<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://aip-lexikon.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gr%C3%B6%C3%9Fenfantasien</id>
	<title>Größenfantasien - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://aip-lexikon.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gr%C3%B6%C3%9Fenfantasien"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Gr%C3%B6%C3%9Fenfantasien&amp;action=history"/>
	<updated>2026-08-07T16:58:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in aip-lexikon.com</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.41.1</generator>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Gr%C3%B6%C3%9Fenfantasien&amp;diff=1331&amp;oldid=prev</id>
		<title>Lutz: Textersetzung - „Identifizierung“ durch „Identifikation“</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Gr%C3%B6%C3%9Fenfantasien&amp;diff=1331&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-09T11:35:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Textersetzung - „Identifizierung“ durch „Identifikation“&lt;/p&gt;
&lt;table style=&quot;background-color: #fff; color: #202122;&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr class=&quot;diff-title&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 9. Februar 2025, 13:35 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l7&quot;&gt;Zeile 7:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 7:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Hinter den meisten herausragenden Leistungen und Errungenschaften wie auch hinter den schlimmsten Verbrechen der Menschheit stehen sicherlich noch größere, meist aber nicht öffentlich zugestandene Größenfantasien. Sie werden in der Regel verborgen gehalten, weil sie von der traditionellen &amp;gt; [[Moral]] mit starken Abwertungen belegt werden. Der Betreffende läuft Gefahr, den &amp;gt; [[Neid]] anderer Menschen zu erregen und von ihnen als arrogant, überheblich, eitel, geltungssüchtig, stolz, unbescheiden oder gar größenwahnsinnig eingestuft zu werden. “Hochmut kommt vor dem Fall“. Fast alle Religionen (&amp;gt; [[Religion]]) sehen in der Egomanie eine Todsünde. Dementsprechend ist selbst die normale, natürliche, manchmal überschießende Freude an sich selbst und den eignen Fähigkeiten sehr oft mit &amp;gt; [[Scham]] und Schuld (&amp;gt; [[Schuldgefühl]]) besetzt. Obwohl in den tiefenpsychologischen Richtungen ein „gesunder &amp;gt; [[Narzissmus]]“ durchaus akzeptiert wird und die Fähigkeit zur Selbstliebe auch als wichtiges Ziel angesehen wird, klingt doch bei dem Thema der Größenfantasien häufig eher das Bedenkliche und Pathologische durch.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Hinter den meisten herausragenden Leistungen und Errungenschaften wie auch hinter den schlimmsten Verbrechen der Menschheit stehen sicherlich noch größere, meist aber nicht öffentlich zugestandene Größenfantasien. Sie werden in der Regel verborgen gehalten, weil sie von der traditionellen &amp;gt; [[Moral]] mit starken Abwertungen belegt werden. Der Betreffende läuft Gefahr, den &amp;gt; [[Neid]] anderer Menschen zu erregen und von ihnen als arrogant, überheblich, eitel, geltungssüchtig, stolz, unbescheiden oder gar größenwahnsinnig eingestuft zu werden. “Hochmut kommt vor dem Fall“. Fast alle Religionen (&amp;gt; [[Religion]]) sehen in der Egomanie eine Todsünde. Dementsprechend ist selbst die normale, natürliche, manchmal überschießende Freude an sich selbst und den eignen Fähigkeiten sehr oft mit &amp;gt; [[Scham]] und Schuld (&amp;gt; [[Schuldgefühl]]) besetzt. Obwohl in den tiefenpsychologischen Richtungen ein „gesunder &amp;gt; [[Narzissmus]]“ durchaus akzeptiert wird und die Fähigkeit zur Selbstliebe auch als wichtiges Ziel angesehen wird, klingt doch bei dem Thema der Größenfantasien häufig eher das Bedenkliche und Pathologische durch.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Größenfantasien werden in der analytischen Literatur überwiegend als Abwehrmechanismus (&amp;gt; [[Abwehrmechanismen]]) verstanden, der eingesetzt wird, wenn der &amp;gt; [[Ich-Komplex]] nicht kohärent genug ist (vgl. &amp;gt; [[De(s)integration]]) und das &amp;gt; [[Selbstwertgefühl]] z. B. durch Abwertung, Nichtbeachtung oder Misserfolg eine Kränkung erfahren hat. Oder sie sind Ausdruck eines „unmodifizierten Größenselbst“ (&amp;gt; [[Selbstpsychologie]]), einer &amp;gt; [[Kompensation]] des Minderwertigkeitsgefühls (&amp;gt; [[Minderwertigkeitsgefühl]] &amp;gt; [[Individualpsychologie]]), einer „infantilen“, „puerilen Haltung“ (&amp;gt; [[Puer Aeternus/Puella aeterna]]) oder einer &amp;gt; [[Hybris]], einer &amp;gt; [[Inflation]] oder einer Manie. C. G. Jung beschreibt solche problematischen Erscheinungsformen, die durch eine &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Identifizierung &lt;/del&gt;(&amp;gt; [[Identifikation]]) mit Inhalten aus dem Unbewussten (&amp;gt; [[Unbewusstes]]) auftreten können, bereits 1916: „Die Einen bauen damit ein unverkennbares, ja unangenehm gesteigertes Selbstbewusstsein oder Selbstgefühl auf [...] Die anderen werden aber herunter gestimmt, ja erdrückt von den Inhalten des Unbewussten, ihr Selbstgefühl mindert sich. Die ersten übernehmen, im Überschwang des Selbstgefühls, eine Verantwortlichkeit für ihr Unbewusstes, die viel zu weit reicht, über jede wirkliche Möglichkeit hinaus, die letzteren lehnen schließlich jede Verantwortlichkeit für sich ab in der erdrückenden Erkenntnis der Machtlosigkeit des Ich gegenüber dem durch das Unbewusste waltende Schicksal.“ (Jung, GW 7, § 221) Beiden Reaktionsformen ist gemeinsam, dass sie über ihre Grenzen gehen. “Der Eine dehnt sich übermäßig aus, der Andere verkleinert sich übermäßig. Ihre individuellen Grenzen sind irgendwie verwischt.“ (Jung, GW 7, § 225)  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Größenfantasien werden in der analytischen Literatur überwiegend als Abwehrmechanismus (&amp;gt; [[Abwehrmechanismen]]) verstanden, der eingesetzt wird, wenn der &amp;gt; [[Ich-Komplex]] nicht kohärent genug ist (vgl. &amp;gt; [[De(s)integration]]) und das &amp;gt; [[Selbstwertgefühl]] z. B. durch Abwertung, Nichtbeachtung oder Misserfolg eine Kränkung erfahren hat. Oder sie sind Ausdruck eines „unmodifizierten Größenselbst“ (&amp;gt; [[Selbstpsychologie]]), einer &amp;gt; [[Kompensation]] des Minderwertigkeitsgefühls (&amp;gt; [[Minderwertigkeitsgefühl]] &amp;gt; [[Individualpsychologie]]), einer „infantilen“, „puerilen Haltung“ (&amp;gt; [[Puer Aeternus/Puella aeterna]]) oder einer &amp;gt; [[Hybris]], einer &amp;gt; [[Inflation]] oder einer Manie. C. G. Jung beschreibt solche problematischen Erscheinungsformen, die durch eine &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Identifikation &lt;/ins&gt;(&amp;gt; [[Identifikation]]) mit Inhalten aus dem Unbewussten (&amp;gt; [[Unbewusstes]]) auftreten können, bereits 1916: „Die Einen bauen damit ein unverkennbares, ja unangenehm gesteigertes Selbstbewusstsein oder Selbstgefühl auf [...] Die anderen werden aber herunter gestimmt, ja erdrückt von den Inhalten des Unbewussten, ihr Selbstgefühl mindert sich. Die ersten übernehmen, im Überschwang des Selbstgefühls, eine Verantwortlichkeit für ihr Unbewusstes, die viel zu weit reicht, über jede wirkliche Möglichkeit hinaus, die letzteren lehnen schließlich jede Verantwortlichkeit für sich ab in der erdrückenden Erkenntnis der Machtlosigkeit des Ich gegenüber dem durch das Unbewusste waltende Schicksal.“ (Jung, GW 7, § 221) Beiden Reaktionsformen ist gemeinsam, dass sie über ihre Grenzen gehen. “Der Eine dehnt sich übermäßig aus, der Andere verkleinert sich übermäßig. Ihre individuellen Grenzen sind irgendwie verwischt.“ (Jung, GW 7, § 225)  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Natürlich dürfen die Gefahren der &amp;gt; [[Inflation]] und der Größenfantasien nicht übersehen werden, aber die Konsequenz aus solchen Aussagen könnte auch sein, dass Menschen, da sie nicht als „inflationiert“ gelten möchten, ihre individuellen Grenzen, eher nach unten setzen und den „Überschwang“ und die Lebensfreude eher als problematisch ansehen. Mit den positiven Aspekten der Größenfantasien scheint es ähnlich wie mit den positiven „gehobenen“ Emotionen wie &amp;gt; [[Ekstase]] &amp;gt; [[Freude]] &amp;gt; [[Glück]] &amp;gt; [[Humor]] und &amp;gt; [[Leidenschaft]] zu sein. Sie führen in der Regel ein „Schattendasein“ in der analytischen Literatur und in den Therapien (&amp;gt; [[Schatten, therapeutischer]]) mit der Folge, dass sie von den als „unseriös“ eingestuften Richtungen übernommen werden, beispielsweise dem „positiven Denken“.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Natürlich dürfen die Gefahren der &amp;gt; [[Inflation]] und der Größenfantasien nicht übersehen werden, aber die Konsequenz aus solchen Aussagen könnte auch sein, dass Menschen, da sie nicht als „inflationiert“ gelten möchten, ihre individuellen Grenzen, eher nach unten setzen und den „Überschwang“ und die Lebensfreude eher als problematisch ansehen. Mit den positiven Aspekten der Größenfantasien scheint es ähnlich wie mit den positiven „gehobenen“ Emotionen wie &amp;gt; [[Ekstase]] &amp;gt; [[Freude]] &amp;gt; [[Glück]] &amp;gt; [[Humor]] und &amp;gt; [[Leidenschaft]] zu sein. Sie führen in der Regel ein „Schattendasein“ in der analytischen Literatur und in den Therapien (&amp;gt; [[Schatten, therapeutischer]]) mit der Folge, dass sie von den als „unseriös“ eingestuften Richtungen übernommen werden, beispielsweise dem „positiven Denken“.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Gr%C3%B6%C3%9Fenfantasien&amp;diff=1238&amp;oldid=prev</id>
		<title>Lutz am 6. Februar 2025 um 17:13 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Gr%C3%B6%C3%9Fenfantasien&amp;diff=1238&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-06T17:13:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;table style=&quot;background-color: #fff; color: #202122;&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr class=&quot;diff-title&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 6. Februar 2025, 19:13 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l7&quot;&gt;Zeile 7:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 7:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Hinter den meisten herausragenden Leistungen und Errungenschaften wie auch hinter den schlimmsten Verbrechen der Menschheit stehen sicherlich noch größere, meist aber nicht öffentlich zugestandene Größenfantasien. Sie werden in der Regel verborgen gehalten, weil sie von der traditionellen &amp;gt; [[Moral]] mit starken Abwertungen belegt werden. Der Betreffende läuft Gefahr, den &amp;gt; [[Neid]] anderer Menschen zu erregen und von ihnen als arrogant, überheblich, eitel, geltungssüchtig, stolz, unbescheiden oder gar größenwahnsinnig eingestuft zu werden. “Hochmut kommt vor dem Fall“. Fast alle Religionen (&amp;gt; [[Religion]]) sehen in der Egomanie eine Todsünde. Dementsprechend ist selbst die normale, natürliche, manchmal überschießende Freude an sich selbst und den eignen Fähigkeiten sehr oft mit &amp;gt; [[Scham]] und Schuld (&amp;gt; [[Schuldgefühl]]) besetzt. Obwohl in den tiefenpsychologischen Richtungen ein „gesunder &amp;gt; [[Narzissmus]]“ durchaus akzeptiert wird und die Fähigkeit zur Selbstliebe auch als wichtiges Ziel angesehen wird, klingt doch bei dem Thema der Größenfantasien häufig eher das Bedenkliche und Pathologische durch.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Hinter den meisten herausragenden Leistungen und Errungenschaften wie auch hinter den schlimmsten Verbrechen der Menschheit stehen sicherlich noch größere, meist aber nicht öffentlich zugestandene Größenfantasien. Sie werden in der Regel verborgen gehalten, weil sie von der traditionellen &amp;gt; [[Moral]] mit starken Abwertungen belegt werden. Der Betreffende läuft Gefahr, den &amp;gt; [[Neid]] anderer Menschen zu erregen und von ihnen als arrogant, überheblich, eitel, geltungssüchtig, stolz, unbescheiden oder gar größenwahnsinnig eingestuft zu werden. “Hochmut kommt vor dem Fall“. Fast alle Religionen (&amp;gt; [[Religion]]) sehen in der Egomanie eine Todsünde. Dementsprechend ist selbst die normale, natürliche, manchmal überschießende Freude an sich selbst und den eignen Fähigkeiten sehr oft mit &amp;gt; [[Scham]] und Schuld (&amp;gt; [[Schuldgefühl]]) besetzt. Obwohl in den tiefenpsychologischen Richtungen ein „gesunder &amp;gt; [[Narzissmus]]“ durchaus akzeptiert wird und die Fähigkeit zur Selbstliebe auch als wichtiges Ziel angesehen wird, klingt doch bei dem Thema der Größenfantasien häufig eher das Bedenkliche und Pathologische durch.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Größenfantasien werden in der analytischen Literatur überwiegend als Abwehrmechanismus (&amp;gt; [[Abwehrmechanismen]]) verstanden, der eingesetzt wird, wenn der &amp;gt; [[Ich-Komplex]] nicht kohärent genug ist (vgl. &amp;gt; [[De(s)integration]]) und das &amp;gt; [[Selbstwertgefühl]] z. B. durch Abwertung, Nichtbeachtung oder Misserfolg eine Kränkung erfahren hat. Oder sie sind Ausdruck eines „unmodifizierten Größenselbst“ (&amp;gt; [[Selbstpsychologie]]), einer &amp;gt; [[Kompensation]] des Minderwertigkeitsgefühls (&amp;gt; [[Minderwertigkeitsgefühl]] &amp;gt; [[Individualpsychologie]]), einer „infantilen“, „puerilen Haltung“ (&amp;gt; [[Puer Aeternus/Puella aeterna]]) oder einer &amp;gt; [[Hybris]], einer &amp;gt; [[Inflation]] oder einer Manie. C. G. Jung beschreibt solche problematischen Erscheinungsformen, die durch eine &amp;gt; [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Identifizierung&lt;/del&gt;]] mit Inhalten aus dem Unbewussten (&amp;gt; [[Unbewusstes]]) auftreten können, bereits 1916: „Die Einen bauen damit ein unverkennbares, ja unangenehm gesteigertes Selbstbewusstsein oder Selbstgefühl auf [...] Die anderen werden aber herunter gestimmt, ja erdrückt von den Inhalten des Unbewussten, ihr Selbstgefühl mindert sich. Die ersten übernehmen, im Überschwang des Selbstgefühls, eine Verantwortlichkeit für ihr Unbewusstes, die viel zu weit reicht, über jede wirkliche Möglichkeit hinaus, die letzteren lehnen schließlich jede Verantwortlichkeit für sich ab in der erdrückenden Erkenntnis der Machtlosigkeit des Ich gegenüber dem durch das Unbewusste waltende Schicksal.“ (Jung, GW 7, § 221) Beiden Reaktionsformen ist gemeinsam, dass sie über ihre Grenzen gehen. “Der Eine dehnt sich übermäßig aus, der Andere verkleinert sich übermäßig. Ihre individuellen Grenzen sind irgendwie verwischt.“ (Jung, GW 7, § 225)  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Größenfantasien werden in der analytischen Literatur überwiegend als Abwehrmechanismus (&amp;gt; [[Abwehrmechanismen]]) verstanden, der eingesetzt wird, wenn der &amp;gt; [[Ich-Komplex]] nicht kohärent genug ist (vgl. &amp;gt; [[De(s)integration]]) und das &amp;gt; [[Selbstwertgefühl]] z. B. durch Abwertung, Nichtbeachtung oder Misserfolg eine Kränkung erfahren hat. Oder sie sind Ausdruck eines „unmodifizierten Größenselbst“ (&amp;gt; [[Selbstpsychologie]]), einer &amp;gt; [[Kompensation]] des Minderwertigkeitsgefühls (&amp;gt; [[Minderwertigkeitsgefühl]] &amp;gt; [[Individualpsychologie]]), einer „infantilen“, „puerilen Haltung“ (&amp;gt; [[Puer Aeternus/Puella aeterna]]) oder einer &amp;gt; [[Hybris]], einer &amp;gt; [[Inflation]] oder einer Manie. C. G. Jung beschreibt solche problematischen Erscheinungsformen, die durch eine &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Identifizierung (&lt;/ins&gt;&amp;gt; [[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Identifikation&lt;/ins&gt;]]&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;) &lt;/ins&gt;mit Inhalten aus dem Unbewussten (&amp;gt; [[Unbewusstes]]) auftreten können, bereits 1916: „Die Einen bauen damit ein unverkennbares, ja unangenehm gesteigertes Selbstbewusstsein oder Selbstgefühl auf [...] Die anderen werden aber herunter gestimmt, ja erdrückt von den Inhalten des Unbewussten, ihr Selbstgefühl mindert sich. Die ersten übernehmen, im Überschwang des Selbstgefühls, eine Verantwortlichkeit für ihr Unbewusstes, die viel zu weit reicht, über jede wirkliche Möglichkeit hinaus, die letzteren lehnen schließlich jede Verantwortlichkeit für sich ab in der erdrückenden Erkenntnis der Machtlosigkeit des Ich gegenüber dem durch das Unbewusste waltende Schicksal.“ (Jung, GW 7, § 221) Beiden Reaktionsformen ist gemeinsam, dass sie über ihre Grenzen gehen. “Der Eine dehnt sich übermäßig aus, der Andere verkleinert sich übermäßig. Ihre individuellen Grenzen sind irgendwie verwischt.“ (Jung, GW 7, § 225)  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Natürlich dürfen die Gefahren der &amp;gt; [[Inflation]] und der Größenfantasien nicht übersehen werden, aber die Konsequenz aus solchen Aussagen könnte auch sein, dass Menschen, da sie nicht als „inflationiert“ gelten möchten, ihre individuellen Grenzen, eher nach unten setzen und den „Überschwang“ und die Lebensfreude eher als problematisch ansehen. Mit den positiven Aspekten der Größenfantasien scheint es ähnlich wie mit den positiven „gehobenen“ Emotionen wie &amp;gt; [[Ekstase]] &amp;gt; [[Freude]] &amp;gt; [[Glück]] &amp;gt; [[Humor]] und &amp;gt; [[Leidenschaft]] zu sein. Sie führen in der Regel ein „Schattendasein“ in der analytischen Literatur und in den Therapien (&amp;gt; [[Schatten, therapeutischer]]) mit der Folge, dass sie von den als „unseriös“ eingestuften Richtungen übernommen werden, beispielsweise dem „positiven Denken“.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Natürlich dürfen die Gefahren der &amp;gt; [[Inflation]] und der Größenfantasien nicht übersehen werden, aber die Konsequenz aus solchen Aussagen könnte auch sein, dass Menschen, da sie nicht als „inflationiert“ gelten möchten, ihre individuellen Grenzen, eher nach unten setzen und den „Überschwang“ und die Lebensfreude eher als problematisch ansehen. Mit den positiven Aspekten der Größenfantasien scheint es ähnlich wie mit den positiven „gehobenen“ Emotionen wie &amp;gt; [[Ekstase]] &amp;gt; [[Freude]] &amp;gt; [[Glück]] &amp;gt; [[Humor]] und &amp;gt; [[Leidenschaft]] zu sein. Sie führen in der Regel ein „Schattendasein“ in der analytischen Literatur und in den Therapien (&amp;gt; [[Schatten, therapeutischer]]) mit der Folge, dass sie von den als „unseriös“ eingestuften Richtungen übernommen werden, beispielsweise dem „positiven Denken“.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Gr%C3%B6%C3%9Fenfantasien&amp;diff=353&amp;oldid=prev</id>
		<title>Lutz: 1 Version importiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Gr%C3%B6%C3%9Fenfantasien&amp;diff=353&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-07-20T11:02:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;1 Version importiert&lt;/p&gt;
&lt;table style=&quot;background-color: #fff; color: #202122;&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;tr class=&quot;diff-title&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;1&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;1&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 20. Juli 2024, 13:02 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-notice&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;&lt;div class=&quot;mw-diff-empty&quot;&gt;(kein Unterschied)&lt;/div&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Lutz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://aip-lexikon.com/index.php?title=Gr%C3%B6%C3%9Fenfantasien&amp;diff=352&amp;oldid=prev</id>
		<title>de&gt;Anlumue: Textersetzung - „[..]“ durch „[...]“</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://aip-lexikon.com/index.php?title=Gr%C3%B6%C3%9Fenfantasien&amp;diff=352&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-07-19T09:51:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Textersetzung - „[..]“ durch „[...]“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword: &amp;lt;/b&amp;gt; Größenfantasien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Anthropozentrismus]] &amp;gt; [[Ganzheit]] &amp;gt; [[Identität, personale]] &amp;gt; [[Hybris]] &amp;gt; [[Ideal-Ich]] &amp;gt; [[Identifikation]] &amp;gt; [[Individualpsychologie]] &amp;gt; [[Inflation]] &amp;gt; [[Minderwertigkeitsgefühl]] &amp;gt; [[Narzissmus]] &amp;gt; [[Schatten, therapeutischer]] &amp;gt; [[Selbst]] &amp;gt; [[Selbstwertgefühl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; Größenfantasien sind Fantasien (&amp;gt; [[Fantasie]]) von der eigenen Großartigkeit, Besonderheit, Berühmtheit, Attraktivität (&amp;gt; [[Eros-Prinzip]]) und &amp;gt; [[Macht]], von besonderen Fähigkeiten, Kenntnissen und Heldentaten (&amp;gt; [[Heros-Prinzip]]). Sie können in verschiedenen Phasen des Lebens als Ausdruck der &amp;gt; [[Freude]] an und über sich selbst, am eigenen Dasein, an eigenen Fähigkeiten und Begabungen, des Stolzes über gelungene Leistungen und der Vorfreude auf zukünftige Erfolge auftreten („Ich bin doch der Größte!“). Sie haben eine sehr starke, motivierende Kraft zum Guten wie zum Schlechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b&amp;gt; Hinter den meisten herausragenden Leistungen und Errungenschaften wie auch hinter den schlimmsten Verbrechen der Menschheit stehen sicherlich noch größere, meist aber nicht öffentlich zugestandene Größenfantasien. Sie werden in der Regel verborgen gehalten, weil sie von der traditionellen &amp;gt; [[Moral]] mit starken Abwertungen belegt werden. Der Betreffende läuft Gefahr, den &amp;gt; [[Neid]] anderer Menschen zu erregen und von ihnen als arrogant, überheblich, eitel, geltungssüchtig, stolz, unbescheiden oder gar größenwahnsinnig eingestuft zu werden. “Hochmut kommt vor dem Fall“. Fast alle Religionen (&amp;gt; [[Religion]]) sehen in der Egomanie eine Todsünde. Dementsprechend ist selbst die normale, natürliche, manchmal überschießende Freude an sich selbst und den eignen Fähigkeiten sehr oft mit &amp;gt; [[Scham]] und Schuld (&amp;gt; [[Schuldgefühl]]) besetzt. Obwohl in den tiefenpsychologischen Richtungen ein „gesunder &amp;gt; [[Narzissmus]]“ durchaus akzeptiert wird und die Fähigkeit zur Selbstliebe auch als wichtiges Ziel angesehen wird, klingt doch bei dem Thema der Größenfantasien häufig eher das Bedenkliche und Pathologische durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größenfantasien werden in der analytischen Literatur überwiegend als Abwehrmechanismus (&amp;gt; [[Abwehrmechanismen]]) verstanden, der eingesetzt wird, wenn der &amp;gt; [[Ich-Komplex]] nicht kohärent genug ist (vgl. &amp;gt; [[De(s)integration]]) und das &amp;gt; [[Selbstwertgefühl]] z. B. durch Abwertung, Nichtbeachtung oder Misserfolg eine Kränkung erfahren hat. Oder sie sind Ausdruck eines „unmodifizierten Größenselbst“ (&amp;gt; [[Selbstpsychologie]]), einer &amp;gt; [[Kompensation]] des Minderwertigkeitsgefühls (&amp;gt; [[Minderwertigkeitsgefühl]] &amp;gt; [[Individualpsychologie]]), einer „infantilen“, „puerilen Haltung“ (&amp;gt; [[Puer Aeternus/Puella aeterna]]) oder einer &amp;gt; [[Hybris]], einer &amp;gt; [[Inflation]] oder einer Manie. C. G. Jung beschreibt solche problematischen Erscheinungsformen, die durch eine &amp;gt; [[Identifizierung]] mit Inhalten aus dem Unbewussten (&amp;gt; [[Unbewusstes]]) auftreten können, bereits 1916: „Die Einen bauen damit ein unverkennbares, ja unangenehm gesteigertes Selbstbewusstsein oder Selbstgefühl auf [...] Die anderen werden aber herunter gestimmt, ja erdrückt von den Inhalten des Unbewussten, ihr Selbstgefühl mindert sich. Die ersten übernehmen, im Überschwang des Selbstgefühls, eine Verantwortlichkeit für ihr Unbewusstes, die viel zu weit reicht, über jede wirkliche Möglichkeit hinaus, die letzteren lehnen schließlich jede Verantwortlichkeit für sich ab in der erdrückenden Erkenntnis der Machtlosigkeit des Ich gegenüber dem durch das Unbewusste waltende Schicksal.“ (Jung, GW 7, § 221) Beiden Reaktionsformen ist gemeinsam, dass sie über ihre Grenzen gehen. “Der Eine dehnt sich übermäßig aus, der Andere verkleinert sich übermäßig. Ihre individuellen Grenzen sind irgendwie verwischt.“ (Jung, GW 7, § 225) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich dürfen die Gefahren der &amp;gt; [[Inflation]] und der Größenfantasien nicht übersehen werden, aber die Konsequenz aus solchen Aussagen könnte auch sein, dass Menschen, da sie nicht als „inflationiert“ gelten möchten, ihre individuellen Grenzen, eher nach unten setzen und den „Überschwang“ und die Lebensfreude eher als problematisch ansehen. Mit den positiven Aspekten der Größenfantasien scheint es ähnlich wie mit den positiven „gehobenen“ Emotionen wie &amp;gt; [[Ekstase]] &amp;gt; [[Freude]] &amp;gt; [[Glück]] &amp;gt; [[Humor]] und &amp;gt; [[Leidenschaft]] zu sein. Sie führen in der Regel ein „Schattendasein“ in der analytischen Literatur und in den Therapien (&amp;gt; [[Schatten, therapeutischer]]) mit der Folge, dass sie von den als „unseriös“ eingestuften Richtungen übernommen werden, beispielsweise dem „positiven Denken“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig ist relativ deutlich zu sehen, dass mit den Zielen der &amp;gt; [[Psychoanalyse]] und der Analytischen Psychologie (&amp;gt; [[Analytische Psychologie]]) nach &amp;gt; [[Bewusstheit]], Reife, &amp;gt; [[Individuation]] und &amp;gt; [[Ganzheit]] durchaus Größenfantasien und elitäre Vorstellungen verbunden sind, die aber wegen des „Inflationstabus“ nicht zugestanden werden dürfen, was zu einer starken emotionalen Gehemmtheit und Vernünftigkeit der Analytiker im öffentlichen Auftreten und dann zu tatsächlich pathogenen Auswirkungen des ungelebten Narzissmus führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist es wichtig, Größenfantasien nicht nur als Abwehrmechanismen zu deuten. Sie haben als Ideal- und Zielvorstellungen der eigenen Entwicklung auch eine prospektive Funktion (&amp;gt; [[Finalität]]) und können ungelebte Aspekte des &amp;gt; [[Selbst]], Begabungen und Potenziale zum Ausdruck bringen und die Energie für deren Verwirklichung liefern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Jacoby, M. (1985): Individuation und Narzissmus; Müller, L. (1996): Trotzdem ist die Welt ein Rosengarten; Müller, L. (2001): Lebe dein Bestes; Schneider, W. (1996): Die Sieger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; L. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>de&gt;Anlumue</name></author>
	</entry>
</feed>