, Zuwendung, Freude oder auch Ekstase auslösen (denken wir an die starken Reaktion beim gelungenen Torschuss beim Fußball.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da jedes affektgeladene positive oder negative Ereignis zu einem Komplex werden kann, z. B. durch Wiederholung und Verstärkungen, ist es schwierig, eine allgemeine Systematik der Komplexe zu geben. Eine differenzialdiagnostische Differenzierung (&amp;gt; [[Diagnostik]]) nach folgenden Kriterien kann aber eine erste Orientierung vermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Komplexebenen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende drei Ebenen von Komplexen können unterschieden werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Individuelle Komplexe, die der individuellen Lebens- und Lerngeschichte entstammen&lt;br /&gt;
* Soziokulturelle Komplexe, die für die Gruppe, Gesellschaft und Kultur, in der man lebt, charakteristisch sind und durch den Sozialisationsprozess vermittelt werden&lt;br /&gt;
* Kollektive Komplexe, bzw. Komplexbereitschaften, die evolutionär entstanden sind und vielen Menschen gemeinsam sind. Die AP bezeichnet die letzteren auch als Archetypen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend dieser Ebenen ordnen sich die einzelnen individuellen Teilkomplexe zu größeren Komplexverbänden, welche sich wiederum um einige Zentralkomplexe archetypischer Art gruppieren, die in etwa den Grundfunktionen, Grundbedürfnissen, Grundkonflikten und Grundängsten des Menschen entsprechen dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Komplexgruppen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber können Komplexe in Themengruppen zusammenfasst werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Personale Komplexe&#039;&#039;&#039;, das sind Komplexe, die sich auf die eigene Person beziehen, z. B.:&lt;br /&gt;
* Komplexe, die sich auf die Identität und das Selbstwerterleben beziehen, wie der Minderwertigkeits- und Größenkomplex, Macht- und Ohnmachtskomplex, Dominanz- und Unterwerfungskomplex&lt;br /&gt;
* Komplexe, die sich auf das eigene Aussehen und spezielle Körpermerkmale beziehen: etwa Schönheit, Hässlichkeit, Nase, Busen, Penis&lt;br /&gt;
* Komplexe, die sich auf die eigenen Grundbedürfnisse beziehen: Essen, Trinken, Schlafen, Sexualität, Geld&lt;br /&gt;
* Komplexe, die sich auf existenzielle Situationen beziehen: etwa Krankheit, Älterwerden, Einsamkeit, Sinn, Tod&lt;br /&gt;
* Komplexe, die besondere Interessen und Begabungen beinhalten: Kunst, Mode, Technik, Sport&lt;br /&gt;
* Komplexe, die sich auf Persönlichkeits-Aspekte der Individuation beziehen: Persona-, Schatten-, Anima/Animus-Komplex&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beziehungskomplexe&#039;&#039;&#039;, also Komplexe, die sich auf Menschen und Tiere und die positiven/negativen Konstellationen mit ihnen beziehen wie z. B. &lt;br /&gt;
* der Ödipus-Komplex, Mutterkomplex, Vaterkomplex, Elternkomplex&lt;br /&gt;
* Bruder/Schwester/Geschwisterkomplex&lt;br /&gt;
* Familienkomplex, Gruppenkomplex&lt;br /&gt;
* Autoritätskomplex&lt;br /&gt;
* Rivalitätskomplex&lt;br /&gt;
* Trennungskomplex&lt;br /&gt;
* Komplex des Ausgeschlossenwerdens, des Übergangenwerdens&lt;br /&gt;
* Hundekomplex, Spinnenkomplex, Schlangenkomplex&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Objektkomplexe&#039;&#039;&#039;, d. h. Komplexe, die sich auf Erfahrungen mit der Umwelt beziehen: Höhenkomplex, Platzkomplex, Flugkomplex u. a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Differenzerungen sind möglich, z. B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Komplexe und vorherrschende Emtotionen&#039;&#039;&#039;: die Bezeichnung eines Komplexes nach der vorherrschenden Emotion, die das Erscheinungsbild dominiert, also z. B. Angstkomplex, Eifersuchtskomplex, Neidkomplex, Schamkomplex, Schuldkomplex. Dies ist oft aber nicht&lt;br /&gt;
präzis und differenzierend genug, da sich alle Komplexe deﬁnitionsgemäß durcheine spezielle emotionale Auﬂadung auszeichnen. Auch wenn eine Emotion dominiert und generalisiert ist, sollte man sich bemühen, den dahinterstehenden Grundkonflikt und die auslösende Situation herauszuﬁnden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Komplex und Konflikte:&#039;&#039;&#039; Schließlich kann man den im Komplex enthaltenen Konﬂikt&lt;br /&gt;
näher kennzeichnen, denn mit den stärkeren Komplexen sind meist stärkere Konﬂikte verbunden (z. B. Annäherung – Vermeidung, Nähe/Symbiose – Distanz/Autonomie, egoistische versus soziale Tenden-&lt;br /&gt;
zen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplexe lassen sich weiterhin nach positiv oder negativ, nach fest oder dynamisch, nach&lt;br /&gt;
ursprünglich oder aktuell und nach ihrem Ausprägungsgrad (leicht, mittel, schwer)&lt;br /&gt;
differenzieren. Auch lassen sich die interpersonellen Auswirkungen, die ein Komplex hat, be- schreiben, beispielsweise ob er eine lähmende oder begeisternde inﬁzierende Wirkung auf andere hat, ob Teile des Komplexes »kollusiv« (vgl. Heisig, 1999,Kast, 1990) von anderen Menschen übernommen werden oder welche kompensatorischen Reaktionen entstehen, um dieeinseitige Wirkung des Komplexes auszugleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Komplexe und Schemata&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentralen positiven wie negativen Komplexfelder sind die Hauptthemen jeder Form von Psychotherapie. Komplexe sind die &amp;quot;wunden&amp;quot; Punkte, mit denen Menschen ihre Konﬂikte und Probleme haben und die auf unterschiedliche Weise bearbeitet werden. &lt;br /&gt;
In der Kognitiven Verhaltenstherapie werden die mit den Komplexen verbundenen problematischen Verhaltensweisen und Denkprozesse in den Mittelpunkt gestellt, während es in den psychodynamischen Richtungen zunächst mehr um ein Bewusstmachen bislang möglicherweise wenig wahrgenommener und abgewehrter Komplexe in ihrem emotionalen und genetischen Zusammenhang geht und erst im zweiten Schritt um deren Modiﬁkation und Integration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die »Schema-Therapie« verbindet Methoden der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Therapieformen mit Elementen anderer etablierter psychologischer Theorien und Therapieverfahren. Sie geht – auch in Anlehnung an das Schema-Konzept von J. Piaget – davon aus, dass es bestimmte erlernte Grundmuster gibt, die darauf abzielen, die zentralen Bedürfnisse zu befriedigen und hierzu das Verhalten und die Kognitionen von Menschensteuern. &lt;br /&gt;
Bei maladaptiven Schemata handelt es sich um »ein weitgestrecktes, umfassendes Thema oder Muster, das aus Erinnerungen, Emotionen, Kognitionen und Körperempﬁndungen besteht, die sich auf&lt;br /&gt;
den Betreffenden selbst und seine Kontakte zu anderen Menschen beziehen. Es ist ein Mus-&lt;br /&gt;
ter, das in der Kindheit oder Adoleszenz entstanden ist, im Laufe des weiteren Lebens&lt;br /&gt;
stärker ausgeprägt wurde und stark dysfunktional ist. (Young, 2005, S. 36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus dieser Deﬁnition deutlich wird, lassen sich die in der Schema-Therapie formulierten Grundbedürfnisse und Grundkonﬂikte mühelos mit den bereits beschriebenen Konzepten, Grundbe-&lt;br /&gt;
dürfnissen, Komplexen, Konﬂikten der psychodynamischen Therapien und der AP in Verbindung bringen – was ein weiteres Beispiel dafür ist, wie fruchtbar eine psychologische Theorie ist, die auf allgemein-menschlichen Grundlagen beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Dieckmann, H. (1991): Komplexe; Kast, V. (1980): Das Assoziationsexperiment in der therapeutischen Praxis; Meier, Isabelle: Komplexe und Dissoziationen: Weiterentwicklung von Theorie und Praxis der Analytischen Psychologie (2017); Müller, A., Müller, L. (2018): Praxis der Analytischen Psychologie. Ein Lehrbuch für eine integrative Psychotherapie; Kast, V. (1990): Die Dynamik der Symbole; Kast, V. (1994): Vater-Töchter Mutter-Söhne; Ribi, A. (1989): Was tun mit unseren Komplexen? Young, J. E., Klosko, J. S., Weishaar, M. E. (2005): Schematherapie: ein praxisorientiertes Handbuch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; L. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Verhaltenstherapie&amp;diff=1970</id>
		<title>Verhaltenstherapie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Verhaltenstherapie&amp;diff=1970"/>
		<updated>2025-09-12T12:36:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Verhaltenstherapie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Lernen]] &amp;gt; [[Psychotherapie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Verhaltenstherapie beruht auf den Konzepten der psychologischen Lern- und Verhaltenstheorien (&amp;gt; [[Lernen]]). Sie ist problem- und zielorientiert, d. h., sie ist bestrebt, an einer unmittelbar vorliegenden Symptomatik konkrete Veränderungen zu erreichen und strebt bei Therapiebeginn mit dem Patienten diesbezüglich erarbeitete Ziele konsequent an. Darüber hinaus ist sie handlungsorientiert, indem sie die Betroffenen zum aktiven Erproben neuer Verhaltens- bzw. Erlebensweisen und Problemlösungsstrategien ermutigt. Sie vermeidet das Konzept des Unbewussten (&amp;gt; [[Unbewusstes]]) weitgehend, beachtet die &amp;gt; [[Übertragung/Gegenübertragung]] (&amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]]) weniger und erklärt die Entstehung psychischer Störungen durch falsches Lernen und Verstärkungsmechanismen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Zu den verhaltenstherapeutischen Verfahren gehören Basisfertigkeiten wie Gesprächsführung, Beziehungsgestaltung und Motivationsarbeit (&amp;gt; [[Motivation]]). Flexibel handhabbare störungsübergreifende Maßnahmen sind Konfrontationsverfahren, z. B. Reizüberflutung (&amp;gt; [[Konfrontation]]); Entspannungsverfahren, z. B. progressive Muskelentspannung; operante Methoden, z. B. positive Verstärkung; kognitive Methoden, z. B. Selbstinstruktionstraining; Kommunikationstraining; Training sozialer Kompetenz sowie Selbstkontrollverfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhundert hat sich in der Verhaltenstherapie eine kognitive und affektive Wende vollzogen, indem nicht mehr von einer reinen Reiz-Reaktions-Psychologie ausgegangen wird. Motivationalen und kognitiven Prozessen, die vorher als nicht objektiv darstellbar ausgeklammert worden sind, wird eine zunehmende Bedeutung für das menschliche Verhalten beigemessen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] und andere tiefenpsychologische Richtungen (&amp;gt; [[Tiefenpsychologische Theorie]]) kritisieren am verhaltenstherapeutischen Ansatz, dass durch eine Überbetonung von Methodik und Technik die umfassende Bedeutung der therapeutischen Beziehung vernachlässigt wird. Eine weitere Problematik sieht sie darin, dass überaus komplexe Zusammenhänge (&amp;gt; [[Komplexität]]) der menschlichen Persönlichkeit und ihrer Entwicklung auf wenige, plan- und organisierbare Aspekte reduziert werden, die aber den dahinter stehenden unbewussten Bedürfnissen nicht gerecht werden. Das ständige Hinarbeiten auf Selbstverantwortung, auf aktive Entscheidungen, auf Autonomie und Unabhängigkeit kann dahin führen, dass im Patienten so etwas wie ein Bewusstseins- und Willensdominanz entsteht, der es verhindert, innerlich loszulassen, regressivere Gefühle und Bedürfnisse, z. B. nach Nähe, Hingabe, Empfänglichkeit, Ruhe, Geborgenheit (&amp;gt; [[Regression]]) wahrzunehmen und eine vertrauensvolle, schöpferische Beziehung zu den unbewusst gesteuerten Regulationsvorgängen (&amp;gt; [[Selbstregulation]]) des &amp;gt; [[Selbst]] herzustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unbewusste wird von der Verhaltenstherapie inzwischen wohl insgesamt nicht mehr geleugnet, hat aber auch keinen besonderen Stellenwert als autonome, schöpferische Instanz, sondern dient bestenfalls als Ort für automatisiertes, generalisiertes Verhalten, z. B. zur Entwicklung neuer Einstellungen und Gewohnheiten: &amp;quot;Das Bewusstsein lässt sich wie ein Papagei dressieren, nicht aber das Unbewusste. Deshalb hat auch St. Augustin Gott gedankt, dass er ihn nicht verantwortlich gemacht hat für seine Träume. Das Unbewusste ist ein Psychisches, das nur anscheinend und dann sehr zum Nachteil des Bewusstseins einexerziert werden kann. Es ist und bleibt jeder subjektiven Willkür entzogen, ein Bereich nicht zu verbessernder und nicht zu verderbender Natur und ihres Geheimnisses, das wir nur belauschen, aber nicht befingern können.&amp;quot; (Jung, GW 12 § 51]]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Kanfer, F. H., Reinecker, H., Schmelzer, D. (1991): Selbstmanagement-Therapie; Margraf, J. (Hrsg.) (2000): Lehrbuch der Verhaltenstherapie; Linden, M., Hautzinger, M. (Hrsg.) (2000): Verhaltenstherapiemanual.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; L. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Verhaltenstherapie&amp;diff=1969</id>
		<title>Verhaltenstherapie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Verhaltenstherapie&amp;diff=1969"/>
		<updated>2025-09-12T12:23:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Verhaltenstherapie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Lernen]] &amp;gt; [[Psychotherapie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Verhaltenstherapie beruht auf den Konzepten der psychologischen Lern- und Verhaltenstheorien (&amp;gt; [[Lernen]]). Sie ist problem- und zielorientiert, d. h., sie ist bestrebt, an einer unmittelbar vorliegenden Symptomatik konkrete Veränderungen zu erreichen und strebt bei Therapiebeginn mit dem Patienten diesbezüglich erarbeitete Ziele konsequent an. Darüber hinaus ist sie handlungsorientiert, indem sie die Betroffenen zum aktiven Erproben neuer Verhaltens- bzw. Erlebensweisen und Problemlösungsstrategien ermutigt. Sie vermeidet das Konzept des &amp;gt; [[Unbewussten]] weitgehend, beachtet die &amp;gt; [[Übertragung/Gegenübertragung]] (&amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]]) weniger und erklärt die Entstehung psychischer Störungen durch falsches Lernen und Verstärkungsmechanismen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Zu den verhaltenstherapeutischen Verfahren gehören Basisfertigkeiten wie Gesprächsführung, Beziehungsgestaltung und Motivationsarbeit (&amp;gt; [[Motivation]]). Flexibel handhabbare störungsübergreifende Maßnahmen sind Konfrontationsverfahren, z. B. Reizüberflutung (&amp;gt; [[Konfrontation]]); Entspannungsverfahren, z. B. progressive Muskelentspannung; operante Methoden, z. B. positive Verstärkung; kognitive Methoden, z. B. Selbstinstruktionstraining; Kommunikationstraining; Training sozialer Kompetenz sowie Selbstkontrollverfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhundert hat sich in der Verhaltenstherapie eine kognitive und affektive Wende vollzogen, indem nicht mehr von einer reinen Reiz-Reaktions-Psychologie ausgegangen wird. Motivationalen und kognitiven Prozessen, die vorher als nicht objektiv darstellbar ausgeklammert worden sind, wird eine zunehmende Bedeutung für das menschliche Verhalten beigemessen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] und andere tiefenpsychologische Richtungen (&amp;gt; [[Tiefenpsychologische Theorie]]) kritisieren am verhaltenstherapeutischen Ansatz, dass durch eine Überbetonung von Methodik und Technik die umfassende Bedeutung der therapeutischen Beziehung vernachlässigt wird. Eine weitere Problematik sieht sie darin, dass überaus komplexe Zusammenhänge (&amp;gt; [[Komplexität]]) der menschlichen Persönlichkeit und ihrer Entwicklung auf wenige, plan- und organisierbare Aspekte reduziert werden, die aber den dahinter stehenden unbewussten Bedürfnissen nicht gerecht werden. Das ständige Hinarbeiten auf Selbstverantwortung, auf aktive Entscheidungen, auf Autonomie und Unabhängigkeit kann dahin führen, dass im Patienten so etwas wie ein Bewusstseins- und Willensdominanz entsteht, der es verhindert, innerlich loszulassen, regressivere Gefühle und Bedürfnisse, z. B. nach Nähe, Hingabe, Empfänglichkeit, Ruhe, Geborgenheit (&amp;gt; [[Regression]]) wahrzunehmen und eine vertrauensvolle, schöpferische Beziehung zu den unbewusst gesteuerten Regulationsvorgängen (&amp;gt; [[Selbstregulation]]) des &amp;gt; [[Selbst]] herzustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unbewusste wird von der Verhaltenstherapie inzwischen wohl insgesamt nicht mehr geleugnet, hat aber auch keinen besonderen Stellenwert als autonome, schöpferische Instanz, sondern dient bestenfalls als Ort für automatisiertes, generalisiertes Verhalten, z. B. zur Entwicklung neuer Einstellungen und Gewohnheiten: &amp;quot;Das Bewusstsein lässt sich wie ein Papagei dressieren, nicht aber das Unbewusste. Deshalb hat auch St. Augustin Gott gedankt, dass er ihn nicht verantwortlich gemacht hat für seine Träume. Das Unbewusste ist ein Psychisches, das nur anscheinend und dann sehr zum Nachteil des Bewusstseins einexerziert werden kann. Es ist und bleibt jeder subjektiven Willkür entzogen, ein Bereich nicht zu verbessernder und nicht zu verderbender Natur und ihres Geheimnisses, das wir nur belauschen, aber nicht befingern können.&amp;quot; (Jung, GW 12 § 51]]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Kanfer, F. H., Reinecker, H., Schmelzer, D. (1991): Selbstmanagement-Therapie; Margraf, J. (Hrsg.) (2000): Lehrbuch der Verhaltenstherapie; Linden, M., Hautzinger, M. (Hrsg.) (2000): Verhaltenstherapiemanual.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; L. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1968</id>
		<title>Ganzheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1968"/>
		<updated>2025-08-24T12:25:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Ganzheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Sinn]] &amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Holon]] &amp;gt; [[Mandala]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Unus mundus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Unter Ganzheit wird allgemein Vollständigkeit, Vollkommenheit, Geschlossenheit, Unversehrtheit, Eigengesetzlichkeit einer Sache verstanden; in der Philosophie wird manchmal auch von Totalität gesprochen. Aristoteles formuliert, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Im Ganzen sind zwar Teile erkennbar, in ihnen wirkt aber nicht nur die Eigenart eines Teils, sondern immer auch die des Ganzen. In der abendländischen Philosophie, in vielen östlichen Traditionen und in der westlichen &amp;gt; [[Mystik]] und &amp;gt; [[Hermetik]] sind Ganzheitsvorstellungen und -modelle über den Menschen und das menschliche Leben, über Natur, Geist, Kosmos und Gott weit verbreitet. Im 20. Jahrhundert entwickeln sich verstärkt ganzheitliche Ansätze in der Psychologie und Psychotherapie, z. B. in der Ganzheitspsychologie und der Gestaltpsychologie (&amp;gt; [[Gesprächspsychotherapie]] &amp;gt; [[Gestalttherapie]] &amp;gt; [[Humanistische Psychologie]] &amp;gt; [[Integrale Psychologie]], &amp;gt; [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] &amp;gt; [[Transpersonale Psychologie]]), in den Sozial- und den Naturwissenschaften, insbesondere in Biologie, Medizin und Physik. Eine Ganzheitssicht auf die menschliche Existenz ist zur Zeit C. G. Jungs eine sich andeutende Gegenbewegung auf eine einseitig rationalistische, analysierende, reduzierende, entmystifizierende, naturalistisch-ernüchternde aufklärerische und positivistische Wissenschaftlichkeit (&amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Positivismus]] &amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]]). Die seit der Romantik wieder auftauchenden und sich durchsetzenden Ganzheitsfantasien und -sehnsüchte der Menschen bedeuten das Ende der Herrschaft der Vernunft und des Glaubens, das Böse (&amp;gt; [[Böses]]) könne durch vernünftiges Verhalten und Aufklärung in Zaum gehalten werden. Gerade für diesen im 20. Jahrhundert so leidvoll und katastrophal erlebten Gegensatz von Vernunft und Emotion, von Gut und Böse und von Sinn und Sinnlosigkeit sucht Jung eine ganzheitliche statt einer dualistischen Auffassung (&amp;gt; [[Dualismus]] &amp;gt; [[Monismus]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Vorstellung der Ganzheit bestimmt das Bild Jungs vom Menschen und der menschlichen Existenz. Sie ist untrennbar mit seinen Vorstellungen der &amp;gt; [[Individuation]] und des &amp;gt; [[Selbst]] als Ursprung und Ziel der menschlichen Entwicklung, der Coniunctio (&amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]]) oder des &amp;gt; [[Unus mundus]] (&amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Holon]]) verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Selbst- und Ganzheitskonzept Jungs wird häufig kritisiert, weil es scheinbar undifferenziert, unwissenschaftlich, unkritisch und unmoralisch sei, allem einen Sinn zu geben vermöge – auch dem Unsinn und dem absolut Schlechten. Es werde mit Paradoxität (&amp;gt; [[Paradoxon/Paradoxie/Paradoxität]]) und &amp;gt; [[Chaos]] gespielt, klare Standpunkt würden aufgegeben. Risiken wie die Überwältigung durch unbewusste Inhalte und Größenfantasien des Ichs bis zur psychischen Inflation, moralische und ethische Gleichgültigkeit, Rationalisierung destruktiver Verhaltensweisen und Realitätsverlust könnten quasi als Sammelbecken für Außenseiter, Esoteriker jeder Couleur, magisch-abergläubische und reaktionäre Positionen und Sichtweisen, für psychisch labile Menschen, für alle solche, die vor der Realität flüchten und für narzisstisch Gestörte und für Inflationierte (&amp;gt; [[Mana-Persönlichkeit]] &amp;gt; [[Inflation]]) dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Gefahr, der die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] möglicherweise Vorschub leistet, liegt in der Vorstellung, Ganzheit sei als Ziel des Individuationsprozesses (&amp;gt; [[Individuationsprozess]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Individuation]]) zwar nicht total, aber doch annähernd zu erreichen. Kritiker der Analytischen Psychologie weisen auf die Gefahr der Undifferenziertheit und daraus folgend der &amp;gt; [[Idealisierung]] und möglichen &amp;gt; [[Inflation]] durch die Ganzheitsvorstellungen der Analytischen Psychologie hin, ebenso darauf, dass Jung vermutlich Zeiten der Inflation erlebt hat. R. Lesmeister (1992) betont, dass das Ideal der Ganzheit, ebenso wie jede andere archetypische Vorstellung auch, einen &amp;gt; [[Schatten]] werfe. Der Schatten der Ganzheit sei die Destruktion. Das Ideal der Ganzheit verführe zur narzisstischen Vorstellung von Allmacht und Unverwundbarkeit, fördere eine psychische „Superstruktur“ und sei deshalb auch als solches nicht heilend, sondern destruktiv. Solange das Böse und Sinnlose als in der Ganzheit enthalten gesehen werde, könne es nicht wirklich in seiner ganzen dunklen und beunruhigenden Dimension als destruktiv anerkannt werden, denn es würde dann letztlich nur den zentrierenden und heilenden Kräften der Psyche zugesprochen werden. Er plädiert deshalb dafür, den Begriff Ganzheit als Bezeichnung für eine ideale Strukturform der Persönlichkeit, wie er im Individuationsprozess fälschlicherweise gesehen werden könnte, aufzugeben. Ganzheit solle als eine archetypische Vorstellung behandelt werden, mit der man sich nicht identifizieren dürfe, sondern gegen die man sich abgrenzen solle, wie Jung es ja für die anderen archetypischen Vorstellungen auch fordert. Man könne natürlich trotzdem noch von ganzheitlicher Erfahrung, die aber zeitlich sehr begrenzt sei, sprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung ist sich der Schwierigkeit und Problematik der Ganzheitsannahme – gerade auch wegen der Schattenproblematik und der damit verbundenen ethischen Komplikation (&amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Ethik, neue]] &amp;gt; [[Schatten]]) – sehr bewusst. “Der richtige Weg zur Ganzheit aber besteht – leider – aus schicksalsmäßigen Um- und Irrwegen. Es ist eine „longissima via“, nicht eine gerade, sondern eine gegensatzverbindende Schlangenlinie, an den Wege weisenden Caduceus erinnernd, ein Pfad, dessen labyrinthische Verschlungenheit des Schreckens nicht entbehrt. Auf diesem Wege kommen jene Erfahrungen zustande, die man als „schwer zugänglich“ zu bezeichnen beliebt. Ihre Unzugänglichkeit beruht darauf, dass sie kostspielig sind: sie fordern das, was man am meisten fürchtet, nämlich die Ganzheit, die man zwar beständig im Munde führt, und mit der sich endlos theoretisieren lässt, die man aber in der Wirklichkeit des Lebens im größten Bogen umgeht.“ (Jung, GW 12, § 6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung betont immer wieder, dass eine ganzheitliche Sichtweise auf das Leben kein Anlass für Selbsttäuschungen darstelle, aber notwendig sei: „Wer also eine Antwort haben will auf das heute gestellte Problem des Bösen, der bedarf in erster Linie einer gründlichen Selbsterkenntnis, d. h. einer bestmöglichen Erkenntnis seiner Ganzheit. Er muss ohne Schonung wissen, wie viel des Guten er vermag und welcher Schandtaten er fähig ist, und er muss sich hüten, das eine für wirklich und das andere für Illusion zu halten. Es ist beides wahr als Möglichkeit, und er wird weder dem einen noch dem anderen ganz entgehen, wenn er – wie er es eigentlich von Hause aus müsste – ohne Selbstbelügung oder Selbsttäuschung leben will.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 333) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Ziel der Individuation konfrontiert mit dem Ganzen der Persönlichkeit. Sie verlangt die Entwicklung von Ambiguitätstoleranz , das Aushalten von Spannungen, die Fähigkeit, Schattenaspekte, unbewussten Konflikte zu akzeptieren. Das Beleuchten unserer bewusst-unbewussten Ganzheit ermöglicht, unser Verhalten und Erleben, unsere Gedanken, Emotionen, Fantasien, unsere bewussten und unbewussten Motive klarer, offener zu erkennen und als menschlich anzunehmen, in gewissem Sinne realistischer zu werden und gerade daraus innere Stabilität zu entwickeln. Im nächsten Schritt fördert es uns darin, die &amp;quot;ganze Persönlichkeit&amp;quot; unserer Mitmenschen toleranter zu sehen und uns mit ihnen ehrlicher, aufgeschlossener und vertiefter auszutauschen. Projektionen können durch diese mentalisierende Schau abnehmen, Verstehen, Kohärenz und Flexibilität werden im sozialen Agieren eher möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Basis des Verstehens sozialer, kultureller, religiöser, wirtschaftlicher, ökologischer und politischer Entwicklungen kann kollektive Vorgänge erhellen. Sowohl C. G. Jung wie auch E. Neumann haben sich mit diesem Ansatz um Aufarbeitung der unvorstellbaren Schrecken der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bemüht. Ihre Ansätze zur Deutung von kollektiven Phänomenen und die Notwendigkeit der Individuation als Schutz gegen kollektive Regression, gegen Projektion und psychische Inflation greifen heute ebenso wie zur Zeit ihrer Entwicklung in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Verstehen auf Basis ganzheitlicher Modelle können das Destruktive nicht verhindern, sie können den Blick in die Tiefe des Menschen und in seine Eingebundenheit in größere Zusammenhänge vermitteln.       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende seines Lebens sieht Jung die sinn- und zielstiftende Funktion der Ganzheitsvorstellung: „Dem Bedürfnis der mythischen Aussage ist Genüge getan, wenn wir eine Anschauung haben, welche den Sinn menschlicher Existenz im Weltganzen hinlänglich erklärt, eine Anschauung, welche der seelischen Ganzheit, nämlich der Kooperation von Bewusstsein und Unbewusstem, entspringt. Sinnlosigkeit verhindert die Fülle des Lebens und bedeutet darum Krankheit. Sinn macht vieles, vielleicht alles ertragbar.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 343)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jung, C. G., Jaffé, A. (1962): Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung; Lesmeister, R. (1992): Der zerrissene Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1967</id>
		<title>Ganzheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1967"/>
		<updated>2025-08-24T12:04:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Ganzheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Sinn]] &amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Holon]] &amp;gt; [[Mandala]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Unus mundus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Unter Ganzheit wird allgemein Vollständigkeit, Vollkommenheit, Geschlossenheit, Unversehrtheit, Eigengesetzlichkeit einer Sache verstanden; in der Philosophie wird manchmal auch von Totalität gesprochen. Aristoteles formuliert, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Im Ganzen sind zwar Teile erkennbar, in ihnen wirkt aber nicht nur die Eigenart eines Teils, sondern immer auch die des Ganzen. In der abendländischen Philosophie, in vielen östlichen Traditionen und in der westlichen &amp;gt; [[Mystik]] und &amp;gt; [[Hermetik]] sind Ganzheitsvorstellungen und -modelle über den Menschen und das menschliche Leben, über Natur, Geist, Kosmos und Gott weit verbreitet. Im 20. Jahrhundert entwickeln sich verstärkt ganzheitliche Ansätze in der Psychologie und Psychotherapie, z. B. in der Ganzheitspsychologie und der Gestaltpsychologie (&amp;gt; [[Gesprächspsychotherapie]] &amp;gt; [[Gestalttherapie]] &amp;gt; [[Humanistische Psychologie]] &amp;gt; [[Integrale Psychologie]], &amp;gt; [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] &amp;gt; [[Transpersonale Psychologie]]), in den Sozial- und den Naturwissenschaften, insbesondere in Biologie, Medizin und Physik. Eine Ganzheitssicht auf die menschliche Existenz ist zur Zeit C. G. Jungs eine sich andeutende Gegenbewegung auf eine einseitig rationalistische, analysierende, reduzierende, entmystifizierende, naturalistisch-ernüchternde aufklärerische und positivistische Wissenschaftlichkeit (&amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Positivismus]] &amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]]). Die seit der Romantik wieder auftauchenden und sich durchsetzenden Ganzheitsfantasien und -sehnsüchte der Menschen bedeuten das Ende der Herrschaft der Vernunft und des Glaubens, das Böse (&amp;gt; [[Böses]]) könne durch vernünftiges Verhalten und Aufklärung in Zaum gehalten werden. Gerade für diesen im 20. Jahrhundert so leidvoll und katastrophal erlebten Gegensatz von Vernunft und Emotion, von Gut und Böse und von Sinn und Sinnlosigkeit sucht Jung eine ganzheitliche statt einer dualistischen Auffassung (&amp;gt; [[Dualismus]] &amp;gt; [[Monismus]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Vorstellung der Ganzheit bestimmt das Bild Jungs vom Menschen und der menschlichen Existenz. Sie ist untrennbar mit seinen Vorstellungen der &amp;gt; [[Individuation]] und des &amp;gt; [[Selbst]] als Ursprung und Ziel der menschlichen Entwicklung, der Coniunctio (&amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]]) oder des &amp;gt; [[Unus mundus]] (&amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Holon]]) verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Selbst- und Ganzheitskonzept Jungs wird häufig kritisiert, weil es scheinbar undifferenziert, unwissenschaftlich, unkritisch und unmoralisch sei, allem einen Sinn zu geben vermöge – auch dem Unsinn und dem absolut Schlechten. Es werde mit Paradoxität (&amp;gt; [[Paradoxon/Paradoxie/Paradoxität]]) und &amp;gt; [[Chaos]] gespielt, klare Standpunkt würden aufgegeben. Risiken wie die Überwältigung durch unbewusste Inhalte und Größenfantasien des Ichs bis zur psychischen Inflation, moralische und ethische Gleichgültigkeit, Rationalisierung destruktiver Verhaltensweisen und Realitätsverlust könnten quasi als Sammelbecken für Außenseiter, Esoteriker jeder Couleur, magisch-abergläubische und reaktionäre Positionen und Sichtweisen, für psychisch labile Menschen, für alle solche, die vor der Realität flüchten und für narzisstisch Gestörte und für Inflationierte (&amp;gt; [[Mana-Persönlichkeit]] &amp;gt; [[Inflation]]) dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Gefahr, der die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] möglicherweise Vorschub leistet, liegt in der Vorstellung, Ganzheit sei als Ziel des Individuationsprozesses (&amp;gt; [[Individuationsprozess]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Individuation]]) zwar nicht total, aber doch annähernd zu erreichen. Kritiker der Analytischen Psychologie weisen auf die Gefahr der Undifferenziertheit und daraus folgend der &amp;gt; [[Idealisierung]] und möglichen &amp;gt; [[Inflation]] durch die Ganzheitsvorstellungen der Analytischen Psychologie hin, ebenso darauf, dass Jung vermutlich Zeiten der Inflation erlebt hat. R. Lesmeister (1992) betont, dass das Ideal der Ganzheit, ebenso wie jede andere archetypische Vorstellung auch, einen &amp;gt; [[Schatten]] werfe. Der Schatten der Ganzheit sei die Destruktion. Das Ideal der Ganzheit verführe zur narzisstischen Vorstellung von Allmacht und Unverwundbarkeit, fördere eine psychische „Superstruktur“ und sei deshalb auch als solches nicht heilend, sondern destruktiv. Solange das Böse und Sinnlose als in der Ganzheit enthalten gesehen werde, könne es nicht wirklich in seiner ganzen dunklen und beunruhigenden Dimension als destruktiv anerkannt werden, denn es würde dann letztlich nur den zentrierenden und heilenden Kräften der Psyche zugesprochen werden. Er plädiert deshalb dafür, den Begriff Ganzheit als Bezeichnung für eine ideale Strukturform der Persönlichkeit, wie er im Individuationsprozess fälschlicherweise gesehen werden könnte, aufzugeben. Ganzheit solle als eine archetypische Vorstellung behandelt werden, mit der man sich nicht identifizieren dürfe, sondern gegen die man sich abgrenzen solle, wie Jung es ja für die anderen archetypischen Vorstellungen auch fordert. Man könne natürlich trotzdem noch von ganzheitlicher Erfahrung, die aber zeitlich sehr begrenzt sei, sprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung ist sich der Schwierigkeit und Problematik der Ganzheitsannahme – gerade auch wegen der Schattenproblematik und der damit verbundenen ethischen Komplikation (&amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Ethik, neue]] &amp;gt; [[Schatten]]) – sehr bewusst. “Der richtige Weg zur Ganzheit aber besteht – leider – aus schicksalsmäßigen Um- und Irrwegen. Es ist eine „longissima via“, nicht eine gerade, sondern eine gegensatzverbindende Schlangenlinie, an den Wege weisenden Caduceus erinnernd, ein Pfad, dessen labyrinthische Verschlungenheit des Schreckens nicht entbehrt. Auf diesem Wege kommen jene Erfahrungen zustande, die man als „schwer zugänglich“ zu bezeichnen beliebt. Ihre Unzugänglichkeit beruht darauf, dass sie kostspielig sind: sie fordern das, was man am meisten fürchtet, nämlich die Ganzheit, die man zwar beständig im Munde führt, und mit der sich endlos theoretisieren lässt, die man aber in der Wirklichkeit des Lebens im größten Bogen umgeht.“ (Jung, GW 12, § 6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung betont immer wieder, dass eine ganzheitliche Sichtweise auf das Leben kein Anlass für Selbsttäuschungen darstelle, aber notwendig sei: „Wer also eine Antwort haben will auf das heute gestellte Problem des Bösen, der bedarf in erster Linie einer gründlichen Selbsterkenntnis, d. h. einer bestmöglichen Erkenntnis seiner Ganzheit. Er muss ohne Schonung wissen, wie viel des Guten er vermag und welcher Schandtaten er fähig ist, und er muss sich hüten, das eine für wirklich und das andere für Illusion zu halten. Es ist beides wahr als Möglichkeit, und er wird weder dem einen noch dem anderen ganz entgehen, wenn er – wie er es eigentlich von Hause aus müsste – ohne Selbstbelügung oder Selbsttäuschung leben will.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 333) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Ziel der Individuation konfrontiert mit dem Ganzen der Persönlichkeit. Sie verlangt die Entwicklung von Ambiguitätstoleranz , das Aushalten von Spannungen, die Fähigkeit, Schattenaspekte, unbewussten Konflikte zu akzeptieren. Das Beleuchten unserer bewusst-unbewussten Ganzheit ermöglicht, unser Verhalten und Erleben, unsere Gedanken, Emotionen, Fantasien, unsere bewussten und unbewussten Motive klarer, offener zu erkennen und als menschlich anzunehmen, in gewissem Sinne realistischer zu werden und gerade daraus innere Stabilität zu entwickeln. Im nächsten Schritt fördert es uns darin, die &amp;quot;ganze Persönlichkeit&amp;quot; unserer Mitmenschen toleranter zu sehen und uns mit ihnen ehrlicher, aufgeschlossener und vertiefter auszutauschen. Projektionen können durch diese mentalisierende Schau abnehmen, Verstehen, Kohärenz und Flexibilität werden im sozialen Agieren eher möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Basis des Verstehens sozialer, wirtschaftlicher, ökologischer und politischer Entwicklungen kann in eben diesem Sinne kollektive Vorgänge erhellen. Sowohl C. G. Jung wie auch E. Neumann haben sich mit diesem Ansatz um Aufarbeitung der unvorstellbaren Schrecken der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bemüht. Ihre Ansätze können auch aktuell für die Untersuchung kollektiver Dynamiken genutzt werden. In der Konfliktforschung kann etwa die Gefahr einer kollektiven Regression auf die undifferenzierte unbewusste Psyche und die Sündenbockpsychologie       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der &#039;&#039;&#039;Ökologie&#039;&#039;&#039;: psychische Wurzeln ökologischer Entfremdung und Wege zur Versöhnung mit der Natur.&lt;br /&gt;
* In der &#039;&#039;&#039;Konfliktforschung&#039;&#039;&#039;: tieferes Verständnis für kollektive Regression, Projektion und die ethische Notwendigkeit individueller Bewusstheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende seines Lebens sieht er die sinn- und zielstiftende Funktion der Ganzheitsvorstellung: „Dem Bedürfnis der mythischen Aussage ist Genüge getan, wenn wir eine Anschauung haben, welche den Sinn menschlicher Existenz im Weltganzen hinlänglich erklärt, eine Anschauung, welche der seelischen Ganzheit, nämlich der Kooperation von Bewusstsein und Unbewusstem, entspringt. Sinnlosigkeit verhindert die Fülle des Lebens und bedeutet darum Krankheit. Sinn macht vieles, vielleicht alles ertragbar.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 343)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jung, C. G., Jaffé, A. (1962): Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung; Lesmeister, R. (1992): Der zerrissene Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1966</id>
		<title>Ganzheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1966"/>
		<updated>2025-08-24T11:52:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Ganzheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Sinn]] &amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Holon]] &amp;gt; [[Mandala]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Unus mundus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Unter Ganzheit wird allgemein Vollständigkeit, Vollkommenheit, Geschlossenheit, Unversehrtheit, Eigengesetzlichkeit einer Sache verstanden; in der Philosophie wird manchmal auch von Totalität gesprochen. Aristoteles formuliert, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Im Ganzen sind zwar Teile erkennbar, in ihnen wirkt aber nicht nur die Eigenart eines Teils, sondern immer auch die des Ganzen. In der abendländischen Philosophie, in vielen östlichen Traditionen und in der westlichen &amp;gt; [[Mystik]] und &amp;gt; [[Hermetik]] sind Ganzheitsvorstellungen und -modelle über den Menschen und das menschliche Leben, über Natur, Geist, Kosmos und Gott weit verbreitet. Im 20. Jahrhundert entwickeln sich verstärkt ganzheitliche Ansätze in der Psychologie und Psychotherapie, z. B. in der Ganzheitspsychologie und der Gestaltpsychologie (&amp;gt; [[Gesprächspsychotherapie]] &amp;gt; [[Gestalttherapie]] &amp;gt; [[Humanistische Psychologie]] &amp;gt; [[Integrale Psychologie]], &amp;gt; [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] &amp;gt; [[Transpersonale Psychologie]]), in den Sozial- und den Naturwissenschaften, insbesondere in Biologie, Medizin und Physik. Eine Ganzheitssicht auf die menschliche Existenz ist zur Zeit C. G. Jungs eine sich andeutende Gegenbewegung auf eine einseitig rationalistische, analysierende, reduzierende, entmystifizierende, naturalistisch-ernüchternde aufklärerische und positivistische Wissenschaftlichkeit (&amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Positivismus]] &amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]]). Die seit der Romantik wieder auftauchenden und sich durchsetzenden Ganzheitsfantasien und -sehnsüchte der Menschen bedeuten das Ende der Herrschaft der Vernunft und des Glaubens, das Böse (&amp;gt; [[Böses]]) könne durch vernünftiges Verhalten und Aufklärung in Zaum gehalten werden. Gerade für diesen im 20. Jahrhundert so leidvoll und katastrophal erlebten Gegensatz von Vernunft und Emotion, von Gut und Böse und von Sinn und Sinnlosigkeit sucht Jung eine ganzheitliche statt einer dualistischen Auffassung (&amp;gt; [[Dualismus]] &amp;gt; [[Monismus]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Vorstellung der Ganzheit bestimmt das Bild Jungs vom Menschen und der menschlichen Existenz. Sie ist untrennbar mit seinen Vorstellungen der &amp;gt; [[Individuation]] und des &amp;gt; [[Selbst]] als Ursprung und Ziel der menschlichen Entwicklung, der Coniunctio (&amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]]) oder des &amp;gt; [[Unus mundus]] (&amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Holon]]) verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Selbst- und Ganzheitskonzept Jungs wird häufig kritisiert, weil es scheinbar undifferenziert, unwissenschaftlich, unkritisch und unmoralisch sei, allem einen Sinn zu geben vermöge – auch dem Unsinn und dem absolut Schlechten. Es werde mit Paradoxität (&amp;gt; [[Paradoxon/Paradoxie/Paradoxität]]) und &amp;gt; [[Chaos]] gespielt, klare Standpunkt würden aufgegeben. Risiken wie die Überwältigung durch unbewusste Inhalte und Größenfantasien des Ichs bis zur psychischen Inflation, moralische und ethische Gleichgültigkeit, Rationalisierung destruktiver Verhaltensweisen und Realitätsverlust könnten quasi als Sammelbecken für Außenseiter, Esoteriker jeder Couleur, magisch-abergläubische und reaktionäre Positionen und Sichtweisen, für psychisch labile Menschen, für alle solche, die vor der Realität flüchten und für narzisstisch Gestörte und für Inflationierte (&amp;gt; [[Mana-Persönlichkeit]] &amp;gt; [[Inflation]]) dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Gefahr, der die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] möglicherweise Vorschub leistet, liegt in der Vorstellung, Ganzheit sei als Ziel des Individuationsprozesses (&amp;gt; [[Individuationsprozess]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Individuation]]) zwar nicht total, aber doch annähernd zu erreichen. Kritiker der Analytischen Psychologie weisen auf die Gefahr der Undifferenziertheit und daraus folgend der &amp;gt; [[Idealisierung]] und möglichen &amp;gt; [[Inflation]] durch die Ganzheitsvorstellungen der Analytischen Psychologie hin, ebenso darauf, dass Jung vermutlich Zeiten der Inflation erlebt hat. R. Lesmeister (1992) betont, dass das Ideal der Ganzheit, ebenso wie jede andere archetypische Vorstellung auch, einen &amp;gt; [[Schatten]] werfe. Der Schatten der Ganzheit sei die Destruktion. Das Ideal der Ganzheit verführe zur narzisstischen Vorstellung von Allmacht und Unverwundbarkeit, fördere eine psychische „Superstruktur“ und sei deshalb auch als solches nicht heilend, sondern destruktiv. Solange das Böse und Sinnlose als in der Ganzheit enthalten gesehen werde, könne es nicht wirklich in seiner ganzen dunklen und beunruhigenden Dimension als destruktiv anerkannt werden, denn es würde dann letztlich nur den zentrierenden und heilenden Kräften der Psyche zugesprochen werden. Er plädiert deshalb dafür, den Begriff Ganzheit als Bezeichnung für eine ideale Strukturform der Persönlichkeit, wie er im Individuationsprozess fälschlicherweise gesehen werden könnte, aufzugeben. Ganzheit solle als eine archetypische Vorstellung behandelt werden, mit der man sich nicht identifizieren dürfe, sondern gegen die man sich abgrenzen solle, wie Jung es ja für die anderen archetypischen Vorstellungen auch fordert. Man könne natürlich trotzdem noch von ganzheitlicher Erfahrung, die aber zeitlich sehr begrenzt sei, sprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung ist sich der Schwierigkeit und Problematik der Ganzheitsannahme – gerade auch wegen der Schattenproblematik und der damit verbundenen ethischen Komplikation (&amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Ethik, neue]] &amp;gt; [[Schatten]]) – sehr bewusst. “Der richtige Weg zur Ganzheit aber besteht – leider – aus schicksalsmäßigen Um- und Irrwegen. Es ist eine „longissima via“, nicht eine gerade, sondern eine gegensatzverbindende Schlangenlinie, an den Wege weisenden Caduceus erinnernd, ein Pfad, dessen labyrinthische Verschlungenheit des Schreckens nicht entbehrt. Auf diesem Wege kommen jene Erfahrungen zustande, die man als „schwer zugänglich“ zu bezeichnen beliebt. Ihre Unzugänglichkeit beruht darauf, dass sie kostspielig sind: sie fordern das, was man am meisten fürchtet, nämlich die Ganzheit, die man zwar beständig im Munde führt, und mit der sich endlos theoretisieren lässt, die man aber in der Wirklichkeit des Lebens im größten Bogen umgeht.“ (Jung, GW 12, § 6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung betont immer wieder, dass eine ganzheitliche Sichtweise auf das Leben kein Anlass für Selbsttäuschungen darstelle, aber notwendig sei: „Wer also eine Antwort haben will auf das heute gestellte Problem des Bösen, der bedarf in erster Linie einer gründlichen Selbsterkenntnis, d. h. einer bestmöglichen Erkenntnis seiner Ganzheit. Er muss ohne Schonung wissen, wie viel des Guten er vermag und welcher Schandtaten er fähig ist, und er muss sich hüten, das eine für wirklich und das andere für Illusion zu halten. Es ist beides wahr als Möglichkeit, und er wird weder dem einen noch dem anderen ganz entgehen, wenn er – wie er es eigentlich von Hause aus müsste – ohne Selbstbelügung oder Selbsttäuschung leben will.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 333) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Ziel der Individuation konfrontiert mit dem Ganzen der Persönlichkeit. Sie verlangt die Entwicklung von Ambiguitätstoleranz , das Aushalten von Spannungen, die Fähigkeit, Schattenaspekte, unbewussten Konflikte zu akzeptieren. Das Beleuchten unserer bewusst-unbewussten Ganzheit ermöglicht, unser Verhalten und Erleben, unsere Gedanken, Emotionen, Fantasien, unsere bewussten und unbewussten Motive klarer, offener zu erkennen und als menschlich anzunehmen, in gewissem Sinne realistischer zu werden und gerade daraus innere Stabilität zu entwickeln. Im nächsten Schritt fördert es uns darin, die &amp;quot;ganze Persönlichkeit&amp;quot; unserer Mitmenschen toleranter zu sehen und uns mit ihnen ehrlicher, aufgeschlossener und vertiefter auszutauschen. Projektionen können durch diese mentalisierende Schau abnehmen, Verstehen, Kohärenz und Flexibilität werden im sozialen Agieren eher möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Basis des Verstehens sozialer, wirtschaftlicher, ökologischer und politischer Entwicklungen kann in eben diesem Sinne kollektive Vorgänge erhellen. Sowohl C. G. Jung wie auch E. Neumann haben sich um Aufarbeitung der Schrecken der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bemüht      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende seines Lebens sieht er die sinn- und zielstiftende Funktion der Ganzheitsvorstellung: „Dem Bedürfnis der mythischen Aussage ist Genüge getan, wenn wir eine Anschauung haben, welche den Sinn menschlicher Existenz im Weltganzen hinlänglich erklärt, eine Anschauung, welche der seelischen Ganzheit, nämlich der Kooperation von Bewusstsein und Unbewusstem, entspringt. Sinnlosigkeit verhindert die Fülle des Lebens und bedeutet darum Krankheit. Sinn macht vieles, vielleicht alles ertragbar.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 343)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jung, C. G., Jaffé, A. (1962): Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung; Lesmeister, R. (1992): Der zerrissene Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1965</id>
		<title>Ganzheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1965"/>
		<updated>2025-08-24T11:49:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Ganzheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Sinn]] &amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Holon]] &amp;gt; [[Mandala]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Unus mundus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Unter Ganzheit wird allgemein Vollständigkeit, Vollkommenheit, Geschlossenheit, Unversehrtheit, Eigengesetzlichkeit einer Sache verstanden; in der Philosophie wird manchmal auch von Totalität gesprochen. Aristoteles formuliert, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Im Ganzen sind zwar Teile erkennbar, in ihnen wirkt aber nicht nur die Eigenart eines Teils, sondern immer auch die des Ganzen. In der abendländischen Philosophie, in vielen östlichen Traditionen und in der westlichen &amp;gt; [[Mystik]] und &amp;gt; [[Hermetik]] sind Ganzheitsvorstellungen und -modelle über den Menschen und das menschliche Leben, über Natur, Geist, Kosmos und Gott weit verbreitet. Im 20. Jahrhundert entwickeln sich verstärkt ganzheitliche Ansätze in der Psychologie und Psychotherapie, z. B. in der Ganzheitspsychologie und der Gestaltpsychologie (&amp;gt; [[Gesprächspsychotherapie]] &amp;gt; [[Gestalttherapie]] &amp;gt; [[Humanistische Psychologie]] &amp;gt; [[Integrale Psychologie]], &amp;gt; [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] &amp;gt; [[Transpersonale Psychologie]]), in den Sozial- und den Naturwissenschaften, insbesondere in Biologie, Medizin und Physik. Eine Ganzheitssicht auf die menschliche Existenz ist zur Zeit C. G. Jungs eine sich andeutende Gegenbewegung auf eine einseitig rationalistische, analysierende, reduzierende, entmystifizierende, naturalistisch-ernüchternde aufklärerische und positivistische Wissenschaftlichkeit (&amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Positivismus]] &amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]]). Die seit der Romantik wieder auftauchenden und sich durchsetzenden Ganzheitsfantasien und -sehnsüchte der Menschen bedeuten das Ende der Herrschaft der Vernunft und des Glaubens, das Böse (&amp;gt; [[Böses]]) könne durch vernünftiges Verhalten und Aufklärung in Zaum gehalten werden. Gerade für diesen im 20. Jahrhundert so leidvoll und katastrophal erlebten Gegensatz von Vernunft und Emotion, von Gut und Böse und von Sinn und Sinnlosigkeit sucht Jung eine ganzheitliche statt einer dualistischen Auffassung (&amp;gt; [[Dualismus]] &amp;gt; [[Monismus]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Vorstellung der Ganzheit bestimmt das Bild Jungs vom Menschen und der menschlichen Existenz. Sie ist untrennbar mit seinen Vorstellungen der &amp;gt; [[Individuation]] und des &amp;gt; [[Selbst]] als Ursprung und Ziel der menschlichen Entwicklung, der Coniunctio (&amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]]) oder des &amp;gt; [[Unus mundus]] (&amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Holon]]) verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Selbst- und Ganzheitskonzept Jungs wird häufig kritisiert, weil es scheinbar undifferenziert, unwissenschaftlich, unkritisch und unmoralisch sei, allem einen Sinn zu geben vermöge – auch dem Unsinn und dem absolut Schlechten. Es werde mit Paradoxität (&amp;gt; [[Paradoxon/Paradoxie/Paradoxität]]) und &amp;gt; [[Chaos]] gespielt, klare Standpunkt würden aufgegeben. Risiken wie die Überwältigung durch unbewusste Inhalte und Größenfantasien des Ichs bis zur psychischen Inflation, moralische und ethische Gleichgültigkeit, Rationalisierung destruktiver Verhaltensweisen und Realitätsverlust könnten quasi als Sammelbecken für Außenseiter, Esoteriker jeder Couleur, magisch-abergläubische und reaktionäre Positionen und Sichtweisen, für psychisch labile Menschen, für alle solche, die vor der Realität flüchten und für narzisstisch Gestörte und für Inflationierte (&amp;gt; [[Mana-Persönlichkeit]] &amp;gt; [[Inflation]]) dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Gefahr, der die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] möglicherweise Vorschub leistet, liegt in der Vorstellung, Ganzheit sei als Ziel des Individuationsprozesses (&amp;gt; [[Individuationsprozess]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Individuation]]) zwar nicht total, aber doch annähernd zu erreichen. Kritiker der Analytischen Psychologie weisen auf die Gefahr der Undifferenziertheit und daraus folgend der &amp;gt; [[Idealisierung]] und möglichen &amp;gt; [[Inflation]] durch die Ganzheitsvorstellungen der Analytischen Psychologie hin, ebenso darauf, dass Jung vermutlich Zeiten der Inflation erlebt hat. R. Lesmeister (1992) betont, dass das Ideal der Ganzheit, ebenso wie jede andere archetypische Vorstellung auch, einen &amp;gt; [[Schatten]] werfe. Der Schatten der Ganzheit sei die Destruktion. Das Ideal der Ganzheit verführe zur narzisstischen Vorstellung von Allmacht und Unverwundbarkeit, fördere eine psychische „Superstruktur“ und sei deshalb auch als solches nicht heilend, sondern destruktiv. Solange das Böse und Sinnlose als in der Ganzheit enthalten gesehen werde, könne es nicht wirklich in seiner ganzen dunklen und beunruhigenden Dimension als destruktiv anerkannt werden, denn es würde dann letztlich nur den zentrierenden und heilenden Kräften der Psyche zugesprochen werden. Er plädiert deshalb dafür, den Begriff Ganzheit als Bezeichnung für eine ideale Strukturform der Persönlichkeit, wie er im Individuationsprozess fälschlicherweise gesehen werden könnte, aufzugeben. Ganzheit solle als eine archetypische Vorstellung behandelt werden, mit der man sich nicht identifizieren dürfe, sondern gegen die man sich abgrenzen solle, wie Jung es ja für die anderen archetypischen Vorstellungen auch fordert. Man könne natürlich trotzdem noch von ganzheitlicher Erfahrung, die aber zeitlich sehr begrenzt sei, sprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung ist sich der Schwierigkeit und Problematik der Ganzheitsannahme – gerade auch wegen der Schattenproblematik und der damit verbundenen ethischen Komplikation (&amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Ethik, neue]] &amp;gt; [[Schatten]]) – sehr bewusst. “Der richtige Weg zur Ganzheit aber besteht – leider – aus schicksalsmäßigen Um- und Irrwegen. Es ist eine „longissima via“, nicht eine gerade, sondern eine gegensatzverbindende Schlangenlinie, an den Wege weisenden Caduceus erinnernd, ein Pfad, dessen labyrinthische Verschlungenheit des Schreckens nicht entbehrt. Auf diesem Wege kommen jene Erfahrungen zustande, die man als „schwer zugänglich“ zu bezeichnen beliebt. Ihre Unzugänglichkeit beruht darauf, dass sie kostspielig sind: sie fordern das, was man am meisten fürchtet, nämlich die Ganzheit, die man zwar beständig im Munde führt, und mit der sich endlos theoretisieren lässt, die man aber in der Wirklichkeit des Lebens im größten Bogen umgeht.“ (Jung, GW 12, § 6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung betont immer wieder, dass eine ganzheitliche Sichtweise auf das Leben kein Anlass für Selbsttäuschungen darstelle, aber notwendig sei: „Wer also eine Antwort haben will auf das heute gestellte Problem des Bösen, der bedarf in erster Linie einer gründlichen Selbsterkenntnis, d. h. einer bestmöglichen Erkenntnis seiner Ganzheit. Er muss ohne Schonung wissen, wie viel des Guten er vermag und welcher Schandtaten er fähig ist, und er muss sich hüten, das eine für wirklich und das andere für Illusion zu halten. Es ist beides wahr als Möglichkeit, und er wird weder dem einen noch dem anderen ganz entgehen, wenn er – wie er es eigentlich von Hause aus müsste – ohne Selbstbelügung oder Selbsttäuschung leben will.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 333) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Ziel der Individuation konfrontiert mit dem Ganzen der Persönlichkeit. Sie verlangt die Entwicklung von Ambiguitätstoleranz , das Aushalten von Spannungen, die Fähigkeit, Schattenaspekte, unbewussten Konflikte zu akzeptieren. Das Beleuchten unserer bewusst-unbewussten Ganzheit ermöglicht, unser Verhalten und Erleben, unsere Gedanken, Emotionen, Fantasien, unsere bewussten und unbewussten Motive klarer, offener zu erkennen und als menschlich anzunehmen, in gewissem Sinne realistischer zu werden und gerade daraus innere Stabilität zu entwickeln. Im nächsten Schritt fördert es uns darin, die &amp;quot;ganze Persönlichkeit&amp;quot; unserer Mitmenschen toleranter zu sehen und uns mit ihnen ehrlicher, aufgeschlossener und vertiefter auszutauschen. Projektionen können durch diese mentalisierende Schau abnehmen, Verstehen, Kohärenz und Flexibilität werden im sozialen Agieren eher möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Basis des Verstehens sozialer, wirtschaftlicher, ökologischer und politischer Entwicklungen kann in eben diesem Sinne kollektive Vorgänge    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende seines Lebens sieht er die sinn- und zielstiftende Funktion der Ganzheitsvorstellung: „Dem Bedürfnis der mythischen Aussage ist Genüge getan, wenn wir eine Anschauung haben, welche den Sinn menschlicher Existenz im Weltganzen hinlänglich erklärt, eine Anschauung, welche der seelischen Ganzheit, nämlich der Kooperation von Bewusstsein und Unbewusstem, entspringt. Sinnlosigkeit verhindert die Fülle des Lebens und bedeutet darum Krankheit. Sinn macht vieles, vielleicht alles ertragbar.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 343)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jung, C. G., Jaffé, A. (1962): Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung; Lesmeister, R. (1992): Der zerrissene Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1964</id>
		<title>Ganzheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1964"/>
		<updated>2025-08-24T11:37:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Ganzheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Sinn]] &amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Holon]] &amp;gt; [[Mandala]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Unus mundus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Unter Ganzheit wird allgemein Vollständigkeit, Vollkommenheit, Geschlossenheit, Unversehrtheit, Eigengesetzlichkeit einer Sache verstanden; in der Philosophie wird manchmal auch von Totalität gesprochen. Aristoteles formuliert, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Im Ganzen sind zwar Teile erkennbar, in ihnen wirkt aber nicht nur die Eigenart eines Teils, sondern immer auch die des Ganzen. In der abendländischen Philosophie, in vielen östlichen Traditionen und in der westlichen &amp;gt; [[Mystik]] und &amp;gt; [[Hermetik]] sind Ganzheitsvorstellungen und -modelle über den Menschen und das menschliche Leben, über Natur, Geist, Kosmos und Gott weit verbreitet. Im 20. Jahrhundert entwickeln sich verstärkt ganzheitliche Ansätze in der Psychologie und Psychotherapie, z. B. in der Ganzheitspsychologie und der Gestaltpsychologie (&amp;gt; [[Gesprächspsychotherapie]] &amp;gt; [[Gestalttherapie]] &amp;gt; [[Humanistische Psychologie]] &amp;gt; [[Integrale Psychologie]], &amp;gt; [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] &amp;gt; [[Transpersonale Psychologie]]), in den Sozial- und den Naturwissenschaften, insbesondere in Biologie, Medizin und Physik. Eine Ganzheitssicht auf die menschliche Existenz ist zur Zeit C. G. Jungs eine sich andeutende Gegenbewegung auf eine einseitig rationalistische, analysierende, reduzierende, entmystifizierende, naturalistisch-ernüchternde aufklärerische und positivistische Wissenschaftlichkeit (&amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Positivismus]] &amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]]). Die seit der Romantik wieder auftauchenden und sich durchsetzenden Ganzheitsfantasien und -sehnsüchte der Menschen bedeuten das Ende der Herrschaft der Vernunft und des Glaubens, das Böse (&amp;gt; [[Böses]]) könne durch vernünftiges Verhalten und Aufklärung in Zaum gehalten werden. Gerade für diesen im 20. Jahrhundert so leidvoll und katastrophal erlebten Gegensatz von Vernunft und Emotion, von Gut und Böse und von Sinn und Sinnlosigkeit sucht Jung eine ganzheitliche statt einer dualistischen Auffassung (&amp;gt; [[Dualismus]] &amp;gt; [[Monismus]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Vorstellung der Ganzheit bestimmt das Bild Jungs vom Menschen und der menschlichen Existenz. Sie ist untrennbar mit seinen Vorstellungen der &amp;gt; [[Individuation]] und des &amp;gt; [[Selbst]] als Ursprung und Ziel der menschlichen Entwicklung, der Coniunctio (&amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]]) oder des &amp;gt; [[Unus mundus]] (&amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Holon]]) verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Selbst- und Ganzheitskonzept Jungs wird häufig kritisiert, weil es scheinbar undifferenziert, unwissenschaftlich, unkritisch und unmoralisch sei, allem einen Sinn zu geben vermöge – auch dem Unsinn und dem absolut Schlechten. Es werde mit Paradoxität (&amp;gt; [[Paradoxon/Paradoxie/Paradoxität]]) und &amp;gt; [[Chaos]] gespielt, klare Standpunkt würden aufgegeben. Risiken wie die Überwältigung durch unbewusste Inhalte und Größenfantasien des Ichs bis zur psychischen Inflation, moralische und ethische Gleichgültigkeit, Rationalisierung destruktiver Verhaltensweisen und Realitätsverlust könnten quasi als Sammelbecken für Außenseiter, Esoteriker jeder Couleur, magisch-abergläubische und reaktionäre Positionen und Sichtweisen, für psychisch labile Menschen, für alle solche, die vor der Realität flüchten und für narzisstisch Gestörte und für Inflationierte (&amp;gt; [[Mana-Persönlichkeit]] &amp;gt; [[Inflation]]) dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Gefahr, der die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] möglicherweise Vorschub leistet, liegt in der Vorstellung, Ganzheit sei als Ziel des Individuationsprozesses (&amp;gt; [[Individuationsprozess]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Individuation]]) zwar nicht total, aber doch annähernd zu erreichen. Kritiker der Analytischen Psychologie weisen auf die Gefahr der Undifferenziertheit und daraus folgend der &amp;gt; [[Idealisierung]] und möglichen &amp;gt; [[Inflation]] durch die Ganzheitsvorstellungen der Analytischen Psychologie hin, ebenso darauf, dass Jung vermutlich Zeiten der Inflation erlebt hat. R. Lesmeister (1992) betont, dass das Ideal der Ganzheit, ebenso wie jede andere archetypische Vorstellung auch, einen &amp;gt; [[Schatten]] werfe. Der Schatten der Ganzheit sei die Destruktion. Das Ideal der Ganzheit verführe zur narzisstischen Vorstellung von Allmacht und Unverwundbarkeit, fördere eine psychische „Superstruktur“ und sei deshalb auch als solches nicht heilend, sondern destruktiv. Solange das Böse und Sinnlose als in der Ganzheit enthalten gesehen werde, könne es nicht wirklich in seiner ganzen dunklen und beunruhigenden Dimension als destruktiv anerkannt werden, denn es würde dann letztlich nur den zentrierenden und heilenden Kräften der Psyche zugesprochen werden. Er plädiert deshalb dafür, den Begriff Ganzheit als Bezeichnung für eine ideale Strukturform der Persönlichkeit, wie er im Individuationsprozess fälschlicherweise gesehen werden könnte, aufzugeben. Ganzheit solle als eine archetypische Vorstellung behandelt werden, mit der man sich nicht identifizieren dürfe, sondern gegen die man sich abgrenzen solle, wie Jung es ja für die anderen archetypischen Vorstellungen auch fordert. Man könne natürlich trotzdem noch von ganzheitlicher Erfahrung, die aber zeitlich sehr begrenzt sei, sprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung ist sich der Schwierigkeit und Problematik der Ganzheitsannahme – gerade auch wegen der Schattenproblematik und der damit verbundenen ethischen Komplikation (&amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Ethik, neue]] &amp;gt; [[Schatten]]) durchaus bewusst. “Der richtige Weg zur Ganzheit aber besteht – leider – aus schicksalsmäßigen Um- und Irrwegen. Es ist eine „longissima via“, nicht eine gerade, sondern eine gegensatzverbindende Schlangenlinie, an den Wege weisenden Caduceus erinnernd, ein Pfad, dessen labyrinthische Verschlungenheit des Schreckens nicht entbehrt. Auf diesem Wege kommen jene Erfahrungen zustande, die man als „schwer zugänglich“ zu bezeichnen beliebt. Ihre Unzugänglichkeit beruht darauf, dass sie kostspielig sind: sie fordern das, was man am meisten fürchtet, nämlich die Ganzheit, die man zwar beständig im Munde führt, und mit der sich endlos theoretisieren lässt, die man aber in der Wirklichkeit des Lebens im größten Bogen umgeht.“ (Jung, GW 12, § 6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung betont immer wieder, dass eine ganzheitliche Sichtweise auf das Leben kein Anlass für Selbsttäuschungen darstelle: „Wer also eine Antwort haben will auf das heute gestellte Problem des Bösen, der bedarf in erster Linie einer gründlichen Selbsterkenntnis, d. h. einer bestmöglichen Erkenntnis seiner Ganzheit. Er muss ohne Schonung wissen, wie viel des Guten er vermag und welcher Schandtaten er fähig ist, und er muss sich hüten, das eine für wirklich und das andere für Illusion zu halten. Es ist beides wahr als Möglichkeit, und er wird weder dem einen noch dem anderen ganz entgehen, wenn er – wie er es eigentlich von Hause aus müsste – ohne Selbstbelügung oder Selbsttäuschung leben will.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 333) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber er sieht auch bis zum Ende seines Lebens die sinn- und zielstiftende Funktion der Ganzheitsvorstellung: „Dem Bedürfnis der mythischen Aussage ist Genüge getan, wenn wir eine Anschauung haben, welche den Sinn menschlicher Existenz im Weltganzen hinlänglich erklärt, eine Anschauung, welche der seelischen Ganzheit, nämlich der Kooperation von Bewusstsein und Unbewusstem, entspringt. Sinnlosigkeit verhindert die Fülle des Lebens und bedeutet darum Krankheit. Sinn macht vieles, vielleicht alles ertragbar.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 343) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Ziel der Individuation verlangt die Entwicklung von Ambiguitätstoleranz , das Aushalten von Spannungen, es resultiert daraus die Fähigkeit, Schattenaspekte, unbewussten Konflikte zu akzeptieren und mehr Akzeptanz der eigenen Persönlichkeit sowie innere Stabilität zu entwickeln. Das Beleuchten unserer bewusst-unbewussten Ganzheit ermöglicht, unseres Verhalten und Erleben, unsere Gedanken, Emotionen, Fantasien, unsere bewussten und unbewussten Motive klarer, offener zu erkennen und als menschlich anzunehmen. Im nächsten Schritt fördert es unsere Fähigkeit, die &amp;quot;ganze Persönlichkeit&amp;quot; unserer Mitmenschen toleranter zu sehen und uns mit ihnen ehrlicher und aufgeschlossener und vertiefter auszutauschen. Projektionen können durch diese auch Mentalisierung genannte Möglichkeit der Introspektion abnehmen; Verstehen, Kohärenz und Flexibilität werden im sozialen Agieren eher möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Basis des Verstehens sozialer, wirtschaftlicher, ökologischer und politischer Entwicklungen könnte ebenso   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jung, C. G., Jaffé, A. (1962): Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung; Lesmeister, R. (1992): Der zerrissene Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1963</id>
		<title>Ganzheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1963"/>
		<updated>2025-08-24T11:35:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Ganzheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Sinn]] &amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Holon]] &amp;gt; [[Mandala]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Unus mundus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Unter Ganzheit wird allgemein Vollständigkeit, Vollkommenheit, Geschlossenheit, Unversehrtheit, Eigengesetzlichkeit einer Sache verstanden; in der Philosophie wird manchmal auch von Totalität gesprochen. Aristoteles formuliert, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Im Ganzen sind zwar Teile erkennbar, in ihnen wirkt aber nicht nur die Eigenart eines Teils, sondern immer auch die des Ganzen. In der abendländischen Philosophie, in vielen östlichen Traditionen und in der westlichen &amp;gt; [[Mystik]] und &amp;gt; [[Hermetik]] sind Ganzheitsvorstellungen und -modelle über den Menschen und das menschliche Leben, über Natur, Geist, Kosmos und Gott weit verbreitet. Im 20. Jahrhundert entwickeln sich verstärkt ganzheitliche Ansätze in der Psychologie und Psychotherapie, z. B. in der Ganzheitspsychologie und der Gestaltpsychologie (&amp;gt; [[Gesprächspsychotherapie]] &amp;gt; [[Gestalttherapie]] &amp;gt; [[Humanistische Psychologie]] &amp;gt; [[Integrale Psychologie]], &amp;gt; [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] &amp;gt; [[Transpersonale Psychologie]]), in den Sozial- und den Naturwissenschaften, insbesondere in Biologie, Medizin und Physik. Eine Ganzheitssicht auf die menschliche Existenz ist zur Zeit C. G. Jungs eine sich andeutende Gegenbewegung auf eine einseitig rationalistische, analysierende, reduzierende, entmystifizierende, naturalistisch-ernüchternde aufklärerische und positivistische Wissenschaftlichkeit (&amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Positivismus]] &amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]]). Die seit der Romantik wieder auftauchenden und sich durchsetzenden Ganzheitsfantasien und -sehnsüchte der Menschen bedeuten das Ende der Herrschaft der Vernunft und des Glaubens, das Böse (&amp;gt; [[Böses]]) könne durch vernünftiges Verhalten und Aufklärung in Zaum gehalten werden. Gerade für diesen im 20. Jahrhundert so leidvoll und katastrophal erlebten Gegensatz von Vernunft und Emotion, von Gut und Böse und von Sinn und Sinnlosigkeit sucht Jung eine ganzheitliche statt einer dualistischen Auffassung (&amp;gt; [[Dualismus]] &amp;gt; [[Monismus]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Vorstellung der Ganzheit bestimmt das Bild Jungs vom Menschen und der menschlichen Existenz. Sie ist untrennbar mit seinen Vorstellungen der &amp;gt; [[Individuation]] und des &amp;gt; [[Selbst]] als Ursprung und Ziel der menschlichen Entwicklung, der Coniunctio (&amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]]) oder des &amp;gt; [[Unus mundus]] (&amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Holon]]) verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Selbst- und Ganzheitskonzept Jungs wird häufig kritisiert, weil es scheinbar undifferenziert, unwissenschaftlich, unkritisch und unmoralisch sei, allem einen Sinn zu geben vermöge – auch dem Unsinn und dem absolut Schlechten. Es werde mit Paradoxität (&amp;gt; [[Paradoxon/Paradoxie/Paradoxität]]) und &amp;gt; [[Chaos]] gespielt, klare Standpunkt würden aufgegeben. Risiken wie die Überwältigung durch unbewusste Inhalte und Größenfantasien des Ichs bis zur psychischen Inflation, moralische und ethische Gleichgültigkeit, Rationalisierung destruktiver Verhaltensweisen und Realitätsverlust könnten quasi als Sammelbecken für Außenseiter, Esoteriker jeder Couleur, magisch-abergläubische und reaktionäre Positionen und Sichtweisen, für psychisch labile Menschen, für alle solche, die vor der Realität flüchten und für narzisstisch Gestörte und für Inflationierte (&amp;gt; [[Mana-Persönlichkeit]] &amp;gt; [[Inflation]]) dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Gefahr, der die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] möglicherweise Vorschub leistet, liegt in der Vorstellung, Ganzheit sei als Ziel des Individuationsprozesses (&amp;gt; [[Individuationsprozess]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Individuation]]) zwar nicht total, aber doch annähernd zu erreichen. Kritiker der Analytischen Psychologie weisen auf die Gefahr der Undifferenziertheit und daraus folgend der &amp;gt; [[Idealisierung]] und möglichen &amp;gt; [[Inflation]] durch die Ganzheitsvorstellungen der Analytischen Psychologie hin, ebenso darauf, dass Jung vermutlich Zeiten der Inflation erlebt hat. R. Lesmeister (1992) betont, dass das Ideal der Ganzheit, ebenso wie jede andere archetypische Vorstellung auch, einen &amp;gt; [[Schatten]] werfe. Der Schatten der Ganzheit sei die Destruktion. Das Ideal der Ganzheit verführe zur narzisstischen Vorstellung von Allmacht und Unverwundbarkeit, fördere eine psychische „Superstruktur“ und sei deshalb auch als solches nicht heilend, sondern destruktiv. Solange das Böse und Sinnlose als in der Ganzheit enthalten gesehen werde, könne es nicht wirklich in seiner ganzen dunklen und beunruhigenden Dimension als destruktiv anerkannt werden, denn es würde dann letztlich nur den zentrierenden und heilenden Kräften der Psyche und der Wirklichkeit zugesprochen werden. Er plädiert deshalb dafür, den Begriff Ganzheit als Bezeichnung für eine ideale Strukturform der Persönlichkeit, wie er im Individuationsprozess fälschlicherweise gesehen werden könnte, aufzugeben. Ganzheit solle als eine archetypische Vorstellung behandelt werden, mit der man sich nicht identifizieren dürfe, sondern gegen die man sich abgrenzen solle, wie Jung es ja für die anderen archetypischen Vorstellungen auch fordert. Man könne natürlich trotzdem noch von ganzheitlicher Erfahrung, die aber zeitlich sehr begrenzt sei, sprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung ist sich der Schwierigkeit und Problematik der Ganzheitsannahme – gerade auch wegen der Schattenproblematik und der damit verbundenen ethischen Komplikation (&amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Ethik, neue]] &amp;gt; [[Schatten]]) durchaus bewusst. “Der richtige Weg zur Ganzheit aber besteht – leider – aus schicksalsmäßigen Um- und Irrwegen. Es ist eine „longissima via“, nicht eine gerade, sondern eine gegensatzverbindende Schlangenlinie, an den Wege weisenden Caduceus erinnernd, ein Pfad, dessen labyrinthische Verschlungenheit des Schreckens nicht entbehrt. Auf diesem Wege kommen jene Erfahrungen zustande, die man als „schwer zugänglich“ zu bezeichnen beliebt. Ihre Unzugänglichkeit beruht darauf, dass sie kostspielig sind: sie fordern das, was man am meisten fürchtet, nämlich die Ganzheit, die man zwar beständig im Munde führt, und mit der sich endlos theoretisieren lässt, die man aber in der Wirklichkeit des Lebens im größten Bogen umgeht.“ (Jung, GW 12, § 6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung betont immer wieder, dass eine ganzheitliche Sichtweise auf das Leben kein Anlass für Selbsttäuschungen darstelle: „Wer also eine Antwort haben will auf das heute gestellte Problem des Bösen, der bedarf in erster Linie einer gründlichen Selbsterkenntnis, d. h. einer bestmöglichen Erkenntnis seiner Ganzheit. Er muss ohne Schonung wissen, wie viel des Guten er vermag und welcher Schandtaten er fähig ist, und er muss sich hüten, das eine für wirklich und das andere für Illusion zu halten. Es ist beides wahr als Möglichkeit, und er wird weder dem einen noch dem anderen ganz entgehen, wenn er – wie er es eigentlich von Hause aus müsste – ohne Selbstbelügung oder Selbsttäuschung leben will.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 333) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber er sieht auch bis zum Ende seines Lebens die sinn- und zielstiftende Funktion der Ganzheitsvorstellung: „Dem Bedürfnis der mythischen Aussage ist Genüge getan, wenn wir eine Anschauung haben, welche den Sinn menschlicher Existenz im Weltganzen hinlänglich erklärt, eine Anschauung, welche der seelischen Ganzheit, nämlich der Kooperation von Bewusstsein und Unbewusstem, entspringt. Sinnlosigkeit verhindert die Fülle des Lebens und bedeutet darum Krankheit. Sinn macht vieles, vielleicht alles ertragbar.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 343) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Ziel der Individuation verlangt die Entwicklung von Ambiguitätstoleranz , das Aushalten von Spannungen, es resultiert daraus die Fähigkeit, Schattenaspekte, unbewussten Konflikte zu akzeptieren und mehr Akzeptanz der eigenen Persönlichkeit sowie innere Stabilität zu entwickeln. Das Beleuchten unserer bewusst-unbewussten Ganzheit ermöglicht, unseres Verhalten und Erleben, unsere Gedanken, Emotionen, Fantasien, unsere bewussten und unbewussten Motive klarer, offener zu erkennen und als menschlich anzunehmen. Im nächsten Schritt fördert es unsere Fähigkeit, die &amp;quot;ganze Persönlichkeit&amp;quot; unserer Mitmenschen toleranter zu sehen und uns mit ihnen ehrlicher und aufgeschlossener und vertiefter auszutauschen. Projektionen können durch diese auch Mentalisierung genannte Möglichkeit der Introspektion abnehmen; Verstehen, Kohärenz und Flexibilität werden im sozialen Agieren eher möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Basis des Verstehens sozialer, wirtschaftlicher, ökologischer und politischer Entwicklungen könnte ebenso   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jung, C. G., Jaffé, A. (1962): Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung; Lesmeister, R. (1992): Der zerrissene Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1962</id>
		<title>Ganzheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1962"/>
		<updated>2025-08-24T11:29:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Ganzheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Sinn]] &amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Holon]] &amp;gt; [[Mandala]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Unus mundus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Unter Ganzheit wird allgemein Vollständigkeit, Vollkommenheit, Geschlossenheit, Unversehrtheit, Eigengesetzlichkeit einer Sache verstanden; in der Philosophie wird manchmal auch von Totalität gesprochen. Aristoteles formuliert, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Im Ganzen sind zwar Teile erkennbar, in ihnen wirkt aber nicht nur die Eigenart eines Teils, sondern immer auch die des Ganzen. In der abendländischen Philosophie, in vielen östlichen Traditionen und in der westlichen &amp;gt; [[Mystik]] und &amp;gt; [[Hermetik]] sind Ganzheitsvorstellungen und -modelle über den Menschen und das menschliche Leben, über Natur, Geist, Kosmos und Gott weit verbreitet. Im 20. Jahrhundert entwickeln sich verstärkt ganzheitliche Ansätze in der Psychologie und Psychotherapie, z. B. in der Ganzheitspsychologie und der Gestaltpsychologie (&amp;gt; [[Gesprächspsychotherapie]] &amp;gt; [[Gestalttherapie]] &amp;gt; [[Humanistische Psychologie]] &amp;gt; [[Integrale Psychologie]], &amp;gt; [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] &amp;gt; [[Transpersonale Psychologie]]), in den Sozial- und den Naturwissenschaften, insbesondere in Biologie, Medizin und Physik. Eine Ganzheitssicht auf die menschliche Existenz ist zur Zeit C. G. Jungs eine sich andeutende Gegenbewegung auf eine einseitig rationalistische, analysierende, reduzierende, entmystifizierende, naturalistisch-ernüchternde aufklärerische und positivistische Wissenschaftlichkeit (&amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Positivismus]] &amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]]). Die seit der Romantik wieder auftauchenden und sich durchsetzenden Ganzheitsfantasien und -sehnsüchte der Menschen bedeuten das Ende der Herrschaft der Vernunft und des Glaubens, das Böse (&amp;gt; [[Böses]]) könne durch vernünftiges Verhalten und Aufklärung in Zaum gehalten werden. Gerade für diesen im 20. Jahrhundert so leidvoll und katastrophal erlebten Gegensatz von Vernunft und Emotion, von Gut und Böse und von Sinn und Sinnlosigkeit sucht Jung eine ganzheitliche statt einer dualistischen Auffassung (&amp;gt; [[Dualismus]] &amp;gt; [[Monismus]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Vorstellung der Ganzheit bestimmt das Bild Jungs vom Menschen und der menschlichen Existenz. Sie ist untrennbar mit seinen Vorstellungen der &amp;gt; [[Individuation]] und des &amp;gt; [[Selbst]] als Ursprung und Ziel der menschlichen Entwicklung, der Coniunctio (&amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]]) oder des &amp;gt; [[Unus mundus]] (&amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Holon]]) verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Selbst- und Ganzheitskonzept Jungs wird häufig kritisiert, weil es scheinbar undifferenziert, unwissenschaftlich, unkritisch und unmoralisch sei, allem einen Sinn zu geben vermöge – auch dem Unsinn und dem absolut Schlechten -, mit Paradoxität (&amp;gt; [[Paradoxon/Paradoxie/Paradoxität]]) und &amp;gt; [[Chaos]] spiele, keinen klaren Standpunkt ermögliche. Die enthaltenen Risiken: Überwältigung und Größenfantasien des Ichs bis zur psychischen Inflation, moralische und ethische Gleichgültigkeit, Rationalisierung destruktiver Verhaltensweisen und Realitätsverlust, würden quasi als Sammelbecken für Außenseiter, Esoteriker jeder Couleur, magisch-abergläubische und reaktionäre Positionen und Sichtweisen, für psychisch labile Menschen, für alle solche, die vor der Realität flüchten und für narzisstisch Gestörte und für Inflationierte (&amp;gt; [[Mana-Persönlichkeit]] &amp;gt; [[Inflation]]) dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Gefahr, der die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] möglicherweise Vorschub leistet, liegt in der Vorstellung, Ganzheit sei als Ziel des Individuationsprozesses (&amp;gt; [[Individuationsprozess]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Individuation]]) zwar nicht total, aber doch annähernd zu erreichen. Kritiker der Analytischen Psychologie weisen auf die Gefahr der Undifferenziertheit und daraus folgend der &amp;gt; [[Idealisierung]] und möglichen &amp;gt; [[Inflation]] durch die Ganzheitsvorstellungen der Analytischen Psychologie hin, ebenso darauf, dass Jung vermutlich ebenfalls Zeiten der Inflation erlebt hat. R. Lesmeister (1992) betont, dass das Ideal der Ganzheit, ebenso wie jede andere archetypische Vorstellung auch, einen &amp;gt; [[Schatten]] werfe. Der Schatten der Ganzheit sei die Destruktion. Das Ideal der Ganzheit verführe zur narzisstischen Vorstellung von Allmacht und Unverwundbarkeit, fördere eine psychische „Superstruktur“ und sei deshalb auch als solches nicht heilend, sondern destruktiv. Solange das Böse und Sinnlose als in der Ganzheit enthalten gesehen werde, könne es nicht wirklich in seiner ganzen dunklen und beunruhigenden Dimension als destruktiv anerkannt werden, denn es würde dann letztlich nur den zentrierenden und heilenden Kräften der Psyche und der Wirklichkeit zugesprochen werden. Er plädiert deshalb dafür, den Begriff Ganzheit als Bezeichnung für eine ideale Strukturform der Persönlichkeit, wie er im Individuationsprozess fälschlicherweise gesehen werden könnte, aufzugeben. Ganzheit solle als eine archetypische Vorstellung behandelt werden, mit der man sich nicht identifizieren dürfe, sondern gegen die man sich abgrenzen solle, wie Jung es ja für die anderen archetypischen Vorstellungen auch fordert. Man könne natürlich trotzdem noch von ganzheitlicher Erfahrung, die aber zeitlich sehr begrenzt sei, sprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung ist sich der Schwierigkeit und Problematik der Ganzheitsannahme – gerade auch wegen der Schattenproblematik und der damit verbundenen ethischen Komplikation (&amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Ethik, neue]] &amp;gt; [[Schatten]]) durchaus bewusst. “Der richtige Weg zur Ganzheit aber besteht – leider – aus schicksalsmäßigen Um- und Irrwegen. Es ist eine „longissima via“, nicht eine gerade, sondern eine gegensatzverbindende Schlangenlinie, an den Wege weisenden Caduceus erinnernd, ein Pfad, dessen labyrinthische Verschlungenheit des Schreckens nicht entbehrt. Auf diesem Wege kommen jene Erfahrungen zustande, die man als „schwer zugänglich“ zu bezeichnen beliebt. Ihre Unzugänglichkeit beruht darauf, dass sie kostspielig sind: sie fordern das, was man am meisten fürchtet, nämlich die Ganzheit, die man zwar beständig im Munde führt, und mit der sich endlos theoretisieren lässt, die man aber in der Wirklichkeit des Lebens im größten Bogen umgeht.“ (Jung, GW 12, § 6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung betont immer wieder, dass eine ganzheitliche Sichtweise auf das Leben kein Anlass für Selbsttäuschungen darstelle: „Wer also eine Antwort haben will auf das heute gestellte Problem des Bösen, der bedarf in erster Linie einer gründlichen Selbsterkenntnis, d. h. einer bestmöglichen Erkenntnis seiner Ganzheit. Er muss ohne Schonung wissen, wie viel des Guten er vermag und welcher Schandtaten er fähig ist, und er muss sich hüten, das eine für wirklich und das andere für Illusion zu halten. Es ist beides wahr als Möglichkeit, und er wird weder dem einen noch dem anderen ganz entgehen, wenn er – wie er es eigentlich von Hause aus müsste – ohne Selbstbelügung oder Selbsttäuschung leben will.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 333) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber er sieht auch bis zum Ende seines Lebens die sinn- und zielstiftende Funktion der Ganzheitsvorstellung: „Dem Bedürfnis der mythischen Aussage ist Genüge getan, wenn wir eine Anschauung haben, welche den Sinn menschlicher Existenz im Weltganzen hinlänglich erklärt, eine Anschauung, welche der seelischen Ganzheit, nämlich der Kooperation von Bewusstsein und Unbewusstem, entspringt. Sinnlosigkeit verhindert die Fülle des Lebens und bedeutet darum Krankheit. Sinn macht vieles, vielleicht alles ertragbar.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 343) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Ziel der Individuation verlangt die Entwicklung von Ambiguitätstoleranz , das Aushalten von Spannungen, es resultiert daraus die Fähigkeit, Schattenaspekte, unbewussten Konflikte zu akzeptieren und mehr Akzeptanz der eigenen Persönlichkeit sowie innere Stabilität zu entwickeln. Das Beleuchten unserer bewusst-unbewussten Ganzheit ermöglicht, unseres Verhalten und Erleben, unsere Gedanken, Emotionen, Fantasien, unsere bewussten und unbewussten Motive klarer, offener zu erkennen und als menschlich anzunehmen. Im nächsten Schritt fördert es unsere Fähigkeit, die &amp;quot;ganze Persönlichkeit&amp;quot; unserer Mitmenschen toleranter zu sehen und uns mit ihnen ehrlicher und aufgeschlossener und vertiefter auszutauschen. Projektionen können durch diese auch Mentalisierung genannte Möglichkeit der Introspektion abnehmen; Verstehen, Kohärenz und Flexibilität werden im sozialen Agieren eher möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Basis des Verstehens sozialer, wirtschaftlicher, ökologischer und politischer Entwicklungen könnte ebenso   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jung, C. G., Jaffé, A. (1962): Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung; Lesmeister, R. (1992): Der zerrissene Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1961</id>
		<title>Ganzheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Ganzheit&amp;diff=1961"/>
		<updated>2025-08-24T11:24:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Ganzheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Sinn]] &amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Holon]] &amp;gt; [[Mandala]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Unus mundus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Unter Ganzheit wird allgemein Vollständigkeit, Vollkommenheit, Geschlossenheit, Unversehrtheit, Eigengesetzlichkeit einer Sache verstanden, in der Philosophie wird manchmal auch von Totalität gesprochen. Aristoteles formuliert, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Im Ganzen sind zwar Teile erkennbar, in ihnen wirkt aber nicht nur die Eigenart eines Teils, sondern immer auch die des Ganzen. In der abendländischen Philosophie, in vielen östlichen Traditionen und in der westlichen &amp;gt; [[Mystik]] und &amp;gt; [[Hermetik]] sind Ganzheitsvorstellungen und -modelle über den Menschen und das menschliche Leben, über Natur, Geist, Kosmos und Gott weit verbreitet. Im 20. Jahrhundert entwickeln sich verstärkt ganzheitliche Ansätze in der Psychologie und Psychotherapie, z. B. in der Ganzheitspsychologie und der Gestaltpsychologie (&amp;gt; [[Gesprächspsychotherapie]] &amp;gt; [[Gestalttherapie]] &amp;gt; [[Humanistische Psychologie]] &amp;gt; [[Integrale Psychologie]], &amp;gt; [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] &amp;gt; [[Transpersonale Psychologie]]), in den Sozial- und den Naturwissenschaften, insbesondere in Biologie, Medizin und Physik. Eine Ganzheitssicht auf die menschliche Existenz ist zur Zeit C. G. Jungs eine sich andeutende Gegenbewegung auf eine einseitig rationalistische, analysierende, reduzierende, entmystifizierende, naturalistisch-ernüchternde aufklärerische und positivistische Wissenschaftlichkeit (&amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Positivismus]] &amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]]). Die seit der Romantik wieder auftauchenden und sich durchsetzenden Ganzheitsfantasien und -sehnsüchte der Menschen bedeuten das Ende der Herrschaft der Vernunft und des Glaubens, das Böse (&amp;gt; [[Böses]]) könne durch vernünftiges Verhalten und Aufklärung in Zaum gehalten werden. Gerade für diesen im 20. Jahrhundert so leidvoll und katastrophal erlebten Gegensatz von Vernunft und Emotion, von Gut und Böse und von Sinn und Sinnlosigkeit sucht Jung eine ganzheitliche statt einer dualistischen Auffassung (&amp;gt; [[Dualismus]] &amp;gt; [[Monismus]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Vorstellung der Ganzheit bestimmt das Bild Jungs vom Menschen und der menschlichen Existenz. Sie ist untrennbar mit seinen Vorstellungen der &amp;gt; [[Individuation]] und des &amp;gt; [[Selbst]] als Ursprung und Ziel der menschlichen Entwicklung, der Coniunctio (&amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]]) oder des &amp;gt; [[Unus mundus]] (&amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Holon]]) verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Selbst- und Ganzheitskonzept Jungs wird häufig kritisiert, weil es scheinbar undifferenziert, unwissenschaftlich, unkritisch und unmoralisch sei, allem einen Sinn zu geben vermöge – auch dem Unsinn und dem absolut Schlechten -, mit Paradoxität (&amp;gt; [[Paradoxon/Paradoxie/Paradoxität]]) und &amp;gt; [[Chaos]] spiele, keinen klaren Standpunkt ermögliche. Die enthaltenen Risiken: Überwältigung und Größenfantasien des Ichs bis zur psychischen Inflation, moralische und ethische Gleichgültigkeit, Rationalisierung destruktiver Verhaltensweisen und Realitätsverlust, würden quasi als Sammelbecken für Außenseiter, Esoteriker jeder Couleur, magisch-abergläubische und reaktionäre Positionen und Sichtweisen, für psychisch labile Menschen, für alle solche, die vor der Realität flüchten und für narzisstisch Gestörte und für Inflationierte (&amp;gt; [[Mana-Persönlichkeit]] &amp;gt; [[Inflation]]) dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Gefahr, der die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] möglicherweise Vorschub leistet, liegt in der Vorstellung, Ganzheit sei als Ziel des Individuationsprozesses (&amp;gt; [[Individuationsprozess]] &amp;gt; [[Ganzwerdung]] &amp;gt; [[Individuation]]) zwar nicht total, aber doch annähernd zu erreichen. Kritiker der Analytischen Psychologie weisen auf die Gefahr der Undifferenziertheit und daraus folgend der &amp;gt; [[Idealisierung]] und möglichen &amp;gt; [[Inflation]] durch die Ganzheitsvorstellungen der Analytischen Psychologie hin, ebenso darauf, dass Jung vermutlich ebenfalls Zeiten der Inflation erlebt hat. R. Lesmeister (1992) betont, dass das Ideal der Ganzheit, ebenso wie jede andere archetypische Vorstellung auch, einen &amp;gt; [[Schatten]] werfe. Der Schatten der Ganzheit sei die Destruktion. Das Ideal der Ganzheit verführe zur narzisstischen Vorstellung von Allmacht und Unverwundbarkeit, fördere eine psychische „Superstruktur“ und sei deshalb auch als solches nicht heilend, sondern destruktiv. Solange das Böse und Sinnlose als in der Ganzheit enthalten gesehen werde, könne es nicht wirklich in seiner ganzen dunklen und beunruhigenden Dimension als destruktiv anerkannt werden, denn es würde dann letztlich nur den zentrierenden und heilenden Kräften der Psyche und der Wirklichkeit zugesprochen werden. Er plädiert deshalb dafür, den Begriff Ganzheit als Bezeichnung für eine ideale Strukturform der Persönlichkeit, wie er im Individuationsprozess fälschlicherweise gesehen werden könnte, aufzugeben. Ganzheit solle als eine archetypische Vorstellung behandelt werden, mit der man sich nicht identifizieren dürfe, sondern gegen die man sich abgrenzen solle, wie Jung es ja für die anderen archetypischen Vorstellungen auch fordert. Man könne natürlich trotzdem noch von ganzheitlicher Erfahrung, die aber zeitlich sehr begrenzt sei, sprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung ist sich der Schwierigkeit und Problematik der Ganzheitsannahme – gerade auch wegen der Schattenproblematik und der damit verbundenen ethischen Komplikation (&amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Ethik, neue]] &amp;gt; [[Schatten]]) durchaus bewusst. “Der richtige Weg zur Ganzheit aber besteht – leider – aus schicksalsmäßigen Um- und Irrwegen. Es ist eine „longissima via“, nicht eine gerade, sondern eine gegensatzverbindende Schlangenlinie, an den Wege weisenden Caduceus erinnernd, ein Pfad, dessen labyrinthische Verschlungenheit des Schreckens nicht entbehrt. Auf diesem Wege kommen jene Erfahrungen zustande, die man als „schwer zugänglich“ zu bezeichnen beliebt. Ihre Unzugänglichkeit beruht darauf, dass sie kostspielig sind: sie fordern das, was man am meisten fürchtet, nämlich die Ganzheit, die man zwar beständig im Munde führt, und mit der sich endlos theoretisieren lässt, die man aber in der Wirklichkeit des Lebens im größten Bogen umgeht.“ (Jung, GW 12, § 6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung betont immer wieder, dass eine ganzheitliche Sichtweise auf das Leben kein Anlass für Selbsttäuschungen darstelle: „Wer also eine Antwort haben will auf das heute gestellte Problem des Bösen, der bedarf in erster Linie einer gründlichen Selbsterkenntnis, d. h. einer bestmöglichen Erkenntnis seiner Ganzheit. Er muss ohne Schonung wissen, wie viel des Guten er vermag und welcher Schandtaten er fähig ist, und er muss sich hüten, das eine für wirklich und das andere für Illusion zu halten. Es ist beides wahr als Möglichkeit, und er wird weder dem einen noch dem anderen ganz entgehen, wenn er – wie er es eigentlich von Hause aus müsste – ohne Selbstbelügung oder Selbsttäuschung leben will.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 333) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber er sieht auch bis zum Ende seines Lebens die sinn- und zielstiftende Funktion der Ganzheitsvorstellung: „Dem Bedürfnis der mythischen Aussage ist Genüge getan, wenn wir eine Anschauung haben, welche den Sinn menschlicher Existenz im Weltganzen hinlänglich erklärt, eine Anschauung, welche der seelischen Ganzheit, nämlich der Kooperation von Bewusstsein und Unbewusstem, entspringt. Sinnlosigkeit verhindert die Fülle des Lebens und bedeutet darum Krankheit. Sinn macht vieles, vielleicht alles ertragbar.“ (Jung, Jaffé, 1962, S. 343) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Ziel der Individuation verlangt die Entwicklung von Ambiguitätstoleranz , das Aushalten von Spannungen, es resultiert daraus die Fähigkeit, Schattenaspekte, unbewussten Konflikte zu akzeptieren und mehr Akzeptanz der eigenen Persönlichkeit sowie innere Stabilität zu entwickeln. Das Beleuchten unserer bewusst-unbewussten Ganzheit ermöglicht, unseres Verhalten und Erleben, unsere Gedanken, Emotionen, Fantasien, unsere bewussten und unbewussten Motive klarer, offener zu erkennen und als menschlich anzunehmen. Im nächsten Schritt fördert es unsere Fähigkeit, die &amp;quot;ganze Persönlichkeit&amp;quot; unserer Mitmenschen toleranter zu sehen und uns mit ihnen ehrlicher und aufgeschlossener und vertiefter auszutauschen. Projektionen können durch diese auch Mentalisierung genannte Möglichkeit der Introspektion abnehmen; Verstehen, Kohärenz und Flexibilität werden im sozialen Agieren eher möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzheit als Basis des Verstehens sozialer, wirtschaftlicher, ökologischer und politischer Entwicklungen könnte ebenso   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jung, C. G., Jaffé, A. (1962): Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung; Lesmeister, R. (1992): Der zerrissene Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1960</id>
		<title>Familie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1960"/>
		<updated>2025-08-24T10:19:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Familie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Eltern]] &amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Kindarchetyp]] &amp;gt; Mutter &amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; Vater &amp;gt; [[Vaterarchetyp]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Familie (lat. famulus: Diener; familia: die Gemeinschaft der Diener, die jeweils zu einem pater familias gehören) verweist als Begriff zwar auf eine patriarchale Struktur (&amp;gt; [[Patriarchat]]), zugleich aber wird im dahinter stehenden Prinzip die Gemeinschaft, die Solidarität und das Geben und Nehmen betont. Familie ist eine soziale Einrichtung und eine Beziehungsform, die sehr stark von religiösen und ideologischen, von wirtschaftlichen und sozialen Faktoren bestimmt ist. Die soziale und psychische Realität, die Psyche der Familienmitglieder, deren Bindungen, Beziehungen und Konflikte, Hoffnungen und Visionen, ihr subjektiv erlebtes Glück und Unglück, Erfolg und Misserfolg im Leben entscheidet mit über die Entwicklung jedes Einzelnen. Die Veränderungen des traditionellen Systems Familie und ihrer Strukturen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts (Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien, Familien ohne Blutsverwandtschaften) spiegeln den Zugewinn an sozialer, wirtschaftlicher und psychischer Freiheit in den letzten Jahrzehnten im Unterschied zur bürgerlichen Familie und zur Großfamilie der früheren Jahrhunderte. Zugleich nimmt auch Vereinzelung und Herauslösung aus „familiären“, d. h. vertrauten und haltenden Bindungen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Trotz der strukturellen Veränderungen bleibt Familie idealerweise ein Ort der Unterstützung, der Wärme und Geborgenheit, der Sozialisation und Enkulturation. Die emotionalen Bindungen, Sicherheit, Vertrauen, Zusammenhalt werden häufig stärker als Motivation für ein dauerhaftes Familienleben angesehen als wirtschaftliche Faktoren und sozialer Status. Aufwachsen von Kindern und Erziehung sind heute nicht mehr so stark an eine klassische Vater- und Mutterrolle oder an das Vorhandensein einer traditionellen Groß- oder Kernfamilie gebunden. Dennoch: Ehe (&amp;gt; [[Ehe/Partnerschaft]]) und Familie stehen in Deutschland unter besonderem Schutz des Staates (Artikel 6 GG), einhergehend damit sind sowohl besondere Freiheitsrechte, das Familienleben zu gestalten wie auch besondere Pflichten gegenüber den auf Fürsorge angewiesenen Kindern. Die Rechte und Pflichten von Vätern und Müttern ihren Kindern gegenüber sind gesetzlich geregelt. Es ist Aufgabe der staatlichen Gemeinschaft, darüber zu wachen, dass das Wohl von Kindern in den verschiedenen Daseinsbereichen (körperlich, emotional, kognitiv etc.) geachtet wird, und einzugreifen, wenn es dauerhaft gefährdet ist.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Funktion der familiären Gemeinschaft ist für die Mutter und das Kind bereits während der Schwangerschaft und in der Zeit danach, einen sozial und psychisch verlässlichen, sicheren, tragfähigen Hintergrund zu schaffen, der es erlaubt, ein Kind gut genug zu bemuttern (&amp;gt; [[Urbeziehung]]). Häufig kommt das Getragen-Sein für eine Mutter nicht nicht nur aus der Paar-Beziehung (&amp;gt; [[Paar|Paar,]]) sondern auch aus der größeren familiären Gemeinschaft, die durch die Großeltern, Geschwister, die familiennahen Verwandten und Freunde gebildet wird. Die Säuglingsforschung belegt, dass der Säugling schon in den ersten Monaten des Lebens außer auf die Mutter auch auf andere Personen seines Umfeldes spezifisch reagiert. Die Bedeutung der Familie endet aber nicht nach der frühen Entwicklung des Kindes, sondern setzt sich über das ganze weitere Leben bis zum Tode hin fort. Die Verantwortlichkeiten drehen sich in gewisser Weise um, Kinder erleben häufig ein Verantwortungsgefühl, die Sorge für die alternden Eltern zu übernehmen und auch dies ist zumindest mit Bezug auf finanzielle Belange gesetzlich geregelt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen tragen wohl ein ideales, archetypisches Bild der guten und heilen Familie in sich, wie es sich in manchen Mythen, Religionen und Erzählungen spiegelt (die „heilige Familie“). Eine &amp;quot;genügend gute“ Familie existiert allerdings nur für einen Teil der Menschen. Überwiegend negative Familienerfahrungen bis hin zu langandauernder Vernachlässigung von Kindern bzw. schwächeren Familienmitgliedern entstehen nicht selten aus Überforderung. Sie entstehen aber auch aus mangelnder Einsicht in die Bedürfnisse von Kindern bzw. anderen Familienmitgliedern und aus der Unfähigkeit, innerhalb von Familien und sozialem Umfeld geeignete Handlungsmöglichkeiten für Not- und Konfliktsituationen zu entwickeln. Nicht zu vergessen sind hier die in vielfältigster Weise deprivierenden und Leid erzeugenden kollektiven Lebensumstände.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im tiefenpsychologischen Denken wird die besondere Bedeutung des familiären Bezugsrahmens dadurch hervorgehoben, dass in therapeutischen Zusammenhängen mit Patienten bzw. Ratsuchenden regelmäßig zu Beginn eine ausführliche Familienanamnese erhoben wird, die sich im Verlaufe der Therapie immer weiter ausdifferenzieren kann. Einerseits werden die interpersonellen Konflikte (&amp;gt; [[Konflikt]]) zwischen den Familienmitgliedern und die intrapsychischen Konflikte der einzelnen voneinander getrennt, andererseits wird davon ausgegangen, dass die innerseelischen Konflikte nicht nur Ausdruck individueller Schwierigkeiten im Patienten sind, sondern häufig auch die Konflikte der Bezugspersonen und innerhalb des Familiensystems widerspiegeln (&amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Systemtheorie]]). Das Bewusstsein und die unbewussten Fantasien von Paaren auf dem Weg zur Familiengründung über die eigene Elternschaft und über die eigenen Erfahrungen mit Familie können eine Ressource im Sinne eines guten Kohärenzgefühls im Umgang mit familiären Dynamiken sein wie auch Quelle pathologischer Entwicklungen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) erhalten die &amp;gt; [[Eltern]] bzw. Vater und Mutter zudem eine besondere Bedeutung durch ihren Bezug zu archetypischen Konstellationen (&amp;gt; [[Archetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]). Wie alle Archetypen sind auch Mutter- und Vaterarchetyp ambivalent, enthalten sowohl die guten (nährenden und fördernden) wie die bösen (versagenden und gefangensetzenden) Aspekte des Mütterlichen und Väterlichen. E. Neumann hat die vom Kind zu leistende Befreiung aus der archetypischen Beziehung zu den &amp;quot;Großen Eltern&amp;quot; hin zur je altersgerechten Individuation gegenüber der Großen Mutter und dem Großen Vater ausführlich dargestellt. Diese hochenergetischen Prozesse fordern das System Familie und die einzelnen Mitglieder besonders in aktuellen entwicklungspsychologischen Schwellensituationen (Trotz, Pubertät, leeres Nest, Krankheit und Tod ...) wie auch in der Individuationsentwicklung in der zweiten Lebenshälfte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade die Berücksichtigung archetypischer Dimensionen und die Unterscheidung von archetypischer Erfahrung und Projektion einerseits und Realerfahrung mit den Eltern bzw. Bezugspersonen andererseits sind im Umgang mit dem System Familie, seiner psychischen Struktur und seiner Auswirkungen auf den Einzelnen sehr hilfreich. (&amp;gt; [[Ent-Emotionalisierung]], &amp;gt; [[Personalisierung, sekundäre]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Kast, V. (1988): Familienkonflikte im Märchen; Kast, V. (1994): Vater-Töchter Mutter-Söhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1959</id>
		<title>Familie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1959"/>
		<updated>2025-08-24T10:06:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Familie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Eltern]] &amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Kindarchetyp]] &amp;gt; Mutter &amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; Vater &amp;gt; [[Vaterarchetyp]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Familie (lat. famulus: Diener; familia: die Gemeinschaft der Diener, die jeweils zu einem pater familias gehören) verweist als Begriff zwar auf eine patriarchale Struktur (&amp;gt; [[Patriarchat]]), zugleich aber wird im dahinter stehenden Prinzip die Gemeinschaft, die Solidarität und das Geben und Nehmen betont. Familie ist eine soziale Einrichtung und eine Beziehungsform, die sehr stark von religiösen und ideologischen, von wirtschaftlichen und sozialen Faktoren bestimmt ist. Die soziale und psychische Realität, die Psyche der Familienmitglieder, deren Bindungen, Beziehungen und Konflikte, Hoffnungen und Visionen, ihr subjektiv erlebtes Glück und Unglück, Erfolg und Misserfolg im Leben entscheidet mit über die Entwicklung jedes Einzelnen. Die Veränderungen des traditionellen Systems Familie und ihrer Strukturen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts (Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien, Familien ohne Blutsverwandtschaften) spiegeln den Zugewinn an sozialer, wirtschaftlicher und psychischer Freiheit in den letzten Jahrzehnten im Unterschied zur bürgerlichen Familie und zur Großfamilie der früheren Jahrhunderte. Zugleich nimmt auch Vereinzelung und Herauslösung aus „familiären“, d. h. vertrauten und haltenden Bindungen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Trotz der strukturellen Veränderungen bleibt Familie idealerweise ein Ort der Unterstützung, der Wärme und Geborgenheit, der Sozialisation und Enkulturation. Die emotionalen Bindungen, Sicherheit, Vertrauen, Zusammenhalt werden häufig stärker als Motivation für ein dauerhaftes Familienleben angesehen als wirtschaftliche Faktoren und sozialer Status. Aufwachsen von Kindern und Erziehung sind heute nicht mehr so stark an eine klassische Vater- und Mutterrolle oder an das Vorhandensein einer traditionellen Groß- oder Kernfamilie gebunden. Dennoch: Ehe und Familie stehen in Deutschland unter besonderem Schutz des Staates (Artikel 6 GG), einhergehend damit sind sowohl besondere Freiheitsrechte, das Familienleben zu gestalten wie auch besondere Pflichten gegenüber den auf Fürsorge angewiesenen Kindern. Die Rechte und Pflichten von Vätern und Müttern ihren Kindern gegenüber sind gesetzlich geregelt. Es ist Aufgabe der staatlichen Gemeinschaft darüber zu wachen, dass das Wohl von Kindern in den verschiedenen Daseinsbereichen (körperlich, emotional, kognitiv etc.) geachtet wird, und einzugreifen, wenn es dauerhaft gefährdet ist.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Funktion der familiären Gemeinschaft ist für die Mutter und das Kind bereits während der Schwangerschaft und in der Zeit danach, einen sozial und psychisch verlässlichen, sicheren, tragfähigen Hintergrund zu schaffen, der es erlaubt, ein Kind gut genug zu bemuttern (&amp;gt; [[Urbeziehung]]). Häufig kommt das Getragen-Sein für eine Mutter nicht nicht nur aus der Paar-Beziehung (&amp;gt; [[Paar]]), sondern auch aus der größeren familiären Gemeinschaft, die durch die Großeltern, Geschwister, die familiennahen Verwandten und Freunde gebildet wird. Die Säuglingsforschung belegt, dass der Säugling schon in den ersten Monaten des Lebens außer auf die Mutter auch auf andere Personen seines Umfeldes spezifisch reagiert. Die Bedeutung der Familie endet aber nicht nach der frühen Entwicklung des Kindes, sondern setzt sich über das ganze weitere Leben bis zum Tode hin fort. Kinder erleben häufig ein Verantwortungsgefühl, die Sorge für die alternden Eltern zu übernehmen und auch dies ist in gewissen Situation zumindest mit Bezug auf finanzielle Belange gesetzlich geregelt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen tragen wohl ein ideales, archetypisches Bild der guten und heilen Familie in sich, wie es sich in manchen Mythen, Religionen und Erzählungen spiegelt (die „heilige Familie“). Eine &amp;quot;genügend gute“ Familie existiert allerdings nur für einen Teil der Menschen. Überwiegend negative Familienerfahrungen bis hin zu langandauernder Vernachlässigung von Kindern bzw. schwächeren Familienmitgliedern entstehen nicht selten aus Überforderung, aber auch aus mangelnder Einsicht in die Bedürfnisse von Kindern bzw. anderen Familienmitgliedern und aus der Unfähigkeit, innerhalb von Familien und sozialem Umfeld geeignete Handlungsmöglichkeiten für Konfliktsituationen zu entwickeln. Nicht zu vergessen sind hier die in vielfältigster Weise deprivierenden und Leid erzeugenden kollektiven Lebensumstände.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im tiefenpsychologischen Denken wird die besondere Bedeutung des familiären Bezugsrahmens dadurch hervorgehoben, dass in therapeutischen Zusammenhängen mit Patienten bzw. Ratsuchenden regelmäßig zu Beginn eine ausführliche Familienanamnese erhoben wird, die im Verlaufe der Therapie immer weiter ausdifferenziert wird. Einerseits werden die interpersonellen Konflikte (&amp;gt; [[Konflikt]]) zwischen den Familienmitgliedern und die intrapsychischen Konflikte voneinander getrennt, andererseits wird davon ausgegangen, dass die innerseelischen Konflikte nicht nur Ausdruck individueller Schwierigkeiten im Patienten sind, sondern häufig auch die Konflikte der Bezugspersonen und innerhalb des Familiensystems widerspiegeln (&amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Systemtheorie]]). Das Bewusstsein und die unbewussten Fantasien von Paaren auf dem Weg zur Familiengründung über die eigene Elternschaft und über die eigenen Erfahrungen mit Familie und deren Konflikten können eine Ressource im Sinne eines guten Kohärenzgefühls im Umgang mit familiären Dynamiken sein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) erhalten die &amp;gt; [[Eltern]] bzw. Vater und Mutter zudem eine besondere Bedeutung durch ihren Bezug zu archetypischen Konstellationen (&amp;gt; [[Archetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]). Wie alle Archetypen sind auch Mutter- und Vaterarchetyp ambivalent, enthalten sowohl die guten (nährenden und fördernden) wie die bösen (versagenden und gefangensetzenden) Aspekte des Mütterlichen wie des Väterlichen. E. Neumann hat die vom Kind zu leistende Befreiung aus der archetypischen Beziehung hin zur je altersgerechten Individuation gegenüber der Großen Mutter und dem Großen Vater ausführlich dargestellt. Diese hochenergetischen Prozesse fordern das System Familie und die einzelnen Mitglieder besonders in aktuellen entwicklungspsychologischen Schwellensituationen (Trotz, Pubertät, leeres Nest, Krankheit und Tod ...) wie auch in der Individuationsentwicklung in der zweiten Lebenshälfte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade die Berücksichtigung archetypischer Dimensionen und die Unterscheidung von archetypischer Erfahrung und Projektion einerseits und Realerfahrung mit den Eltern bzw. Bezugspersonen andererseits sind im Umgang mit dem System Familie, seiner psychischen Struktur und seiner Auswirkungen auf den Einzelnen sehr hilfreich sein (&amp;gt; [[Ent-Emotionalisierung]], &amp;gt; [[Personalisierung, sekundäre]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Kast, V. (1988): Familienkonflikte im Märchen; Kast, V. (1994): Vater-Töchter Mutter-Söhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objektkonstanz&amp;diff=1958</id>
		<title>Objektkonstanz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objektkonstanz&amp;diff=1958"/>
		<updated>2025-08-22T12:57:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Objektkonstanz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Beziehung]] &amp;gt; [[Internalisierung]] &amp;gt; [[Not-Ich]] &amp;gt; [[Objekt]] &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Urbeziehung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Der Begriff Objektkonstanz (lat. obiectus: das Entgegengestellte, das Gegenüber; lat. constans: Standhaftigkeit, Festigkeit) ist ein zentraler Begriff in Jean Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung. Er beschreibt die Fähigkeit, zu verstehen, dass Objekte und Personen weiter existieren, wenn sie nicht mehr wahrgenommen werden können. Diese Fähigkeit entwickelt sich in Piagets Modell im Laufe der sensomotorischen Phase, etwa im Alter von 7 bis 24 Monaten. Sie ist eine grundlegende Voraussetzung für intelligentes Verhalten und die Anpassung an die Umwelt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tiefenpsychologie wird Objektkonstanz zuerst in der &amp;gt; [[Ich-Psychologie]] verwendet. In seiner heute geläufigen Bedeutung stammt er aus dem Kontext der entwicklungspsychologischen Untersuchungen von M. Mahler u. a. (Mahler et. al. 1978). Das Erreichen der Objektkonstanz ist hier ein wesentlicher Schritt in der Entwicklung der Objektbeziehungen bzw. der Objekt- und der &amp;gt; [[Selbstrepräsentanz]]. Als Grundannahme für die Objektkonstanz in der psychoanalytischen Theorienbildung wird vermutet, dass das kindliche Ich sich in der ersten Lebensphase nur in geringem Maße von der Mutter unterscheiden kann (&amp;gt; [[Urbeziehung]] &amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]]).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Objektbeziehungstheorie nimmt an, dass die Mutter zunächst als in Teilobjektrepräsentanzen gespalten erlebt wird: als gutes Objekt (gute Mutter) und als böses Objekt (böse Mutter). Im Laufe der Erfahrungen mit der Mutter erlebt es, dass das gute (bemutternde, versorgende und schützende) und das böse (versagende und verlassende) Objekt ein Objekt ist, dass diese beiden Aspekte hat. Das Kind erlebt, dass ein Objekt nicht nur durch einen, sondern durch viele Aspekt gekennzeichnet wird und dass es trotzdem insgesamt ein konstantes verlässliches Objekt ist. Damit wird das Aushalten von Frustration der Mutter und von deren vorübergehender Abwesenheit ermöglicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fähigkeit zur Objektkonstanz baut auf den Separations- und Individuationsprozess auf. Gefördert wird sie in diesem Prozess zunächst durch das sog. Übergangsobjekt (D. Winnicott). Dieses kann die gute, sorgende, Sicherheit spendende Mutter repräsentieren, auch wenn die (gute) Mutter gerade nicht anwesend ist.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Integration der stabilen Objektkonstanz  ist in Bezug auf das Urvertrauen des Kindes in seine Welt und in sich selbst von immenser Bedeutung. Das Kind erlebt dadurch, dass es nicht alleingelassen ist, weder, wenn ein Trennungsimpuls oder eine Selbstständigkeitsforderung von der Mutter ausgeht, noch wenn es einem eigenen Trennungsimpuls folgt und damit die Mutter verlässt. Es erlebt also, dass die in der Urbeziehung angelegte Beziehungsmatrix konstant, gleich bleibend verlässlich ist, auch bei (angemessener) Frustration. Voraussetzung dafür ist natürlich eine insgesamt als positiv erlebte Urbeziehung. Bei narzisstischen Störungen (&amp;gt; [[Narzissmus]] &amp;gt; [[Not-Ich]]) und in Borderline-Entwicklungen (&amp;gt; [[Borderline]]) kann oft nachgewiesen werden, dass die die Fähigkeit zur Trennung zwischen sich und dem Gegenüber und die Fähigkeit zur Integration &#039;guter&#039; und &#039;böser&#039; mütterlicher Teilrepräsentanzen zu einer stabilen und verlässlichen Objektrepräsentanz nicht genügend ausgebildet worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Entwicklung erkennt das Kind zunehmend besser, dass die Mutter bzw. seine Bezugspersonen nicht mit ihm selbst identisch sind. Aufgrund der herangereiften Ich-Funktionen und seiner dadurch wachsenden Selbstständigkeitstendenzen wie der zunehmenden Trennungsimpulse, die von der Mutter ausgehen, entwickelt das Kind getrennte Objekt- und Selbstrepräsentanzen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
E. Neumann beschreibt in seiner Entwicklung des kindlichen Ichs aus dem Selbst und der Urbeziehung heraus die Fähigkeit zur Objektkonstanz als Entwicklung des Ich-Du, des Ich-Körper und des Ich-Selbst-Bezugs und als das Zustandekommen des integralen Ichs (&amp;gt; [[Ich, integrales]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Mahler, M. et. al. (1978): Die psychische Geburt des Menschen; Neumann, E. (1963): Das Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=1957</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=1957"/>
		<updated>2025-08-22T12:33:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Liebe Leserinnen und Leser des Lexikons für Analytische und Integrative Psychologie (AIP),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese Datenbank beschreibt psychologische Grundbegriffe unter psychodynamischer, tiefenpsychologischer und integrativer Perspektive &lt;br /&gt;
mit besonderer Berücksichtigung der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Analytischen Psychologie C. G. Jungs&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unserer Auffassung nach ist diese von ihrem Ganzheits-Ansatz her eine integrative Psychologie, die sowohl psychodynamische, verhaltensorientierte, symbolische, kreative und transpersonale Aspekte berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datenbank befindet sich in laufender Überarbeitung, Erweiterung und Aktualisierung. In Bezug auf allgemeinere und aktuellere Perspektiven in der Definition der Begriffe verweisen wir auch auf die Ausführungen bei wikipedia.de wie auch anderer psychologischer Lexika. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Anregungen ud Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Verlag [http://opus-magnum.com opus-magnum.com] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontakt: [https://opus-magnum.com/kontakt/ &#039;&#039;&#039;Hier&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es finden sich bisher folgende Stichworte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[A-H-System]] - [[Abaissement du niveau mental]] - Abreaktion &amp;gt; [[Katharsis]] - [[Abstinenz]] - [[Abwehr]] - [[Abwehrmechanismen]] - [[Achtsamkeit]] - Adaption &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Adoleszenz]] - [[Affekt]] - Affektabwehr &amp;gt; [[Abwehrmechanismen]] - Affektansteckung &amp;gt; [[Induktion]] - [[Affektisolierung]] - [[Affektregulation]] - [[Affektualisierung (Emotionalisierung)]] - [[Aggression]] - [[Aggressionstheorien]] - [[Agieren]] - Akkomodation &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Aktive Imagination]] - [[Aktualkonflikt]] - [[Aktualisierung]] - [[Akzeptanz]] - [[Alchemie]] - [[Alchemie, Phasen des Werkes]] - [[Allegorie]] - [[Allgemeine Psychotherapie]] - [[Amplifikation]] - [[Analogie]] - [[Analyse]] - [[Analytische Psychologie]] - [[Androgynie]] - [[Angst]] - [[Anima/Animus]] - [[Anpassung]] - [[Anthropisches Prinzip]] - [[Anthropos]] - [[Anthroposophie]] - [[Anthropozentrismus]] - [[Apperzeption]] - [[Aqual-Modell]] - [[Apperzeption, mythologische]] - [[Arbeitsbündnis]] - [[Archetyp]] - [[Archetypische Psychologie]] - [[Ärger]] - Assimilation &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Assoziation]] - [[Assoziation, freie]] - [[Assoziation, gebundene]] - [[Assoziationsexperiment]] - [[Ätiologie]] - [[Aufmerksamkeit, gleichschwebende]] - [[Authentizität]] - [[Automatismen, psychomotorische]] - [[Automorphismus]] - [[Autonomie]] - [[Axiom der Maria Prophetissa]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Balint-Gruppenarbeit]] - [[Bedürfnishierarchie]] - [[Besessenheit]] - [[Bewusstheit]] - [[Bewusstsein]] - [[Bewusstsein, kollektives]] - [[Bewusstsein, matriarchales]] - [[Bewusstsein, patriarchales]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Allgemeine Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Kindliche Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Mythologische Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Weibliche Stadien]] - [[Bewusstseins-Evolution]] - [[Bewusstseinsforschung]] - [[Bewusstseins-Mutation]] - [[Bewusstseinszustände, veränderte]] - [[Beziehung]] - [[Beziehung, therapeutische]] - [[Beziehungsquaternio]] - [[Beziehungsstufe]] - [[Bild]] - [[Bildbetrachtung/ -deutung]] - [[Bindung]] - [[Biologie]] - [[Bios-Prinzip]] - [[Bios-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Borderline]] - [[Böses]] - [[Buddhismus]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Chaos]] - [[Chaostheorie]] - [[Charakter]] - Charakterneurose &amp;gt; [[Charakter]] - [[Christentum]] - [[Coaching]] - [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] - [[Container/Contained]] - [[Coping]] - [[Couch-Sessel-Kontroverse]] - [[Cyberspace]] - [[Cybertherapie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[De(s)integration]] - [[Deckerinnerung]] - [[Denken/Denkfunktion]] - [[Depersonalisation/Derealisation]] - [[Depression]] - [[Desidentifikation]] - [[Determinismus]] - Deutung auf der Beziehungsstufe &amp;gt; [[Beziehungsstufe]] - Deutung auf der Objektstufe &amp;gt; [[Objektstufe]] - Deutung auf der Subjektstufe &amp;gt; [[Subjektstufe]] - [[Deutung]] - [[Diagnostik]] - Dialektischer Prozess &amp;gt; [[Prozess, dialektischer]] - [[Dichtung]] - [[Differenzierung]] - [[Dissoziation]] - [[Drachenkampf]] - Drogen &amp;gt; [[Psycholyse]] &amp;gt; [[Dualismus]] - Dual-Union &amp;gt; [[Urbeziehung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ehe/Partnerschaft]] - [[Eifersucht]] - Einfühlung &amp;gt; [[Empathie]] - [[Einheitswirklichkeit]] - Einsicht &amp;gt; [[Deutung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]] &amp;gt; [[Erleben]] &amp;gt; [[Logos-Prinzip]] &amp;gt; [[Verstehen]] - [[Einstellung, symbolische]] - [[Einstellung]] - Ekklesiogene Neurose &amp;gt; [[Neurose, ekklesiogene]] - [[Ekstase]] - [[Elementarcharakter/Wandlungscharakter]] - [[Eltern]] - [[Emotion]] - [[Empathie]] - [[Empfinden/Empfindungsfunktion]] - Empirie &amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]] - [[Enantiodromie]] - [[Energie]] - [[Ent-Emotionalisierung]] - Entwicklung, psychische &amp;gt; [[Individuation]] - [[Entwicklungspsychologie]] - [[Erinnern]] - [[Erkenntnistheorie]] - [[Erleben]] - [[Eros-Prinzip]] - [[Eros-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Es]] - [[Ethik]] - [[Ethik, neue]] - [[Ethik, therapeutische]] - [[Ethikleitlinien]] - [[Ethologie]] - Evolution des Bewusstseins &amp;gt; [[Bewusstseins-Evolution]] - [[Evolutionäre Psychologie]] - Extranes Wissen &amp;gt; [[Feld, psychisches]] &amp;gt; [[Wissen, absolutes]] - [[Extraversion]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Familie]] - [[Familientherapie]] - [[Fantasie]] - [[Fantasiedenken/gerichtetes Denken]] - [[Farben]] - [[Fehlleistung]] - [[Feld, psychisches]] - [[Feminismus]] - [[Feminismus: Kritik an C. G. Jung]] - [[Filialisierung des Ich]] - [[Film, populärer]] - [[Finalität]] - [[Flow]] - [[Focusing]] - Formen &amp;gt; [[Mandalasymbolik]] - Freie Assoziation, vgl. &amp;gt; [[Assoziation, freie]] - [[Freude]] - [[Freud-Jung-Beziehung]] - [[Fühlen/Fühlfunktion]] - [[Funktion, inferiore]] - Funktion, superiore &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - [[Funktion, transzendente]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;G&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ganzheit]] - [[Ganzwerdung]] - Gefühl &amp;gt; [[Affekt]] &amp;gt; [[Emotion]] &amp;gt; [[Fühlen/Fühlfunktion]] - [[Gegensatz]] - Gegenübertragung &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] &amp;gt; [[Übertragung/Gegenübertragung]] &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] - [[Gehirn]] - [[Geist]] - [[Geister]] - Geisteswissenschaft &amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Philosophie/Philosophia perennis]] - [[Geschlecht]] - [[Geschlechtsidentität]] - [[Geschwisterbeziehung]] - [[Geschwisterkomplex]] - [[Gesellschaft]] - [[Gesprächspsychotherapie]] - [[Gestalttherapie]] - [[Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie]] - Gewalt &amp;gt; [[Aggression]] - [[Gewalt bei Jugendlichen]] - Gewissen &amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Moral]] &amp;gt; [[Über-Ich]] - Gleichschwebende Aufmerksamkeit &amp;gt; [[Aufmerksamkeit, gleichschwebende]] - [[Glück]] - [[Gnosis]] - [[Gottesbild]] - [[Größenfantasien]] - Grundfunktionen, psychische &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - Grundregel, psychoanalytische &amp;gt; [[Assoziation, freie]] - Gruppe &amp;gt; [[Gesellschaft]] &amp;gt; [[Kollektiv]] &amp;gt; [[Kollektivpsyche]] - [[Gruppenpsychotherapie]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Hass]] - Hauptfunktion &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - [[Heilen/Heilung]] - [[Heiler, verwundeter]] - Heilige Hochzeit &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] &amp;gt; [[Hierosgamos]] &amp;gt; [[Heiratsquaternio]] &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] - Held &amp;gt; [[Heldenmythos]] &amp;gt; [[Heros-Prinzip]] - [[Hermaphrodit]] - [[Hermeneutik]] - [[Hermes-Mercurius]] - [[Hermetik]] - [[Heros-Prinzip]] - [[Heros-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Hexe]] - [[Hierosgamos]] - [[Himmelfahrt]] - [[Hinduismus]] - [[Hirnforschung]] - [[Hoffnung]] - [[Holon]] - [[Homosexualität]] - [[Humanistische Psychologie]] - [[Humor]] - [[Hybris]] - [[Hypostasierung]] - [[Hysterie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[I Ging]] - [[Ich, integrales]] - [[Ich/Ich-Bewusstsein]] - [[Ich-Funktionen]] - Ich-Ideal &amp;gt; [[Ideal-Ich]] - Ich-Kohärenz &amp;gt; [[Identität, personale]] - [[Ich-Komplex]] - [[Ich-Psychologie]] - [[Ich-Selbst-Achse]] - [[Ideal-Ich]] - [[Idealisierung]] - [[Idee]] - [[Identifikation mit dem Aggressor]] - [[Identifikation, projektive]] - [[Identifikation]] - [[Identität, personale]] - [[Identität]] - [[Imagination, aktive]] - [[Imagination]] - [[Imago]] - [[Individualität]] - [[Individualpsychologie]] - [[Individuation]] -[[Individuationsprozess]] - [[Individuationsprozess: Erste Lebenshälfte]] - [[Individuationsprozess: Zweite Lebenshälfte]] - [[Induktion]] - Infektion, psychische &amp;gt; [[Identifikation]] &amp;gt; [[Induktion]] - [[Inflation]] - Initialtraum &amp;gt; [[Traum, initialer]] - [[Initiation]] - [[Initiatische Therapie]] - [[Instinkt]] - [[Inszenieren/Inszenierung]] - [[Integrale Psychologie]] - [[Integration]] - [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] - [[Intellektualisierung]] - [[Interesse]] - [[Internalisierung]] - [[Internet]] - Interpretation &amp;gt; [[Deutung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]] &amp;gt; [[Hermeneutik]] - [[Intersubjektivität]] &amp;gt; [[Intervention]] - [[Intervision]] - [[Introspektion]] - [[Introversion]] - [[Intuition/Intuitive Funktion]] - [[Inzest]] - [[Inzestfantasie]] - [[Inzeststufen]] - Isolierung &amp;gt; [[Affektisolierung]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;J&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Jugendlichenpsychotherapie, analytische: Aspekte der Analytischen Psychologie]] - [[Jugendlichenpsychotherapie, analytische]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;K&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kastration/Kastrationskomplex]] - [[Katathym imaginative Psychotherapie]] - [[Katharsis]] - [[Kausalität]] - [[Kind, Göttliches]] - [[Kindarchetyp]] - [[Kinderpsychotherapie, analytische: Theorie]] - [[Kinderpsychotherapie, analytische: Praxis]] - [[Kindheit/Kindheitsphasen]] - [[Kleinianische Psychoanalyse]] - [[Kognitive Psychologie]] - [[Kollektiv]] - Kollektive Träume &amp;gt; [[Traum, kollektiver]] - Kollektives Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, kollektives]] - Kollektives Unbewusstes &amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]] - [[Kollektivpsyche]] - Kommunikation, therapeutische &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] - [[Kompensation]] - [[Komplex]] - [[Komplexdiagnose]] - [[Komplexe Psychologie]] - [[Komplexität]] - [[Konflikt]] - [[Konfrontation]] - [[Konkretismus]] - [[Konstellation]] - [[Konstruktivismus]] - Kontrollanalyse &amp;gt; [[Supervision]] - [[Konversion]] - [[Körper]] - [[Körperbild/Körper-Ich]] - [[Körperpsychotherapie]] - [[Körpersprache]] - [[Kreativität]] - [[Kreativität, Phasen der]] - [[Krise]] &amp;gt; [[Lebenswende]] &amp;gt; [[Pubertät]] &amp;gt; [[Thanatos/Tod]] &amp;gt; [[Adoleszenz]] &amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] &amp;gt; [[Individuation]] &amp;gt; [[Individuationsprozess]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Wandlung]] - [[Krise]] - Kultur &amp;gt; [[Bewusstsein, schöpferisches]] &amp;gt; [[Dichtung]] &amp;gt; [[Gesellschaft]] &amp;gt; [[Kunst]] &amp;gt; [[Literatur]] &amp;gt; [[Märchen]] &amp;gt; [[Musik]] &amp;gt; [[Mythos]] &amp;gt; [[Mystik]] &amp;gt; [[Philosophie/Philosophia perennis]] &amp;gt; [[Religion]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] - Kundalini &amp;gt; [[Tantrismus]] - [[Kunst]] - [[Kunsttherapie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;L&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Langeweile]] - Lebensenergie &amp;gt; [[Libido]] - [[Lebenskunst]] - Lebensmitte &amp;gt; [[Lebenswende]] - [[Lebenswende]] - [[Lehranalyse]] - [[Leib-Psychotherapie/Psychoenergetik]] - [[Leidenschaft]] - [[Lernen]] - [[Libido]] - [[Liebe]] - [[Lieblingsmärchen]] - [[Literatur]] - [[Logos-Prinzip]] - [[Logos-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Lumen]] - [[Luminosität]] - Lustprinzip &amp;gt; [[Es]] - Luzider Traum &amp;gt; [[Traum, luzider]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Macht]] - [[Magie]] - [[Magier]] - [[Malen aus dem Unbewussten]] - [[Mana]] - [[Management]] - [[Mana-Persönlichkeit]] - [[Mandala]] - [[Mandalasymbolik]] - [[Männliches und Weibliches Prinzip]] - [[Märchen]] - [[Materie/Materialismus]] - Matriarchales Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, matriarchales]] - [[Matriarchat]] - [[MBTI:Myers-Briggs-Typen-Indikator]] - [[Meditation]] - [[Menschenbild]] - [[Metapher]] - [[Metaphysik]] - [[Minderwertigkeitsgefühl]] - [[Monismus]] - [[Monotheismus]] - [[Moral]] - [[Motivation]] - [[Mundus imaginalis]] - [[Musik]] - [[Musiktherapie]] - [[Mutter, Große]] - [[Mutterarchetyp]] - [[Mutterbild]] - [[Mutterkomplex]] - Mysterium coniunctionis &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] &amp;gt; [[Heiratsquaternio]] &amp;gt; [[Hierosgamos]] &amp;gt; [[Syzygie]] - [[Mystik]] - [[Mystos-Prinzip]] - [[Mystos-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Mythodrama]] - [[Mythos]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Narr]] - [[Narzissmus]] - [[Nationalsozialismus]] - [[Neid]] - Neugier &amp;gt; [[Interesse]] - [[Neurose]] - [[Neurose, ekklesiogene]] - [[Not-Ich]] - [[Numinoses]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Objekt]] - [[Objektbeziehungstheorie]] - [[Objektiv Psychisches]] - [[Objektkonstanz]] - [[Objektrepräsentanz]] &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Repräsentanz]] - [[Objektstufe]] - [[Ödipuskomplex]] - [[OPD: Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik]] - [[Opfer/Opfern]] - [[Orientierungsfunktionen]] - Östliche Philosophie &amp;gt; [[Philosophie, östliche]] &amp;gt; [[Buddhismus]] &amp;gt; [[Hinduismus]] &amp;gt; [[Tantrismus]] &amp;gt; [[Taoismus]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Paar]] - [[Paartherapie]] - [[Paradoxon/Paradoxie/Paradoxität]] - [[Parapsychologie]] - [[Participation mystique]] - Partnerschaft &amp;gt; [[Ehe/Partnerschaft]] &amp;gt; [[Paar]] - Patriarchaler Uroborus &amp;gt; [[Uroboros]] - Patriarchales Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, patriarchales]] - [[Patriarchat]] - [[Pentaolon-System]] - [[Persona]] - [[Personalisierung, sekundäre]] - [[Personifikation]] - [[Persönlichkeit]] - [[Philosophie, östliche]] - [[Philosophie/Philosophia perennis]] - [[Physik]] - [[Pleroma]] - [[Polarität]] - [[Polytheismus]] - [[Positivismus]] - [[Pränatale Psychologie]] - [[Prä-Trans-Verwechslung]] - [[Primärprozess/Sekundärprozess]] - [[Principium individuationis]] - [[Progression]] - [[Projektion]] - Projektive Identifikation &amp;gt; [[Identifikation, projektive]] - [[Prozess, dialektischer]] - Prozess, therapeutischer &amp;gt; [[Analyse]] &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] &amp;gt; [[Psychotherapie, analytische]] - [[Prozessorientierte Psychologie/Prozessarbeit]] - Psyche, objektive &amp;gt; [[Objektiv Psychisches]] - [[Psyche]] - [[Psychifikation]] - Psychische Wirklichkeit &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Psychoanalyse]] - [[Psychodrama]] - [[Psychodynamik]] - [[Psychogenese]] - [[Psycholyse]] - [[Psychopharmakologie]] - [[Psychopompos]] - [[Psychose]] - [[Psychosenpsychotherapie]] - [[Psychosomatik]] - Psychosynthese &amp;gt; [[Synthese]] - [[Psychotherapie, analytische]] - Psychotherapie, integrative &amp;gt; [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] - [[Psychotherapie, stationäre]] - [[Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte]] - [[Psychotherapie]] - [[Puella aeterna/Puer aeternus]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Q&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Qualitätssicherung in der Psychotherapie]] - Quaternio-Modell &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] &amp;gt; [[Quaternität]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Rationalisierung]] - [[Reaktionsbildung]] - Realität, psychische &amp;gt; [[Konstruktivismus]] &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Realitätsprüfung]] - [[Reduktion/reduktive Methode versus Synthese/synthetische Methode]] - [[Reflexion]] - [[Regression]] - [[Religion]] - [[Repräsentanz]] - [[Resonanz]] - [[Ritual/Ritus]] - [[Ritualisierung]] - [[Rivalität]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Sandspieltherapie]] - [[Säuglingsbeobachtung]] - [[Säuglingsforschung: Entwicklung]] -[[Säuglingsforschung: Ergebnisse]] - [[Scham]] - [[Schamanismus]] - [[Schatten]] - [[Schatten in den Gottesbildern]] - [[Schatten, archetypischer]] - [[Schatten, persönlicher]] - [[Schatten, therapeutischer]] - [[Schizoide Persönlichkeitsstörung]] - [[Schizophrenie]] - [[Schönheit]] - [[Schöpferisches]] - [[Schuldgefühl]] - [[Seele]] - [[Seelenverlust]] - [[Primärprozess/Sekundärprozess|Sekundärprozess]] - [[Selbst, primäres/Körperselbst]] - [[Selbst]] - [[Selbstempfinden]] - [[Selbstkonzept]] - [[Selbstobjekt]] - Selbstorganisation &amp;gt; [[Selbstregulation]] - [[Selbstpsychologie]] - [[Selbstregulation]] - [[Selbstrepräsentanz]] - Selbstverwirklichung &amp;gt; [[Individuation]] - [[Selbstwertgefühl]] - [[Senex]] - [[Set]] - [[Setting]] - [[Sexualität als Symbol]] - [[Sexualität]] - [[Sexueller Missbrauch]] - [[Sinn]] - [[Spaltung]] - [[Spiegeln]] - [[Spiegelübertragung]] - [[Spielen]] - [[Spiritualität, weibliche]] - [[Spiritualität]] - [[Stein der Weisen]] - [[Stimme, innere]] - Störung, psychische &amp;gt; [[Neurose]] - [[Subjekt]] - [[Subjektstufe]] - [[Sublimierung]] - [[Suizid]] - [[Supervision]] - [[Symbiose]] - [[Symbol, Gefahren]] - [[Symbol]] - [[Symbolisierung]] - [[Symptom]] - [[Synchronizität]] - [[Synthese]] - [[Systemtheorie]] - [[Syzygie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;T&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Tantrismus]] - [[Tanz]] - [[Tanztherapie]] - [[Taoismus]] - [[Teilpersönlichkeiten]] - Teleologischer Gesichtspunkt &amp;gt; [[Finalität]] - [[Temenos]] - [[Testverfahren, projektive]] - [[Thanatos/Tod]] - Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie &amp;gt; [[Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte]] - [[Tiefenpsychologische Theorie]] - [[Tierbraut/Tierbräutigam]] - [[Todestraum]] - [[Tonfeld, Arbeit am]] - [[Transaktionsanalyse]] - Transgressivität &amp;gt; [[Feld, psychisches]] - [[Transpersonale Psychologie]] - [[Transpersonale Psychotherapie]] - Transzendente Funktion &amp;gt; [[Funktion, transzendente]] - [[Trauer]] - [[Traum, archetypischer]] - [[Traum, initialer]] - [[Traum, kollektiver]] - [[Traum, luzider]] - [[Traum]] - [[Trauma/Traumatisierung]] - [[Traumatherapie]] - [[Traumdichtung]] - [[Traum-Ich]] - [[Trauminkubation]] - Traumkörper &amp;gt; [[Prozessorientierte Psychologie]] - [[Traumkultur]] - [[Traumserie]] - [[Traumstruktur]] - [[Triade/Triangulierung]] - [[Trickster]] - [[Triebentwicklung, Phasen der]] - [[Typologie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;U, Ü&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Übergangsobjekt]] - [[Über-Ich]] - [[Über-Ich-Entwicklung]] - [[Übertragung/Gegenübertragung]] - [[Übertragungsformen]] - [[UFO]] - [[Unbewusstes]] - [[Unbewusstes, kollektives]] - [[Unbewusstes, persönliches]] - [[Unbewusstes, psychoides]] - [[Ungeschehenmachen]] - [[Unterbewusstes]] - [[Unus mundus]] - [[Urbeziehung]] - [[Urbild]] - [[Uroboros]] - [[Urschuld]] - [[Urszene]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;V&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Vas hermetis/Vas hermeticum]] - [[Vater, Großer]] - [[Vaterarchetyp]] - [[Vaterbild]] - [[Vaterkomplex]] - [[Verdrängung]] - [[Verhaltenstherapie]] - [[Verleugnung]] - [[Verschiebung]] - [[Verstehen]] - [[Verwandtschaftslibido]] - [[Vision]] - [[Visualisierung]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Wahn]] - [[Wandlung]] - Wandlungscharakter &amp;gt; [[Elementarcharakter/Wandlungscharakter]] - [[Wandlungszyklus, schöpferischer]] - [[Weise, Alte]] - [[Weiser, Alter]] - [[Weltelterntrennung/Trennung der Ureltern]] - [[Weltsicht, archaische]] - [[Wendung gegen das Selbst]] - [[Widerstand]] - [[Wiedergeburt]] - [[Wiederholen]] - [[Wiederholung/Wiederholungszwang]] - [[Wille]] - [[Wirkfaktoren, psychotherapeutische|Wirkfaktoren, psychotherapetische]] - [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Wissen, absolutes]] - [[Wissenschaftstheorie]] - [[Wunscherfüllung]] - Wut &amp;gt; [[Aggression]] &amp;gt; [[Ärger]] &amp;gt; [[Hass]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;X&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Y&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Zahl]] - [[Zeit]] - [[Zentroversion]] - [[Zwang]] - [[Zwangsneurose]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Autoren und ihre Stichworte&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturliste&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=1956</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=1956"/>
		<updated>2025-08-22T12:31:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Liebe Leserinnen und Leser des Lexikons für Analytische und Integrative Psychologie (AIP),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese Datenbank beschreibt psychologische Grundbegriffe unter psychodynamischer, tiefenpsychologischer und integrativer Perspektive &lt;br /&gt;
mit besonderer Berücksichtigung der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Analytischen Psychologie C. G. Jungs&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unserer Auffassung nach ist diese von ihrem Ganzheits-Ansatz her eine integrative Psychologie, die sowohl psychodynamische, verhaltensorientierte, symbolische, kreative und transpersonale Aspekte berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datenbank befindet sich in laufender Überarbeitung, Erweiterung und Aktualisierung. In Bezug auf allgemeinere und aktuellere Perspektiven in der Definition der Begriffe verweisen wir auch auf die Ausführungen bei wikipedia.de wie auch anderer psychologischer Lexika. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Anregungen ud Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Verlag [http://opus-magnum.com opus-magnum.com] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontakt: [https://opus-magnum.com/kontakt/ &#039;&#039;&#039;Hier&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es finden sich bisher folgende Stichworte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[A-H-System]] - [[Abaissement du niveau mental]] - Abreaktion &amp;gt; [[Katharsis]] - [[Abstinenz]] - [[Abwehr]] - [[Abwehrmechanismen]] - [[Achtsamkeit]] - Adaption &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Adoleszenz]] - [[Affekt]] - Affektabwehr &amp;gt; [[Abwehrmechanismen]] - Affektansteckung &amp;gt; [[Induktion]] - [[Affektisolierung]] - [[Affektregulation]] - [[Affektualisierung (Emotionalisierung)]] - [[Aggression]] - [[Aggressionstheorien]] - [[Agieren]] - Akkomodation &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Aktive Imagination]] - [[Aktualkonflikt]] - [[Aktualisierung]] - [[Akzeptanz]] - [[Alchemie]] - [[Alchemie, Phasen des Werkes]] - [[Allegorie]] - [[Allgemeine Psychotherapie]] - [[Amplifikation]] - [[Analogie]] - [[Analyse]] - [[Analytische Psychologie]] - [[Androgynie]] - [[Angst]] - [[Anima/Animus]] - [[Anpassung]] - [[Anthropisches Prinzip]] - [[Anthropos]] - [[Anthroposophie]] - [[Anthropozentrismus]] - [[Apperzeption]] - [[Aqual-Modell]] - [[Apperzeption, mythologische]] - [[Arbeitsbündnis]] - [[Archetyp]] - [[Archetypische Psychologie]] - [[Ärger]] - Assimilation &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Assoziation]] - [[Assoziation, freie]] - [[Assoziation, gebundene]] - [[Assoziationsexperiment]] - [[Ätiologie]] - [[Aufmerksamkeit, gleichschwebende]] - [[Authentizität]] - [[Automatismen, psychomotorische]] - [[Automorphismus]] - [[Autonomie]] - [[Axiom der Maria Prophetissa]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Balint-Gruppenarbeit]] - [[Bedürfnishierarchie]] - [[Besessenheit]] - [[Bewusstheit]] - [[Bewusstsein]] - [[Bewusstsein, kollektives]] - [[Bewusstsein, matriarchales]] - [[Bewusstsein, patriarchales]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Allgemeine Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Kindliche Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Mythologische Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Weibliche Stadien]] - [[Bewusstseins-Evolution]] - [[Bewusstseinsforschung]] - [[Bewusstseins-Mutation]] - [[Bewusstseinszustände, veränderte]] - [[Beziehung]] - [[Beziehung, therapeutische]] - [[Beziehungsquaternio]] - [[Beziehungsstufe]] - [[Bild]] - [[Bildbetrachtung/ -deutung]] - [[Bindung]] - [[Biologie]] - [[Bios-Prinzip]] - [[Bios-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Borderline]] - [[Böses]] - [[Buddhismus]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Chaos]] - [[Chaostheorie]] - [[Charakter]] - Charakterneurose &amp;gt; [[Charakter]] - [[Christentum]] - [[Coaching]] - [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] - [[Container/Contained]] - [[Coping]] - [[Couch-Sessel-Kontroverse]] - [[Cyberspace]] - [[Cybertherapie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[De(s)integration]] - [[Deckerinnerung]] - [[Denken/Denkfunktion]] - [[Depersonalisation/Derealisation]] - [[Depression]] - [[Desidentifikation]] - [[Determinismus]] - Deutung auf der Beziehungsstufe &amp;gt; [[Beziehungsstufe]] - Deutung auf der Objektstufe &amp;gt; [[Objektstufe]] - Deutung auf der Subjektstufe &amp;gt; [[Subjektstufe]] - [[Deutung]] - [[Diagnostik]] - Dialektischer Prozess &amp;gt; [[Prozess, dialektischer]] - [[Dichtung]] - [[Differenzierung]] - [[Dissoziation]] - [[Drachenkampf]] - Drogen &amp;gt; [[Psycholyse]] &amp;gt; [[Dualismus]] - Dual-Union &amp;gt; [[Urbeziehung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ehe/Partnerschaft]] - [[Eifersucht]] - Einfühlung &amp;gt; [[Empathie]] - [[Einheitswirklichkeit]] - Einsicht &amp;gt; [[Deutung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]] &amp;gt; [[Erleben]] &amp;gt; [[Logos-Prinzip]] &amp;gt; [[Verstehen]] - [[Einstellung, symbolische]] - [[Einstellung]] - Ekklesiogene Neurose &amp;gt; [[Neurose, ekklesiogene]] - [[Ekstase]] - [[Elementarcharakter/Wandlungscharakter]] - [[Eltern]] - [[Emotion]] - [[Empathie]] - [[Empfinden/Empfindungsfunktion]] - Empirie &amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]] - [[Enantiodromie]] - [[Energie]] - [[Ent-Emotionalisierung]] - Entwicklung, psychische &amp;gt; [[Individuation]] - [[Entwicklungspsychologie]] - [[Erinnern]] - [[Erkenntnistheorie]] - [[Erleben]] - [[Eros-Prinzip]] - [[Eros-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Es]] - [[Ethik]] - [[Ethik, neue]] - [[Ethik, therapeutische]] - [[Ethikleitlinien]] - [[Ethologie]] - Evolution des Bewusstseins &amp;gt; [[Bewusstseins-Evolution]] - [[Evolutionäre Psychologie]] - Extranes Wissen &amp;gt; [[Feld, psychisches]] &amp;gt; [[Wissen, absolutes]] - [[Extraversion]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Familie]] - [[Familientherapie]] - [[Fantasie]] - [[Fantasiedenken/gerichtetes Denken]] - [[Farben]] - [[Fehlleistung]] - [[Feld, psychisches]] - [[Feminismus]] - [[Feminismus: Kritik an C. G. Jung]] - [[Filialisierung des Ich]] - [[Film, populärer]] - [[Finalität]] - [[Flow]] - [[Focusing]] - Formen &amp;gt; [[Mandalasymbolik]] - Freie Assoziation, vgl. &amp;gt; [[Assoziation, freie]] - [[Freude]] - [[Freud-Jung-Beziehung]] - [[Fühlen/Fühlfunktion]] - [[Funktion, inferiore]] - Funktion, superiore &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - [[Funktion, transzendente]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;G&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ganzheit]] - [[Ganzwerdung]] - Gefühl &amp;gt; [[Affekt]] &amp;gt; [[Emotion]] &amp;gt; [[Fühlen/Fühlfunktion]] - [[Gegensatz]] - Gegenübertragung &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] &amp;gt; [[Übertragung/Gegenübertragung]] &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] - [[Gehirn]] - [[Geist]] - [[Geister]] - Geisteswissenschaft &amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Philosophie/Philosophia perennis]] - [[Geschlecht]] - [[Geschlechtsidentität]] - [[Geschwisterbeziehung]] - [[Geschwisterkomplex]] - [[Gesellschaft]] - [[Gesprächspsychotherapie]] - [[Gestalttherapie]] - [[Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie]] - Gewalt &amp;gt; [[Aggression]] - [[Gewalt bei Jugendlichen]] - Gewissen &amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Moral]] &amp;gt; [[Über-Ich]] - Gleichschwebende Aufmerksamkeit &amp;gt; [[Aufmerksamkeit, gleichschwebende]] - [[Glück]] - [[Gnosis]] - [[Gottesbild]] - [[Größenfantasien]] - Grundfunktionen, psychische &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - Grundregel, psychoanalytische &amp;gt; [[Assoziation, freie]] - Gruppe &amp;gt; [[Gesellschaft]] &amp;gt; [[Kollektiv]] &amp;gt; [[Kollektivpsyche]] - [[Gruppenpsychotherapie]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Hass]] - Hauptfunktion &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - [[Heilen/Heilung]] - [[Heiler, verwundeter]] - Heilige Hochzeit &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] &amp;gt; [[Hierosgamos]] &amp;gt; [[Heiratsquaternio]] &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] - Held &amp;gt; [[Heldenmythos]] &amp;gt; [[Heros-Prinzip]] - [[Hermaphrodit]] - [[Hermeneutik]] - [[Hermes-Mercurius]] - [[Hermetik]] - [[Heros-Prinzip]] - [[Heros-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Hexe]] - [[Hierosgamos]] - [[Himmelfahrt]] - [[Hinduismus]] - [[Hirnforschung]] - [[Hoffnung]] - [[Holon]] - [[Homosexualität]] - [[Humanistische Psychologie]] - [[Humor]] - [[Hybris]] - [[Hypostasierung]] - [[Hysterie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[I Ging]] - [[Ich, integrales]] - [[Ich/Ich-Bewusstsein]] - [[Ich-Funktionen]] - Ich-Ideal &amp;gt; [[Ideal-Ich]] - Ich-Kohärenz &amp;gt; [[Identität, personale]] - [[Ich-Komplex]] - [[Ich-Psychologie]] - [[Ich-Selbst-Achse]] - [[Ideal-Ich]] - [[Idealisierung]] - [[Idee]] - [[Identifikation mit dem Aggressor]] - [[Identifikation, projektive]] - [[Identifikation]] - [[Identität, personale]] - [[Identität]] - [[Imagination, aktive]] - [[Imagination]] - [[Imago]] - [[Individualität]] - [[Individualpsychologie]] - [[Individuation]] -[[Individuationsprozess]] - [[Individuationsprozess: Erste Lebenshälfte]] - [[Individuationsprozess: Zweite Lebenshälfte]] - [[Induktion]] - Infektion, psychische &amp;gt; [[Identifikation]] &amp;gt; [[Induktion]] - [[Inflation]] - Initialtraum &amp;gt; [[Traum, initialer]] - [[Initiation]] - [[Initiatische Therapie]] - [[Instinkt]] - [[Inszenieren/Inszenierung]] - [[Integrale Psychologie]] - [[Integration]] - [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] - [[Intellektualisierung]] - [[Interesse]] - [[Internalisierung]] - [[Internet]] - Interpretation &amp;gt; [[Deutung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]] &amp;gt; [[Hermeneutik]] - [[Intersubjektivität]] &amp;gt; [[Intervention]] - [[Intervision]] - [[Introspektion]] - [[Introversion]] - [[Intuition/Intuitive Funktion]] - [[Inzest]] - [[Inzestfantasie]] - [[Inzeststufen]] - Isolierung &amp;gt; [[Affektisolierung]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;J&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Jugendlichenpsychotherapie, analytische: Aspekte der Analytischen Psychologie]] - [[Jugendlichenpsychotherapie, analytische]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;K&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kastration/Kastrationskomplex]] - [[Katathym imaginative Psychotherapie]] - [[Katharsis]] - [[Kausalität]] - [[Kind, Göttliches]] - [[Kindarchetyp]] - [[Kinderpsychotherapie, analytische: Theorie]] - [[Kinderpsychotherapie, analytische: Praxis]] - [[Kindheit/Kindheitsphasen]] - [[Kleinianische Psychoanalyse]] - [[Kognitive Psychologie]] - [[Kollektiv]] - Kollektive Träume &amp;gt; [[Traum, kollektiver]] - Kollektives Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, kollektives]] - Kollektives Unbewusstes &amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]] - [[Kollektivpsyche]] - Kommunikation, therapeutische &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] - [[Kompensation]] - [[Komplex]] - [[Komplexdiagnose]] - [[Komplexe Psychologie]] - [[Komplexität]] - [[Konflikt]] - [[Konfrontation]] - [[Konkretismus]] - [[Konstellation]] - [[Konstruktivismus]] - Kontrollanalyse &amp;gt; [[Supervision]] - [[Konversion]] - [[Körper]] - [[Körperbild/Körper-Ich]] - [[Körperpsychotherapie]] - [[Körpersprache]] - [[Kreativität]] - [[Kreativität, Phasen der]] - [[Krise]] &amp;gt; [[Lebenswende]] &amp;gt; [[Pubertät]] &amp;gt; [[Thanatos/Tod]] &amp;gt; [[Adoleszenz]] &amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] &amp;gt; [[Individuation]] &amp;gt; [[Individuationsprozess]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Wandlung]] - [[Krise]] - Kultur &amp;gt; [[Bewusstsein, schöpferisches]] &amp;gt; [[Dichtung]] &amp;gt; [[Gesellschaft]] &amp;gt; [[Kunst]] &amp;gt; [[Literatur]] &amp;gt; [[Märchen]] &amp;gt; [[Musik]] &amp;gt; [[Mythos]] &amp;gt; [[Mystik]] &amp;gt; [[Philosophie/Philosophia perennis]] &amp;gt; [[Religion]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] - Kundalini &amp;gt; [[Tantrismus]] - [[Kunst]] - [[Kunsttherapie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;L&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Langeweile]] - Lebensenergie &amp;gt; [[Libido]] - [[Lebenskunst]] - Lebensmitte &amp;gt; [[Lebenswende]] - [[Lebenswende]] - [[Lehranalyse]] - [[Leib-Psychotherapie/Psychoenergetik]] - [[Leidenschaft]] - [[Lernen]] - [[Libido]] - [[Liebe]] - [[Lieblingsmärchen]] - [[Literatur]] - [[Logos-Prinzip]] - [[Logos-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Lumen]] - [[Luminosität]] - Lustprinzip &amp;gt; [[Es]] - Luzider Traum &amp;gt; [[Traum, luzider]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Macht]] - [[Magie]] - [[Magier]] - [[Malen aus dem Unbewussten]] - [[Mana]] - [[Management]] - [[Mana-Persönlichkeit]] - [[Mandala]] - [[Mandalasymbolik]] - [[Männliches und Weibliches Prinzip]] - [[Märchen]] - [[Materie/Materialismus]] - Matriarchales Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, matriarchales]] - [[Matriarchat]] - [[MBTI:Myers-Briggs-Typen-Indikator]] - [[Meditation]] - [[Menschenbild]] - [[Metapher]] - [[Metaphysik]] - [[Minderwertigkeitsgefühl]] - [[Monismus]] - [[Monotheismus]] - [[Moral]] - [[Motivation]] - [[Mundus imaginalis]] - [[Musik]] - [[Musiktherapie]] - [[Mutter, Große]] - [[Mutterarchetyp]] - [[Mutterbild]] - [[Mutterkomplex]] - Mysterium coniunctionis &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] &amp;gt; [[Heiratsquaternio]] &amp;gt; [[Hierosgamos]] &amp;gt; [[Syzygie]] - [[Mystik]] - [[Mystos-Prinzip]] - [[Mystos-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Mythodrama]] - [[Mythos]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Narr]] - [[Narzissmus]] - [[Nationalsozialismus]] - [[Neid]] - Neugier &amp;gt; [[Interesse]] - [[Neurose]] - [[Neurose, ekklesiogene]] - [[Not-Ich]] - [[Numinoses]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Objekt]] - [[Objektbeziehungstheorie]] - [[Objektiv Psychisches]] - [[Objektkonstanz]] - [[Objektrepräsentanz]] &amp;gt; [[Objekt]] &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Repräsentanz]] - [[Objektstufe]] - [[Ödipuskomplex]] - [[OPD: Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik]] - [[Opfer/Opfern]] - [[Orientierungsfunktionen]] - Östliche Philosophie &amp;gt; [[Philosophie, östliche]] &amp;gt; [[Buddhismus]] &amp;gt; [[Hinduismus]] &amp;gt; [[Tantrismus]] &amp;gt; [[Taoismus]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Paar]] - [[Paartherapie]] - [[Paradoxon/Paradoxie/Paradoxität]] - [[Parapsychologie]] - [[Participation mystique]] - Partnerschaft &amp;gt; [[Ehe/Partnerschaft]] &amp;gt; [[Paar]] - Patriarchaler Uroborus &amp;gt; [[Uroboros]] - Patriarchales Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, patriarchales]] - [[Patriarchat]] - [[Pentaolon-System]] - [[Persona]] - [[Personalisierung, sekundäre]] - [[Personifikation]] - [[Persönlichkeit]] - [[Philosophie, östliche]] - [[Philosophie/Philosophia perennis]] - [[Physik]] - [[Pleroma]] - [[Polarität]] - [[Polytheismus]] - [[Positivismus]] - [[Pränatale Psychologie]] - [[Prä-Trans-Verwechslung]] - [[Primärprozess/Sekundärprozess]] - [[Principium individuationis]] - [[Progression]] - [[Projektion]] - Projektive Identifikation &amp;gt; [[Identifikation, projektive]] - [[Prozess, dialektischer]] - Prozess, therapeutischer &amp;gt; [[Analyse]] &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] &amp;gt; [[Psychotherapie, analytische]] - [[Prozessorientierte Psychologie/Prozessarbeit]] - Psyche, objektive &amp;gt; [[Objektiv Psychisches]] - [[Psyche]] - [[Psychifikation]] - Psychische Wirklichkeit &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Psychoanalyse]] - [[Psychodrama]] - [[Psychodynamik]] - [[Psychogenese]] - [[Psycholyse]] - [[Psychopharmakologie]] - [[Psychopompos]] - [[Psychose]] - [[Psychosenpsychotherapie]] - [[Psychosomatik]] - Psychosynthese &amp;gt; [[Synthese]] - [[Psychotherapie, analytische]] - Psychotherapie, integrative &amp;gt; [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] - [[Psychotherapie, stationäre]] - [[Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte]] - [[Psychotherapie]] - [[Puella aeterna/Puer aeternus]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Q&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Qualitätssicherung in der Psychotherapie]] - Quaternio-Modell &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] &amp;gt; [[Quaternität]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Rationalisierung]] - [[Reaktionsbildung]] - Realität, psychische &amp;gt; [[Konstruktivismus]] &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Realitätsprüfung]] - [[Reduktion/reduktive Methode versus Synthese/synthetische Methode]] - [[Reflexion]] - [[Regression]] - [[Religion]] - [[Repräsentanz]] - [[Resonanz]] - [[Ritual/Ritus]] - [[Ritualisierung]] - [[Rivalität]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Sandspieltherapie]] - [[Säuglingsbeobachtung]] - [[Säuglingsforschung: Entwicklung]] -[[Säuglingsforschung: Ergebnisse]] - [[Scham]] - [[Schamanismus]] - [[Schatten]] - [[Schatten in den Gottesbildern]] - [[Schatten, archetypischer]] - [[Schatten, persönlicher]] - [[Schatten, therapeutischer]] - [[Schizoide Persönlichkeitsstörung]] - [[Schizophrenie]] - [[Schönheit]] - [[Schöpferisches]] - [[Schuldgefühl]] - [[Seele]] - [[Seelenverlust]] - [[Primärprozess/Sekundärprozess|Sekundärprozess]] - [[Selbst, primäres/Körperselbst]] - [[Selbst]] - [[Selbstempfinden]] - [[Selbstkonzept]] - [[Selbstobjekt]] - Selbstorganisation &amp;gt; [[Selbstregulation]] - [[Selbstpsychologie]] - [[Selbstregulation]] - [[Selbstrepräsentanz]] - Selbstverwirklichung &amp;gt; [[Individuation]] - [[Selbstwertgefühl]] - [[Senex]] - [[Set]] - [[Setting]] - [[Sexualität als Symbol]] - [[Sexualität]] - [[Sexueller Missbrauch]] - [[Sinn]] - [[Spaltung]] - [[Spiegeln]] - [[Spiegelübertragung]] - [[Spielen]] - [[Spiritualität, weibliche]] - [[Spiritualität]] - [[Stein der Weisen]] - [[Stimme, innere]] - Störung, psychische &amp;gt; [[Neurose]] - [[Subjekt]] - [[Subjektstufe]] - [[Sublimierung]] - [[Suizid]] - [[Supervision]] - [[Symbiose]] - [[Symbol, Gefahren]] - [[Symbol]] - [[Symbolisierung]] - [[Symptom]] - [[Synchronizität]] - [[Synthese]] - [[Systemtheorie]] - [[Syzygie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;T&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Tantrismus]] - [[Tanz]] - [[Tanztherapie]] - [[Taoismus]] - [[Teilpersönlichkeiten]] - Teleologischer Gesichtspunkt &amp;gt; [[Finalität]] - [[Temenos]] - [[Testverfahren, projektive]] - [[Thanatos/Tod]] - Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie &amp;gt; [[Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte]] - [[Tiefenpsychologische Theorie]] - [[Tierbraut/Tierbräutigam]] - [[Todestraum]] - [[Tonfeld, Arbeit am]] - [[Transaktionsanalyse]] - Transgressivität &amp;gt; [[Feld, psychisches]] - [[Transpersonale Psychologie]] - [[Transpersonale Psychotherapie]] - Transzendente Funktion &amp;gt; [[Funktion, transzendente]] - [[Trauer]] - [[Traum, archetypischer]] - [[Traum, initialer]] - [[Traum, kollektiver]] - [[Traum, luzider]] - [[Traum]] - [[Trauma/Traumatisierung]] - [[Traumatherapie]] - [[Traumdichtung]] - [[Traum-Ich]] - [[Trauminkubation]] - Traumkörper &amp;gt; [[Prozessorientierte Psychologie]] - [[Traumkultur]] - [[Traumserie]] - [[Traumstruktur]] - [[Triade/Triangulierung]] - [[Trickster]] - [[Triebentwicklung, Phasen der]] - [[Typologie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;U, Ü&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Übergangsobjekt]] - [[Über-Ich]] - [[Über-Ich-Entwicklung]] - [[Übertragung/Gegenübertragung]] - [[Übertragungsformen]] - [[UFO]] - [[Unbewusstes]] - [[Unbewusstes, kollektives]] - [[Unbewusstes, persönliches]] - [[Unbewusstes, psychoides]] - [[Ungeschehenmachen]] - [[Unterbewusstes]] - [[Unus mundus]] - [[Urbeziehung]] - [[Urbild]] - [[Uroboros]] - [[Urschuld]] - [[Urszene]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;V&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Vas hermetis/Vas hermeticum]] - [[Vater, Großer]] - [[Vaterarchetyp]] - [[Vaterbild]] - [[Vaterkomplex]] - [[Verdrängung]] - [[Verhaltenstherapie]] - [[Verleugnung]] - [[Verschiebung]] - [[Verstehen]] - [[Verwandtschaftslibido]] - [[Vision]] - [[Visualisierung]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Wahn]] - [[Wandlung]] - Wandlungscharakter &amp;gt; [[Elementarcharakter/Wandlungscharakter]] - [[Wandlungszyklus, schöpferischer]] - [[Weise, Alte]] - [[Weiser, Alter]] - [[Weltelterntrennung/Trennung der Ureltern]] - [[Weltsicht, archaische]] - [[Wendung gegen das Selbst]] - [[Widerstand]] - [[Wiedergeburt]] - [[Wiederholen]] - [[Wiederholung/Wiederholungszwang]] - [[Wille]] - [[Wirkfaktoren, psychotherapeutische|Wirkfaktoren, psychotherapetische]] - [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Wissen, absolutes]] - [[Wissenschaftstheorie]] - [[Wunscherfüllung]] - Wut &amp;gt; [[Aggression]] &amp;gt; [[Ärger]] &amp;gt; [[Hass]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;X&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Y&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Zahl]] - [[Zeit]] - [[Zentroversion]] - [[Zwang]] - [[Zwangsneurose]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Autoren und ihre Stichworte&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturliste&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=1955</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=1955"/>
		<updated>2025-08-22T12:30:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Liebe Leserinnen und Leser des Lexikons für Analytische und Integrative Psychologie (AIP),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese Datenbank beschreibt psychologische Grundbegriffe unter psychodynamischer, tiefenpsychologischer und integrativer Perspektive &lt;br /&gt;
mit besonderer Berücksichtigung der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Analytischen Psychologie C. G. Jungs&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unserer Auffassung nach ist diese von ihrem Ganzheits-Ansatz her eine integrative Psychologie, die sowohl psychodynamische, verhaltensorientierte, symbolische, kreative und transpersonale Aspekte berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datenbank befindet sich in laufender Überarbeitung, Erweiterung und Aktualisierung. In Bezug auf allgemeinere und aktuellere Perspektiven in der Definition der Begriffe verweisen wir auch auf die Ausführungen bei wikipedia.de wie auch anderer psychologischer Lexika. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Anregungen ud Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Verlag [http://opus-magnum.com opus-magnum.com] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontakt: [https://opus-magnum.com/kontakt/ &#039;&#039;&#039;Hier&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es finden sich bisher folgende Stichworte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[A-H-System]] - [[Abaissement du niveau mental]] - Abreaktion &amp;gt; [[Katharsis]] - [[Abstinenz]] - [[Abwehr]] - [[Abwehrmechanismen]] - [[Achtsamkeit]] - Adaption &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Adoleszenz]] - [[Affekt]] - Affektabwehr &amp;gt; [[Abwehrmechanismen]] - Affektansteckung &amp;gt; [[Induktion]] - [[Affektisolierung]] - [[Affektregulation]] - [[Affektualisierung (Emotionalisierung)]] - [[Aggression]] - [[Aggressionstheorien]] - [[Agieren]] - Akkomodation &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Aktive Imagination]] - [[Aktualkonflikt]] - [[Aktualisierung]] - [[Akzeptanz]] - [[Alchemie]] - [[Alchemie, Phasen des Werkes]] - [[Allegorie]] - [[Allgemeine Psychotherapie]] - [[Amplifikation]] - [[Analogie]] - [[Analyse]] - [[Analytische Psychologie]] - [[Androgynie]] - [[Angst]] - [[Anima/Animus]] - [[Anpassung]] - [[Anthropisches Prinzip]] - [[Anthropos]] - [[Anthroposophie]] - [[Anthropozentrismus]] - [[Apperzeption]] - [[Aqual-Modell]] - [[Apperzeption, mythologische]] - [[Arbeitsbündnis]] - [[Archetyp]] - [[Archetypische Psychologie]] - [[Ärger]] - Assimilation &amp;gt; [[Anpassung]] - [[Assoziation]] - [[Assoziation, freie]] - [[Assoziation, gebundene]] - [[Assoziationsexperiment]] - [[Ätiologie]] - [[Aufmerksamkeit, gleichschwebende]] - [[Authentizität]] - [[Automatismen, psychomotorische]] - [[Automorphismus]] - [[Autonomie]] - [[Axiom der Maria Prophetissa]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Balint-Gruppenarbeit]] - [[Bedürfnishierarchie]] - [[Besessenheit]] - [[Bewusstheit]] - [[Bewusstsein]] - [[Bewusstsein, kollektives]] - [[Bewusstsein, matriarchales]] - [[Bewusstsein, patriarchales]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Allgemeine Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Kindliche Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Mythologische Stadien]] - [[Bewusstseinsentwicklung: Weibliche Stadien]] - [[Bewusstseins-Evolution]] - [[Bewusstseinsforschung]] - [[Bewusstseins-Mutation]] - [[Bewusstseinszustände, veränderte]] - [[Beziehung]] - [[Beziehung, therapeutische]] - [[Beziehungsquaternio]] - [[Beziehungsstufe]] - [[Bild]] - [[Bildbetrachtung/ -deutung]] - [[Bindung]] - [[Biologie]] - [[Bios-Prinzip]] - [[Bios-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Borderline]] - [[Böses]] - [[Buddhismus]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Chaos]] - [[Chaostheorie]] - [[Charakter]] - Charakterneurose &amp;gt; [[Charakter]] - [[Christentum]] - [[Coaching]] - [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] - [[Container/Contained]] - [[Coping]] - [[Couch-Sessel-Kontroverse]] - [[Cyberspace]] - [[Cybertherapie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[De(s)integration]] - [[Deckerinnerung]] - [[Denken/Denkfunktion]] - [[Depersonalisation/Derealisation]] - [[Depression]] - [[Desidentifikation]] - [[Determinismus]] - Deutung auf der Beziehungsstufe &amp;gt; [[Beziehungsstufe]] - Deutung auf der Objektstufe &amp;gt; [[Objektstufe]] - Deutung auf der Subjektstufe &amp;gt; [[Subjektstufe]] - [[Deutung]] - [[Diagnostik]] - Dialektischer Prozess &amp;gt; [[Prozess, dialektischer]] - [[Dichtung]] - [[Differenzierung]] - [[Dissoziation]] - [[Drachenkampf]] - Drogen &amp;gt; [[Psycholyse]] &amp;gt; [[Dualismus]] - Dual-Union &amp;gt; [[Urbeziehung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ehe/Partnerschaft]] - [[Eifersucht]] - Einfühlung &amp;gt; [[Empathie]] - [[Einheitswirklichkeit]] - Einsicht &amp;gt; [[Deutung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]] &amp;gt; [[Erleben]] &amp;gt; [[Logos-Prinzip]] &amp;gt; [[Verstehen]] - [[Einstellung, symbolische]] - [[Einstellung]] - Ekklesiogene Neurose &amp;gt; [[Neurose, ekklesiogene]] - [[Ekstase]] - [[Elementarcharakter/Wandlungscharakter]] - [[Eltern]] - [[Emotion]] - [[Empathie]] - [[Empfinden/Empfindungsfunktion]] - Empirie &amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]] - [[Enantiodromie]] - [[Energie]] - [[Ent-Emotionalisierung]] - Entwicklung, psychische &amp;gt; [[Individuation]] - [[Entwicklungspsychologie]] - [[Erinnern]] - [[Erkenntnistheorie]] - [[Erleben]] - [[Eros-Prinzip]] - [[Eros-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Es]] - [[Ethik]] - [[Ethik, neue]] - [[Ethik, therapeutische]] - [[Ethikleitlinien]] - [[Ethologie]] - Evolution des Bewusstseins &amp;gt; [[Bewusstseins-Evolution]] - [[Evolutionäre Psychologie]] - Extranes Wissen &amp;gt; [[Feld, psychisches]] &amp;gt; [[Wissen, absolutes]] - [[Extraversion]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Familie]] - [[Familientherapie]] - [[Fantasie]] - [[Fantasiedenken/gerichtetes Denken]] - [[Farben]] - [[Fehlleistung]] - [[Feld, psychisches]] - [[Feminismus]] - [[Feminismus: Kritik an C. G. Jung]] - [[Filialisierung des Ich]] - [[Film, populärer]] - [[Finalität]] - [[Flow]] - [[Focusing]] - Formen &amp;gt; [[Mandalasymbolik]] - Freie Assoziation, vgl. &amp;gt; [[Assoziation, freie]] - [[Freude]] - [[Freud-Jung-Beziehung]] - [[Fühlen/Fühlfunktion]] - [[Funktion, inferiore]] - Funktion, superiore &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - [[Funktion, transzendente]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;G&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ganzheit]] - [[Ganzwerdung]] - Gefühl &amp;gt; [[Affekt]] &amp;gt; [[Emotion]] &amp;gt; [[Fühlen/Fühlfunktion]] - [[Gegensatz]] - Gegenübertragung &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] &amp;gt; [[Übertragung/Gegenübertragung]] &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] - [[Gehirn]] - [[Geist]] - [[Geister]] - Geisteswissenschaft &amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Philosophie/Philosophia perennis]] - [[Geschlecht]] - [[Geschlechtsidentität]] - [[Geschwisterbeziehung]] - [[Geschwisterkomplex]] - [[Gesellschaft]] - [[Gesprächspsychotherapie]] - [[Gestalttherapie]] - [[Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie]] - Gewalt &amp;gt; [[Aggression]] - [[Gewalt bei Jugendlichen]] - Gewissen &amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Moral]] &amp;gt; [[Über-Ich]] - Gleichschwebende Aufmerksamkeit &amp;gt; [[Aufmerksamkeit, gleichschwebende]] - [[Glück]] - [[Gnosis]] - [[Gottesbild]] - [[Größenfantasien]] - Grundfunktionen, psychische &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - Grundregel, psychoanalytische &amp;gt; [[Assoziation, freie]] - Gruppe &amp;gt; [[Gesellschaft]] &amp;gt; [[Kollektiv]] &amp;gt; [[Kollektivpsyche]] - [[Gruppenpsychotherapie]]&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Hass]] - Hauptfunktion &amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]] - [[Heilen/Heilung]] - [[Heiler, verwundeter]] - Heilige Hochzeit &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] &amp;gt; [[Hierosgamos]] &amp;gt; [[Heiratsquaternio]] &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] - Held &amp;gt; [[Heldenmythos]] &amp;gt; [[Heros-Prinzip]] - [[Hermaphrodit]] - [[Hermeneutik]] - [[Hermes-Mercurius]] - [[Hermetik]] - [[Heros-Prinzip]] - [[Heros-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Hexe]] - [[Hierosgamos]] - [[Himmelfahrt]] - [[Hinduismus]] - [[Hirnforschung]] - [[Hoffnung]] - [[Holon]] - [[Homosexualität]] - [[Humanistische Psychologie]] - [[Humor]] - [[Hybris]] - [[Hypostasierung]] - [[Hysterie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[I Ging]] - [[Ich, integrales]] - [[Ich/Ich-Bewusstsein]] - [[Ich-Funktionen]] - Ich-Ideal &amp;gt; [[Ideal-Ich]] - Ich-Kohärenz &amp;gt; [[Identität, personale]] - [[Ich-Komplex]] - [[Ich-Psychologie]] - [[Ich-Selbst-Achse]] - [[Ideal-Ich]] - [[Idealisierung]] - [[Idee]] - [[Identifikation mit dem Aggressor]] - [[Identifikation, projektive]] - [[Identifikation]] - [[Identität, personale]] - [[Identität]] - [[Imagination, aktive]] - [[Imagination]] - [[Imago]] - [[Individualität]] - [[Individualpsychologie]] - [[Individuation]] -[[Individuationsprozess]] - [[Individuationsprozess: Erste Lebenshälfte]] - [[Individuationsprozess: Zweite Lebenshälfte]] - [[Induktion]] - Infektion, psychische &amp;gt; [[Identifikation]] &amp;gt; [[Induktion]] - [[Inflation]] - Initialtraum &amp;gt; [[Traum, initialer]] - [[Initiation]] - [[Initiatische Therapie]] - [[Instinkt]] - [[Inszenieren/Inszenierung]] - [[Integrale Psychologie]] - [[Integration]] - [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] - [[Intellektualisierung]] - [[Interesse]] - [[Internalisierung]] - [[Internet]] - Interpretation &amp;gt; [[Deutung]] &amp;gt; [[Durcharbeiten]] &amp;gt; [[Hermeneutik]] - [[Intersubjektivität]] &amp;gt; [[Intervention]] - [[Intervision]] - [[Introspektion]] - [[Introversion]] - [[Intuition/Intuitive Funktion]] - [[Inzest]] - [[Inzestfantasie]] - [[Inzeststufen]] - Isolierung &amp;gt; [[Affektisolierung]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;J&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Jugendlichenpsychotherapie, analytische: Aspekte der Analytischen Psychologie]] - [[Jugendlichenpsychotherapie, analytische]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;K&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kastration/Kastrationskomplex]] - [[Katathym imaginative Psychotherapie]] - [[Katharsis]] - [[Kausalität]] - [[Kind, Göttliches]] - [[Kindarchetyp]] - [[Kinderpsychotherapie, analytische: Theorie]] - [[Kinderpsychotherapie, analytische: Praxis]] - [[Kindheit/Kindheitsphasen]] - [[Kleinianische Psychoanalyse]] - [[Kognitive Psychologie]] - [[Kollektiv]] - Kollektive Träume &amp;gt; [[Traum, kollektiver]] - Kollektives Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, kollektives]] - Kollektives Unbewusstes &amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]] - [[Kollektivpsyche]] - Kommunikation, therapeutische &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] - [[Kompensation]] - [[Komplex]] - [[Komplexdiagnose]] - [[Komplexe Psychologie]] - [[Komplexität]] - [[Konflikt]] - [[Konfrontation]] - [[Konkretismus]] - [[Konstellation]] - [[Konstruktivismus]] - Kontrollanalyse &amp;gt; [[Supervision]] - [[Konversion]] - [[Körper]] - [[Körperbild/Körper-Ich]] - [[Körperpsychotherapie]] - [[Körpersprache]] - [[Kreativität]] - [[Kreativität, Phasen der]] - [[Krise]] &amp;gt; [[Lebenswende]] &amp;gt; [[Pubertät]] &amp;gt; [[Thanatos/Tod]] &amp;gt; [[Adoleszenz]] &amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] &amp;gt; [[Individuation]] &amp;gt; [[Individuationsprozess]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Wandlung]] - [[Krise]] - Kultur &amp;gt; [[Bewusstsein, schöpferisches]] &amp;gt; [[Dichtung]] &amp;gt; [[Gesellschaft]] &amp;gt; [[Kunst]] &amp;gt; [[Literatur]] &amp;gt; [[Märchen]] &amp;gt; [[Musik]] &amp;gt; [[Mythos]] &amp;gt; [[Mystik]] &amp;gt; [[Philosophie/Philosophia perennis]] &amp;gt; [[Religion]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] - Kundalini &amp;gt; [[Tantrismus]] - [[Kunst]] - [[Kunsttherapie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;L&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Langeweile]] - Lebensenergie &amp;gt; [[Libido]] - [[Lebenskunst]] - Lebensmitte &amp;gt; [[Lebenswende]] - [[Lebenswende]] - [[Lehranalyse]] - [[Leib-Psychotherapie/Psychoenergetik]] - [[Leidenschaft]] - [[Lernen]] - [[Libido]] - [[Liebe]] - [[Lieblingsmärchen]] - [[Literatur]] - [[Logos-Prinzip]] - [[Logos-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Lumen]] - [[Luminosität]] - Lustprinzip &amp;gt; [[Es]] - Luzider Traum &amp;gt; [[Traum, luzider]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Macht]] - [[Magie]] - [[Magier]] - [[Malen aus dem Unbewussten]] - [[Mana]] - [[Management]] - [[Mana-Persönlichkeit]] - [[Mandala]] - [[Mandalasymbolik]] - [[Männliches und Weibliches Prinzip]] - [[Märchen]] - [[Materie/Materialismus]] - Matriarchales Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, matriarchales]] - [[Matriarchat]] - [[MBTI:Myers-Briggs-Typen-Indikator]] - [[Meditation]] - [[Menschenbild]] - [[Metapher]] - [[Metaphysik]] - [[Minderwertigkeitsgefühl]] - [[Monismus]] - [[Monotheismus]] - [[Moral]] - [[Motivation]] - [[Mundus imaginalis]] - [[Musik]] - [[Musiktherapie]] - [[Mutter, Große]] - [[Mutterarchetyp]] - [[Mutterbild]] - [[Mutterkomplex]] - Mysterium coniunctionis &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] &amp;gt; [[Heiratsquaternio]] &amp;gt; [[Hierosgamos]] &amp;gt; [[Syzygie]] - [[Mystik]] - [[Mystos-Prinzip]] - [[Mystos-Prinzip in der Psychotherapie]] - [[Mythodrama]] - [[Mythos]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Narr]] - [[Narzissmus]] - [[Nationalsozialismus]] - [[Neid]] - Neugier &amp;gt; [[Interesse]] - [[Neurose]] - [[Neurose, ekklesiogene]] - [[Not-Ich]] - [[Numinoses]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Objekt]] - [[Objektbeziehungstheorie]] - [[Objektiv Psychisches]] - [[Objektkonstanz]] - Objektrepräsentanz &amp;gt; [[Objekt]] &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Repräsentanz]] - [[Objektstufe]] - [[Ödipuskomplex]] - [[OPD: Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik]] - [[Opfer/Opfern]] - [[Orientierungsfunktionen]] - Östliche Philosophie &amp;gt; [[Philosophie, östliche]] &amp;gt; [[Buddhismus]] &amp;gt; [[Hinduismus]] &amp;gt; [[Tantrismus]] &amp;gt; [[Taoismus]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Paar]] - [[Paartherapie]] - [[Paradoxon/Paradoxie/Paradoxität]] - [[Parapsychologie]] - [[Participation mystique]] - Partnerschaft &amp;gt; [[Ehe/Partnerschaft]] &amp;gt; [[Paar]] - Patriarchaler Uroborus &amp;gt; [[Uroboros]] - Patriarchales Bewusstsein &amp;gt; [[Bewusstsein, patriarchales]] - [[Patriarchat]] - [[Pentaolon-System]] - [[Persona]] - [[Personalisierung, sekundäre]] - [[Personifikation]] - [[Persönlichkeit]] - [[Philosophie, östliche]] - [[Philosophie/Philosophia perennis]] - [[Physik]] - [[Pleroma]] - [[Polarität]] - [[Polytheismus]] - [[Positivismus]] - [[Pränatale Psychologie]] - [[Prä-Trans-Verwechslung]] - [[Primärprozess/Sekundärprozess]] - [[Principium individuationis]] - [[Progression]] - [[Projektion]] - Projektive Identifikation &amp;gt; [[Identifikation, projektive]] - [[Prozess, dialektischer]] - Prozess, therapeutischer &amp;gt; [[Analyse]] &amp;gt; [[Beziehung, therapeutische]] &amp;gt; [[Psychotherapie, analytische]] - [[Prozessorientierte Psychologie/Prozessarbeit]] - Psyche, objektive &amp;gt; [[Objektiv Psychisches]] - [[Psyche]] - [[Psychifikation]] - Psychische Wirklichkeit &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Psychoanalyse]] - [[Psychodrama]] - [[Psychodynamik]] - [[Psychogenese]] - [[Psycholyse]] - [[Psychopharmakologie]] - [[Psychopompos]] - [[Psychose]] - [[Psychosenpsychotherapie]] - [[Psychosomatik]] - Psychosynthese &amp;gt; [[Synthese]] - [[Psychotherapie, analytische]] - Psychotherapie, integrative &amp;gt; [[Integrative Psychologie/Psychotherapie]] - [[Psychotherapie, stationäre]] - [[Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte]] - [[Psychotherapie]] - [[Puella aeterna/Puer aeternus]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Q&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Qualitätssicherung in der Psychotherapie]] - Quaternio-Modell &amp;gt; [[Beziehungsquaternio]] &amp;gt; [[Quaternität]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Rationalisierung]] - [[Reaktionsbildung]] - Realität, psychische &amp;gt; [[Konstruktivismus]] &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Realitätsprüfung]] - [[Reduktion/reduktive Methode versus Synthese/synthetische Methode]] - [[Reflexion]] - [[Regression]] - [[Religion]] - [[Repräsentanz]] - [[Resonanz]] - [[Ritual/Ritus]] - [[Ritualisierung]] - [[Rivalität]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Sandspieltherapie]] - [[Säuglingsbeobachtung]] - [[Säuglingsforschung: Entwicklung]] -[[Säuglingsforschung: Ergebnisse]] - [[Scham]] - [[Schamanismus]] - [[Schatten]] - [[Schatten in den Gottesbildern]] - [[Schatten, archetypischer]] - [[Schatten, persönlicher]] - [[Schatten, therapeutischer]] - [[Schizoide Persönlichkeitsstörung]] - [[Schizophrenie]] - [[Schönheit]] - [[Schöpferisches]] - [[Schuldgefühl]] - [[Seele]] - [[Seelenverlust]] - [[Primärprozess/Sekundärprozess|Sekundärprozess]] - [[Selbst, primäres/Körperselbst]] - [[Selbst]] - [[Selbstempfinden]] - [[Selbstkonzept]] - [[Selbstobjekt]] - Selbstorganisation &amp;gt; [[Selbstregulation]] - [[Selbstpsychologie]] - [[Selbstregulation]] - [[Selbstrepräsentanz]] - Selbstverwirklichung &amp;gt; [[Individuation]] - [[Selbstwertgefühl]] - [[Senex]] - [[Set]] - [[Setting]] - [[Sexualität als Symbol]] - [[Sexualität]] - [[Sexueller Missbrauch]] - [[Sinn]] - [[Spaltung]] - [[Spiegeln]] - [[Spiegelübertragung]] - [[Spielen]] - [[Spiritualität, weibliche]] - [[Spiritualität]] - [[Stein der Weisen]] - [[Stimme, innere]] - Störung, psychische &amp;gt; [[Neurose]] - [[Subjekt]] - [[Subjektstufe]] - [[Sublimierung]] - [[Suizid]] - [[Supervision]] - [[Symbiose]] - [[Symbol, Gefahren]] - [[Symbol]] - [[Symbolisierung]] - [[Symptom]] - [[Synchronizität]] - [[Synthese]] - [[Systemtheorie]] - [[Syzygie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;T&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Tantrismus]] - [[Tanz]] - [[Tanztherapie]] - [[Taoismus]] - [[Teilpersönlichkeiten]] - Teleologischer Gesichtspunkt &amp;gt; [[Finalität]] - [[Temenos]] - [[Testverfahren, projektive]] - [[Thanatos/Tod]] - Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie &amp;gt; [[Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte]] - [[Tiefenpsychologische Theorie]] - [[Tierbraut/Tierbräutigam]] - [[Todestraum]] - [[Tonfeld, Arbeit am]] - [[Transaktionsanalyse]] - Transgressivität &amp;gt; [[Feld, psychisches]] - [[Transpersonale Psychologie]] - [[Transpersonale Psychotherapie]] - Transzendente Funktion &amp;gt; [[Funktion, transzendente]] - [[Trauer]] - [[Traum, archetypischer]] - [[Traum, initialer]] - [[Traum, kollektiver]] - [[Traum, luzider]] - [[Traum]] - [[Trauma/Traumatisierung]] - [[Traumatherapie]] - [[Traumdichtung]] - [[Traum-Ich]] - [[Trauminkubation]] - Traumkörper &amp;gt; [[Prozessorientierte Psychologie]] - [[Traumkultur]] - [[Traumserie]] - [[Traumstruktur]] - [[Triade/Triangulierung]] - [[Trickster]] - [[Triebentwicklung, Phasen der]] - [[Typologie]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;U, Ü&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Übergangsobjekt]] - [[Über-Ich]] - [[Über-Ich-Entwicklung]] - [[Übertragung/Gegenübertragung]] - [[Übertragungsformen]] - [[UFO]] - [[Unbewusstes]] - [[Unbewusstes, kollektives]] - [[Unbewusstes, persönliches]] - [[Unbewusstes, psychoides]] - [[Ungeschehenmachen]] - [[Unterbewusstes]] - [[Unus mundus]] - [[Urbeziehung]] - [[Urbild]] - [[Uroboros]] - [[Urschuld]] - [[Urszene]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;V&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Vas hermetis/Vas hermeticum]] - [[Vater, Großer]] - [[Vaterarchetyp]] - [[Vaterbild]] - [[Vaterkomplex]] - [[Verdrängung]] - [[Verhaltenstherapie]] - [[Verleugnung]] - [[Verschiebung]] - [[Verstehen]] - [[Verwandtschaftslibido]] - [[Vision]] - [[Visualisierung]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Wahn]] - [[Wandlung]] - Wandlungscharakter &amp;gt; [[Elementarcharakter/Wandlungscharakter]] - [[Wandlungszyklus, schöpferischer]] - [[Weise, Alte]] - [[Weiser, Alter]] - [[Weltelterntrennung/Trennung der Ureltern]] - [[Weltsicht, archaische]] - [[Wendung gegen das Selbst]] - [[Widerstand]] - [[Wiedergeburt]] - [[Wiederholen]] - [[Wiederholung/Wiederholungszwang]] - [[Wille]] - [[Wirkfaktoren, psychotherapeutische|Wirkfaktoren, psychotherapetische]] - [[Wirklichkeit, psychische]] - [[Wissen, absolutes]] - [[Wissenschaftstheorie]] - [[Wunscherfüllung]] - Wut &amp;gt; [[Aggression]] &amp;gt; [[Ärger]] &amp;gt; [[Hass]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;X&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Y&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;[[Zahl]] - [[Zeit]] - [[Zentroversion]] - [[Zwang]] - [[Zwangsneurose]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Autoren und ihre Stichworte&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturliste&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objektrepr%C3%A4sentanz&amp;diff=1954</id>
		<title>Objektrepräsentanz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objektrepr%C3%A4sentanz&amp;diff=1954"/>
		<updated>2025-08-22T12:26:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Objektrepräsentanz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Objektrepräsentanz]] &amp;gt; [[Repräsentanz]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Selbstkonzept]] &amp;gt; [[Selbstobjekt]] &amp;gt; [[Selbstpsychologie]] &amp;gt; [[Selbstrepräsentanz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; „Repräsentanz“ meint, wie wir uns eine Sache, einen Menschen, uns selbst usw. vorstellen. Das Bild, das wir von anderen Menschen, Lebewesen, Dingen haben uns wie wir sie uns vorstellen, wie wir zu ihnen eingestellt sind, wird als „Objektrepräsentanz“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Keine&lt;br /&gt;
 Keine&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Selbstrepr%C3%A4sentanz&amp;diff=1953</id>
		<title>Selbstrepräsentanz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Selbstrepr%C3%A4sentanz&amp;diff=1953"/>
		<updated>2025-08-22T12:24:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Selbstrepräsentanz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Objektrepräsentanz]] &amp;gt; [[Repräsentanz]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Selbstkonzept]] &amp;gt; [[Selbstobjekt]] &amp;gt; [[Selbstpsychologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; „Repräsentanz“ meint, wie wir uns eine Sache, einen Menschen, uns selbst usw. vorstellen. Das Bild, das wir von uns selbst haben wie auch die Annahmen darüber, wie andere uns sehen und bewerten, wird „Subjektrepräsentanz“ oder auch „Selbstrepräsentanz“ genannt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objektrepr%C3%A4sentanz&amp;diff=1952</id>
		<title>Objektrepräsentanz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objektrepr%C3%A4sentanz&amp;diff=1952"/>
		<updated>2025-08-22T12:22:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Objektrepräsentanz  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; Objektbeziehungstheorie &amp;gt; Objektrepräsentanz &amp;gt; Repräsentanz &amp;gt; Selbst &amp;gt; Selbstkonzept &amp;gt; Selbstobjekt &amp;gt; Selbstpsychologie &amp;gt; Selbstrepräsentanz  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; „Repräsentanz“ meint, wie wir uns eine Sache, einen Mensch, wir uns selbst usw. vorstellen. Das Bild, das wir von anderen Menschen, Lebewesen, Dingen haben uns wie wir sie uns vorstellen, wie wir zu ihnen ein…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Objektrepräsentanz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Objektrepräsentanz]] &amp;gt; [[Repräsentanz]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Selbstkonzept]] &amp;gt; [[Selbstobjekt]] &amp;gt; [[Selbstpsychologie]] &amp;gt; [[Selbstrepräsentanz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; „Repräsentanz“ meint, wie wir uns eine Sache, einen Mensch, wir uns selbst usw. vorstellen. Das Bild, das wir von anderen Menschen, Lebewesen, Dingen haben uns wie wir sie uns vorstellen, wie wir zu ihnen eingestellt sind, wird als „Objektrepräsentanz“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Keine&lt;br /&gt;
 Keine&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Selbstrepr%C3%A4sentanz&amp;diff=1951</id>
		<title>Selbstrepräsentanz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Selbstrepr%C3%A4sentanz&amp;diff=1951"/>
		<updated>2025-08-22T12:18:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Selbstrepräsentanz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Objektrepräsentanz]] &amp;gt; [[Repräsentanz]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Selbstkonzept]] &amp;gt; [[Selbstobjekt]] &amp;gt; [[Selbstpsychologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; „Repräsentanz“ meint, wie wir uns eine Sache, ein Mensch, wir selbst usw. vorstellen. Das Bild, das wir von uns selbst haben und von dem wir annehmen, wie wir von anderen gesehen und bewertet werden, wird „Subjektrepräsentanz“ oder auch „Selbstrepräsentanz“ genannt. Andere Menschen, wie wir sie uns vorstellen oder wie wir zu ihnen eingestellt sind, werden als „Objektrepräsentanzen“ bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objektbeziehungstheorie&amp;diff=1950</id>
		<title>Objektbeziehungstheorie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objektbeziehungstheorie&amp;diff=1950"/>
		<updated>2025-08-22T12:14:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Objektbeziehungstheorie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Beziehung]] &amp;gt; [[Bindung]] &amp;gt; [[Empathie]] &amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] &amp;gt; [[Objekt]] &amp;gt; [[Säuglingsforschung: Ergebnisse]] &amp;gt; [[Säuglingsbeobachtung]] &amp;gt; [[Spiegeln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Objektbeziehungstheorie (&amp;gt; [[Objekt]]) – wie schon vorher die psychoanalytische &amp;gt; [[Ich-Psychologie]] seit H. Hartmann – und die Narzissmustheorien (&amp;gt; [[Narzissmus]]) wenden sich ab von der Vorstellung, dass im Zentrum der Entwicklung der &amp;gt; [[Persönlichkeit]] (&amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] &amp;gt; [[Individuation]]) die libidinöse oder aggressive Besetzung von Objekten steht. (&amp;gt; [[Aggression]] &amp;gt; [[Libido]] &amp;gt; [[Neurose]] &amp;gt; [[Sexualität]] &amp;gt; [[Thanatos/Tod]] &amp;gt; [[Triebentwicklung, Phasen der]]) Sie verwendet den Terminus Objektbeziehung, um zu kennzeichnen, dass es um ein komplexes Erfahrungsfeld geht (&amp;gt; [[Komplexität]]), in dem die Ich-Entwicklung (&amp;gt; [[Ich/Ich-Bewusstsein]] &amp;gt; [[Bewusstsein]] &amp;gt; [[Bewusstseinsentwicklung: Kindliche Stadien]]) geschieht. Als Objekt werden in der Objektbeziehungstheorie die Bezugspersonen verstanden, die auf das sich entwickelnde Kind reagieren, mit ihm im emotionalen Dialog und in Beziehung stehen und sehr unterschiedlich strukturierte Situationen erleben und gestalten (&amp;gt; [[Urbeziehung]]). An diesen Personen und der Kommunikation und Interaktion mit ihnen richtet sich das Kind aus. Es imitiert das Verhalten der ihm nahe stehenden Menschen (&amp;gt; [[Lernen]]), identifiziert sich mit ihren Emotionen, Erwartungen und Vorstellungen (&amp;gt; [[Identifikation]]), da es von der Unterstützung, Beachtung, Empathie und &amp;gt; [[Liebe]] dieser Bezugspersonen existenziell abhängig ist. Sie fungieren deswegen als ideale Objekte und können auch zu idealisierten Objekten werden (&amp;gt; [[Idealisierung]]). Dabei spielen aber nicht nur die Objekte an sich, sondern die Vorstellungen und Fantasien (&amp;gt; [[Fantasie]]) des Kindes vom Objekt, die es in der Beziehung gewinnt, eine zentrale Rolle (&amp;gt; [[Repräsentanz]] &amp;gt; [[Selbstrepräsentanz]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Das Kind orientiert sich an dem, was es subjektiv am Objekt erlebt, wahrnimmt, sich vorstellt. Es verinnerlicht (&amp;gt; [[Internalisierung]]) diese subjektive Wahrnehmung des Objektes innerhalb der Beziehung, also die Objektbeziehungserfahrung oder kurz die Objektbeziehung, nicht das Objekt an sich als Repräsentanz des Objektes. Da das Kind sich selbst zu einem erheblichen Teil über das erlebt, was es in den Objektbeziehungen über sich erfährt - was ihm dort gespiegelt wird (&amp;gt; [[Spiegeln]]) - entwickelt es auch eine Vorstellung von sich selber nicht nur aus dem, was es in sich selber von sich erlebt und wahrnimmt. Die Interaktionen mit den Bezugspersonen und seiner Umwelt generell machen ihm wesentliche Mitteilungen über sich selbst. Deshalb entsteht ein Bild von sich selber auch aus diesen Objektbeziehungserfahrungen heraus (&amp;gt; [[Objektrepräsentanz]]). Die Objektbeziehungen prägen damit die Selbstvorstellungen bzw. Selbstrepräsentanzen (&amp;gt; [[Selbstrepräsentanz]]) des Kindes und möglicherweise tragen sie zur Selbst-Idealisierung bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
E. Neumann und M. Fordham haben sich mit der Bedeutung der Objekte bzw. der Objektbeziehungen für die Ich-Entwicklung des Kindes sehr intensiv auseinandergesetzt, sind auch zu teilweise unterschiedlichen Ergebnissen gekommen, vor allem, weil sie teilweise den Selbstbegriff anders akzentuieren und weil Neumann sich sehr stark auf die archetypischen Bilder und Strukturen konzentriert, die hinter der Entwicklung des Kindes stehen. Bei M. Jacoby (Jacoby, 1985) findet sich eine fundierte Auseinandersetzung mit der Ich-Entwicklung unter Einbezug psychoanalytischer Objektbeziehungs- und Narzissmustheorien und auch der analytischen Entwicklungspsychologien von Fordham und Neumann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jacobson, E. (1973): Das Selbst und die Welt der Objekte; Jacoby, M. (1985): Individuation und Narzissmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objektbeziehungstheorie&amp;diff=1949</id>
		<title>Objektbeziehungstheorie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objektbeziehungstheorie&amp;diff=1949"/>
		<updated>2025-08-22T12:11:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Objektbeziehungstheorie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Beziehung]] &amp;gt; [[Bindung]] &amp;gt; [[Empathie]] &amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] &amp;gt; [[Objekt]] &amp;gt; [[Säuglingsforschung: Ergebnisse]] &amp;gt; [[Säuglingsbeobachtung]] &amp;gt; [[Spiegeln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Objektbeziehungstheorie (&amp;gt; [[Objekt]]) – wie schon vorher die psychoanalytische &amp;gt; [[Ich-Psychologie]] seit H. Hartmann – und die Narzissmustheorien (&amp;gt; [[Narzissmus]]) wenden sich ab von der Vorstellung, dass im Zentrum der Entwicklung der &amp;gt; [[Persönlichkeit]] (&amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] &amp;gt; [[Individuation]]) die libidinöse oder aggressive Besetzung von Objekten steht. (&amp;gt; [[Aggression]] &amp;gt; [[Libido]] &amp;gt; [[Neurose]] &amp;gt; [[Sexualität]] &amp;gt; [[Thanatos/Tod]] &amp;gt; [[Triebentwicklung, Phasen der]]) Sie verwendet den Terminus Objektbeziehung, um zu kennzeichnen, dass es um ein komplexes Erfahrungsfeld geht (&amp;gt; [[Komplexität]]), in dem die Ich-Entwicklung (&amp;gt; [[Ich/Ich-Bewusstsein]] &amp;gt; [[Bewusstsein]] &amp;gt; [[Bewusstseinsentwicklung: Kindliche Stadien]]) geschieht. Als Objekt werden in der Objektbeziehungstheorie die Bezugspersonen verstanden, die auf das sich entwickelnde Kind reagieren, mit ihm im emotionalen Dialog und in Beziehung stehen und sehr unterschiedlich strukturierte Situationen erleben und gestalten (&amp;gt; [[Urbeziehung]]). An diesen Personen und der Kommunikation und Interaktion mit ihnen richtet sich das Kind aus. Es imitiert das Verhalten der ihm nahe stehenden Menschen (&amp;gt; [[Lernen]]), identifiziert sich mit ihren Emotionen, Erwartungen und Vorstellungen (&amp;gt; [[Identifikation]]), da es von der Unterstützung, Beachtung, Empathie und &amp;gt; [[Liebe]] dieser Bezugspersonen existenziell abhängig ist. Sie fungieren deswegen als ideale Objekte und können auch zu idealisierten Objekten werden (&amp;gt; [[Idealisierung]]). Dabei spielen aber nicht nur die Objekte an sich, sondern die Vorstellungen und Fantasien (&amp;gt; [[Fantasie]]) des Kindes vom Objekt, die es in der Beziehung gewinnt, eine zentrale Rolle (&amp;gt; [[Repräsentanz]] &amp;gt; [[Selbstrepräsentanz]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Das Kind orientiert sich an dem, was es subjektiv am Objekt erlebt, wahrnimmt, sich vorstellt. Es verinnerlicht (&amp;gt; [[Internalisierung]]) diese subjektive Wahrnehmung des Objektes innerhalb der Beziehung, also die Objektbeziehungserfahrung oder kurz die Objektbeziehung, nicht das Objekt an sich als Repräsentanz des Objektes. Da das Kind sich selbst zu einem erheblichen Teil über das erlebt, was es in den Objektbeziehungen über sich erfährt - was ihm dort gespiegelt wird (&amp;gt; [[Spiegeln]]) - entwickelt es auch eine Vorstellung von sich selber nicht nur aus dem, was es in sich selber von sich erlebt und wahrnimmt. Die Interaktionen mit den Bezugspersonen und seiner Umwelt generell machen ihm wesentliche Mitteilungen über sich selbst. Deshalb entsteht ein Bild von sich selber auch aus diesen Objektbeziehungserfahrungen heraus. Die Objektbeziehungen prägen damit auch die Selbstvorstellungen bzw. Selbstrepräsentanzen (&amp;gt; [[Selbstrepräsentanz]]) des Kindes und möglicherweise tragen sie zur Selbst-Idealisierung bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
E. Neumann und L.M. Fordham haben sich mit der Bedeutung der Objekte bzw. der Objektbeziehungen für die Ich-Entwicklung des Kindes sehr intensiv auseinandergesetzt, sind auch zu teilweise unterschiedlichen Ergebnissen gekommen, vor allem, weil sie teilweise den Selbstbegriff anders akzentuieren und weil Neumann sich sehr stark auf die archetypischen Bilder und Strukturen konzentriert, die hinter der Entwicklung des Kindes stehen. Bei M. Jacoby (Jacoby, 1985) findet sich eine fundierte Auseinandersetzung mit der Ich-Entwicklung unter Einbezug psychoanalytischer Objektbeziehungs- und Narzissmustheorien und auch der analytischen Entwicklungspsychologien von Fordham und Neumann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jacobson, E. (1973): Das Selbst und die Welt der Objekte; Jacoby, M. (1985): Individuation und Narzissmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objekt&amp;diff=1948</id>
		<title>Objekt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objekt&amp;diff=1948"/>
		<updated>2025-08-22T12:06:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Bild]] &amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Ich/Ich-Bewusstsein]] &amp;gt; [[Imago]] &amp;gt; [[Konstruktivismus]] &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Subjekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Ein Objekt (lat. obicere, sich entgegenstellen: das Entgegengeworfene) ist in der Philosophie vor R. Descartes allgemein der Gegenstand, der einem &amp;gt; [[Subjekt]] oder vorstellenden &amp;gt; [[Bewusstsein]] oder Ich als solcher gegenübersteht und von ihm erfasst wird. Insofern ist das Objekt immer abhängig vom erfassenden Bewusstsein, Ich-Bewusstsein oder Subjekt. Dem gegenüber bedeutet Objektivismus die Annahme eines Objektiv-Gegebenen, das auch außerhalb einer subjektiven Erfahrungsmöglichkeit und Erfassung existiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Seit I. Kant wird unterschieden zwischen einem realen Objekt – der Teil der Außenwelt oder äußeren Wirklichkeit, der der inneren Wirklichkeit oder dem Bewusstsein gegenübersteht – und dem idealen Objekt – das, was das Bewusstsein im Denken, als Denkgegenstand beschäftigt. Bei G. W. F. Hegel im deutschen Idealismus und im Konstruktivismus wird betont, dass das Objekt als erfasster Inhalt überhaupt ein Produkt des Geistes oder Bewusstseins ist. S. Freud, der den Objektbegriff in die &amp;gt; [[Psychoanalyse]] einführt, die späteren Ich- und Objektbeziehungstheorien, sowie C. G. Jung und die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] verstehen den Objektbegriff in dieser Weise, nicht im Sinne einer &#039;säkularisierten&#039; Verwendung als Ding, Sache, Gegenstand. Bei Freud wird das Objekt allerdings wesentlich darauf reduziert, Gegenstand der &amp;gt; [[Libido]] zu sein und der Triebbefriedigung (Triebobjekt) zu dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die nach Freud ab den 40er Jahren des 20. Jh. in die &amp;gt; [[Psychoanalyse]] einfließende &amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] und später die Säuglingsforschung (&amp;gt; [[Säuglingsforschung: Ergebnisse]]) (u.a. Bowlby, Mahler, Spitz, Winnicott), durch das Eindringen des System-Gedankens (&amp;gt; [[Systemtheorie]]), des Beziehungs- und Interaktions-Standpunktes (&amp;gt; [[Familie]] &amp;gt; [[Familientherapie]]), sowie die &amp;gt; [[Ich-Psychologie]] seit Hartmann und die Narzissmusforschung (Kohut, Kernberg et al) rücken die Objektbeziehungstheorien ins Zentrum der Psychoanalyse. Natürlich sind Kind wie Bezugspersonen für sich betrachtet Subjekte, als Gegenüber aber sind sie Objekte im erkenntnistheoretischen Sinn. Als Subjekt der Erfahrung kann das Kind (ebenso wie die Eltern) nur das wahrnehmen, was als Inhalt des Gegenüber in ihm – bewusst und unbewusst –aufgenommen, wahrgenommen und verarbeitet wird. Das Objekt ist also real gegeben, aber dem Subjekt oder Ich-Bewusstsein nur durch konkrete, in der &amp;gt; [[Beziehung]] stattfindende Vorgänge und deren psychische Verarbeitung erfahrbar. Diese Vorgänge sind durch das Objekt veranlasst – die Verhaltenstherapie könnte sagen von einer Reizquelle oder einem Stimulus ausgehend – aber wesentlich durch die psychischen Vorgänge des individuellen Subjekts gedeutet und erfahren. In diesem Sinne wird dann auch von der Bedeutung der Objektbeziehung ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung betont schon früh, dass ein Objekt immer nur vermittelt durch die Psyche wahrgenommen und erkannt werden kann, d. h. dass es immer nur als Vorstellung &amp;gt; [[Bild]], Repräsentation oder &amp;gt; [[Repräsentanz]] existiert. Die &amp;gt; [[Imago]], das Bild oder die Repräsentanz eines objektiv gegebenen Objektes unterscheidet sich vom Objekt an sich: &amp;quot;Bekanntlich ist das in unserer Psyche befindliche Bild eines Objektes niemals dem Objekt absolut gleich, sondern höchstens ähnlich. Es kommt zwar durch die sinnliche Perzeption und durch die Apperzeption dieser Reize zustande, aber eben durch Vorgänge, welche schon unserer Psyche angehören und vom Objekt bloß veranlasst sind. Das Zeugnis unserer Sinne deckt sich zwar erfahrungsgemäß weitgehend mit den Qualitäten des Objekts, unsere Apperzeption aber steht unter fast unabsehbaren subjektiven Einflüssen, welche die richtige Erkenntnis eines menschlichen Charakters außerordentlich erschweren. Man tut darum in der praktischen Psychologie gut daran, wenn man das Bild, die Imago eines Menschen streng unterscheidet von seiner wirklichen Existenz. Infolge des äußerst subjektiven Zustandekommens einer Imago ist sie nicht selten eher ein Bild eines subjektiven Funktionskomplexes als des Objektes selbst.&amp;quot; (Jung, GW 6, § 892) Allerdings arbeiten Jung und dann auch E. Neumann – letzterer unter Einbeziehung von Bowlby, Erikson, Fordham, Klein, und Spitz – stärker den archetypischen Hintergrund auf, der die frühen Objektbeziehungen prägt. Sehr nahe sind sich, in den Vorstellungen über die Entwicklung des Ichs aus der frühen Objekt- oder Urbeziehung heraus, die Vorstellungen von M. Mahler und ihren Mitarbeitern und die von Neumann und D. Kadinski. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Neumann, E. (1963). Das Kind. Kostenloser download bei opus-magnum.de; Kadinski, D. (1964). Die Entwicklung des Ich beim Kinde; Seiffge-Krenke, I. (2009). Psychotherapie und Entwicklungspsychologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objekt&amp;diff=1947</id>
		<title>Objekt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objekt&amp;diff=1947"/>
		<updated>2025-08-22T12:02:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Bild]] &amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Ich/Ich-Bewusstsein]] &amp;gt; [[Imago]] &amp;gt; [[Konstruktivismus]] &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Subjekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Ein Objekt (lat. obicere, sich entgegenstellen: das Entgegengeworfene) ist in der Philosophie vor R. Descartes allgemein der Gegenstand, der einem &amp;gt; [[Subjekt]] oder vorstellenden &amp;gt; [[Bewusstsein]] oder Ich als solcher gegenübersteht und von ihm erfasst wird. Insofern ist das Objekt immer abhängig vom erfassenden Bewusstsein, Ich-Bewusstsein oder Subjekt. Dem gegenüber bedeutet Objektivismus die Annahme eines Objektiv-Gegebenen, das auch außerhalb einer subjektiven Erfahrungsmöglichkeit und Erfassung existiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Seit I. Kant wird unterschieden zwischen einem realen Objekt – der Teil der Außenwelt oder äußeren Wirklichkeit, der der inneren Wirklichkeit oder dem Bewusstsein gegenübersteht – und dem idealen Objekt – das, was das Bewusstsein im Denken, als Denkgegenstand beschäftigt. Bei G. W. F. Hegel im deutschen Idealismus und im Konstruktivismus wird betont, dass das Objekt als erfasster Inhalt überhaupt ein Produkt des Geistes oder Bewusstseins ist. S. Freud, der den Objektbegriff in die &amp;gt; [[Psychoanalyse]] einführt, die späteren Ich- und Objektbeziehungstheorien, sowie C. G. Jung und die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] verstehen den Objektbegriff in dieser Weise, nicht im Sinne einer &#039;säkularisierten&#039; Verwendung als Ding, Sache, Gegenstand. Bei Freud wird das Objekt allerdings wesentlich darauf reduziert, Gegenstand der &amp;gt; [[Libido]] zu sein und der Triebbefriedigung (Triebobjekt) zu dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die nach Freud ab den 40er Jahren des 20. Jh. in die &amp;gt; [[Psychoanalyse]] einfließende &amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] und später die Säuglingsforschung (&amp;gt; [[Säuglingsforschung: Ergebnisse]]) (u.a. Bowlby, Mahler, Spitz, Winnicott), durch das Eindringen des System-Gedankens (&amp;gt; [[Systemtheorie]]), des Beziehungs- und Interaktions-Standpunktes (&amp;gt; [[Familie]] &amp;gt; [[Familientherapie]]), sowie die &amp;gt; [[Ich-Psychologie]] seit Hartmann und die &amp;gt; [[Narzissmusforschung]] (Kohut, Kernberg et al) rücken die Objektbeziehungstheorien ins Zentrum der Psychoanalyse. Natürlich sind Kind wie Bezugspersonen für sich betrachtet Subjekte, als Gegenüber aber sind sie Objekte im erkenntnistheoretischen Sinn. Als Subjekt der Erfahrung kann das Kind (ebenso wie die Eltern) nur das wahrnehmen, was als Inhalt des Gegenüber in ihm – bewusst und unbewusst –aufgenommen, wahrgenommen und verarbeitet wird. Das Objekt ist also real gegeben, aber dem Subjekt oder Ich-Bewusstsein nur durch konkrete, in der &amp;gt; [[Beziehung]] stattfindende Vorgänge und deren psychische Verarbeitung erfahrbar. Diese Vorgänge sind durch das Objekt veranlasst – die Verhaltenstherapie könnte sagen von einer Reizquelle oder einem Stimulus ausgehend – aber wesentlich durch die psychischen Vorgänge des individuellen Subjekts gedeutet und erfahren. In diesem Sinne wird dann auch von der Bedeutung der Objektbeziehung ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung betont schon früh, dass ein Objekt immer nur vermittelt durch die Psyche wahrgenommen und erkannt werden kann, d. h. dass es immer nur als Vorstellung &amp;gt; [[Bild]], Repräsentation oder &amp;gt; [[Repräsentanz]] existiert. Die &amp;gt; [[Imago]], das Bild oder die Repräsentanz eines objektiv gegebenen Objektes unterscheidet sich vom Objekt an sich: &amp;quot;Bekanntlich ist das in unserer Psyche befindliche Bild eines Objektes niemals dem Objekt absolut gleich, sondern höchstens ähnlich. Es kommt zwar durch die sinnliche Perzeption und durch die Apperzeption dieser Reize zustande, aber eben durch Vorgänge, welche schon unserer Psyche angehören und vom Objekt bloß veranlasst sind. Das Zeugnis unserer Sinne deckt sich zwar erfahrungsgemäß weitgehend mit den Qualitäten des Objekts, unsere Apperzeption aber steht unter fast unabsehbaren subjektiven Einflüssen, welche die richtige Erkenntnis eines menschlichen Charakters außerordentlich erschweren. Man tut darum in der praktischen Psychologie gut daran, wenn man das Bild, die Imago eines Menschen streng unterscheidet von seiner wirklichen Existenz. Infolge des äußerst subjektiven Zustandekommens einer Imago ist sie nicht selten eher ein Bild eines subjektiven Funktionskomplexes als des Objektes selbst.&amp;quot; (Jung, GW 6, § 892) Allerdings arbeiten Jung und dann auch E. Neumann – letzterer unter Einbeziehung von Bowlby, Erikson, Fordham, Klein, und Spitz – stärker den archetypischen Hintergrund auf, der die frühen Objektbeziehungen prägt. Sehr nahe sind sich, in den Vorstellungen über die Entwicklung des Ichs aus der frühen Objekt- oder Urbeziehung heraus, die Vorstellungen von M. Mahler und ihren Mitarbeitern und die von Neumann und W. Kadinsky. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Neumann, E. (1963). Das Kind. Kostenloser download bei opus-magnum.de, Seiffge-Krenke, I. (2009). Psychotherapie und Entwicklungspsychologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Psychotherapie und Entwicklungspsychologie =&lt;br /&gt;
Beziehungen: Herausforderungen, Ressourcen, Risiken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Book&lt;br /&gt;
* © 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Psychotherapie und Entwicklungspsychologie =&lt;br /&gt;
Beziehungen: Herausforderungen, Ressourcen, Risiken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Book&lt;br /&gt;
* © 2009&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objekt&amp;diff=1946</id>
		<title>Objekt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objekt&amp;diff=1946"/>
		<updated>2025-08-22T11:55:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Bild]] &amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Ich/Ich-Bewusstsein]] &amp;gt; [[Imago]] &amp;gt; [[Konstruktivismus]] &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Subjekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Ein Objekt (lat. obicere, sich entgegenstellen: das Entgegengeworfene) ist in der Philosophie vor R. Descartes allgemein der Gegenstand, der einem &amp;gt; [[Subjekt]] oder vorstellenden &amp;gt; [[Bewusstsein]] oder Ich als solcher gegenübersteht und von ihm erfasst wird. Insofern ist das Objekt immer abhängig vom erfassenden Bewusstsein, Ich-Bewusstsein oder Subjekt. Dem gegenüber bedeutet Objektivismus die Annahme eines Objektiv-Gegebenen, das auch außerhalb einer subjektiven Erfahrungsmöglichkeit und Erfassung existiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Seit I. Kant wird unterschieden zwischen einem realen Objekt – der Teil der Außenwelt oder äußeren Wirklichkeit, der der inneren Wirklichkeit oder dem Bewusstsein gegenübersteht – und dem idealen Objekt – das, was das Bewusstsein im Denken, als Denkgegenstand beschäftigt. Bei G. W. F. Hegel im deutschen Idealismus und im Konstruktivismus wird betont, dass das Objekt als erfasster Inhalt überhaupt ein Produkt des Geistes oder Bewusstseins ist. S. Freud, der den Objektbegriff in die &amp;gt; [[Psychoanalyse]] einführt, die späteren Ich- und Objektbeziehungstheorien, sowie C. G. Jung und die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] verstehen den Objektbegriff in dieser Weise, nicht im Sinne einer &#039;säkularisierten&#039; Verwendung als Ding, Sache, Gegenstand. Bei Freud wird das Objekt allerdings wesentlich darauf reduziert, Gegenstand der &amp;gt; [[Libido]] zu sein und der Triebbefriedigung (Triebobjekt) zu dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die nach Freud ab den 40er Jahren des 20. Jh. in die &amp;gt; [[Psychoanalyse]] einfließende &amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] und später die Säuglingsforschung (&amp;gt; [[Säuglingsforschung: Ergebnisse]]) (u.a. Bowlby, Mahler, Spitz, Winnicott), durch das Eindringen des System-Gedankens (&amp;gt; [[Systemtheorie]]), des Beziehungs- und Interaktions-Standpunktes (&amp;gt; [[Familie]] &amp;gt; [[Familientherapie]]), sowie die &amp;gt; [[Ich-Psychologie]] seit Hartmann und die &amp;gt; [[Narzissmusforschung]] (Kohut, Kernberg et al) rücken die Objektbeziehungstheorien ins Zentrum der Psychoanalyse. Natürlich sind Kind wie Bezugspersonen für sich betrachtet Subjekte, als Gegenüber aber sind sie Objekte im erkenntnistheoretischen Sinn. Als Subjekt der Erfahrung kann das Kind (ebenso wie die Eltern) nur das wahrnehmen, was als Inhalt des Gegenüber in ihm – bewusst und unbewusst –aufgenommen, wahrgenommen und verarbeitet wird. Das Objekt ist also real gegeben, aber dem Subjekt oder Ich-Bewusstsein nur durch konkrete, in der &amp;gt; [[Beziehung]] stattfindende Vorgänge und deren psychische Verarbeitung erfahrbar. Diese Vorgänge sind durch das Objekt veranlasst – die Verhaltenstherapie könnte sagen von einer Reizquelle oder einem Stimulus ausgehend – aber wesentlich durch die psychischen Vorgänge des individuellen Subjekts gedeutet und erfahren. In diesem Sinne wird dann auch von der Bedeutung der Objektbeziehung ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung betont schon früh, dass ein Objekt immer nur vermittelt durch die Psyche wahrgenommen und erkannt werden kann, d. h. dass es immer nur als Vorstellung &amp;gt; [[Bild]], Repräsentation oder &amp;gt; [[Repräsentanz]] existiert. Die &amp;gt; [[Imago]], das Bild oder die Repräsentanz eines objektiv gegebenen Objektes unterscheidet sich vom Objekt an sich: &amp;quot;Bekanntlich ist das in unserer Psyche befindliche Bild eines Objektes niemals dem Objekt absolut gleich, sondern höchstens ähnlich. Es kommt zwar durch die sinnliche Perzeption und durch die Apperzeption dieser Reize zustande, aber eben durch Vorgänge, welche schon unserer Psyche angehören und vom Objekt bloß veranlasst sind. Das Zeugnis unserer Sinne deckt sich zwar erfahrungsgemäß weitgehend mit den Qualitäten des Objekts, unsere Apperzeption aber steht unter fast unabsehbaren subjektiven Einflüssen, welche die richtige Erkenntnis eines menschlichen Charakters außerordentlich erschweren. Man tut darum in der praktischen Psychologie gut daran, wenn man das Bild, die Imago eines Menschen streng unterscheidet von seiner wirklichen Existenz. Infolge des äußerst subjektiven Zustandekommens einer Imago ist sie nicht selten eher ein Bild eines subjektiven Funktionskomplexes als des Objektes selbst.&amp;quot; (Jung, GW 6, § 892) Allerdings arbeiten Jung und dann auch E. Neumann – letzterer unter Einbeziehung von Bowlby, Erikson, Fordham, Klein, und Spitz – stärker den archetypischen Hintergrund auf, der die frühen Objektbeziehungen prägt. Sehr nahe sind sich, in den Vorstellungen über die Entwicklung des Ichs aus der frühen Objekt- oder Urbeziehung heraus, die Vorstellungen von M. Mahler und ihren Mitarbeitern und die von Neumann und W. Kadinsky. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur: Neumann, E.&amp;lt;/b&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objekt&amp;diff=1945</id>
		<title>Objekt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objekt&amp;diff=1945"/>
		<updated>2025-08-22T11:55:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Bild]] &amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Ich/Ich-Bewusstsein]] &amp;gt; [[Imago]] &amp;gt; [[Konstruktivismus]] &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Subjekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Ein Objekt (lat. obicere, sich entgegenstellen: das Entgegengeworfene) ist in der Philosophie vor R. Descartes allgemein der Gegenstand, der einem &amp;gt; [[Subjekt]] oder vorstellenden &amp;gt; [[Bewusstsein]] oder Ich als solcher gegenübersteht und von ihm erfasst wird. Insofern ist das Objekt immer abhängig vom erfassenden Bewusstsein, Ich-Bewusstsein oder Subjekt. Dem gegenüber bedeutet Objektivismus die Annahme eines Objektiv-Gegebenen, das auch außerhalb einer subjektiven Erfahrungsmöglichkeit und Erfassung existiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Seit I. Kant wird unterschieden zwischen einem realen Objekt – der Teil der Außenwelt oder äußeren Wirklichkeit, der der inneren Wirklichkeit oder dem Bewusstsein gegenübersteht – und dem idealen Objekt – das, was das Bewusstsein im Denken, als Denkgegenstand beschäftigt. Bei G. W. F. Hegel im deutschen Idealismus und im Konstruktivismus wird betont, dass das Objekt als erfasster Inhalt überhaupt ein Produkt des Geistes oder Bewusstseins ist. S. Freud, der den Objektbegriff in die &amp;gt; [[Psychoanalyse]] einführt, die späteren Ich- und Objektbeziehungstheorien, sowie C. G. Jung und die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] verstehen den Objektbegriff in dieser Weise, nicht im Sinne einer &#039;säkularisierten&#039; Verwendung als Ding, Sache, Gegenstand. Bei Freud wird das Objekt allerdings wesentlich darauf reduziert, Gegenstand der &amp;gt; [[Libido]] zu sein und der Triebbefriedigung (Triebobjekt) zu dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die nach Freud ab den 40er Jahren des 20. Jh. in die &amp;gt; [[Psychoanalyse]] einfließende &amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] und später die Säuglingsforschung (&amp;gt; [[Säuglingsforschung: Ergebnisse]]) (u.a. Bowlby, Mahler, Spitz, Winnicott), durch das Eindringen des System-Gedankens (&amp;gt; [[Systemtheorie]]), des Beziehungs- und Interaktions-Standpunktes (&amp;gt; [[Familie]] &amp;gt; [[Familientherapie]]), sowie die &amp;gt; [[Ich-Psychologie]] seit Hartmann und die &amp;gt; [[Narzissmusforschung]] (Kohut, Kernberg et al) rücken die Objektbeziehungstheorien ins Zentrum der Psychoanalyse. Natürlich sind Kind wie Bezugspersonen für sich betrachtet Subjekte, als Gegenüber aber sind sie Objekte im erkenntnistheoretischen Sinn. Als Subjekt der Erfahrung kann das Kind (ebenso wie die Eltern) nur das wahrnehmen, was als Inhalt des Gegenüber in ihm – bewusst und unbewusst –aufgenommen, wahrgenommen und verarbeitet wird. Das Objekt ist also real gegeben, aber dem Subjekt oder Ich-Bewusstsein nur durch konkrete, in der &amp;gt; [[Beziehung]] stattfindende Vorgänge und deren psychische Verarbeitung erfahrbar. Diese Vorgänge sind durch das Objekt veranlasst – die Verhaltenstherapie könnte sagen von einer Reizquelle oder einem Stimulus ausgehend – aber wesentlich durch die psychischen Vorgänge des individuellen Subjekts gedeutet und erfahren. In diesem Sinne wird dann auch von der Bedeutung der Objektbeziehung ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung betont schon früh, dass ein Objekt immer nur vermittelt durch die Psyche wahrgenommen und erkannt werden kann, d. h. dass es immer nur als Vorstellung &amp;gt; [[Bild]], Repräsentation oder &amp;gt; [[Repräsentanz]] existiert. Die &amp;gt; [[Imago]], das Bild oder die Repräsentanz eines objektiv gegebenen Objektes unterscheidet sich vom Objekt an sich: &amp;quot;Bekanntlich ist das in unserer Psyche befindliche Bild eines Objektes niemals dem Objekt absolut gleich, sondern höchstens ähnlich. Es kommt zwar durch die sinnliche Perzeption und durch die Apperzeption dieser Reize zustande, aber eben durch Vorgänge, welche schon unserer Psyche angehören und vom Objekt bloß veranlasst sind. Das Zeugnis unserer Sinne deckt sich zwar erfahrungsgemäß weitgehend mit den Qualitäten des Objekts, unsere Apperzeption aber steht unter fast unabsehbaren subjektiven Einflüssen, welche die richtige Erkenntnis eines menschlichen Charakters außerordentlich erschweren. Man tut darum in der praktischen Psychologie gut daran, wenn man das Bild, die Imago eines Menschen streng unterscheidet von seiner wirklichen Existenz. Infolge des äußerst subjektiven Zustandekommens einer Imago ist sie nicht selten eher ein Bild eines subjektiven Funktionskomplexes als des Objektes selbst.&amp;quot; (Jung, GW 6, § 892) Allerdings arbeiten Jung und dann auch E. Neumann – letzterer unter Einbeziehung von Bowlby, Erikson, Fordham, Klein, und Spitz – stärker den archetypischen Hintergrund auf, der die frühen Objektbeziehungen prägt. Sehr nahe sind sich, in den Vorstellungen über die Entwicklung des Ichs aus der frühen Objekt- oder Urbeziehung heraus, die Vorstellungen von M. Mahler und ihren Mitarbeitern und die von Neumann und W. Kadinsky. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Archetyp&amp;diff=1944</id>
		<title>Archetyp</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Archetyp&amp;diff=1944"/>
		<updated>2025-08-22T11:52:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Archetyp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Amplifikation]] &amp;gt; [[Bild]] &amp;gt; [[Evolutionäre Psychologie]] &amp;gt; [[Feld, psychisches]] &amp;gt; [[Idee]] &amp;gt; [[Imago]] &amp;gt; [[Instinkt]] &amp;gt; [[Komplex]] &amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Wissen, absolutes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Mit dem Begriff des Archetyps versucht C. G. Jung relativ universale, allgemein-menschliche, inhaltlich aber nicht ganz genau festgelegte Dispositionen, Möglichkeitenm Muster und Potenziale des Funktionierens, Erlebens und Verhaltens zu bezeichnen. Es sind Muster, die der spezifischen Eigenart und den öko-bio-psycho-sozio-kulturen Aspekten des Menschen und seiner Mit- und Umwelt-Beziehungen entsprechen. Arche (griech.: Ursprung, Wesen, Ausgangspunkt für die Erkenntnis) wurde von Aristoteles definiert als „das erste, von dem etwas ist, wird oder erkannt wird“. Typ (griech. typos: Gepräge der Münzen, der Schlag und das dadurch Erzeugte, die Gestalt, die Form, das Muster, das Vorbild) bezeichnet die, einer Gruppe von Personen, Situationen oder Dingen, gemeinsame Grundform oder Urgestalt, auch das prägnante oder vorbildliche Muster, das den Charakter oder die Gestalt einer solchen Gruppe an sich darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Die Archetypenlehre bildet ein wesentliches Element der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) und des von C. G. Jung entworfenen Menschenbildes. Jung hat den Begriff des Archetypus dem Corpus Hermeticum entnommen, einer Sammlung von metaphysischen Abhandlungen und Dialogen, die zwischen der Mitte des 1. und dem 4. Jahrhundert n. Chr. verfasst worden sein sollen (&amp;gt; [[Hermetik]]), sowie der Schrift des Dionysius Areopagita de divinis nominibus (vgl. Jacoby, 1957). Vorläufer und Bezüge finden sich auch beispielsweise in Platons Ideenlehre, den idea principales des Hl. Augustinus, Kants Erkenntnistheorie (&amp;gt; [[Erkenntnistheorie]]) und in Schopenhauers Philosophie. Vor diesem ideengeschichtlichen Hintergrund und der Erfahrung des urtümlichen Materials, das Jung in den Behandlungen von Patienten, sowie in seinem eigenen Lebensprozess fand, kam er zu dem Ergebnis, dass der psychischen Tätigkeit eine angeborene Struktur – manchmal spricht er auch von Strukturdominanten oder von unanschaulichen Grundformen – zugrunde liegen müsse. Menschliches Erleben und Verhalten basiert also auf einer allgemeinen Grundlage, „der Menschenart des Menschen“ (Jung, GW 9/1, § 152), die sich in jedem Individuum wieder finden lässt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hypothese des kollektiven Unbewussten (&amp;gt; [[Kollektiv]] &amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]]), und damit der Archetypen, führte zum Bruch zwischen C. G. Jung und S. Freud (&amp;gt; [[Freud-Jung-Beziehung]]) und u. a. dazu, dass die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] lange Zeit als mythologisch (&amp;gt; [[Mythos]]) und mystizistisch (&amp;gt; [[Mystik]]), auch reaktionär und antiemanzipatorisch abgewehrt und abgewertet wird. Inzwischen haben aber beispielsweise die &amp;gt; [[Biologie]], die &amp;gt; [[Ethologie]], die &amp;gt; [[Evolutionäre Psychologie]], die Genforschung, die &amp;gt; [[Hirnforschung]], die &amp;gt; [[Kognitive Psychologie]] und selbst auch die &amp;gt; [[Psychoanalyse]] so viele parallele Theorien zum Archetypenkonzept entwickelt, dass sie heute nichtnur als weitgehend bestätigt gelten kann, sondern sogar als selbstverständlich angsehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archetypen können heute als evolutionär erworbene universale Bereitschafts- und Reaktionssysteme des menschlichen Organismus definiert werden, die in der Beziehung und Auseinandersetzung mit dessen Mit- und Umwelt typische, universal verbreitete Verhaltensweisen und Vorstellungen hervorbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Unser Leben ist dasselbe, wie es seit Ewigkeiten war. Es ist jedenfalls in unserm Sinne nichts Vergängliches, denn dieselben physiologischen und psychologischen Prozesse, wie sie dem Menschen seit Hunderttausenden von Jahren eigneten, dauern immer noch an und geben dem innern Gefühl tiefste Ahnung einer „ewigen“ Kontinuität des Lebendigen. Unser Selbst als ein Inbegriff unseres lebenden Systems enthält aber nicht nur den Niederschlag und die Summe alles gelebten Lebens, sondern ist auch der Ausgangspunkt, der schwangere Mutterboden alles zukünftigen Lebens, dessen Vorahnung dem innern Gefühl ebenso deutlich gegeben ist wie der historische Aspekt.“ (Jung, GW 7, § 303) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Diese unbewußte Psyche, die aller Menschheit gemeinsam ist, besteht nicht etwa aus bewußtseinsfähigen Inhalten, sondern aus latenten Dispositionen zu gewissen identischen Reaktionen. Die Tatsache des kollektiven Unbewußten ist einfach der psychische Ausdruck der Identität der Gehirnstruktur jenseits aller Rassenunterschiede. Daraus erklärt sich die Analogie, ja sogar Identität der Mythenmotive und der Symbole und der menschlichen Verständnismöglichkeit überhaupt. Die verschiedenen seelischen Entwicklungslinien gehen von einem gemeinsamen Grundstock aus, dessen Wurzeln in alle Vergangenheiten hinunterreichen. Hier liegt sogar der seelische Parallelismus mit dem Tier.&lt;br /&gt;
Es handelt sich - rein psychologisch genommen - um gemeinsame Instinkte des Vorstellens (Imagination) und des Handelns.“ (Jung, GW 13, §12) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C. G. Jung vergleicht den Archetyp mit dem Achsensystem eines Kristalls, welches die Kristallbildung in der Mutterlauge in gewisser Weise präformiert, ohne selber eine stoffliche Existenz zu besitzen. Die Eigenart des Herausbildens einer bestimmten Struktur ist dem Kristall zwar inhärent, aber sie „erscheint erst in der Art und Weise des Anschließens der Ionen und der Moleküle. Der Archetypus ist an sich leeres, formales Element, das nichts anderes ist als eine &amp;lt;facultas praeformanti&amp;gt;, eine a priori gegebene Möglichkeit der Vorstellungsform. Vererbt werden nicht die Vorstellungen, sondern die Formen.“ (Jung, GW 9/1, § 155) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C. G. Jung verwendet anfänglich, sowohl für die primäre unanschauliche Struktur als auch für die im Bewusstsein erscheinenden Erlebnisse und Motive, den Begriff des Urbildes (&amp;gt; [[Bild]]), später den des Archetyps. Auch archetypische Prozesse, Situationen, Konflikte etc. werden nicht deutlich von archetypischen Figuren unterschieden. Diese unsystematische Verwendung seiner Begriffe ist sicher dafür mitverantwortlich, dass das Archetypen-Konzept oft missverstanden wurde und Kritiker behauptet haben, Jung gehe von der Vererbung archetypischer Bilder aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C. G. Jung unterscheidet endgültig seit 1946 in „Theoretische Überlegungen zum Wesen des Psychischen“ (vgl. Jung, GW 8) den unerkennbaren Archetyp an sich (per se) von den archetypischen Bildern, den Gestaltungen, den aktualisierten Erscheinungsformen des Archetyps, also den Erlebens- und Verhaltensweisen des Menschen, seinen psychischen Reaktionen, Symbolen. Jung charakterisiert den Archetyp zusätzlich auch als psychoid (griech. psyche: Seele; griech. eidos: Aussehen, Bild, Idee), als seelenartiges Gebilde, Kraft, Energie. Mit dem Begriff drückt er aus, dass er das eigentliche Wesen des Archetyps für bewusstseinsunfähig und transzendent hält, also die Grenzen von &amp;gt; [[Geist]] und &amp;gt; [[Materie/Materialismus|Materie]] übersteigend (&amp;gt; [[Unbewusstes, psychoides]]). Diese Vorstellung findet dann weitere Ausarbeitung in den Gedanken zur &amp;gt; [[Synchronizität]], zum &amp;gt; [[Unus mundus]] und zum absoluten Wissen (&amp;gt; [[Wissen, absolutes]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von C. G. Jung wie von seinen Nachfolgern sind viele archetypische Gestaltungen und Motive beschrieben worden. Am bekanntesten sind das &amp;gt; [[Mandala]], das &amp;gt; [[Selbst]], der &amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Vaterarchetyp]] und &amp;gt; [[Kindarchetyp]] (&amp;gt; [[Kind, Göttliches]]), der Archetyp des Schattens (&amp;gt; [[Schatten]]), der Anima und des Animus (&amp;gt; [[Anima/Animus]]), des Männlichen und Weiblichen Prinzips (&amp;gt; [[Männliches und Weibliches Prinzip]]), des Helden (&amp;gt; [[Heldenmythos]] &amp;gt; [[Heldenmythos]] &amp;gt; [[Heros-Prinzip]]), des Magiers (&amp;gt; [[Magier]]), der &amp;gt; [[Hexe]], des Narren (&amp;gt; [[Narr]]) und des Tricksters (&amp;gt; [[Trickster]]), der/des Alten Weisen (&amp;gt; [[Weise, Alte]] &amp;gt; [[Weiser, Alter]]), des &amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis|Mysterium Coniunctions]] und des Gottesbildes (&amp;gt; [[Gottesbild]]). In den &amp;gt; [[Märchen]], &amp;gt; [[Mythos|Mythen]], den Religionen der Menschheit (&amp;gt; [[Religion]]), der &amp;gt; [[Kunst]] und &amp;gt; [[Gesellschaft]], sowie in den Fantasien (&amp;gt; [[Fantasie]]), Träumen (&amp;gt; [[Traum]]), Visionen (&amp;gt; [[Vision]]) als auch den alltäglichen Erlebens-und Verhaltensweisen des Einzelnen findet sich reiches Material an solchen archetypischen Motiven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Archetypen entspricht den typischen Naturgesetzmäßigkeiten, Naturvorgängen, Naturereignissen (Himmel, Erde, Wasser, Feuer, Berg, Wald, Wiese, Wüste, Meer, Holz, Stein, Eis usw.) ist damit „nach unten“ hin – also in Richtung allgemeiner biologischer und psychischer Grundmöglichkeiten des Erlebens und Verhaltens, die die Menschen haben können – relativ begrenzt, andererseits sind ihre Ausdrucksformen „nach oben“ hin – also in Richtung individueller Ausprägungen und Erscheinungsformen – offen, denn sie erscheinen, im Einzelnen wie in der Gesellschaft, in immer neuen schöpferischen Formen und Kombinationen. Fast jeder Begriff, den Menschen erfunden haben, ist, wenn man ihm assoziativ &amp;quot;in die Tiefe&amp;quot; folgt, mit mehreren archetypischen Aspekten verbunden, z. B. der Baum verbindet sich uns mit weiteren archetypischen Erfahrungen wie Natur, Leben, Jahreszeiten, Wachstum, Verwurzelt-Sein, in die Höhe streben, Nahrung, Schutz, Entspannung, Ruhe usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es sich bei den archetypischen Mustern um kollektive, d. h. allgemein menschliche Phänomene handelt, wirken sie in alle Lebensbereiche hinein. Sie motivieren die Fantasien und Handlungen des Einzelnen, der &amp;gt; [[Gesellschaft]] und beeinflussen kulturelle Entwicklungen zum Guten wie zum Schlechten. Die stärksten Impulse der Menschheit gehen alle auf Archetypen zurück. Das gilt insbesondere für religiöse Vorstellungen; aber auch wissenschaftliche, philosophische () und moralische (&amp;gt; [[Ethik]] &amp;gt; [[Moral]]) Entwicklungen machen davon keine Ausnahme: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Unsere persönliche Psychologie ist nur eine dünne Haut, ein leichtes Kräuseln auf dem Ozean der kollektiven Psychologie. Der machtvolle Faktor, der Faktor, der unser Leben verändert, der die Oberfläche unserer bekannten Welt verändert und der Geschichte macht, ist die kollektive Psychologie, und die kollektive Psychologie bewegt sich nach Gesetzen, die von denen unseres Bewusstseins von Grund auf verschieden sind. Die Archetypen sind die großen entscheidenden Mächte, sie bringen die echten Ereignisse hervor, und nicht unser persönlicher Verstand und praktischer Intellekt [..] Es sind ohne Zweifel die archetypischen Bilder, die das Schicksal des Menschen bestimmen.“ (Jung, C. G., Jacobi, J., 1971, S. 63) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archetypische Faktoren können, wenn sie lange aus dem Leben eines Einzelnen oder einer Gesellschaft ausgeschlossen worden sind, eine hohe emotionalen „Ladung“ (&amp;gt; [[Komplex]]) und &amp;gt; [[Energie]] besitzen. Sie üben dann, wenn sie sich „konstellieren (&amp;gt; [[Konstellation]]), eine starke Faszination (&amp;gt; [[Numinoses]]) aus und führen leicht zu einer unbewussten &amp;gt; [[Identifikation]] mit ihnen, wodurch es zu einer psychischen Infektion und &amp;gt; [[Inflation]] im Einzelnen wie im Kollektiven (&amp;gt; [[Kollektiv]], &amp;gt; [[Kollektivpsyche]]) kommen kann. „Die gigantischen Katastrophen, die uns bedrohen, sind keine Elementarereignisse physischer oder biologischer Natur, sondern psychische Ereignisse. Uns bedrohen in schreckenerregendem Maße Kriege und Revolutionen, die nichts anderes sind als psychische Epidemien. Jederzeit können einige Millionen Menschen von einem Wahn befallen werden, und dann haben wir wieder einen Weltkrieg oder eine verheerende Revolution.“ (Jung, GW 17, § 302) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme des kollektiven Unbewussten (&amp;gt; [[Unbewusstes, kollektives]]) mit seiner archetypischen Struktur führt C. G. Jung über die bisherigen Vorstellungen eines persönlichen Unbewussten in der &amp;gt; [[Psychoanalyse]] weit hinaus: „Das kollektive Unbewusste ist alles weniger als ein abgekapseltes, persönliches System, es ist weltweite und weltoffene Objektivität. Ich bin das &amp;gt; [[Objekt]] aller Subjekte (&amp;gt; [[Subjekt]]) in völliger Umkehrung meines gewöhnlichen Bewusstseins, wo ich stets Subjekt bin, welches Objekt hat.“ (Jung, GW 9/I, § 46) Dies ist die Grundannahme für Jung‘s Konzept der objektiven Psyche (&amp;gt; [[Psyche, objektive]] &amp;gt; [[Wirklichkeit, psychische]]) und hat Konsequenzen, die sich erst heute allmählich erahnen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Psychotherapie (&amp;gt; [[Psychotherapie, analytische]]) hat das Archetypenkonzept tiefreichende Bedeutung, denn die seelische Störung (&amp;gt; [[Neurose]]) ist oft Ausdruck davon, dass sich ein Mensch von seinen archetypischen Wurzeln entfernt und damit die Beziehung zu seinem Unbewussten und zu einer gesunden &amp;gt; [[Selbstregulation]], die auf archetypischer Basis verläuft, verloren hat. Außerdem stellt das Archetypenkonzept den Menschen, sein Leiden, seine Heilung und seine Entwicklung in einen größeren Zusammenhang, der ihn mit allen anderen Menschen und dem Lebensstrom verbindet (&amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Spiritualität]]). So steht beispielsweise hinter einer persönlichen Trennungserfahrung oder einer tiefen Angst vor Einsamkeit das archetypische Phänomen der Trennung überhaupt. Hierher gehört z. B. das Motiv der „Weltelterntrennung“ oder das Motiv der Trennung der Geschlechter, ohne die eine Welt- und Menschheitsentstehung nicht möglich geworden wäre. &lt;br /&gt;
Durch die Erfahrung eines solchen tragenden Untergrundes fällt der Einzelne, mit seinen vermeintlich ganz persönlichen, Ängsten und Leiden nicht aus der Gesamtheit der Menschheit heraus, sondern kann sich darin gehalten fühlen (&amp;gt; [[Amplifikation]]). Das ist ein sehr folgenreicher und auch tröstlicher Gedanke für den Menschen in innerer Not immer dann, wenn es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angestrebtes, wenn auch nicht immer erreichtes Ziel einer analytischen Psychotherapie ist es von daher, dem Einzelnen z. B. über den Weg seiner Erfahrungen und Gefühle, seiner Wünsche, Sehnsüchte und Fantasien (&amp;gt; [[Fantasie]]), der &amp;gt; [[Imagination]], der Träume (&amp;gt; [[Traum]]) und Symbole (&amp;gt; [[Symbol]]) einen Zugang zu seinen unbewussten Tiefenschichten zu ermöglichen, denn der Mensch muss erfahren, „was ihn trägt, wenn er sich nicht mehr tragen kann. Einzig diese Erfahrung gibt ihm eine unzerstörbare Grundlage“ (Jung, GW 12, § 32) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jacobi, J. (1957): Komplex – Archetypus – Symbol; Obrist, W. (1990): Archetypen; Seifert, T. (1975): Archetypus und inneres Modell der Welt; Seifert, T. (1981): Lebensperspektiven der Psychologie; Stevens, A. (2002): Archetype Revisited.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; T. Seifert/L.Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Unbewusstes,_kollektives&amp;diff=1943</id>
		<title>Unbewusstes, kollektives</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Unbewusstes,_kollektives&amp;diff=1943"/>
		<updated>2025-08-22T11:50:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Unbewusstes, kollektives&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Archetyp]] &amp;gt; [[Bewusstsein, kollektives]] &amp;gt; [[Einheitswirklichkeit]] &amp;gt; [[Kreativität]] &amp;gt; [[Schatten, kollektiver]] &amp;gt; [[Schöpferisches]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Synchronizität]] &amp;gt; [[Traum, kollektiver]] &amp;gt; [[Unbewusstes, persönliches]] &amp;gt; [[Unbewusstes, psychoides]] &amp;gt; [[Unus mundus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Mit kollektivem Unbewussten wird in der Analytischen Psychologie die allen Menschen zugrunde liegende psychische Struktur, das allen Menschen gemeinsame, von Anfang an in der phylogenetischen, ontogenetischen, evolutionären Entwicklung wirkende Psychische bezeichnet Es ist dem Bewusstsein nur teilweise fassbar und bildet sich ab in archetypischen Bildern (&amp;gt; [[Archetyp]]) und &amp;gt; [[Symbol]]en und deren numinoser Energie (&amp;gt; [[Numinosität]]), teilweise bleibt es unanschaulich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; C. G. Jung beschreibt die Einflüsse und Wirkungsweisen unbewusster psychischer Kräfte, die in der gesamten Menschheit - und in der Gesamtheit des Lebendigen - die Entwicklung und &amp;gt; [[Individuation]] (&amp;gt; [[Principium individuationis]]) der Einzelwesen steuern und verbindet seine Beobachtungen und Erfahrungen mit den Vorstellungen und dem Wissen in älteren Philosophien und Religionen. Er stößt damit über die Einsicht S. Freuds in das persönliche Unbewusste hinaus vor in kollektive unbewusste Systeme. Als wissenschaftlich formulierbare Hypothese postuliert Jung diese kollektive Schicht des Unbewussten zuerst anhand seiner Arbeit mit schizophrenen Patienten und deren bildhaften unbewussten Äußerungen. In den Forschungen der Analytischen Psychologie wurden im Verlauf der Jahre eine Fülle von Bildern aus Träumen, Märchen, Mythen, Dichtung, Kunst, religiösem und philosophischem Denken beschrieben, durch die die steuernden Zentren menschlicher Verhaltens- und Erlebensweisen sichtbar werden. Die Arbeit an den typologischen Einstellungsfunktionen (&amp;gt; [[Einstellung]] &amp;gt; [[Extraverions|Extraversion]] &amp;gt; [[Introversion]]) und an den die Wahrnehmung und Reaktionsweisen steuernden Funktionen (&amp;gt; [[Orientierungsfunktionen]]) von Denken, Intuieren, Empfinden und Fühlen führt ebenso zur Verifikation der Hypothese wie biologische, physiologische, ethologische, ethnologische und mythologische Untersuchungen und die Untersuchungen zur Entwicklung des Bewusstseins und des Individuationsprozesses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auseinandersetzung mit der modernen Physik und Biologie verdichten Jungs Einsichten zu einem umfassenden Bild, bei dem Psyche und Körper verschiedene Seiten der gleichen Wirklichkeit darstellen (&amp;gt; [[Unus mundus]]). W. Pauli nimmt von der physikalischen, R. Sheldrake von der biologischen Seite die Impulse der Analytischen Psychologie auf. In jüngerer Zeit stößt die Neurobiologie (&amp;gt; [[Hirnforschung]]) auf Erkenntnisse, die bestätigen, dass hinter der bewussten Seite des Menschen unbewusste, selbsteuernde (&amp;gt; [[Finalität]] &amp;gt; [[Selbstregulation]]), kreative (&amp;gt; [[Kreativität]]) Prozesse am Werk sind. W. Obrist, A. Stevens, O. Vedfelt u. a. arbeiten von der Seite der Analytischen Psychologie diese Ergebnisse auf. Die Gesellschaftswissenschaften stoßen bei der Erforschung unbewusster Prozesse in Unternehmen und Institutionen auf Abläufe, die als kollektive Gesetzmäßigkeiten dieser Systeme (&amp;gt; [[Systemtheorie]]) beschrieben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung nennt diese Kraft- und Bildungszentren des Lebendigen zunächst]] &amp;gt; [[Urbilder, dann Archetypen. An ihren Bildern und Wirkungen erkennbar, stellen sie vorbewusste Zentren der Lebensbildung dar und sind durch ihre bildhafte Kontaktaufnahme mit dem Bewusstsein phänomenologisch beschreibbar. Offensichtlich sind sie treibende Kräfte der Evolution (&amp;gt; [[Bewusstseinsevolution]] &amp;gt; [[Evolutionäre Psychologie]]). Ihr Gestaltungsfluss stellt sich natürlich einstellende Bildungen des Lebens dar wie Geburt und Tod (&amp;gt; [[Thanatos/Tod]]), ]] &amp;gt; [[Pubertät und andere Übergänge (&amp;gt; [[Krise]] &amp;gt; [[Lebenswende]]), Gruppen- und EinzeIindividuation etc. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Energiefluss der Psyche organsiert sich dabei in archetypischen Systemen, innerhalb derer die Gegensatzspannung (&amp;gt; [[Enantiodromie]] &amp;gt; [[Gegensatz]] &amp;gt; [[Polarität]]) eine erhebliche Rolle spielt. Dabei stellt jedes Auf- und Abblühen eines archetypischen Musters wie z. B. Vater - oder Mutterwerden (&amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Vaterarchetyp]]) einen Individuationsschritt (&amp;gt; [[Individuationsprozess]]) im Speziellen dar, wie Michael Fordham ergänzend zur ersten Lebenshälfte des Menschen nachweist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird die Entfaltung der Individuation im Einzelnen oder im Ganzen eines menschlichen Lebens gestört, entstehen typische Stauungen der seelischen Energie, die sich in neurotischen (&amp;gt; [[Neurose]]) oder psychotischen Symptomen äußern. Deren regelmäßige Erscheinungsformen sind unterdessen großenteils erforscht und beruhen offensichtlich ebenfalls auf archetypischen Grundlagen. Die archetypischen Bilder des Narziss (&amp;gt; [[Narzissmus]]), des Ödipus (&amp;gt; [[Ödipuskomplex]]) oder der Elektra sind eindrucksvolle Beispiele dafür und werden zuerst von Sigmund Freud in der Psychoanalyse präzise beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dynamik des kollektiven Unbewussten wird gelegentlich in kreativen Gestaltungen der Kunst sichtbar, innerhalb der sich zukünftige Entwicklungen zeigen. Die Forschung belegt, dass Kinder und Künstler über ein Bewusstsein verfügen, das dem kollektiven Unbewussten gegenüber offener ist als das normale Tagesbewusstsein des Erwachsenen. Letzteres braucht häufig erst Absenkung des Bewusstseins im Schlaf, um die Botschaften und Beiträge des kollektiven Unbewussten in Träumen und vorbewussten Fantasien wahrzunehmen. In der Konsequenz dieser Forschungsergebnisse ist es zum wesentlichen Bestandteil der Therapien geworden, zwischen bewussten und unbewussten, kollektiven und individuellen Gedanken, Gefühlen, Fantasien, Gestaltungen zu unterscheiden. Dabei gehört die Mahnung Jungs, das Geschenk eines differenzierten Bewusstseins zu pflegen, zum festen Bestandteil, der besonders in, der von Jung für die Einzelarbeit erprobten und geschaffenen Meditationsform, der Aktiven Imagination (&amp;gt; [[Imagination, aktive]]) geübt wird. Je näher zum Einzelbewusstsein hin umso mehr verengt sich das archetypische Feld (&amp;gt; [[Feld, psychisches]]) und erscheint dann als kollektiver oder individueller [[&amp;gt; Komplex]]. Immer sind dabei aber die Elemente der kollektiven psychischen Energie, der lebendigen Gestaltung, der emotionalen Beteiligung und der Formgebung des Lebens enthalten. die Analytische Psychologie nimmt an, dass der Gesamtprozess ein, seine Entwicklung steuerndes, Zentrum hat. Dieses Zentrum und das Feld zusammen nennt Jung das &amp;gt; [[Selbst]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Obrist, W. (1990): Archetypen; Jacobi, J. (1957): Komplex - Archetypus - Symbol; Stevens, A. (2002): Archetype Revisited.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; G. Sauer&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objekt&amp;diff=1942</id>
		<title>Objekt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Objekt&amp;diff=1942"/>
		<updated>2025-08-22T11:41:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Bild]] &amp;gt; [[Erkenntnistheorie]] &amp;gt; [[Ich/Ich-Bewusstsein]] &amp;gt; [[Imago]] &amp;gt; [[Konstruktivismus]] &amp;gt; [[Objektbeziehungstheorie]] &amp;gt; [[Subjekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Ein Objekt (lat. obicere, sich entgegenstellen: das Entgegengeworfene) ist in der Philosophie vor R. Descartes allgemein der Gegenstand, der einem &amp;gt; [[Subjekt]] oder vorstellenden &amp;gt; [[Bewusstsein]] oder Ich als solcher gegenübersteht und von ihm erfasst wird. Insofern ist das Objekt immer abhängig vom erfassenden Bewusstsein, Ich-Bewusstsein oder Subjekt. Dem gegenüber bedeutet Objektivismus die Annahme eines Objektiv-Gegebenen, das auch außerhalb einer subjektiven Erfahrungsmöglichkeit und Erfassung existiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Seit I. Kant wird unterschieden zwischen einem realen Objekt – der Teil der Außenwelt oder äußeren Wirklichkeit, der der inneren Wirklichkeit oder dem Bewusstsein gegenübersteht – und dem idealen Objekt - das, was das Bewusstsein im Denken, als Denkgegenstand beschäftigt. Bei G. W. Hegel, im deutschen Idealismus, im Konstruktivismus wird betont, dass das Objekt als erfasster Inhalt überhaupt ein Produkt des Geistes oder Bewusstseins ist. S. Freud, der den Objektbegriff in die &amp;gt; [[Psychoanalyse]] einführt, die späteren Ich- und Objektbeziehungstheorien, sowie C. G. Jung und die &amp;gt; [[Analytische Psychologie]] verstehen den Objektbegriff in dieser Weise, nicht im Sinne einer &#039;säkularisierten&#039; Verwendung als Ding, Sache, Gegenstand. Bei Freud wird das Objekt allerdings wesentlich darauf reduziert, Gegenstand der &amp;gt; [[Libido]] zu sein und der Triebbefriedigung (Triebobjekt) zu dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die nach Freud ab den 40er Jahren des 20. Jh., in die &amp;gt; [[Psychoanalyse]] einfließende &amp;gt; [[Entwicklungspsychologie]] und später die &amp;gt; [[Säuglingsforschung: Ergebnisse]] (Bowlby, Mahler, Spitz, Winnicott u. a.), das Eindringen des System-Gedankens (&amp;gt; [[Systemtheorie]]) und Beziehungs- und Interaktions-Standpunktes (&amp;gt; [[Familie]] &amp;gt; [[Familientherapie]]), die &amp;gt; [[Ich-Psychologie]] seit Hartmann sowie die &amp;gt; [[Narzissmusforschung]] (Kohut, Kernberg et al) rücken dann die Objektbeziehungstheorien ins Zentrum der Psychoanalyse. Natürlich sind Kind wie Bezugspersonen für sich betrachtet Subjekte, als Gegenüber aber sind sie Objekte im erkenntnistheoretischen Sinn. Als Subjekt der Erfahrung kann das Kind (ebenso wie die Eltern) nur das wahrnehmen, was als Inhalt des Gegenüber in ihm - bewusst und unbewusst - aufgenommen, wahrgenommen und verarbeitet wird. Das Objekt ist also real gegeben, aber dem Subjekt oder Ich-Bewusstsein nur durch konkrete, in der &amp;gt; [[Beziehung]] stattfindende Vorgänge und deren psychische Verarbeitung erfahrbar. Diese Vorgänge sind durch das Objekt veranlasst - die Verhaltenstherapie könnte sagen von einer Reizquelle oder einem Stimulus ausgehend - aber wesentlich durch die psychischen Vorgänge des individuellen Subjekts gedeutet und erfahren. In diesem Sinne wird dann auch von der Bedeutung der Objektbeziehung ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung betont ebenfalls schon früh, dass ein Objekt immer nur vermittelt durch die Psyche wahrgenommen und erkannt werden kann, d. h. dass es immer nur als Vorstellung &amp;gt; [[Bild]], Repräsentation oder &amp;gt; [[Repräsentanz]] existiert. die &amp;gt; [[Imago]], das Bild oder die Repräsentanz eines objektiv gegebenen Objektes unterscheidet sich vom Objekt an sich: &amp;quot;Bekanntlich ist das in unserer Psyche befindliche Bild eines Objektes niemals dem Objekt absolut gleich, sondern höchstens ähnlich. Es kommt zwar durch die sinnliche Perzeption und durch die Apperzeption dieser Reize zustande, aber eben durch Vorgänge, welche schon unserer Psyche angehören und vom Objekt bloß veranlasst sind. Das Zeugnis unserer Sinne deckt sich zwar erfahrungsgemäß weitgehend mit den Qualitäten des Objekts, unsere Apperzeption aber steht unter fast unabsehbaren subjektiven Einflüssen, welche die richtige Erkenntnis eines menschlichen Charakters außerordentlich erschweren.. Man tut darum in der praktischen Psychologie gut daran, wenn man das Bild, die Imago eines Menschen streng unterscheidet von seiner wirklichen Existenz. Infolge des äußerst subjektiven Zustandekommens einer Imago ist sie nicht selten eher ein Bild eines subjektiven Funktionskomplexes als des Objektes selbst.&amp;quot; (Jung, GW 6, § 892) Allerdings arbeiten Jung und dann auch E. Neumann - letzterer unter Einbeziehung von Bowlby, Erikson, Fordham, Klein, und Spitz - stärker den archetypischen Hintergrund auf, der die frühen Objektbeziehungen prägt. Sehr nahe sind sich, in den Vorstellungen über die Entwicklung des Ichs aus der frühen Objekt- oder Urbeziehung heraus, die Vorstellungen von M. Mahler und ihren Mitarbeitern und die von Neumann und W. Kadinsky. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Eltern&amp;diff=1941</id>
		<title>Eltern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Eltern&amp;diff=1941"/>
		<updated>2025-08-22T11:19:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Elternschaft oder Kindererziehung fördert und unterstützt die körperliche, kognitive, soziale, emotionale und pädagogische Entwicklung vom Säuglingsalter bis zum Erwachsenenalter. Elternschaft bezieht sich auf &#039;&#039;&#039;die Komplexität der Kindererziehung und nicht ausschließlich auf eine biologische Beziehung&#039;&#039;&#039; . Ein Vater und eine Mutter halten ihr Kleinkind.&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Eltern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Bindung]] &amp;gt; [[Familie]] &amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Kinderpsychotherapie, analytische: Praxis]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Kindarchetyp]] &amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Mutterkomplex]] &amp;gt; [[Säuglingsforschung: Ergebnisse]] &amp;gt; [[Vaterarchetyp]] &amp;gt; [[Vaterkomplex]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Eltern (ahd. alitron: die Älteren; alt: aufgewachsen) existiert als Begriff nur im Plural und signalisiert so die Einheit der zwei Elternteile, die für eine hinreichend gute Be-Elterung eines Kindes erforderlich ist. Etymologisch liegt „alt“ ein heute nicht mehr existierendes Verb, mit der Bedeutung von wachsen, wachsen machen, aufziehen, ernähren, zugrunde. Dies veranschaulicht die zentrale Bedeutung der Eltern: Wachsen lassen, d. h. Bedingungen schaffen, in denen das Kind sich so entfalten kann, wie es seiner &amp;gt; [[Individualität]] und seinem &amp;gt; [[Selbst]] entspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; In den tiefenpsychologischen Theorien ist die Problematik des Eltern-Seins an sich weniger ausgearbeitet, sehr intensiv jedoch die Eltern-Kind-Dynamik. Der mit ihr verbundene, sich fortwährend wiederholende Differenzierungs- und Integrationsprozess (&amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] &amp;gt; [[Differenzierung]] &amp;gt; [[Integration]] &amp;gt; [[Symbiose]] &amp;gt; [[Triade/Triangulierung]]) ist ein für die Ich-Bewusstseinsentwicklung und &amp;gt; [[Individuation]] entscheidender psychischer Vorgang, der in der psychoanalytischen Trieblehre, der Ich- und Objektbeziehungstheorie, der Säuglingsforschung und auch in der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) intensiv erforscht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Analytischen Psychologie werden die realen Eltern und ihr individuelles So-Sein von den archetypischen Elternbildern (&amp;gt; [[Imago]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]) unterschieden. Letztere können beim Kind das Wahrnehmen und Erleben der realen Eltern in positiver wie negativer Hinsicht stark beeinflussen. Die Entwicklung des Kindes, ebenso wie der Individuationsprozess der späteren Lebensphasen bedeutet immer eine intensive Auseinandersetzung mit den realen Eltern, mit den Elternkomplexen und den darunter liegenden Archetypen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern zu sein, bedeutet, die körperliche, kognitive, soziale, emotionale Entwicklung vom Säuglingsalter bis zum Erwachsenenalter zu unterstützen und zu fördern. Die Komplexität des Elternseins ist in unserer modernen Gesellschaft erheblich und geht über das biologische Eltern-Sein sowie das rechtliche Eltern-Sein (z.B. bei Adoption) weit hinaus. Soziale Väter und soziale Mütter übernehmen zunehmend elterliche Aufgaben und bauen Bindung im Sinne einer Eltern-Kind-Beziehung auf (Stiefeltern, Pflegeeltern, Lebensgefährten) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gravierende Mangelerfahrungen hinsichtlich einer ausreichend guten Be-Elterung und der Befriedigung der Grundbedürfnisse nach Sicherheit, Schutz, Nahrung, Empathie, Zugehörigkeit und Anerkennung (&amp;gt; [[Bedürfnishierarchie]]) bis zur Vernachlässigung sowie das Erleben von körperlicher und psychischer Gewalt und Missbrauch spielen in der Entwicklung seelischer Störungen eine große Rolle. Physische und psychische Gewalt, Vernachlässigung, Missbrauch durch Eltern bzw. Menschen, die Elternfunktionen übernommen haben, bleiben häufig verborgen. Sie sind nicht zu verwechseln mit neurotisierenden Elternhaltungen. Diesen liegen oft nicht Unfähigkeit und bewusste Fehlhaltungen der Eltern zugrunde, sondern Konflikte (&amp;gt; [[Konflikt]]), die den Eltern unbewusst sind und dem Kind z. B. eine krankmachende Rolle in der Stabilisierung der Elternbeziehung zuweisen oder innerhalb des jeweiligen eigenen psychischen Systems der Eltern oder eines Elternteils Halt geben. Bestimmte unerwünschte Eigenarten und Verhaltensweisen, aber auch eigene unerfüllte Wünsche und Sehnsüchte werden an das Kind delegiert und auf es übertragen (&amp;gt; [[Anima/Animus]] &amp;gt; [[Projektion]] &amp;gt; [[Schatten]]). Dennoch ist festzuhalten  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Eltern und Kind besteht für C. G. Jung eine schicksalhafte unbewusste Identität: &amp;quot;Die participation mystique, d. h. die primitive unbewusste Identität, lässt das Kind die Konflikte der Eltern fühlen und daran leiden, als ob sie seine eigenen wären. Es ist sozusagen nie der offene Konflikt oder die sichtbare Schwierigkeit, welche die vergiftende Wirkung hat, sondern es sind die geheim gehaltenen oder unbewusst gelassenen Schwierigkeiten und Probleme der Eltern [...]. Dinge, die in der Luft liegen und die das Kind unbestimmt fühlt, die niederdrückende Atmosphäre von Befürchtungen und Befangenheit dringen mit giftigen Dämpfen langsam in die Seele des Kindes ein.“ (Jung, GW 17, § 217a) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Positive Aspekte der Eltern-Archetypen und des &amp;gt; [[Selbst]] können glücklicherweise auch bei nicht genügend positiven Erfahrungen mit den realen Eltern kompensatorisch und stabilisierend wirksam werden, beispielsweise über die Beziehungen des Kindes zu seiner Umwelt („Ersatzeltern“, Geschwister, Freunde, Natur, Pflanzen, Tiere), durch tröstende innere Gestalten („lieber Gott“, Schutzengel, die „wahren“ königlichen Eltern etc.) oder durch seinen kreativen Zugang zum Unbewussten (&amp;gt; [[Unbewusstes]] &amp;gt; [[Fantasie]] &amp;gt; [[Imagination]] &amp;gt; [[Spielen]]). In der &amp;gt; [[Adoleszenz]] und &amp;gt; [[Pubertät]] treten an die Stelle der realen Eltern häufig archetypisch überhöhte Idealgestalten: beeindruckende Erwachsene aus dem persönlichen Umfeld oder der Medienlandschaft (&amp;gt; [[Mana-Persönlichkeit]]), Menschen und Organisationen, die alternative Ideen, religiöse oder philosophische Gedanken zur Weltverbesserung anbieten oder auf andere Weise Leitbildfunktion haben oder auch „Führer-Persönlichkeiten“, die aus der Peergroup (Gruppe der gleichaltrigen Jugendlichen) stammen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jacoby, M. (1998): Grundformen seelischer Austauschprozesse; Fordham, M. (1974): Das Kind als Individuum; Kast, V. (1994): Vater-Töchter, Mutter-Söhne; Neumann, E. (1963): Das Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Eltern&amp;diff=1940</id>
		<title>Eltern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Eltern&amp;diff=1940"/>
		<updated>2025-08-22T10:59:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Eltern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Bindung]] &amp;gt; [[Familie]] &amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Kinderpsychotherapie, analytische: Praxis]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Kindarchetyp]] &amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Mutterkomplex]] &amp;gt; [[Säuglingsforschung: Ergebnisse]] &amp;gt; [[Vaterarchetyp]] &amp;gt; [[Vaterkomplex]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Eltern (ahd. alitron: die Älteren; alt: aufgewachsen) existiert als Begriff nur im Plural und signalisiert so die Einheit der zwei Elternteile, die für eine hinreichend gute Be-Elterung eines Kindes erforderlich ist. Etymologisch liegt „alt“ ein heute nicht mehr existierendes Verb, mit der Bedeutung von wachsen, wachsen machen, aufziehen, ernähren, zugrunde. Dies veranschaulicht die zentrale Bedeutung der Eltern: Wachsen lassen, d. h. Bedingungen schaffen, in denen das Kind sich so entfalten kann, wie es seiner &amp;gt; [[Individualität]] und seinem &amp;gt; [[Selbst]] entspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; In den tiefenpsychologischen Theorien ist die Problematik des Eltern-Seins an sich weniger ausgearbeitet, sehr intensiv jedoch die Eltern-Kind-Dynamik. Der mit ihr verbundene, sich fortwährend wiederholende Differenzierungs- und Integrationsprozess (&amp;gt; [[Coniunctio/Mysterium Coniunctionis]] &amp;gt; [[Differenzierung]] &amp;gt; [[Integration]] &amp;gt; [[Symbiose]] &amp;gt; [[Triade/Triangulierung]]) ist ein für die Ich-Bewusstseinsentwicklung und &amp;gt; [[Individuation]] entscheidender psychischer Vorgang, der in der psychoanalytischen Trieblehre, der Ich- und Objektbeziehungstheorie, der Säuglingsforschung und auch in der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) intensiv erforscht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Analytischen Psychologie werden die realen Eltern und ihr individuelles So-Sein von den archetypischen Elternbildern (&amp;gt; [[Imago]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]) unterschieden. Letztere können beim Kind das Wahrnehmen und Erleben der realen Eltern in positiver wie negativer Hinsicht stark beeinflussen. Die Entwicklung des Kindes, ebenso wie der Individuationsprozess der späteren Lebensphasen bedeutet immer eine intensive Auseinandersetzung mit den realen Eltern, mit den Elternkomplexen und den darunter liegenden Archetypen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gravierende Mangelerfahrungen hinsichtlich einer ausreichend guten Be-Elterung und der Befriedigung der Grundbedürfnisse nach Sicherheit, Schutz, Nahrung, Empathie, Zugehörigkeit und Anerkennung (&amp;gt; [[Bedürfnishierarchie]]) sowie des Erlebens von traumatischen Gewalt- und Missbrauchserfahrungen spielen in der Entwicklung seelischer Störungen eine große Rolle. Neurotisierenden Elternhaltungen liegen aber oft nicht Unfähigkeit und bewusste Fehlhaltungen der Eltern zugrunde, sondern Konflikte (&amp;gt; [[Konflikt]]), die den Eltern unbewusst sind und dem Kind z. B. eine krankmachende Rolle in der Stabilisierung der Elternbeziehung zuweisen oder innerhalb des jeweiligen eigenen psychischen Systems der Eltern oder eines Elternteils Halt geben. Bestimmte unerwünschte Eigenarten und Verhaltensweisen, aber auch eigene unerfüllte Wünsche und Sehnsüchte werden an das Kind delegiert und auf es übertragen (&amp;gt; [[Anima/Animus]] &amp;gt; [[Projektion]] &amp;gt; [[Schatten]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Eltern und Kind besteht für C. G. Jung eine schicksalhafte unbewusste Identität: &amp;quot;Die participation mystique, d. h. die primitive unbewusste Identität, lässt das Kind die Konflikte der Eltern fühlen und daran leiden, als ob sie seine eigenen wären. Es ist sozusagen nie der offene Konflikt oder die sichtbare Schwierigkeit, welche die vergiftende Wirkung hat, sondern es sind die geheim gehaltenen oder unbewusst gelassenen Schwierigkeiten und Probleme der Eltern [...]. Dinge, die in der Luft liegen und die das Kind unbestimmt fühlt, die niederdrückende Atmosphäre von Befürchtungen und Befangenheit dringen mit giftigen Dämpfen langsam in die Seele des Kindes ein.“ (Jung, GW 17, § 217a) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Positive Aspekte der Eltern-Archetypen und des &amp;gt; [[Selbst]] können glücklicherweise auch bei nicht genügend positiven Erfahrungen mit den realen Eltern kompensatorisch und stabilisierend wirksam werden, beispielsweise über die Beziehungen des Kindes zu seiner Umwelt („Ersatzeltern“, Geschwister, Freunde, Natur, Pflanzen, Tiere), durch tröstende innere Gestalten („lieber Gott“, Schutzengel, die „wahren“ königlichen Eltern etc.) oder durch seinen kreativen Zugang zum Unbewussten (&amp;gt; [[Unbewusstes]] &amp;gt; [[Fantasie]] &amp;gt; [[Imagination]] &amp;gt; [[Spielen]]). In der &amp;gt; [[Adoleszenz]] und &amp;gt; [[Pubertät]] treten an die Stelle der realen Eltern häufig archetypisch überhöhte Idealgestalten: beeindruckende Erwachsene aus dem persönlichen Umfeld oder der Medienlandschaft (&amp;gt; [[Mana-Persönlichkeit]]), Menschen und Organisationen, die alternative Ideen, religiöse oder philosophische Gedanken zur Weltverbesserung anbieten oder auf andere Weise Leitbildfunktion haben oder auch „Führer-Persönlichkeiten“, die aus der Peergroup (Gruppe der gleichaltrigen Jugendlichen) stammen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jacoby, M. (1998): Grundformen seelischer Austauschprozesse; Fordham, M. (1974): Das Kind als Individuum; Kast, V. (1994): Vater-Töchter, Mutter-Söhne; Neumann, E. (1963): Das Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1939</id>
		<title>Familie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1939"/>
		<updated>2025-08-22T10:51:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Familie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Eltern]] &amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Kindarchetyp]] &amp;gt; Mutter &amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; Vater &amp;gt; [[Vaterarchetyp]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Familie (lat. famulus: Diener; familia: die Gemeinschaft der Diener, die jeweils zu einem pater familias gehören) verweist als Begriff zwar auf eine patriarchale Struktur (&amp;gt; [[Patriarchat]]), zugleich aber wird im dahinter stehenden Prinzip die Gemeinschaft, die Solidarität und das Geben und Nehmen betont. Familie ist eine soziale Einrichtung und eine Beziehungsform, die sehr stark von religiösen und ideologischen, von wirtschaftlichen und sozialen Faktoren bestimmt ist. Die soziale und psychische Realität, die Psyche der Familienmitglieder, deren Bindungen, Beziehungen und Konflikte, Hoffnungen und Visionen, ihr subjektiv erlebtes Glück und Unglück, Erfolg und Misserfolg im Leben entscheidet mit über die Entwicklung jedes Einzelnen. Die Veränderungen des traditionellen Systems Familie und ihrer Strukturen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts (Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien, Familien ohne Blutsverwandtschaften) spiegeln den Zugewinn an sozialer, wirtschaftlicher und psychischer Freiheit in den letzten Jahrzehnten. Zugleich nimmt auch Vereinzelung und Herauslösung aus „familiären“, d. h. vertrauten und haltenden Bindungen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Trotz der strukturellen Veränderungen bleibt Familie idealerweise ein Ort der Unterstützung, der Wärme und Geborgenheit, der Sozialisation und Enkulturation. Die emotionalen Bindungen, Sicherheit, Vertrauen, Zusammenhalt werden häufig stärker als Motivation für ein dauerhaftes Familienleben angesehen als wirtschaftliche Faktoren und sozialer Status. Aufwachsen von Kindern und Erziehung sind heute nicht mehr so stark an eine klassische Vater- und Mutterrolle oder an das Vorhandensein einer Familie gebunden. Dennoch: Ehe und Familie stehen in Deutschland unter besonderem Schutz des Staates (Artikel 6 GG), einhergehend damit sind sowohl besondere Freiheitsrechte, das Familienleben zu gestalten wie auch besondere Pflichten gegenüber den auf Fürsorge angewiesenen Kindern. Die Rechte und Pflichten von Vätern und Müttern ihren Kindern gegenüber sind gesetzlich geregelt. Es ist Aufgabe der staatlichen Gemeinschaft darüber zu wachen, dass das Wohl von Kindern in den verschiedenen Daseinsbereichen (körperlich, emotional, kognitiv etc.) geachtet wird und einzugreifen, wenn es dauerhaft gefährdet ist.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Funktion der familiären Gemeinschaft ist für die Mutter und das Kind bereits während der Schwangerschaft und in der Zeit danach, einen sozial und psychisch verlässlichen, sicheren, tragfähigen Hintergrund zu schaffen, der es erlaubt, ein Kind gut genug zu bemuttern (&amp;gt; [[Urbeziehung]]). Häufig kommt das Getragen-Sein für eine Mutter nicht nicht nur aus der Paar-Beziehung (&amp;gt; [[Paar]]), sondern auch aus der größeren familiären Gemeinschaft, die durch die Großeltern, Geschwister, die familiennahen Verwandten und Freunde gebildet wird. Die Säuglingsforschung belegt, dass der Säugling schon in den ersten Monaten des Lebens außer auf die Mutter auch auf andere Personen seines Umfeldes spezifisch reagiert. Die Bedeutung der Familie endet aber nicht nach der frühen Entwicklung des Kindes, sondern setzt sich über das ganze weitere Leben bis zum Tode hin fort. Kinder erleben häufig ein Verantwortungsgefühl, die Sorge für die alternden Eltern zu übernehmen und auch dies ist in gewissen Situation zumindest mit Bezug auf finanzielle Belange gesetzlich geregelt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen tragen wohl ein ideales, archetypisches Bild der guten und heilen Familie in sich, wie es sich in manchen Mythen, Religionen und Erzählungen spiegelt (die „heilige Familie“). Eine &amp;quot;genügend gute“ Familie existiert allerdings nur für einen Teil der Menschen. Überwiegend negative Familienerfahrungen bis hin zu langandauernder Vernachlässigung von Kindern bzw. schwächeren Familienmitgliedern entstehen nicht selten aus Überforderung, aber auch aus mangelnder Einsicht in die Bedürfnisse von Kindern bzw. anderen Familienmitgliedern und aus der Unfähigkeit, innerhalb von Familien und sozialem Umfeld geeignete Handlungsmöglichkeiten für Konfliktsituationen zu entwickeln. Nicht zu vergessen sind hier die in vielfältigster Weise deprivierenden und Leid erzeugenden kollektiven Lebensumstände.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im tiefenpsychologischen Denken wird die besondere Bedeutung des familiären Bezugsrahmens dadurch hervorgehoben, dass in therapeutischen Zusammenhängen mit Patienten bzw. Ratsuchenden regelmäßig zu Beginn eine ausführliche Familienanamnese erhoben wird, die im Verlaufe der Therapie immer weiter ausdifferenziert wird. Einerseits werden die interpersonellen Konflikte (&amp;gt; [[Konflikt]]) zwischen den Familienmitgliedern und die intrapsychischen Konflikte voneinander getrennt, andererseits wird davon ausgegangen, dass die innerseelischen Konflikte nicht nur Ausdruck individueller Schwierigkeiten im Patienten sind, sondern häufig auch die Konflikte der Bezugspersonen und innerhalb des Familiensystems widerspiegeln (&amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Systemtheorie]]). Das Bewusstsein und die unbewussten Fantasien von Paaren auf dem Weg zur Familiengründung über die eigene Elternschaft und über die eigenen Erfahrungen mit Familie und deren Konflikten können eine Ressource im Sinne eines guten Kohärenzgefühls im Umgang mit familiären Dynamiken sein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) erhalten die &amp;gt; [[Eltern]] bzw. Vater und Mutter zudem eine besondere Bedeutung durch ihren Bezug zu archetypischen Konstellationen (&amp;gt; [[Archetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]). Wie alle Archetypen sind auch Mutter- und Vaterarchetyp ambivalent, enthalten sowohl die guten (nährenden und fördernden) wie die bösen (versagenden und gefangensetzenden) Aspekte des Mütterlichen wie des Väterlichen. E. Neumann hat die vom Kind zu leistende Befreiung aus der archetypischen Beziehung hin zur je altersgerechten Individuation gegenüber der Großen Mutter und dem Großen Vater ausführlich dargestellt. Diese hochenergetischen Prozesse fordern das System Familie und die einzelnen Mitglieder besonders in aktuellen entwicklungspsychologischen Schwellensituationen (Trotz, Pubertät, leeres Nest, Krankheit und Tod ...) wie auch in der Individuationsentwicklung in der zweiten Lebenshälfte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade die Berücksichtigung archetypischer Dimensionen und die Unterscheidung von archetypischer Erfahrung und Projektion einerseits und Realerfahrung mit den Eltern bzw. Bezugspersonen andererseits sind im Umgang mit dem System Familie, seiner psychischen Struktur und seiner Auswirkungen auf den Einzelnen sehr hilfreich sein (&amp;gt; [[Ent-Emotionalisierung]], &amp;gt; [[Personalisierung, sekundäre]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Kast, V. (1988): Familienkonflikte im Märchen; Kast, V. (1994): Vater-Töchter Mutter-Söhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1938</id>
		<title>Familie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1938"/>
		<updated>2025-08-22T10:40:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Familie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Eltern]] &amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Kindarchetyp]] &amp;gt; Mutter &amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; Vater &amp;gt; [[Vaterarchetyp]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Familie (lat. famulus: Diener; familia: die Gemeinschaft der Diener, die jeweils zu einem pater familias gehören) verweist als Begriff zwar auf eine patriarchale Struktur (&amp;gt; [[Patriarchat]]), zugleich aber wird im dahinter stehenden Prinzip die Gemeinschaft, die Solidarität und das Geben und Nehmen betont. Familie ist eine soziale Einrichtung und eine Beziehungsform, die sehr stark von religiösen und ideologischen, von wirtschaftlichen und sozialen Faktoren bestimmt ist. Die soziale und psychische Realität, die Psyche der Familienmitglieder, deren Bindungen, Beziehungen und Konflikte, Hoffnungen und Visionen, ihr subjektiv erlebtes Glück und Unglück, Erfolg und Misserfolg im Leben entscheidet mit über die Entwicklung jedes Einzelnen. Die Veränderungen des traditionellen Systems Familie und ihrer Strukturen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts (Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien, Familien ohne Blutsverwandtschaften) spiegeln den Zugewinn an sozialer, wirtschaftlicher und psychischer Freiheit in den letzten Jahrzehnten. Zugleich nimmt auch Vereinzelung und Herauslösung aus „familiären“, d. h. vertrauten und haltenden Bindungen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Trotz der strukturellen Veränderungen bleibt Familie idealerweise ein Ort der Unterstützung, der Wärme und Geborgenheit, der Sozialisation und Enkulturation. Die emotionalen Bindungen, Sicherheit, Vertrauen, Zusammenhalt werden häufig stärker als Motivation für ein dauerhaftes Familienleben angesehen als wirtschaftliche Faktoren und sozialer Status. Aufwachsen von Kindern und Erziehung sind heute nicht mehr so stark an eine klassische Vater- und Mutterrolle oder an das Vorhandensein einer Familie gebunden. Dennoch: Ehe und Familie stehen in Deutschland unter besonderem Schutz des Staates (Artikel 6 GG), einhergehend damit sind sowohl besondere Freiheitsrechte, das Familienleben zu gestalten wie auch besondere Pflichten gegenüber den auf Fürsorge angewiesenen Kindern. Die Rechte und Pflichten von Vätern und Müttern ihren Kindern gegenüber sind gesetzlich geregelt. Es ist Aufgabe der staatlichen Gemeinschaft darüber zu wachen, dass das Wohl von Kindern in den verschiedenen Daseinsbereichen (körperlich, emotional, kognitiv etc.) geachtet wird und einzugreifen, wenn es dauerhaft gefährdet ist.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Funktion der familiären Gemeinschaft ist für die Mutter und das Kind bereits während der Schwangerschaft und in der Zeit danach, einen sozial und psychisch verlässlichen, sicheren, tragfähigen Hintergrund zu schaffen, der es erlaubt, ein Kind gut genug zu bemuttern (&amp;gt; [[Urbeziehung]]). Häufig kommt das Getragen-Sein für eine Mutter nicht nicht nur aus der Paar-Beziehung (&amp;gt; [[Paar]]), sondern auch aus der größeren familiären Gemeinschaft, die durch die Großeltern, Geschwister, die familiennahen Verwandten und Freunde gebildet wird. Die Säuglingsforschung belegt, dass der Säugling schon in den ersten Monaten des Lebens außer auf die Mutter auch auf andere Personen seines Umfeldes spezifisch reagiert. Die Bedeutung der Familie endet aber nicht nach der frühen Entwicklung des Kindes, sondern setzt sich über das ganze weitere Leben bis zum Tode hin fort. Menschen tragen wohl ein ideales, archetypisches Bild der guten und heilen Familie in sich, wie es sich in manchen Mythen, Religionen und Erzählungen spiegelt (die „heilige Familie“).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;quot;genügend gute“ Familie existiert nur für einen Teil der Menschen. Überwiegend negative Familienerfahrungen bis hin zu langandauernder Vernachlässigung von Kindern bzw. schwächeren Familienmitgliedern entstehen nicht selten aus Überforderung, aber auch aus mangelnder Einsicht in die Bedürfnisse von Kindern bzw. anderen Familienmitgliedern und aus der Unfähigkeit, innerhalb von Familien und sozialem Umfeld geeignete Handlungsmöglichkeiten für Konfliktsituationen zu entwickeln. Nicht zu vergessen sind hier die in vielfältigster Weise deprivierenden und Leid erzeugenden kollektiven Lebensumstände.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im tiefenpsychologischen Denken wird die besondere Bedeutung des familiären Bezugsrahmens dadurch hervorgehoben, dass in therapeutischen Zusammenhängen mit Patienten bzw. Ratsuchenden regelmäßig zu Beginn eine ausführliche Familienanamnese erhoben wird, die im Verlaufe der Therapie immer weiter ausdifferenziert wird. Einerseits werden die interpersonellen Konflikte (&amp;gt; [[Konflikt]]) zwischen den Familienmitgliedern und die intrapsychischen Konflikte voneinander getrennt, andererseits wird davon ausgegangen, dass die innerseelischen Konflikte nicht nur Ausdruck individueller Schwierigkeiten im Patienten sind, sondern häufig auch die Konflikte der Bezugspersonen und innerhalb des Familiensystems widerspiegeln (&amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Systemtheorie]]). Das Bewusstsein und die unbewussten Fantasien von Paaren auf dem Weg zur Familiengründung über die eigene Elternschaft und über die eigenen Erfahrungen mit Familie und deren Konflikten können eine Ressource im Sinne eines guten Kohärenzgefühls im Umgang mit familiären Dynamiken sein.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) erhalten die &amp;gt; [[Eltern]] bzw. Vater und Mutter zudem eine besondere Bedeutung durch ihren Bezug zu archetypischen Konstellationen (&amp;gt; [[Archetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]). Wie alle Archetypen sind auch Mutter- und Vaterarchetyp ambivalent, enthalten sowohl die guten (nährenden und fördernden) wie die bösen (versagenden und gefangensetzenden) Aspekte des Mütterlichen wie des Väterlichen. E. Neumann hat die vom Kind geforderte Befreiung aus der archetypischen Beziehung hin zur je altersgerechten Individuation ausführlich dargestellt. Diese archetypischen, hochenergetischen Prozesse fordern das System Familie und die einzelnen Mitglieder besonders in aktuellen entwicklungspsychologischen Schwellensituationen (Trotz, Pubertät, leeres Nest, Krankheit und Tod ...) wie auch in der Individuationsentwicklung in der zweiten Lebenshälfte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade die Berücksichtigung archetypischer Dimensionen und die Unterscheidung von archetypischer Erfahrung und Projektion einerseits und Realerfahrung mit den Eltern bzw. Bezugspersonen andererseits kann im Umgang mit dem System Familie, seiner psychischen Struktur und seiner Auswirkung auf den Einzelnen sehr hilfreich sein (&amp;gt; [[Ent-Emotionalisierung]], &amp;gt; [[Personalisierung, sekundäre]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Kast, V. (1988): Familienkonflikte im Märchen; Kast, V. (1994): Vater-Töchter Mutter-Söhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1937</id>
		<title>Familie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1937"/>
		<updated>2025-08-21T13:22:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Familie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Eltern]] &amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Kindarchetyp]] &amp;gt; Mutter &amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; Vater &amp;gt; [[Vaterarchetyp]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Familie (lat. famulus: Diener; familia: die Gemeinschaft der Diener, die jeweils zu einem pater familias gehören) verweist als Begriff zwar auf eine patriarchale Struktur (&amp;gt; [[Patriarchat]]), zugleich aber wird im dahinter stehenden Prinzip die Gemeinschaft, die Solidarität und das Geben und Nehmen betont. Familie ist eine soziale Einrichtung und eine Beziehungsform, die sehr stark von religiösen und ideologischen, von wirtschaftlichen und sozialen Faktoren bestimmt ist. Die soziale und psychische Realität, die Psyche der Familienmitglieder, deren Bindungen, Beziehungen und Konflikte, Hoffnungen und Visionen, ihr subjektiv erlebtes Glück und Unglück, Erfolg und Misserfolg im Leben entscheidet mit über die Entwicklung jedes Einzelnen. Die Veränderungen des traditionellen Systems Familie und ihrer Strukturen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts (Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien, Familien ohne Blutsverwandtschaften) spiegeln den Zugewinn an sozialer, wirtschaftlicher und psychischer Freiheit in den letzten Jahrzehnten. Zugleich nimmt auch Vereinzelung und Herauslösung aus „familiären“, d. h. vertrauten und haltenden Bindungen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Trotz der strukturellen Veränderungen bleibt Familie idealerweise ein Ort der Wärme und Geborgenheit, der Sozialisation und Enkulturation, der Unterstützung. Die emotionalen Bindungen, Sicherheit, Vertrauen, Zusammenhalt werden häufig stärker als Motivation für ein dauerhaftes Familienleben angesehen als wirtschaftliche Faktoren und sozialer Status. Erziehung ist heute nicht mehr so stark an eine klassische Vater- und Mutterrolle gebunden, zugleich sind die Rechte und Pflichten von Vätern und Müttern ihren Kindern gegenüber gesetzlich geregelt. Ehe und Familie stehen in Deutschland unter besonderem Schutz des Staates (Artikel 6 GG), einhergehend damit sind sowohl besondere Freiheitsrechte, das Familienleben zu gestalten wie auch besondere Pflichten gegenüber den auf Fürsorge angewiesenen Kindern. Es ist Aufgabe der staatlichen Gemeinschaft darüber zu wachen, dass das Wohl von Kindern in den verschiedenen Daseinsbereichen (körperlich, emotional, kognitiv etc.) geachtet wird und einzugreifen, wenn es dauerhaft gefährdet ist.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Funktion der familiären Gemeinschaft ist für die Mutter und das Kind bereits während der Schwangerschaft und danach, einen sozial und psychisch verlässlichen, sicheren, tragfähigen Hintergrund zu schaffen, der es ihr erlaubt, ein Kind gut genug zu bemuttern (&amp;gt; [[Urbeziehung]]). Häufig kommt das Getragen-Sein für eine Mutter nicht nicht nur aus der Paar-Beziehung (&amp;gt; [[Paar]]), sondern auch aus der größeren familiären Gemeinschaft, die durch die Großeltern, Geschwister, die familiennahen Verwandten und Freunde gebildet wird. Die Säuglingsforschung belegt, dass der Säugling schon in den ersten Monaten des Lebens außer auf die Mutter auch auf andere Personen seines Umfeldes spezifisch reagiert. Die Bedeutung der Familie endet aber nicht nach der frühen Entwicklung des Kindes, sondern setzt sich über das ganze weitere Leben bis zum Tode hin fort. Jeder Mensch trägt wohl ein ideales, archetypisches Bild der guten und heilen Familie in sich, wie sie sich in manchen Mythen, Religionen und Erzählungen spiegeln (die „heilige Familie“).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;quot;genügend gute“ Familie existiert nur für einen Teil der Menschen. Überwiegend negative Familienerfahrungen bis hin zu langandauernder Vernachlässigung von Kindern bzw. schwächeren Familienmitgliedern entstehen nicht selten aus Überforderung, aber auch aus mangelnder Einsicht in die Bedürfnisse von Kindern bzw. anderen Familienmitgliedern und aus der Unfähigkeit, innerhalb von Familien und sozialem Umfeld geeignete Handlungsmöglichkeiten für Konfliktsituationen zu entwickeln. Nicht zu vergessen sind hier die in vielfältigster Weise deprivierenden und Leid erzeugenden kollektiven Lebensumstände.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im tiefenpsychologischen Denken wird die besondere Bedeutung des familiären Bezugsrahmens dadurch hervorgehoben, dass in therapeutischen Zusammenhängen mit Patienten bzw. Ratsuchenden regelmäßig zu Beginn eine ausführliche Familienanamnese erhoben wird, die im Verlaufe der Therapie immer weiter ausdifferenziert wird. Einerseits werden die interpersonellen Konflikte (&amp;gt; [[Konflikt]]) zwischen den Familienmitgliedern und die intrapsychischen Konflikte voneinander getrennt, andererseits wird davon ausgegangen, dass die innerseelischen Konflikte nicht nur Ausdruck individueller Schwierigkeiten im Patienten sind, sondern häufig auch die Konflikte der Bezugspersonen und innerhalb des Familiensystems widerspiegeln (&amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Systemtheorie]]). Das Bewusstsein und die unbewussten Fantasien von Paaren auf dem Weg zur Familiengründung über die eigene Elternschaft und über die eigenen Erfahrungen mit Familie und deren Konflikten können eine Ressource im Sinne eines guten Kohärenzgefühls im Umgang mit familiären Dynamiken sein.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) erhalten die &amp;gt; [[Eltern]] bzw. Vater und Mutter zudem eine besondere Bedeutung durch ihren Bezug zu archetypischen Konstellationen (&amp;gt; [[Archetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]). Wie alle Archetypen sind auch Mutter- und Vaterarchetyp ambivalent, enthalten sowohl die guten (nährenden und fördernden) wie die bösen (versagenden und gefangensetzenden) Aspekte des Mütterlichen wie des Väterlichen. E. Neumann hat die vom Kind geforderte Befreiung aus der archetypischen Beziehung hin zur je altersgerechten Individuation ausführlich dargestellt. Diese archetypischen, hochenergetischen Prozesse fordern das System Familie und die einzelnen Mitglieder besonders in aktuellen entwicklungspsychologischen Schwellensituationen (Trotz, Pubertät, leeres Nest, Krankheit und Tod ...) wie auch in der Individuationsentwicklung in der zweiten Lebenshälfte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade die Berücksichtigung archetypischer Dimensionen und die Unterscheidung von archetypischer Erfahrung und Projektion einerseits und Realerfahrung mit den Eltern bzw. Bezugspersonen andererseits kann im Umgang mit dem System Familie, seiner psychischen Struktur und seiner Auswirkung auf den Einzelnen sehr hilfreich sein (&amp;gt; [[Ent-Emotionalisierung]], &amp;gt; [[Personalisierung, sekundäre]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Kast, V. (1988): Familienkonflikte im Märchen; Kast, V. (1994): Vater-Töchter Mutter-Söhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1936</id>
		<title>Familie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1936"/>
		<updated>2025-08-21T13:02:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Familie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Eltern]] &amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Kindarchetyp]] &amp;gt; Mutter &amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; Vater &amp;gt; [[Vaterarchetyp]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Familie (lat. famulus: Diener; familia: die Gemeinschaft der Diener, die jeweils zu einem pater familias gehören) verweist als Begriff zwar auf eine patriarchale Struktur (&amp;gt; [[Patriarchat]]), zugleich aber wird im dahinter stehenden Prinzip die Gemeinschaft, die Solidarität und das Geben und Nehmen betont. Familie ist eine soziale Einrichtung und eine Beziehungsform, die sehr stark von religiösen und ideologischen, von wirtschaftlichen und sozialen Faktoren bestimmt ist. Die soziale und psychische Realität, die Psyche der Familienmitglieder, deren Bindungen, Beziehungen und Konflikte, Hoffnungen und Visionen, ihr subjektiv erlebtes Glück und Unglück, Erfolg und Misserfolg im Leben entscheidet mit über die Entwicklung jedes Einzelnen. Die Veränderungen des traditionellen Systems Familie und ihrer Strukturen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts (Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien, Familien ohne Blutsverwandtschaften) spiegeln den Zugewinn an sozialer, wirtschaftlicher und psychischer Freiheit in den letzten Jahrzehnten. Zugleich nimmt auch Vereinzelung und Herauslösung aus „familiären“, d. h. vertrauten und haltenden Bindungen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Trotz der strukturellen Veränderungen bleibt Familie idealerweise ein Ort der Wärme und Geborgenheit, der Sozialisation und Enkulturation, der Unterstützung. Die emotionalen Bindungen, Sicherheit, Vertrauen, Zusammenhalt werden häufig stärker als Motivation für ein dauerhaftes Familienleben angesehen als wirtschaftliche Faktoren und sozialer Status. Erziehung ist heute nicht mehr so stark an eine klassische Vater- und Mutterrolle gebunden, zugleich sind die Rechte und Pflichten von Vätern und Müttern ihren Kindern gegenüber gesetzlich geregelt. Ehe und Familie stehen in Deutschland unter besonderem Schutz des Staates (Artikel 6 GG), einhergehend damit sind sowohl besondere Freiheitsrechte, das Familienleben zu gestalten wie auch besondere Pflichten gegenüber den auf Fürsorge angewiesenen Kindern. Es ist Aufgabe der staatlichen Gemeinschaft darüber zu wachen, dass das Wohl von Kindern in den verschiedenen Daseinsbereichen (körperlich, emotional, kognitiv etc.) geachtet wird und einzugreifen, wenn es dauerhaft gefährdet ist.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Funktion der familiären Gemeinschaft ist für die Mutter und das Kind bereits während der Schwangerschaft und danach, einen sozial und psychisch verlässlichen, sicheren, tragfähigen Hintergrund zu schaffen, der es ihr erlaubt, ein Kind gut genug zu bemuttern (&amp;gt; [[Urbeziehung]]). Häufig kommt das Getragen-Sein für eine Mutter nicht nicht nur aus der Paar-Beziehung (&amp;gt; [[Paar]]), sondern auch aus der größeren familiären Gemeinschaft, die durch die Großeltern, Geschwister, die familiennahen Verwandten und Freunde gebildet wird. Die Säuglingsforschung belegt, dass der Säugling schon in den ersten Monaten des Lebens außer auf die Mutter auch auf andere Personen seines Umfeldes spezifisch reagiert. Die Bedeutung der Familie endet aber nicht nach der frühen Entwicklung des Kindes, sondern setzt sich über das ganze weitere Leben bis zum Tode hin fort. Jeder Mensch trägt wohl ein ideales, archetypisches Bild der guten und heilen Familie in sich, wie sie sich in manchen Mythen, Religionen und Erzählungen spiegeln (die „heilige Familie“).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;quot;genügend gute“ Familie existiert nur für einen Teil der Menschen. Überwiegend negative Familienerfahrungen bis hin zu langandauernder Vernachlässigung von Kindern bzw. schwächeren Familienmitgliedern entstehen nicht selten aus Überforderung, aber auch aus mangelnder Einsicht in die Bedürfnisse von Kindern bzw. anderen Familienmitgliedern und aus der Unfähigkeit, innerhalb von Familien und sozialem Umfeld geeignete Handlungsmöglichkeiten für Konfliktsituationen zu entwickeln. Nicht zu vergessen sind hier die in vielfältigster Weise deprivierenden und Leid erzeugenden kollektiven Lebensumstände.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im tiefenpsychologischen Denken wird die besondere Bedeutung des familiären Bezugsrahmens dadurch hervorgehoben, dass in therapeutischen Zusammenhängen mit Patienten bzw. Ratsuchenden regelmäßig zu Beginn eine ausführliche Familienanamnese erhoben wird, die im Verlaufe der Therapie immer weiter ausdifferenziert wird. Einerseits werden die interpersonellen Konflikte (&amp;gt; [[Konflikt]]) zwischen den Familienmitgliedern und die intrapsychischen Konflikte voneinander getrennt, andererseits wird davon ausgegangen, dass die innerseelischen Konflikte nicht nur Ausdruck individueller Schwierigkeiten im Patienten sind, sondern häufig auch die Konflikte der Bezugspersonen und innerhalb des Familiensystems widerspiegeln (&amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Systemtheorie]]). Das Bewusstsein und die unbewussten Fantasien von Paaren auf dem Weg zur Familiengründung über ihre eigene Elternschaft und über ihre eigenen Erfahrungen mit Familie und familiären Konflikten kann eine Ressource für die eigene Elternschaft im Sinne eines guten Kohärenzgefühls darstellen.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) erhalten die &amp;gt; [[Eltern]] bzw. Vater und Mutter zudem eine besondere Bedeutung durch ihren Bezug zu archetypischen Konstellationen (&amp;gt; [[Archetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]). Wie alle Archetypen sind auch Mutter- und Vaterarchetyp ambivalent, enthalten sowohl die guten (nährenden und fördernden) wie die bösen (versagenden und gefangensetzenden) Aspekte des Mütterlichen wie des Väterlichen. E. Neumann hat die vom Kind geforderte Befreiung aus der archetypischen Beziehung hin zur je altersgerechten Individuation ausführlich dargestellt. Diese archetypisch erforderlichen, hochenergetischen Prozesse fordern das System Familie und die einzelnen Mitglieder besonders in aktuellen entwicklungspsychologischen Schwellensituationen (Trotz, Pubertät, leeres Nest, Krankheit und Tod ...) wie auch in der Individuationsentwicklung in der zweiten Lebenshälfte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade die Berücksichtigung archetypischer Dimensionen und die Unterscheidung von archetypischer Erfahrung und Projektion einerseits und Realerfahrung mit den Eltern bzw. Bezugspersonen andererseits kann im Umgang mit dem System Familie, seiner psychischen Struktur und seiner Auswirkung auf den Einzelnen sehr hilfreich sein (&amp;gt; [[Ent-Emotionalisierung]], &amp;gt; [[Personalisierung, sekundäre]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Kast, V. (1988): Familienkonflikte im Märchen; Kast, V. (1994): Vater-Töchter Mutter-Söhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1935</id>
		<title>Familie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1935"/>
		<updated>2025-08-21T12:50:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Familie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Eltern]] &amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Kindarchetyp]] &amp;gt; Mutter &amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; Vater &amp;gt; [[Vaterarchetyp]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Familie (lat. famulus: Diener; familia: die Gemeinschaft der Diener, die jeweils zu einem pater familias gehören) verweist als Begriff zwar auf eine patriarchale Struktur (&amp;gt; [[Patriarchat]]), zugleich aber wird im dahinter stehenden Prinzip die Gemeinschaft, die Solidarität und das Geben und Nehmen betont. Familie ist eine soziale Einrichtung und eine Beziehungsform, die sehr stark von religiösen und ideologischen, von wirtschaftlichen und sozialen Faktoren bestimmt ist. Die soziale und psychische Realität, die Psyche der Familienmitglieder, deren Bindungen, Beziehungen und Konflikte, Hoffnungen und Visionen, ihr subjektiv erlebtes Glück und Unglück, Erfolg und Misserfolg im Leben entscheidet mit über die Entwicklung jedes Einzelnen. Die Veränderungen des traditionellen Systems Familie und ihrer Strukturen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts (Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien, Familien ohne Blutsverwandtschaften) spiegeln den Zugewinn an sozialer, wirtschaftlicher und psychischer Freiheit in den letzten Jahrzehnten. Zugleich nimmt auch Vereinzelung und Herauslösung aus „familiären“, d. h. vertrauten und haltenden Bindungen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Trotz der strukturellen Veränderungen bleibt Familie idealerweise ein Ort der Wärme und Geborgenheit, der Sozialisation und Enkulturation, der Unterstützung. Die emotionalen Bindungen, Sicherheit, Vertrauen, Zusammenhalt werden häufig stärker als Motivation für ein dauerhaftes Familienleben angesehen als wirtschaftliche Faktoren und sozialer Status. Erziehung ist heute nicht mehr so stark an eine klassische Vater- und Mutterrolle gebunden, zugleich sind die Rechte und Pflichten von Vätern und Müttern ihren Kindern gegenüber gesetzlich geregelt. Ehe und Familie stehen in Deutschland unter besonderem Schutz des Staates (Artikel 6 GG), einhergehend damit sind sowohl besondere Freiheitsrechte, das Familienleben zu gestalten wie auch besondere Pflichten gegenüber den auf Fürsorge angewiesenen Kindern. Es ist Aufgabe der staatlichen Gemeinschaft darüber zu wachen, dass das Wohl von Kindern in den verschiedenen Daseinsbereichen (körperlich, emotional, kognitiv etc.) geachtet wird und einzugreifen, wenn es dauerhaft gefährdet ist.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Funktion der familiären Gemeinschaft ist für die Mutter und das Kind bereits während der Schwangerschaft und danach, einen sozial und psychisch verlässlichen, sicheren, tragfähigen Hintergrund zu schaffen, der es ihr erlaubt, ein Kind gut genug zu bemuttern (&amp;gt; [[Urbeziehung]]). Häufig kommt das Getragen-Sein für eine Mutter nicht nicht nur aus der Paar-Beziehung (&amp;gt; [[Paar]]), sondern auch aus der größeren familiären Gemeinschaft, die durch die Großeltern, Geschwister, die familiennahen Verwandten und Freunde gebildet wird. Die Säuglingsforschung belegt, dass der Säugling schon in den ersten Monaten des Lebens außer auf die Mutter auch auf andere Personen seines Umfeldes spezifisch reagiert. Die Bedeutung der Familie endet aber nicht nach der frühen Entwicklung des Kindes, sondern setzt sich über das ganze weitere Leben bis zum Tode hin fort. Jeder Mensch trägt wohl ein ideales, archetypisches Bild der guten und heilen Familie in sich, wie sie sich in manchen Mythen, Religionen und Erzählungen spiegeln (die „heilige Familie“).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;quot;genügend gute“ Familie existiert nur für einen Teil der Menschen. Überwiegend negative Familienerfahrungen bis hin zu langandauernder Vernachlässigung von Kindern bzw. schwächeren Familienmitgliedern entstehen nicht selten aus Überforderung, aber auch aus mangelnder Einsicht in die Bedürfnisse von Kindern bzw. anderen Familienmitgliedern und aus der Unfähigkeit, innerhalb von Familien und sozialem Umfeld geeignete Handlungsmöglichkeiten für Konfliktsituationen zu entwickeln. Nicht zu vergessen sind hier die in vielfältigster Weise deprivierenden und Leid erzeugenden kollektiven Lebensumstände.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im tiefenpsychologischen Denken wird die besondere Bedeutung des familiären Bezugsrahmens dadurch hervorgehoben, dass in therapeutischen Zusammenhängen mit Patienten bzw. Ratsuchenden regelmäßig zu Beginn eine ausführliche Familienanamnese erhoben wird, die im Verlaufe der Therapie immer weiter ausdifferenziert wird. Einerseits werden die interpersonellen Konflikte (&amp;gt; [[Konflikt]]) zwischen den Familienmitgliedern und die intrapsychischen Konflikte voneinander getrennt, andererseits wird davon ausgegangen, dass die innerseelischen Konflikte nicht nur Ausdruck individueller Schwierigkeiten im Patienten sind, sondern häufig auch die Konflikte der Bezugspersonen und innerhalb des Familiensystems widerspiegeln (&amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Systemtheorie]]).   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) erhalten die &amp;gt; [[Eltern]] bzw. Vater und Mutter zudem eine besondere Bedeutung durch ihren Bezug zu archetypischen Konstellationen (&amp;gt; [[Archetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]). Wie alle Archetypen sind auch Mutter- und Vaterarchetyp ambivalent, enthalten sowohl die guten (nährenden und fördernden) wie die bösen (versagenden und gefangensetzenden) Aspekte des Mütterlichen wie des Väterlichen. E. Neumann hat die vom Kind geforderte Befreiung aus der archetypischen Beziehung hin zur je altersgerechten Individuation ausführlich dargestellt. Diese archetypisch erforderlichen, hochenergetischen Prozesse fordern das System Familie und die einzelnen Mitglieder besonders in aktuellen entwicklungspsychologischen Schwellensituationen (Trotz, Pubertät, leeres Nest, Krankheit und Tod ...) wie auch in der Individuationsentwicklung in der zweiten Lebenshälfte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade die Berücksichtigung archetypischer Dimensionen und die Unterscheidung von archetypischer Erfahrung und Projektion einerseits und Realerfahrung mit den Eltern bzw. Bezugspersonen andererseits kann im Umgang mit dem System Familie, seiner psychischen Struktur und seiner Auswirkung auf den Einzelnen sehr hilfreich sein (&amp;gt; [[Ent-Emotionalisierung]], &amp;gt; [[Personalisierung, sekundäre]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Kast, V. (1988): Familienkonflikte im Märchen; Kast, V. (1994): Vater-Töchter Mutter-Söhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1934</id>
		<title>Familie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1934"/>
		<updated>2025-08-21T12:45:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Familie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Eltern]] &amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Kindarchetyp]] &amp;gt; Mutter &amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; Vater &amp;gt; [[Vaterarchetyp]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Familie (lat. famulus: Diener; familia: die Gemeinschaft der Diener, die jeweils zu einem pater familias gehören) verweist als Begriff zwar auf eine patriarchale Struktur (&amp;gt; [[Patriarchat]]), zugleich aber wird im dahinter stehenden Prinzip die Gemeinschaft, die Solidarität und das Geben und Nehmen betont. Familie ist eine soziale Einrichtung und eine Beziehungsform, die sehr stark von religiösen und ideologischen, von wirtschaftlichen und sozialen Faktoren bestimmt ist. Die soziale und psychische Realität, die Psyche der Familienmitglieder, deren Bindungen, Beziehungen und Konflikte, Hoffnungen und Visionen, ihr subjektiv erlebtes Glück und Unglück, Erfolg und Misserfolg im Leben entscheidet mit über die Entwicklung jedes Einzelnen. Die Veränderungen des traditionellen Systems Familie und ihrer Strukturen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts (Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien, Familien ohne Blutsverwandtschaften) spiegeln den Zugewinn an sozialer, wirtschaftlicher und psychischer Freiheit in den letzten Jahrzehnten. Zugleich nimmt auch Vereinzelung und Herauslösung aus „familiären“, d. h. vertrauten und haltenden Bindungen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Trotz der strukturellen Veränderungen bleibt Familie idealerweise ein Ort der Wärme und Geborgenheit, der Sozialisation und Enkulturation, der Unterstützung. Die emotionalen Bindungen, Sicherheit, Vertrauen, Zusammenhalt werden häufig stärker als Motivation für ein dauerhaftes Familienleben angesehen als wirtschaftliche Faktoren und sozialer Status. Erziehung ist heute nicht mehr so stark an eine klassische Vater- und Mutterrolle gebunden, zugleich sind die Rechte und Pflichten von Vätern und Müttern ihren Kindern gegenüber gesetzlich geregelt. Ehe und Familie stehen in Deutschland unter besonderem Schutz des Staates (Artikel 6 GG), einhergehend damit sind sowohl besondere Freiheitsrechte, das Familienleben zu gestalten wie auch besondere Pflichten gegenüber den auf Fürsorge angewiesenen Kindern. Es ist Aufgabe der staatlichen Gemeinschaft darüber zu wachen, dass das Wohl von Kindern in den verschiedenen Daseinsbereichen (körperlich, emotional, kognitiv etc.) geachtet wird und einzugreifen, wenn es dauerhaft gefährdet ist.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Funktion der familiären Gemeinschaft ist für die Mutter und das Kind bereits während der Schwangerschaft und danach, einen sozial und psychisch verlässlichen, sicheren, tragfähigen Hintergrund zu schaffen, der es ihr erlaubt, ein Kind gut genug zu bemuttern (&amp;gt; [[Urbeziehung]]). Häufig kommt das Getragen-Sein für eine Mutter nicht nicht nur aus der Paar-Beziehung (&amp;gt; [[Paar]]), sondern auch aus der größeren familiären Gemeinschaft, die durch die Großeltern, Geschwister, die familiennahen Verwandten und Freunde gebildet wird. Die Säuglingsforschung belegt, dass der Säugling schon in den ersten Monaten des Lebens außer auf die Mutter auch auf andere Personen seines Umfeldes spezifisch reagiert. Die Bedeutung der Familie endet aber nicht nach der frühen Entwicklung des Kindes, sondern setzt sich über das ganze weitere Leben bis zum Tode hin fort. Jeder Mensch trägt wohl ein ideales, archetypisches Bild der guten und heilen Familie in sich, wie sie sich in manchen Mythen, Religionen und Erzählungen spiegeln (die „heilige Familie“).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;quot;genügend gute“ Familie existiert nur für einen Teil der Menschen. Überwiegend negative Familienerfahrungen bis hin zu langandauernder Vernachlässigung von Kindern bzw. schwächeren Familienmitgliedern entstehen nicht selten aus Überforderung, aber auch aus mangelnder Einsicht in die Bedürfnisse von Kindern bzw. anderen Familienmitgliedern und aus der Unfähigkeit, innerhalb von Familien und sozialem Umfeld geeignete Handlungsmöglichkeiten für Konfliktsituationen zu entwickeln. Nicht zu vergessen sind hier die in vielfältigster Weise deprivierenden und Leid erzeugenden kollektiven Lebensumstände.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im tiefenpsychologischen Denken wird die besondere Bedeutung des familiären Bezugsrahmens dadurch hervorgehoben, dass in therapeutischen Zusammenhängen mit Patienten bzw. Ratsuchenden regelmäßig zu Beginn eine ausführliche Familienanamnese erhoben wird, die im Verlaufe der Therapie immer weiter ausdifferenziert wird. Einerseits werden die interpersonellen Konflikte (&amp;gt; [[Konflikt]]) zwischen den Familienmitgliedern und die intrapsychischen Konflikte voneinander getrennt, andererseits wird davon ausgegangen, dass die innerseelischen Konflikte nicht nur Ausdruck individueller Schwierigkeiten im Patienten sind, sondern häufig auch die Konflikte der Bezugspersonen und innerhalb des Familiensystems widerspiegeln (&amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Systemtheorie]]).   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) erhalten die &amp;gt; [[Eltern]] bzw. Vater und Mutter zudem eine besondere Bedeutung durch ihren Bezug zu archetypischen Konstellationen (&amp;gt; [[Archetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]). Wie alle Archetypen sind auch Mutter- und Vaterarchetyp ambivalent, enthalten sowohl die guten (nährenden und fördernden) wie die bösen (versagenden und gefangensetzenden) Aspekte des Mütterlichen wie des Väterlichen. E. Neumann hat die vom Kind geforderte Befreiung aus der archetypischen Beziehung hin zur je altersgerechten Individuation ausführlich dargestellt. Diese archetypisch erforderlichen, hochenergetischen Prozesse fordern das System Familie und die einzelnen Mitglieder besonders in aktuellen entwicklungspsychologischen Schwellensituationen (Trotz, Pubertät, leeres Nest, Krankheit und Tod ...) wie auch in der Individuationsentwicklung in der zweiten Lebenshälfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben Mahlers Theorie ist eine Idee der Psychiaterin Margaret Mahler. Ihre Arbeit &#039;&#039;&#039;konzentriert sich auf den Trennungs- und Individuationsprozess von Kindern, bei dem sie von einer symbiotischen Beziehung zur Mutter in einen unabhängigeren Zustand übergehen&#039;&#039;&#039;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade die Berücksichtigung archetypischer Dimensionen und die Unterscheidung von archetypischer Erfahrung und Projektion einerseits und Realerfahrung mit den Eltern bzw. Bezugspersonen andererseits kann im Umgang mit dem System Familie, seiner psychischen Struktur und seiner Auswirkung auf den Einzelnen sehr hilfreich sein (&amp;gt; [[Ent-Emotionalisierung]], &amp;gt; [[Personalisierung, sekundäre]]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Kast, V. (1988): Familienkonflikte im Märchen; Kast, V. (1994): Vater-Töchter Mutter-Söhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1933</id>
		<title>Familie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Familie&amp;diff=1933"/>
		<updated>2025-08-21T12:44:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Familie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Eltern]] &amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Kindheit/Kindheitsphasen]] &amp;gt; [[Kindarchetyp]] &amp;gt; Mutter &amp;gt; [[Mutterarchetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; Vater &amp;gt; [[Vaterarchetyp]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Familie (lat. famulus: Diener; familia: die Gemeinschaft der Diener, die jeweils zu einem pater familias gehören) verweist als Begriff zwar auf eine patriarchale Struktur (&amp;gt; [[Patriarchat]]), zugleich aber wird im dahinter stehenden Prinzip die Gemeinschaft, die Solidarität und das Geben und Nehmen betont. Familie ist eine soziale Einrichtung und eine Beziehungsform, die sehr stark von religiösen und ideologischen, von wirtschaftlichen und sozialen Faktoren bestimmt ist. Die soziale und psychische Realität, die Psyche der Familienmitglieder, deren Bindungen, Beziehungen und Konflikte, Hoffnungen und Visionen, ihr subjektiv erlebtes Glück und Unglück, Erfolg und Misserfolg im Leben entscheidet mit über die Entwicklung jedes Einzelnen. Die Veränderungen des traditionellen Systems Familie und ihrer Strukturen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts (Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien, Familien ohne Blutsverwandtschaften) spiegeln den Zugewinn an sozialer, wirtschaftlicher und psychischer Freiheit in den letzten Jahrzehnten. Zugleich nimmt auch Vereinzelung und Herauslösung aus „familiären“, d. h. vertrauten und haltenden Bindungen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Trotz der strukturellen Veränderungen bleibt Familie idealerweise ein Ort der Wärme und Geborgenheit, der Sozialisation und Enkulturation, der Unterstützung. Die emotionalen Bindungen, Sicherheit, Vertrauen, Zusammenhalt werden häufig stärker als Motivation für ein dauerhaftes Familienleben angesehen als wirtschaftliche Faktoren und sozialer Status. Erziehung ist heute nicht mehr so stark an eine klassische Vater- und Mutterrolle gebunden, zugleich sind die Rechte und Pflichten von Vätern und Müttern ihren Kindern gegenüber gesetzlich geregelt. Ehe und Familie stehen in Deutschland unter besonderem Schutz des Staates (Artikel 6 GG), einhergehend damit sind sowohl besondere Freiheitsrechte, das Familienleben zu gestalten wie auch besondere Pflichten gegenüber den auf Fürsorge angewiesenen Kindern. Es ist Aufgabe der staatlichen Gemeinschaft darüber zu wachen, dass das Wohl von Kindern in den verschiedenen Daseinsbereichen (körperlich, emotional, kognitiv etc.) geachtet wird und einzugreifen, wenn es dauerhaft gefährdet ist.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Funktion der familiären Gemeinschaft ist für die Mutter und das Kind bereits während der Schwangerschaft und danach, einen sozial und psychisch verlässlichen, sicheren, tragfähigen Hintergrund zu schaffen, der es ihr erlaubt, ein Kind gut genug zu bemuttern (&amp;gt; [[Urbeziehung]]). Häufig kommt das Getragen-Sein für eine Mutter nicht nicht nur aus der Paar-Beziehung (&amp;gt; [[Paar]]), sondern auch aus der größeren familiären Gemeinschaft, die durch die Großeltern, Geschwister, die familiennahen Verwandten und Freunde gebildet wird. Die Säuglingsforschung belegt, dass der Säugling schon in den ersten Monaten des Lebens außer auf die Mutter auch auf andere Personen seines Umfeldes spezifisch reagiert. Die Bedeutung der Familie endet aber nicht nach der frühen Entwicklung des Kindes, sondern setzt sich über das ganze weitere Leben bis zum Tode hin fort. Jeder Mensch trägt wohl ein ideales, archetypisches Bild der guten und heilen Familie in sich, wie sie sich in manchen Mythen, Religionen und Erzählungen spiegeln (die „heilige Familie“).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;quot;genügend gute“ Familie existiert nur für einen Teil der Menschen. Überwiegend negative Familienerfahrungen bis hin zu langandauernder Vernachlässigung von Kindern bzw. schwächeren Familienmitgliedern entstehen nicht selten aus Überforderung, aber auch aus mangelnder Einsicht in die Bedürfnisse von Kindern bzw. anderen Familienmitgliedern und aus der Unfähigkeit, innerhalb von Familien und sozialem Umfeld geeignete Handlungsmöglichkeiten für Konfliktsituationen zu entwickeln. Nicht zu vergessen sind hier die in vielfältigster Weise deprivierenden und Leid erzeugenden kollektiven Lebensumstände.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im tiefenpsychologischen Denken wird die besondere Bedeutung des familiären Bezugsrahmens dadurch hervorgehoben, dass in therapeutischen Zusammenhängen mit Patienten bzw. Ratsuchenden regelmäßig zu Beginn eine ausführliche Familienanamnese erhoben wird, die im Verlaufe der Therapie immer weiter ausdifferenziert wird. Einerseits werden die interpersonellen Konflikte (&amp;gt; [[Konflikt]]) zwischen den Familienmitgliedern und die intrapsychischen Konflikte voneinander getrennt, andererseits wird davon ausgegangen, dass die innerseelischen Konflikte nicht nur Ausdruck individueller Schwierigkeiten im Patienten sind, sondern häufig auch die Konflikte der Bezugspersonen und innerhalb des Familiensystems widerspiegeln (&amp;gt; [[Familientherapie]] &amp;gt; [[Systemtheorie]]).   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) erhalten die &amp;gt; [[Eltern]] bzw. Vater und Mutter zudem eine besondere Bedeutung durch ihren Bezug zu archetypischen Konstellationen (&amp;gt; [[Archetyp]] &amp;gt; [[Mutter, Große]] &amp;gt; [[Vater, Großer]]). Wie alle Archetypen sind auch Mutter- und Vaterarchetyp ambivalent, enthalten sowohl die guten (nährenden und fördernden) wie die bösen (versagenden und gefangensetzenden) Aspekte des Mütterlichen wie des Väterlichen. E. Neumann hat die vom Kind geforderte Befreiung aus der archetypischen Beziehung hin zur je altersgerechten Individuation ausführlich dargestellt. Diese archetypisch erforderlichen, hochenergetischen Prozesse fordern das System Familie und die einzelnen Mitglieder besonders in aktuellen entwicklungspsychologischen Schwellensituationen (Trotz, Pubertät, leeres Nest, Krankheit und Tod ...) wie auch in der Individuationsentwicklung in der zweiten Lebenshälfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben Mahlers Theorie ist eine Idee der Psychiaterin Margaret Mahler. Ihre Arbeit &#039;&#039;&#039;konzentriert sich auf den Trennungs- und Individuationsprozess von Kindern, bei dem sie von einer symbiotischen Beziehung zur Mutter in einen unabhängigeren Zustand übergehen&#039;&#039;&#039;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade die Berücksichtigung archetypischer Dimensionen und die Unterscheidung von archetypischer Erfahrung und Projektion einerseits und Realerfahrung mit den Eltern bzw. Bezugspersonen andererseits kann im Umgang mit dem System Familie, seiner psychischen Struktur und seiner Auswirkung auf den Einzelnen sehr hilfreich sein (&amp;gt; [[Ent-Emotionalisierung]], &amp;gt; [[Sekundäre Personalisierung|Personalisierung, sekundäre]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Kast, V. (1988): Familienkonflikte im Märchen; Kast, V. (1994): Vater-Töchter Mutter-Söhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; A. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
</feed>