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	<title>Symbol, Gefahren - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Lutz am 26. August 2026 um 20:31 Uhr</title>
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		<author><name>Lutz</name></author>
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		<title>Lutz am 26. August 2026 um 17:36 Uhr</title>
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;2&lt;/del&gt;. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kommunikationsschwierigkeiten&lt;/del&gt;: &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Gerade &lt;/del&gt;die &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Vieldeutigkeit &lt;/del&gt;der symbolischen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Begriffe&lt;/del&gt;, die &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ja einerseits ihr schöpferisches Potenzial ausmacht&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;führtnatürlicherweise &lt;/del&gt;zu &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;vielerlei kommunikativen Schwierigkeiten&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;denn es ist schwer &lt;/del&gt;zu &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;erfassen&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wie das Gegenüber &lt;/del&gt;einen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Begriff genau versteht&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;mit welchen emotionalen Beiklängen es ihn verbindet. Die Vieldeutigkeit kann Symbole auch zu nichtssagenden&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;unbestimmten Leerformeln machen&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;die &lt;/del&gt;sich &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wie Joker-Karten beliebig einsetzen lassen&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wenn es am genauen Begriff &lt;/del&gt;und &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;einer präzisen Vorstellung mangelt&lt;/del&gt;. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Man kommuniziert &lt;/del&gt;nicht &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wirklich miteinander&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;sondern man tut &lt;/del&gt;nur &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;so als ob &lt;/del&gt;man &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;sich verstünde&lt;/del&gt;. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Das erinnert an Andersens Märchen von „des Kaisers neuen Kleidern“&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;in dem keiner das offensichtliche ausspricht&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;aus Angst für dumm &lt;/del&gt;und &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;inkompetent gehalten &lt;/del&gt;zu &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;werden&lt;/del&gt;.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;1&lt;/ins&gt;. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Verwechslung von Symbolischem und Konkretem (&amp;gt; [[Hypostasierung]] &amp;gt; [[Konkretismus]])&lt;/ins&gt;: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Man hält das Symbol wie selbstverständlich für &lt;/ins&gt;die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Realität und erkennt nicht, dass es sich dabei um eine psychische Konstruktion, eine bildhafte Vorstellung handelt, die sich über einen unbekannten Sachverhalt legt. Diese Neigung ist deshalb naheliegend, weil es sich bei &lt;/ins&gt;der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wahrgenommenen äußeren Wirklichkeit nur um eine von mehreren Wirklichkeitsinterpretationen handelt (&amp;gt; Konstruktivismus). Der Übergang zwischen &lt;/ins&gt;symbolischen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Vorstellungen und den sog. &quot;realistischen&quot; ist immer sehr fließend. Häufig ist ihre Unterscheidung nur nach langer, manchmal auch schmerzhafter Erfahrung möglich. Es ist aber ein lohnendes Ziel&lt;/ins&gt;, die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Unterscheidung von Symbolischem und Realem zu schärfen&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;um sich sicher in beiden Welten bewegen &lt;/ins&gt;zu &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;lernen. Die Verwechslung ist oft fatal&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;und führt &lt;/ins&gt;zu &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Vorurteilen und Fehleinschätzungen. Solche Konkretisierung des Symbolischen findet man beispielsweise in der populären psychosomatischen Literatur&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wenn aufgrund isolierter Krankheitssymptome symbolisch deutend auf deren psychische Ursache kurzgeschlossen wird: Wenn einer &lt;/ins&gt;einen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Schnupfen hat&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dann ist er &quot;verschnupft&quot; oder hat &quot;die Nase voll&quot;&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wenn einer Magenbeschwerden hat&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dann ist ihm eben etwas &quot;auf den Magen geschlagen&quot; oder &quot;er hat zu viel Wut in &lt;/ins&gt;sich &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;hineingefressen&quot;. Dabei wird übersehen&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dass der Mensch &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;sein Organismus ein viel komplexeres System sind, als dass seine psychosomatischen Funktionsabläufe sich auf solche einfache Analogiebildungen (&amp;gt; &amp;lt;nowiki&amp;gt;[[Analogie]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) reduzieren ließen&lt;/ins&gt;. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Auch dürfen Krankheiten &lt;/ins&gt;nicht &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;als psychogen (&amp;gt; [[Psychogenese]]) verursacht angesehen werden&lt;/ins&gt;, nur &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;weil &lt;/ins&gt;man &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ihre genauen Ursachen bisher nicht kennt oder weil eine psychische Analogie nahe liegt&lt;/ins&gt;. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Auf diese Weise können ernsthafte körperliche Erkrankungen übersehen oder verharmlost werden&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;irrationale&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;abergläubische Behandlungsmethoden versucht &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;eine angemessene, notwendige medizinische Behandlung versäumt werden. Überdies werden Menschen, deren Leiden schon schwer genug &lt;/ins&gt;zu &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;tragen ist, mit zusätzlichen Schuldzuschreibungen, Unbewusstheiten und vermeintlichen Charaktermängeln belastet&lt;/ins&gt;.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;3&lt;/del&gt;. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Chaotisierung (&amp;gt; [[Chaos]]) und &amp;gt; [[Regression]]&lt;/del&gt;: &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Mit dem &lt;/del&gt;symbolischen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Denken und Erleben ist eine höhere Durchlässigkeit der verschiedenen psychischen Dimensionen verbunden&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;was sich in regem Gedankenfluss&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;spontanen&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;intensiven Gefühlen (&amp;gt; [[Emotion]])&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;originellen&amp;gt; [[Fantasien]] und kreativen Einfällen (&amp;gt; [[Intuition&lt;/del&gt;,&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;intuitive Funktion]] &amp;gt; [[Kreativität]])&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;also einer sehr angeregten&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bewegten seelischen Tätigkeit&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ausdrücken kann&lt;/del&gt;. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Diese seelische Lebendigkeit ist aber &lt;/del&gt;nur &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dann wirklich schöpferisch&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wenn sie mit &lt;/del&gt;dem &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;alltäglichen Leben und der äußeren Realität gut verbunden wird (&amp;gt; [[Bewusstsein&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;schöpferisches]]). Wo dies der Psyche &lt;/del&gt;aus &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;irgendwelchen Gründen der individuellen Disposition nicht gelingt&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bekommt die symbolische Dimension eine möglicherweise krankmachende Überbetonung (&amp;gt; [[Neurose]] &amp;gt; [[Psychose]])&lt;/del&gt;.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;2&lt;/ins&gt;. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kommunikationsschwierigkeiten&lt;/ins&gt;: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Gerade die Vieldeutigkeit der &lt;/ins&gt;symbolischen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Begriffe&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;die ja einerseits ihr schöpferisches Potenzial ausmacht&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;führt natürlicherweise zu vielerlei kommunikativen Schwierigkeiten&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;denn es ist schwer zu erfassen&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wie das Gegenüber einen Begriff genau versteht&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;mit welchen emotionalen Beiklängen es ihn verbindet. Die Vieldeutigkeit kann Symbole auch zu nichtssagenden&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;unbestimmten Leerformeln machen&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;die sich wie Joker-Karten beliebig einsetzen lassen&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wenn es am genauen Begriff und einer präzisen Vorstellung mangelt&lt;/ins&gt;. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Man kommuniziert nicht wirklich miteinander, sondern man tut &lt;/ins&gt;nur &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;so als ob man sich verstünde. Das erinnert an Andersens Märchen von „Des Kaisers neuen Kleidern“&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;in &lt;/ins&gt;dem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;keiner das Offensichtliche ausspricht&lt;/ins&gt;, aus &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Angst&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;für dumm und inkompetent gehalten zu werden&lt;/ins&gt;.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Wie es eine Flucht vor der Seele gibt, so gibt es auch eine Flucht vor der Welt, den Beziehungen zu anderen Menschen und dem gelebten Leben&lt;/del&gt;. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Die Innenwelt wird dann zu einem Zufluchtsort, der vor den Ängsten und Kränkungen des Lebens schützt und das Gefühl von geborgener Führung vermittelt. Dies kann zu einem Rückzug aus sozialen Bindungen und Verantwortung, zu einer Regression in magische Erlebensformen &lt;/del&gt;(&amp;gt; [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Magie&lt;/del&gt;]]) und &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;abergläubische Ängste führen&lt;/del&gt;, in &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;denen innere und äußere Realität immer weniger unterschieden werden können. Ganz besonders groß ist diese Gefahr bei bestimmten okkulten&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;mediumistischen und magischen Praktiken &lt;/del&gt;(&amp;gt; [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Automatismen, psychomotorische&lt;/del&gt;]] &amp;gt; [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Hermetik&lt;/del&gt;]] &amp;gt; [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Magie&lt;/del&gt;]] &amp;gt; [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Parapsychologie&lt;/del&gt;]]), &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;die zu &lt;/del&gt;einer &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;starken Aktivierung psychischer [[Komplex]]e &lt;/del&gt;und &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Bilder führen. Die Vielzahl &lt;/del&gt;der &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;schwer handhabbaren unbewussten Einflüsse &lt;/del&gt;(&amp;gt; [[Bewusstsein&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &amp;gt; [[Unbewusstes&lt;/del&gt;]]) &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;kann Fragmentierungserscheinungen &lt;/del&gt;(&amp;gt; [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Desintegration&lt;/del&gt;]] &amp;gt; [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Dissoziation&lt;/del&gt;]]) &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;auslösen. Man bekommt Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, die Gedanken in eine sinnvolle Ordnung zu bekommen und fühlt sich ständig wechselnden Gefühlen und Ideen ausgeliefert. Der beste Schutzmechanismus gegen eine solche Überflutung durch Inhalte der Innenwelt ist eine gesicherte und verantwortliche Situation in der Außenwelt. Diese hat meist einen stabilisierenden und erdenden Einfluss&lt;/del&gt;.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;3&lt;/ins&gt;. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Chaotisierung &lt;/ins&gt;(&amp;gt; [[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Chaos&lt;/ins&gt;]]) und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&amp;gt; [[Regression]]: Mit dem symbolischen Denken und Erleben ist eine höhere Durchlässigkeit der verschiedenen psychischen Dimensionen verbunden&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;was sich &lt;/ins&gt;in &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;regem Gedankenfluss, spontanen&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;intensiven Gefühlen &lt;/ins&gt;(&amp;gt; [[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Emotion&lt;/ins&gt;]]&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;), originellen &lt;/ins&gt;&amp;gt; [[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Fantasie|Fantasien&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;und kreativen Einfällen (&lt;/ins&gt;&amp;gt; [[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Intuition, intuitive Funktion|⁣⁣Intuition, intuitive Funktion&lt;/ins&gt;]] &amp;gt; [[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kreativität&lt;/ins&gt;]]), &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;also &lt;/ins&gt;einer &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;sehr angeregten, bewegten seelischen Tätigkeit, ausdrücken kann. Diese seelische Lebendigkeit ist aber nur dann wirklich schöpferisch, wenn sie mit dem alltäglichen Leben &lt;/ins&gt;und der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;äußeren Realität gut verbunden wird &lt;/ins&gt;(&amp;gt; [[Bewusstsein&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, schöpferisches&lt;/ins&gt;]])&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. Wo dies der Psyche aus irgendwelchen Gründen der individuellen Disposition nicht gelingt, bekommt die symbolische Dimension eine möglicherweise krank machende Überbetonung &lt;/ins&gt;(&amp;gt; [[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Neurose&lt;/ins&gt;]] &amp;gt; [[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Psychose&lt;/ins&gt;]]).  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Häufig ist ihre Unterscheidung nur nach langer, manchmal auch schmerzhafter Erfahrung möglich. Es ist aber ein lohnendes Ziel, die Unterscheidung von Symbolischem und Realem zu schärfen, um sich sicher in beiden Welten bewegen zu lernen. Die Verwechslung ist oft fatal, führt zu Vorurteilen und Fehleinschätzungen. Solche Konkretisierung des Symbolischen findet man beispielsweise in der populären psychosomatischen Literatur, wenn aufgrund isolierter Krankheitssymptome symbolisch deutend auf deren psychische Ursache kurzgeschlossen wird: Wenn einer einen Schnupfen hat, dann ist er &amp;quot;verschnupft&amp;quot; oder hat &amp;quot;die Nase voll&amp;quot;, wenn einer Magenbeschwerden hat, dann ist ihm eben etwas &amp;quot;auf den Magen geschlagen&amp;quot;, oder &amp;quot;er hat zu viel Wut in sich hineingefressen&amp;quot;. Dabei wird übersehen, dass der Mensch und sein Organismus ein viel komplexeres System sind, als dass seine psychosomatischen Funktionsabläufe sich auf solche einfachen Analogiebildungen (&amp;gt; [[Analogie) reduzieren ließen. Auch dürfen Krankheiten nicht als psychogen (&amp;gt; [[Psychogenese]]) verursacht angesehen werden, nur weil man ihre genauen Ursachen noch nicht kennt oder weil eine psychische Analogie nahe liegt. Auf diese Weise können ernsthafte körperliche Erkrankungen übersehen oder verharmlost werden, irrationale, abergläubische Behandlungsmethoden versucht und eine angemessene notwendige medizinische Behandlung versäumt werden. Darüber hinaus werden Menschen, deren Leiden schon schwer genug zu tragen ist, mit zusätzlichen Schuldzuschreibungen, Unbewusstheiten und vermeintlichen Charaktermängeln belastet.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;1. Verwechslung von Symbolischem und Konkretem (&amp;gt; [[Hypostasierung]] &amp;gt; [[Konkretismus]]): Man hält das Symbol wie selbstverständlich für die Realität und erkennt nicht, dass es sich dabei um eine psychische Konstruktion, eine bildhafte Vorstellung handelt, die sich über einen unbekannten Sachverhalt legt. Diese Neigung ist deshalb naheiegend, weil es sich bei der wahrgenommenen äußeren Wirklichkeit nur um eine von mehreren Wirklichkeitsinterpretationen handelt (&amp;gt; [[Konstruktivismus]]). Der Übergang zwischen symbolischen Vorstellungen und den sog. &amp;quot;realistischen&amp;quot; ist immer sehr fließend. Häufig ist ihre Unterscheidung nur nach langer, manchmal auch schmerzhafter Erfahrung möglich. Es ist aber ein lohnendes Ziel, die Unterscheidung von Symbolischem und Realem zu schärfen, um sich sicher in beiden Welten bewegen zu lernen. Die Verwechslung ist oft fatal, führt zu Vorurteilen und Fehleinschätzungen. Solche Konkretisierung des Symbolischen findet man beispielsweise in der populären psychosomatischen Literatur, wenn aufgrund isolierter Krankheitssymptome symbolisch deutend auf deren psychische Ursache kurzgeschlossen wird: Wenn einer einen Schnupfen hat, dann ist er &amp;quot;verschnupft&amp;quot; oder hat &amp;quot;die Nase voll&amp;quot;, wenn einer Magenbeschwerden hat, dann ist ihm eben etwas &amp;quot;auf den Magen geschlagen&amp;quot;, oder &amp;quot;er hat zu viel Wut in sich hineingefressen&amp;quot;. Dabei wird übersehen, dass der Mensch und sein Organismus ein viel komplexeres System sind, als dass seine psychosomatischen Funktionsabläufe sich auf solche einfachen Analogiebildungen (&amp;gt; [[Analogie) reduzieren ließen. Auch dürfen Krankheiten nicht als psychogen (&amp;gt; [[Psychogenese]]) verursacht angesehen werden, nur weil man ihre genauen Ursachen noch nicht kennt oder weil eine psychische Analogie nahe liegt. Auf diese Weise können ernsthafte körperliche Erkrankungen übersehen oder verharmlost werden, irrationale, abergläubische Behandlungsmethoden versucht und eine angemessene notwendige medizinische Behandlung versäumt werden. Darüber hinaus werden Menschen, deren Leiden schon schwer genug zu tragen ist, mit zusätzlichen Schuldzuschreibungen, Unbewusstheiten und vermeintlichen Charaktermängeln belastet.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Lutz</name></author>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;b&amp;gt;Keyword:&amp;lt;/b&amp;gt; Symbol, Gefahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Links:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; [[Besessenheit]] &amp;gt; [[Einstellung, symbolische]] &amp;gt; [[Konkretismus]] &amp;gt; [[Konstruktivismus]] &amp;gt; [[Symbol]] &amp;gt; [[Symbolisierung]] &amp;gt; [[Magie]] &amp;gt; [[Parapsychologie]] &amp;gt; [[Regression]] &amp;gt; [[Seelenverlust]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Definition:&amp;lt;/b&amp;gt; &amp;gt; Symbole können destruktive und selbstentfremdende Wirkungen haben, wenn man ihre Gefahren und ihre geheimen Untiefen nicht kennt (vgl. Müller /Knoll 1998).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Information:&amp;lt;/b &amp;gt; &lt;br /&gt;
1. Verwechslung von Symbolischem und Konkretem (&amp;gt; [[Hypostasierung]] &amp;gt; [[Konkretismus]]): Man hält das Symbol wie selbstverständlich für die Realität und erkennt nicht, dass es sich dabei um eine psychische Konstruktion, eine bildhafte Vorstellung handelt, die sich über einen unbekannten Sachverhalt legt. Diese Neigung ist deshalb naheiegend, weil es sich bei der wahrgenommenen äußeren Wirklichkeit nur um eine von mehreren Wirklichkeitsinterpretationen handelt (&amp;gt; [[Konstruktivismus]]). Der Übergang zwischen symbolischen Vorstellungen und den sog. &amp;quot;realistischen&amp;quot; ist immer sehr fließend. Häufig ist ihre Unterscheidung nur nach langer, manchmal auch schmerzhafter Erfahrung möglich. Es ist aber ein lohnendes Ziel, die Unterscheidung von Symbolischem und Realem zu schärfen, um sich sicher in beiden Welten bewegen zu lernen. Die Verwechslung ist oft fatal, führt zu Vorurteilen und Fehleinschätzungen. Solche Konkretisierung des Symbolischen findet man beispielsweise in der populären psychosomatischen Literatur, wenn aufgrund isolierter Krankheitssymptome symbolisch deutend auf deren psychische Ursache kurzgeschlossen wird: Wenn einer einen Schnupfen hat, dann ist er &amp;quot;verschnupft&amp;quot; oder hat &amp;quot;die Nase voll&amp;quot;, wenn einer Magenbeschwerden hat, dann ist ihm eben etwas &amp;quot;auf den Magen geschlagen&amp;quot;, oder &amp;quot;er hat zu viel Wut in sich hineingefressen&amp;quot;. Dabei wird übersehen, dass der Mensch und sein Organismus ein viel komplexeres System sind, als dass seine psychosomatischen Funktionsabläufe sich auf solche einfachen Analogiebildungen (&amp;gt; [[Analogie) reduzieren ließen. Auch dürfen Krankheiten nicht als psychogen (&amp;gt; [[Psychogenese]]) verursacht angesehen werden, nur weil man ihre genauen Ursachen noch nicht kennt oder weil eine psychische Analogie nahe liegt. Auf diese Weise können ernsthafte körperliche Erkrankungen übersehen oder verharmlost werden, irrationale, abergläubische Behandlungsmethoden versucht und eine angemessene notwendige medizinische Behandlung versäumt werden. Darüber hinaus werden Menschen, deren Leiden schon schwer genug zu tragen ist, mit zusätzlichen Schuldzuschreibungen, Unbewusstheiten und vermeintlichen Charaktermängeln belastet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Kommunikationsschwierigkeiten: Gerade die Vieldeutigkeit der symbolischen Begriffe, die ja einerseits ihr schöpferisches Potenzial ausmacht, führtnatürlicherweise zu vielerlei kommunikativen Schwierigkeiten, denn es ist schwer zu erfassen, wie das Gegenüber einen Begriff genau versteht, mit welchen emotionalen Beiklängen es ihn verbindet. Die Vieldeutigkeit kann Symbole auch zu nichtssagenden, unbestimmten Leerformeln machen, die sich wie Joker-Karten beliebig einsetzen lassen, wenn es am genauen Begriff und einer präzisen Vorstellung mangelt. Man kommuniziert nicht wirklich miteinander, sondern man tut nur so als ob man sich verstünde. Das erinnert an Andersens Märchen von „des Kaisers neuen Kleidern“, in dem keiner das offensichtliche ausspricht, aus Angst für dumm und inkompetent gehalten zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Chaotisierung (&amp;gt; [[Chaos]]) und &amp;gt; [[Regression]]: Mit dem symbolischen Denken und Erleben ist eine höhere Durchlässigkeit der verschiedenen psychischen Dimensionen verbunden, was sich in regem Gedankenfluss, spontanen, intensiven Gefühlen (&amp;gt; [[Emotion]]), originellen&amp;gt; [[Fantasien]] und kreativen Einfällen (&amp;gt; [[Intuition,intuitive Funktion]] &amp;gt; [[Kreativität]]), also einer sehr angeregten, bewegten seelischen Tätigkeit, ausdrücken kann. Diese seelische Lebendigkeit ist aber nur dann wirklich schöpferisch, wenn sie mit dem alltäglichen Leben und der äußeren Realität gut verbunden wird (&amp;gt; [[Bewusstsein, schöpferisches]]). Wo dies der Psyche aus irgendwelchen Gründen der individuellen Disposition nicht gelingt, bekommt die symbolische Dimension eine möglicherweise krankmachende Überbetonung (&amp;gt; [[Neurose]] &amp;gt; [[Psychose]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es eine Flucht vor der Seele gibt, so gibt es auch eine Flucht vor der Welt, den Beziehungen zu anderen Menschen und dem gelebten Leben. Die Innenwelt wird dann zu einem Zufluchtsort, der vor den Ängsten und Kränkungen des Lebens schützt und das Gefühl von geborgener Führung vermittelt. Dies kann zu einem Rückzug aus sozialen Bindungen und Verantwortung, zu einer Regression in magische Erlebensformen (&amp;gt; [[Magie]]) und abergläubische Ängste führen, in denen innere und äußere Realität immer weniger unterschieden werden können. Ganz besonders groß ist diese Gefahr bei bestimmten okkulten, mediumistischen und magischen Praktiken (&amp;gt; [[Automatismen, psychomotorische]] &amp;gt; [[Hermetik]] &amp;gt; [[Magie]] &amp;gt; [[Parapsychologie]]), die zu einer starken Aktivierung psychischer [[Komplex]]e und Bilder führen. Die Vielzahl der schwer handhabbaren unbewussten Einflüsse (&amp;gt; [[Bewusstsein]] &amp;gt; [[Unbewusstes]]) kann Fragmentierungserscheinungen (&amp;gt; [[Desintegration]] &amp;gt; [[Dissoziation]]) auslösen. Man bekommt Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, die Gedanken in eine sinnvolle Ordnung zu bekommen und fühlt sich ständig wechselnden Gefühlen und Ideen ausgeliefert. Der beste Schutzmechanismus gegen eine solche Überflutung durch Inhalte der Innenwelt ist eine gesicherte und verantwortliche Situation in der Außenwelt. Diese hat meist einen stabilisierenden und erdenden Einfluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Literatur:&amp;lt;/b&amp;gt; Müller, L. (1989]]): Magie; Müller, L., Knoll, D. (1998]]): Ins Innere der Dinge schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Autor:&amp;lt;/b&amp;gt; L. Müller&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>de&gt;Anlumue</name></author>
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